Die Geheimnisse Japans - CJA2502

Heute ist ein arbeitsreicher Tag... für die Reiseleiter :-) Alles für einen reibungslosen Ablauf organisieren, Papierformalitäten, Motorradtransfer... klingt nach nicht viel, aber das ist das Geheimnis der Arbeit hinter den Kulissen :-) Der Höhepunkt ist unser Willkommensbriefing – alle sind entspannt und gut gelaunt! Shira & Brian, Madison & Michael, Michael S., Andrew, Chris, Joe, Jeff aus den USA, Warren und Stuart aus Australien, Siegfried, Tim, Jürgen und Michael aus Deutschland möchten die Geheimnisse Japans entdecken, und das ist unser Ziel. Wir freuen uns schon darauf!
Am Morgen versammelt sich gegenüber unserem Hotel eine Autoshow, aber wir haben keine Zeit, wir wollen losfahren! Zuerst auf der Autobahn aus Tokio, vorbei an Kawasaki, Yokohama... all diese Namen, die man schon einmal gehört hat, und jetzt sind wir hier! Nach dem Überqueren einer Hügelkette Richtung Meer treffen wir die Sonntagscruiser, alle genießen es, besonders den Strand, Surfer, Segler – alle sind draußen. Nach einer Kaffeepause fahren wir in die Berge auf die Izu-Halbinsel... eine wunderschöne und großartige Fahrt! Und dann sehen wir seine Majestät Fuji-san. Fantastisch! Nach dem Mittagessen auf der kurvigen Izu Skyline bis zum Mt. Omuro, mit einer niedlichen Seilbahn nach oben und tollen Ausblicken vom Gipfel. Die letzten Kilometer zum Hotel führen auf der kurvigen Küstenstraße zu unserem Hotel direkt am Strand. Was für ein wunderschöner Tag!
Als wir morgens aus dem Fenster schauen, hängen die Wolken tief über dem Ozean, doch die Farben der Vegetation sind so intensiv, diese Grüntöne hier in Japan sind so anders als zu Hause. Nach einer halben Stunde Fahrt setzt Regen ein, der später nachlässt, und wir fahren weiter auf einer kurvigen einspurigen Straße durch den nebligen Wald, Moos bedeckt die Felsen, den Boden und die Bäume. Als wir wieder den Bergrücken erreichen, klart es auf, und wir setzen unsere Fahrt auf der Izu Skyline nördlich fort, zu unserem heutigen Ziel: Der heiligen Majestät Fuji-san, 3.776 m hoch, Heimat der Shinto-Kami. Wieder ziehen tiefe Wolken auf, was nichts Gutes verspricht, als die Hälfte der Gruppe beschließt, den Mount Fuji zu erklimmen. Was für eine tolle Straße, die sich bis auf 2.400 m windet – kein Verkehr, etwas holprig, aber super Grip. Oben herrscht eine mystische Atmosphäre mit Nebel, und dann klart es für 30 Sekunden auf... Yiehaaa! Was für ein Tag auf diesen kurvigen Straßen in Japan!
Wir sollten diese Aussicht auf den Fujisan von unserem schönen Hotel aus haben, aber... er versteckt sich, nur einige Blicke auf den Kegel sind möglich... Okay, dann fahren wir eben hin! Unsere Gruppenmitglieder, die es gestern nicht gemacht haben, und noch einige mehr :-) haben es heute Morgen geschafft. Großartige Fahrt hinauf und auch wieder runter vom Plateau auf kurvigen Straßen mit super Asphalt. Danach queren wir zwei Täler auf winzigen, verwinkelten Waldstraßen in den Bergen, bevor wir in eine der besten Tee-Anbauregionen Japans kommen. Grüner Tee oder Matcha-Tee, der auch in allerlei Kuchen, Eiscreme und sogar Reis verwendet wird. Die Straßen sind herausfordernd, einspurig, teilweise steil und mit Haarnadelkurven – einfach nur Spaß in dieser wunderschönen Vegetation. Der letzte Abschnitt führt auf der Autobahn, um die größeren Städte an der Küste zu umgehen, und wir kommen in Hamamatsu an, während wir uns auf die Fährüberfahrt morgen vorbereiten... Gut gemacht!
