CPO2502 Die Normandie und die D-Day Beaches

Drei unserer Gäste aus den USA sind bereits ein paar Tage früher angereist, um gemeinsam mit Tourguidin Angela die Stadt Paris zu erkunden. Wir hielten uns morgens hauptsächlich auf der 'Île de la Cité' auf, um Sehenswürdigkeiten wie die Kathedrale Notre Dame, die kleine Sainte-Chapelle, sowie die Statue des Königs Henry IV zu besichtigen. Paris ist sozusagen auf der Île de la Cité entstanden. In der ganz frühen Vergangenheit hatten die Bewohner ganz offensichtlich die Vorzüge der Abgrenzung des Landes durch den Fluss Seine erkannt und genutzt. So waren sie auf beiden Seiten gegen feindliche Übernahmen geschützt. Nach einem stärkenden Kaffee und Schokocroissant ging unsere City Tour weiter zum Louvre und den berühmten Glaspyramiden, und dann weiter zum Place de la Concorde, sowie zur Flame of Liberty. Von hier aus hat man eine tolle Aussicht auf den Eiffelturm, dem Wahrzeichen von Paris.
Nach einer tollen ersten Nacht im Starthotel, einem ersten gemeinsamen Fruehstuck und dem obligatorischen Tagesbriefing war es endlich Zeit loszufahren. Wir fuhren entspannt durch die Vororte und liessen die Stadt schnell hinter uns und erreichten nach ca. 1 Stunde unseren ersten Halt. Dort konnten wir erstmals die franzoesische Art zu leben selbst erfahren. Man braucht nicht mehr als Sonnenschein, ein Strassencafe, tollen Kaffee und ein geparktes Motorrad davor. Unsere erste Attraktion, und laengerer Halt, war die Katedrale von Chartres. Ein beeindruckendes Bauwerk aus dem 12. Jahrhundert und UNESCO Weltkulturerbe. Nach der Besichtigung haben wir die schoene Umgebung und die von der Sonne erwaermten Plaetze in den umliegenden Cafes gleich fuer unser Mittagessen genutzt. Weitere 90 km spaeter erreichten wir das Schloss von Chambrod. Ein Jagdschloss aus dem 16. Jahrhundert, erbaut von Koenig Franz I. Immerhin 150 Jahre vor der Errichtung des Schlosses von Versailles. Es gilt als das praechtigste Schloss entlang der Loire. Danach liessen wir den Fahrtag auf leicht geschwungenen Strassen ausklingen.
Unser zweiter Fahrtag führt uns nach Le Mans, in die Stadt des berühmten 24 Stunden Rennens. Zuvor aber fahren wir entlang der Loire, an deren Flussauen sich jede Menge wunderschöne Schlösser befinden, die meisten von Ihnen haben ihren Ursprung um das 16. Jahrhundert herum, als die damaligen französischen Könige und die damalige Upper Class das Tal der Loire für sich entdeckten. Als erstes halten wir am Château Chambord für ein schnelles Foto. Danach parken wir beim Château Amboise, in dessen Kapelle sich auch das Grabmal von Leonardo da Vinci befindet. Zu guter Letzt besuchen wir noch das kleinste Schloss unserer Auswahl - das Château Azay-le-Rideau. Genau genommen ist es ein Wasserschloss, denn es liegt mitten in einem kleinen See. Nach unserm äußerst leckeren Mittagessen dort fahren wir auf direkter Route nach Le Mans, um das Museum der 24 Stundenrennen zu besichtigen. Allerdings wird das Museum derzeit renoviert und wir können nur eine abgespeckte Version davon am Südeingang der Rennstrecke besichtigen.
