Burgen & Schlösser Tour CKC250C

Unser zweitletzter Fahrtag ührt uns von der Slowakei nach Ungarn und startet bei schönstem Sonnenschein und mit den "geilsten" Kurven. Schon nach einer halben Stunde erreichten wir unser erstes Highlight: "Die bemalten Häuser in Čičmany" In einer kleinen Gemeinde in der Slowakei, sind diese Häuser ein einzigartiges Beispiel für volkstümliche Architektur und Kunst. Die Fassaden der Holzhäuser sind mit weißer geometrischer Ornamentik verziert, die oft traditionelle Motive darstellt und wurden als kulturelles Erbe über Generationen gepflegt. Dann ging die Kurven-Orgie weiter bis zu unserem zweiten Highlight: Das märchenhaft schöne "Schloss Bojnice" - auch "Schloss Weinitz" genannt - beherbergt das meistbesuchte Museum der Slowakei. Anschliessend schon wieder Kurven, Kurven, Kurven bis zu unserem dritten Highlight, dem legendären Edelweiss-Picknick im kleinen Dorf "Bohunice" wo uns unser Tourguide mit einem tollen Buffet erwartete. Frisch gestärkt machten wir uns wieder auf den Weg und nach einer knappen Stunde war eine urige Fährfahrt über die Donau geplant, welche leider ins sprichwörtliche Wasser fiel, weil der alte Fährmann inzwischen pensioniert wurde - sehr schade. Wir überquerten stattdessen eine halbe Stunde weiter flussabwärts die schöne Maria-Valeria-Brücke, die gleichzeitig die Grenze zu Ungarn darstellt. Vor der Brücke hat meinen einen fantastischen Blick auf die "Esztergom Basilica" (deutsch: "Sankt-Adalbert-Kathedrale"), welches die grösste Kirche in ganz Ungarn ist. Eine weitere Stunde später schlängelten wir uns durch den zähen Feierabend-Verkehr zum Tagesziel, unserem Hotel in Budapest. Nach dem Abendessen machten wir noch einen kleinen Verdauungs-Spaziergang. Die beiden schönen Stadt-Teile Bud & Pest werden wir morgen zu Fuss ausgiebig erkunden.
Heute haben wir einen sehr langen Fahrtag vor uns. Wir verlassen Krakau und bewegen uns in Richtung Zakopane, dem polnischen Wintersportort in der Hohen Tatra. Kurz vor Zakopane biegen wir ab und besichtigen die außergewöhnliche Holzkirche von Dębno. Nach einem kurzen Kaffee Stopp an einer alten Festung überqueren wir die Grenze zur Slowakei und fahren im Uhrzeigersinn um die Hohe Tatra herum. Je höher wir kommen, desto schöner wird die Aussicht und die Straßen zum Motorradfahren. Um den Starregen zu entgehen, begeben wir uns hinab ins Tal und kommen zu einem toller Strecke. Diese bietet sich an für einen Free Ride und wir treffen uns oben, an einer Hütte zu einem weiteren Kaffee Stopp. Einige von uns finden die Strecke so toll, dass sie diese ein weiteres Mal fahren. Jetzt aber weiter nach Rajecke Teplice, wo das Hotel schon mit dem Abendessen auf uns wartet.
Heute war mal wieder einer der Schlechtwetter-Tage und so entschieden wir gemeinsam, nicht auf die Motorräder zu steigen und uns stattdessen einen freien und relaxten Tag zu gönnen. Wir Tourguides bereiteten uns stressfrei auf die nächsten Tage vor und unsere Gäste pendelten zwischen Waschsalon, Shopping-Center, kurzem Entspannungsschlaf, Hotelrestaurant und Tattoo-Studio... Am Nachmittag klarte das Wetter dann wieder etwas auf und rechtzeitig zum Dinner in einem typischen polnischen "Restaurace", wo wir uns mit feinsten lokalen Speisen verwöhnen liessen - war's überall schon wieder mehr oder weniger trocken...