Heute Früh stand gleich als erstes eine Fährfahrt auf dem Programm. Das Wetter zeigte sich von seiner schönsten Seite und so zogen wir in zwei Gruppen und zu unterschiedlichen Zeiten los. Auf der anderen Seite der Fährstrecke gehörte ein Teil der Pearl Road zum fahrerischen Highlight des Tages. Außerdem haben wir uns noch von einigen der versteckten Nebenstraßen verzaubern lassen. An der Küste trafen wir eine der Perlentaucherinnen, die hier nach den berühmten Austernperlen tauchen. Kurz vor Kumano beendeten wir dann diesen wunderschönen Fahrtag in unserem tollen 4-Sterne Hotel.
Leider müssen wir unser schönes Club Resort verlassen...aber 20°C und Sonnenschein machen die Entscheidung leichter:-). Und wieder fahren wir eine von diesen wunderschönen, kurvigen, bewaldeten Bergsträßchen. Und kein Verkehr! Später fahren wir auf der Ryujin Skiline in schönen Schwüngen bis nach Koy-san hoch, einem kleinen Dorf, welches aus mehr als 100 Tempeln, Klöstern und Schreinen besteht. Diese gehören zum Shingon Buddhismus, welcher bei uns auch esotherischer Buddhismus genannt wird, gegründet von Kobo Daishi im Jahre 819. Trotz dass einige der Tempel als Welterbe gelistet sind sind kaum Touristen hier oben, mehr ein Pilgerort. In super entspannter Atmosphäre genießen wir die Tempelanlgen, die im Jahrhunderte alten Wald verstreut sind. Auf einer kurvigen Straße verlassen wir diesen schönen Ort um unser Ziel für die nächsten 2 Tage zu erreichen: Kyoto, Japans frühere Hauptstadt von 794 - 1868.
Wie oft in seinem Leben kommt man schon nach Kyoto, der insgeheimen Hauptstadt Japans, ganz sicher aber der kulturellen Hauptstadt? Selbstredend, dass alle ihre Motorräder für heute geparkt lassen und auf verschieden Weise die Stadt eintauchen bzw. sich Sehenswürdigkeiten ansehen wollen. Der silberne Pavillion, die gigantische Statue des Budda, einen kleinen Bambuswald und, vielleicht am Beeindruckendsten, die knallgrüne, wunderbare Schönheit von Mutter Natur. Selbst hier mitten in der Stadt! Wir philosophieren über Motorräder auf dem Pfad der Philosophen bis zum nächsten Tempel. Vorbei am bekannten Gion Viertel, in dem sich die Geishas aufhalten, finden wir uns im quirligen Nishiki Market wieder. Hier lassen wir unsere Sinne von allerlei Kuriosem berieseln, sowie von den Köstlichkeiten, welche die japanische Küche zu bieten hat. Den Abschluss unseres Sightseeing-teils finden manche in einem der wunderbaren Cafés hier in Kyoto. Meist werden diese Cafés von älteren Menschen betrieben, die sich so ihre Altersversorgung sichern. Einige in unsere Gruppe toppten ihr Kyoto Erlebnis mit einem typisch japanischen Teppanyaki Dinner.
Regen die ganze Nacht und auch am Morgen, wir entscheiden uns für die direktere Route nach Himeji. Auf dem Weg aus Kyoto heraus regnet es in Strömen, mein Handy schaltet sich ab... es gibt eine Grenze für alle Elektronikgeräte. Aber mein Garmin funktioniert noch, dieses uralte Ding :-) Ein kurzes Stück Highway, und als wir wieder auf der Landstraße sind, sehen wir Reisfelder entlang der Straße und typische japanische Häuser mit ihren schönen Dächern. Nach dem Kaffee wird es weniger regnen, und wir machen uns auf den Weg nach Himeji... wir möchten das Himeji-Schloss besichtigen, eines der am besten erhaltenen Schlösser Japans mit einem fortschrittlichen Verteidigungssystem, das im 17. Jahrhundert auf dem Höhepunkt der Holzbautechnik gebaut wurde... und siehe da, hier sind wir, und die Sonne kommt raus :-)
Weit gezogene Kurven wechseln mit engeren Sträßchen ab, dann wieder Reisanbau und ein herzlicher Cafestop bei einem älteren Pärchen mit ebenso lieben Gästen. Später fahren wir die Rainbow Line und lassen es nochmal richtig krachen; am Aussichtspunkt eher mittlere Sicht, aber alle haben Spaß. Dann erreichen wir das Dorf in dem sich der Eiheiji Tempel befindet, und auch unser sehr schönes Hotel nebenan...