Nachdem sich alle beim Fruehstueck gestaerkt haben, mussten wir heute leider sofort die Regensachen anlegen. Nach einer kurzen aber sehr schoenen Runde durch Le Mans waren wir sehr schnell auf dem Land und konnten Wiesen und Felder noch ohne Regen geniessen. Selbstverstaendlich haben wir auch heute die Chance genutzt in Sable-sur-Sarthe unseren morgentlichen Cafe Ole zu geniessen. Danach ging es weiter ueber kleine Strassen entlang der Sarthe nach Angers. Dort haben einige von uns die monumentale Festung, Chateau de Angers, mit ihren 17 Tuermen besichtigt, und die anderen haben in einem kleinen Cafe um die Ecke einen weiteren Cafe genossen und dabei Tische und Sitzplaetze fuer das gemeinsame MIttagessen reserviert. Im Anschluss sind wir entlang der Loire Richtung Nantes, unser heutiges Ziel, aufgebrochen. Wir konnten schoene Aussichten auf die Loire geniessen, sind durch viele kleine wunderschoene Orte gefahren und haben dort wo es besonders schoen war angehalten und die Gegend genossen.
Heute treibt uns der Wind Frankreichs immer weiter gen Westen. In der Tat aber zunächst etwas südwestlicher, zur Passage de Gois. Nach dem Gezeitenkalender ist die dort bei Ebbe auftauchende Straße heute am besten gegen 9:12 Uhr zu befahren. Also nichts wie los! Wir verlassen dafür unser Hotel etwas früher am Morgen, um rechtzeitig vor der einsetzenden Flut dort zu sein. So einfach sich das mit der Ebbe und der Flut und der Straße anhört, umso beeindruckender ist es dann doch, als wir tatsächlich davor stehen. Um die Straße problemlos zu befahren, muss man die Zeit im Blick behalten. Das zurückkehrende Wasser hat die Straße bereits ca. 1,5 Stunden nach dem niedrigsten Punkt schon wieder "verschluckt". Wir sind selbstredend pünktlich auf die Minute vor Ort. Nachdem wir wieder sicher zurück "an Land" sind, geht unsere Reise weiter nach Saint-Nazaire und zu dem dortigen U-Boot Bunker aus dem zweiten Weltkrieg. Wir besichtigen das äußerst eindrucksvolle U-Boot von außen und von innen. Vom Dach der ehemaligen "U-Boot-Garage" bietet sich uns eine fantastische Aussicht über die Brücke, über die wir vor wenigen Minuten noch gefahren waren und über das gesamte Hafengebiet. Tief beeindruckend ist der Anblick der unvorstellbar riesigen Flügel der Off-shore Windanlagen! Als wir bei unserer Anfahrt direkt daran vorbei kamen, fuhren wir freiwillig 30 km/h. So etwas sieht man nicht alle Tage! Während unseres, wieder einmal sehr leckeren Mittagessens konnten wir eine weitere Kuriosität mitverfolgen! Wenn Schiffe die Passage vom Meer zum U-Boot Bunker passieren wollen, müssen sie ja irgendwie an der Straßenbrücke vorbei kommen. Dazu wird diese Straße dann einfach senkrecht hochgefahren. Ein ziemlich beeindruckendes Schauspiel! Da wir heute schon so früh losgefahren waren, gelang uns am Ende des Tages dann noch die Fahrt durch die Salzfelder.
Blauer Himmel, Sonnenschein, grossartiges Fruehstueck und 1 Stunde laenger schlafen, kann ein Tag besser starten? Weil heute ein Ruhetag geplant war, haben wir es etwas langsamer angehen lassen. Fast alle in der Gruppe haben sich aber trotzdem entschlossen eine kleine Halbtagsrunde zu fahren. Also sind wir bei bestem Wetter zur Hauptatraktion in Carnac gefahren, die Megalithen. Wir waren die ersten Besucher dort und konnten somit die beeindruckenden Steinreihen von ca. 3500 BC in Ruhe geniessen. Danach fuehrten uns kleine abgelegene Strassen nach KERBIHAN wo wir unseren obligatorischen Kaffee geniessen konnten. Diesmal aber mit Blick auf den kleinen Stadthafen. Unser naechstes Ziel war die Basilika Sainte-Anne-d’Auray. Die zweitwichtigste Pilgerstaette in Frankreich nach Lourdes. Nach der Besichtung fanden wir einen kleines Sandwich-Pizza-Restaurant. Lecker, lokal und gemuetlich. Nach einer weiteren kurzen Fahrt ueber kleine Hinterlandstrassen war dieser kurze aber schoene Ausflug beendet.