Der heutige Tag empfing uns mit Sonnenschein und es würde von der Distanz her, ein eher kurzer Tag werden. Zuerst waren etwa 60 Km Autobahn angesagt, die wir in kurzer Zeit hinter uns brachten und nach 1,5 Stunden hatten wir bereits die Hälfte unserer Tagesstrecke erreicht. Zeit für einen Kaffeestop, für den wir uns für ein kleines Städtchen mit dem nahezu unaussprechlichen Namen "Pszczyna" entschieden. Auf dem wunderschönen Hauptplatz genossen wir Kaffee und sehr feinen Kuchen. Unser nächster Stopp hiess "Konzentrationslager Auschwitz I", wo wir spontan an einer Führung teilnahmen, die eigentlich erst für unseren morgigen Rasttag geplant gewesen wäre. Wir strichen den zweiten Teil der Führung durch das zweite Konzentrationslager "Ausschwitz II Birkenau" - wir hatten genug gesehen und gehört. Gut dass wir nachher wieder auf unsere Maschinen steigen und auf der Fahrt unsere Köpfe wieder frei lüften konnten. Unser spätes Mittagessen genossen wir direkt an der Strasse von einem kleinen Foodtruck. Danach ging es die letzten Kilometer zu unserem wirklich schönen Hotel in Krakau.
Unsere heutige Route bietet wenig Sightseeing, aber dafür viele schöne Motorradstrecken. Unser erster Stop ist Novo Mesto, eine wunderschöne Kleinstadt mit ebensolchen Marktplatz. Die Cafes dort laden zu einer kleinen Pause ein. Weiter geht es in das Adlergebirge, eine kleine aber feine Bergregion direkt an der Grenze zu Polen. Enge, kurvige Straßen führen hier durch dichten Wald, so gut wie kein Verkehr, herrliche Landschaft und wir wissen nie genau, ob wir gerade in Polen oder Tschechien sind. Wir verlassen die Berge und kommen nach Mähren, wo wir uns durch endlose Weizenfelder schlängeln. Nicht nur die holprigen Straßen vermitteln uns das Gefühl, dass hier die Zeit stehen geblieben ist. Unser heutiges Hotel befindet sich in Stary Jicin und war einst Eingang zur Burg, deren Ruine immer noch hoch oben auf dem Hügel trotzt.
Wir verabschiedeten uns von der wunderschönen Stadt Dresden und machten uns auf den Weg zu unserem Tagesziel, dem tschechischen "Lazne Belohrad". Da es ein langer Fahrtag werden würde, nahmen wir erstmal die Autobahn bis nach Görlitz, der östlichsten Stadt Deutschland wo wir unsere erste Kaffeepause in der wunderschönen Altstadt machten. Heute fand das Görlitzer Stadtfest statt und überall herrschte deshalb reges Treiben beim Aufbau und Einrichten der Marktbuden. Nach dem Genuss von frischen Fruchtsäften, Kaffee und regionaler Süssspeisen hiess es wieder "back on the road". Am Stadtrand von Görlitz überquerten wir die polnische Grenze und verliessen Polen bereits nach ca. 1 Stunde Fahrt wieder Richtung Tschechien. Auf allgemeinen Wunsch der Gäste, das Mittagessen ausfallen zu lassen, fuhren wir von da an auf top Strassen und wunderschönen Landschaften - abgesehen von einem Tankstopp und einer Pinkelpause - nonstop weiter bis zu unserem Hotel. Nach einem tollen Buffet liessen wir den Abend bei einem Schlummertrunk und diversen Motorrad-Geschichten auf der Hotelterrasse ausklingen.
Wir verlassen das wunderschöne Prag und machen uns zunächst auf den Weg nach Melnik. In der Nähe der ehemaligen Königsstadt treffen sich Elbe und Moldau, sowie der Moldaukanal. Hier besuchen wir auch das Beinhaus, wo die Knochen und Schädel von 10. - 15.000 Menschen, ihre letzte Ruhestädte gefunden haben. Nach Melnik wird der Verkehr weniger und einsame Landstraßen laden zum sportlichen Motorradfahren ein. Diese Straßen bringen uns nach Jetrichovice, wo Kurt mit einem tollen Picknick auf uns wartet. Frisch gestärkt begeben wir uns Richtung Elbe und überqueren kurz danach die Grenze nach Sachsen in Deutschland. Unser nächster Halt ist die Bastei. Sie zählt zu den meistbesuchten Touristenattraktionen der Sächsischen Schweiz. Von der Bastei fällt das schmale Felsriff etwa 190 Meter steil zur Elbe ab. Sie bietet eine weite Aussicht ins Elbtal und über das Elbsandsteingebirge. Wir verlassen das tolle Felsmassiv und fahren nach Dresden, unserem heutigen Etappenziel. Unser Hotel befindet sich am Rande der sehenswerten Altstadt und auf dem Weg zum Abendessen, können wir die Schönheit Dresdens entdecken. Es ist kaum zu glauben, dass diese romantische Stadt, am Ende des II. Weltkriegs, fast vollständig zerstört wurde.