Am Morgen um 5 Uhr morgens nehmen einige von uns an der Morgengebetszeremonie im Zen-Buddhistischen Eiheiji-Tempel teil, der in der Nähe unseres Hotels liegt... ein Erlebnis für sich. Anschließend folgt ein vegetarisches Frühstück mit köstlichen japanischen Gerichten, und nach einer weiteren Stunde Ruhe starten wir mit dem Motorrad in unseren Tourentag. Später besuchen wir Shirakawago, bekannt für seine 250 Jahre alten Häuser mit Reetdächern. Am Abend genießen wir ein japanisches Abendessen mit all den kunstvollen Speisen. Arigato gozaimas!
Heute ist der 35. Hochzeitstag von Shira und Brian, herzlichen Glückwunsch! Un das toppen wir heute mit einem fantastischen Motorradtourtag durch die Berge Japans. Abends erreichen wir das kleine Bergdorf Hirayu mit seinen Thermalquellen und unserem tollen Hotel, in dem wir auch unseren Rasttag verbringen werden.
Eine Gruppe hat die kurze Runde heute gewählt, die andere Gruppe die längere Motorradrunde. Und einige haben in unserem wunderschönen Onsen-Hotel entspannt... Michael und Jürgen sind zum Friseur gegangen, um für die kommenden Tage eine neue, stromlinienförmige Frisur zu bekommen :-) Friseur geht hier anders und ist ein echtes Erlebnis: Ausprobieren! Und das alles bei angenehmen 28°C heute. Japan, wir lieben dich!
Was für ein wundervoller Tag heute! Ein Cafestop an einer Wasabi Farm und danach zu den Schneeaffen...haben die einen Spaß mit ihrem Onsen...und wir mit ihnen. So nett! Danach fahren wir Mt. Shirane Straße durch die eindrucksvolle vulkanische Landschaft und erreichen den höchsten öffentlich erfahrbaren Punkt mit 2.777m Japans. Tolle Kurven, wunderschöne Natur und ein großartiger Ritt! Und nach endlosen Kurven geht es nach Kusatsu mit dem Yubatake-Heilquellgebiet. Ein super Tag!
Zuerst eine Dorfrunde mit dem Motorrad, bei der wir das Yubatake-Heilquellfeld direkt im Zentrum der Stadt besuchen. Danach brechen wir ins "Outback" auf. Die Straßen sind wunderschön, kaum Verkehr, guter Grip, manchmal ein bisschen holprig, dann wieder eine kleine einspurige Straße, gefolgt von einer Rennstrecke zum Haruna-See. Und dann wiederholen wir das alles noch einmal auf dem Weg zum erloschenen Vulkan Akagi – wow! Was für eine Fahrt heute!
Unser letzter Fahrtag heute...unglaublich. Der Himmel wolkenverhangen, Regen ist angesagt, aber wir finden den richtigen Weg um ihn zu vermeiden. Wir fahren Straßen mit schönen Kurven durch die hügelige Landschaft, die sich mit Ackerbau und Waldstücken und wieder engeren Sträßchen abwechseln...und nur vereinzelt Menschen, ein paar Autos und Motorräder. Dann erreichen wir den berühmten Motegi Twin Circuit, erbaut von Honda in 1997, für einen Boxenstop :-). Die Honda Collection Hall beeindruckt zutiefst und zeigt Hondas Motorsport Geschichte. Wow! Noch einmal ein paar Waldsträßchen, dann die letzten Kilometer auf dem Highway in die Metropolregion Tokyo mit seinen 38 Millionen Einwohnern, auch beeindruckend! Unser Farewell Dinner in einem japanischen Restaurant in entspannter Atmosphäre.... Eine tolle Tour mit tollen Menschen mit verschiedensten Charakteren, in einem tollen und interessanten Land... wir kommen wieder, liebes Japan! Eine gute Heimreise und bis bald! Angela und Holger (and James)