Auch wenn wir alle es lieben Motorrad zu fahren, aber in Prag sollte man den Tag nutzen um diese wunderschöne Stadt zu entdecken. Die Prager Rathausuhr (erbaut ab 1410), die Karlsbrücke (erbaut ab 1357), die Prager Burg (ab 900) und der Veitsdom (ab 1344) sind nur einige der Highlights der tschechischen Schönheit. Aber es gibt auch versteckte Schätze. Ein Wirtshaus aus dem Jahre 1375 lädt uns zur Mittagspause ein und der urige Service ist ein Erlebnis. Am Ende unseres Ausflugs waren sich alle einig: "Prag, das Florenz des Ostens, muss man erleben und zu Fuß entdecken".
Trotz schönem Sonnenaufgang war heute Regen angesagt und einer unserer Kunden musste erst noch Regenkleider kaufen, bevor es dann endgültig Richtung Prag ging. Zunächst aber ein kleiner Umweg über die kleine Stadt Český Krumlov - auf deutsch: "Krummau" - über der das wunderschöne, mächtige Schloss Krumlov schwebt. Der Abstecher hat sich gelohnt, denn nach der gemütlichen Kaffeepause in der historischen Altstadt hat sich das schlechte Wetter verzogen und wir konnten unsere Fahrt mit einer Schicht weniger fortsetzen. Wir schwangen unsere Touren-Motorräder in endlos scheinenden Kurven-Kombinationen durch schöne Wälder, zwischen Äcker und Wiesen und durch unzählige wunderschöne, romantische kleine Dörfer, bevor wir unser Ziel erreichten: PRAG, die berühmte und historische Hauptstadt Tschechiens.
Wie immer können es alle kaum erwarten, endlich auf die Motorräder aufzusteigen, die Motoren zu starten und loszufahren. Aber ein kurzes Briefing muss sein, damit die Teilnehmer wissen, was sie an jedem Fahrtag erwartet. Und dann geht es endlich los. Wir verlassen die alte Kaiserstadt Wien und die Donau, kehren aber bald zu ihr zurück und dies gleich an geschichtsträchtiger Stelle, gegenüber der Burgruine Dürnstein. Bekannt ist die Burg, da der englische König Richard Löwenherz, der vom dritten Kreuzzug heimkehrte, von Dezember 1192 bis März 1193 auf Initiative von Herzog Leopold V. unter Hadmar II. in Dürnstein oder einer Nebenburg in ritterlicher Haft gefangen gehalten und dann an den deutschen Kaiser Heinrich VI. ausgeliefert wurde. Jeder Robin Hood Fan erinnert sich, welche Auswirkungen das hatte. Ein paar Kilometer weiter stromaufwärts überqueren wir die Donau mit einer Fähre, ein cooles Erlebnis. Wir folgen der wunderschönen Donau bis Maria Taferl. Die Terrasse, wo wir unser Mittagessen einnehmen, gewährt einen traumhaften Blick über die Donau und den Wienerwald. Hier verlassen wir die Donau und werden sie erst wieder in Ungarn sehen, fast am Ende dieser Reise. Über verlassene Straßen bewegen wir uns auf die Grenze nach Tschechien zu. Der alte, verlassene Grenzübergang ist ein willkommener Foto Stopp. Weiter geht es nach Budweis, einer wunderschönen böhmischen Kleinstadt und unserem Übernachtungsziel für heute. Das Fazit nach dem ersten Fahrtag? Mit 4 so tollen Menschen und so guten Fahrern macht das Tourguide Leben doppelt Spaß.
Nach dem allgemeinen Kennenlernen, Welcome-Briefing und anschliessender Motorrad-Übergabe spazierten wir zum berühmten Wiener Prater, um uns ein nicht weniger berühmtes, originales Wiener Schnitzel zu gönnen. Es war ein sehr gemütlicher, fröhlicher Abend und es gab etliche lustige Motorrad-Geschichten zu erzählen. Unsere 4 Gäste waren alle schon mehrfach auf Edelweiss-Touren und freuen sich deshalb sehr auf die nächsten 14 Tage voller toller Landschaften und typisch osteuropäischem Speis und Trank.