Unser tolles Hotel nach 2 Tagen zu verlassen, viel Allen schwer. Aber die Aussicht auf einen tollen Fahrttag, ohne Regen aber mit viel Sonne machte Lust. Sicher hatten wir wieder unseren Small-Town-Coffee in the morning, aber der Mittagsstop war das Highlight. Fisch, Muscheln, Austern und Garnelen frisch aus dem Meer in einem kleinen Restaurant direkt am Meer. Einfach nur grossartig und lecker. Nachmittags waren wir noch am Cap Frehel. Wie erwartet war es Sonnig aber sehr windig. Der Blick ueber die Klippen und die raue See war atemberaubend. Danach waren wir sehr schnell in St. Malo, so dass sich einige noch entschlossen eine kleine Stadttour zu machen. Der Tag klang am Strand mit gemeinsamen Abendessen und Wein aus.
Das wichtigste und größte Highlight dieses Fahrtages erreichten wir bereits etwa eine knappe Stunde, nachdem wir von Saint-Malo losgefahren waren. Und da der Mont Saint-Michel weltweit eine beliebte Sehenswürdigkeit ist, haben wir uns erneut für eine frühe Abfahrt entschlossen. Wie sich später zeigte, war dies auch eine gute Wahl. Nach etwas mehr als zwei Stunden machten wir uns wieder auf den Weg, denn Ron wartete bereits mit dem Mittagessen auf uns. Er hatte uns ein äußerst leckeres Picknick mit Blick auf den Mont Saint-Michel zubereitet! Gegen Nachmittag kamen wir dem Gebiet näher, das mit der Geschichte des Zweiten Weltkrieges eng verknüpft ist. Wir hielten an einer der Brücken an, die gegen Ende des Krieges schwer umkämpft waren. Morgen, an unserem Rasttag in Bayeux werden wir ausführlich über die geschichtsträchtige Vergangenheit der Normandie erfahren.
Genau dafuer sind alle in den Norden Frankreichs gekommen. Einen ganzen Tag auf historischen Spuren in der Normandie verbringen. Unsere Tour startete mit einem 3D-Film ueber die Ereignisse am 4. Juni 1944. Das war eine gelungene Einstimmung auf den Tag und ein super Erklaerung der Dinge und Orte die wir noch sehen werden. Bis zum Lunch waren wir an noch zwei weiteren Stationen, dem Airborne Museum in Saint-Mere-Eglise und am Utah Beach. Ein Edelweiss-Picnic erwartete uns dann am Omaha Beach. Selbst zubereitete Quich direkt am Meer war schon sehr besonders. Gut gesaetigt fuehrte uns unser weiterer Weg ueber Pointe du Hoc zum abschliessenden Highlight des Tages, dem US-Normandie-War-Cementry. Eine sehr beeindruckende Anlage mit inkludiertem Museum, Ausblicken auf Omaha Beach und genug Moeglichkeiten die Vergangenheit und den Ort auf sich wirken zu lassen. Ein langer oft emotionaler Tag, der jeden Kilometer wert war ging bei gemeinsamen Abendessen dann doch viel zu schnell zu Ende.
Wiedermal spielt das Wetter mit und wir machten uns bei Sonnenschein und blauem Himmel auf den Weg. Geplant war heute ein kurzer Fahrtag, nur unterbrochen vom obligatorischem Kaffee und der Mittagspause. Kaffeestop machten wir an historischen Ort. Dort wo am 06. Juni 1944, in der Naehe der Pegasus Bruecke, 3 Flugsegler landeten um die Bruecke zu erobern. Diese Operation war einmalig und sensationell. Das Kaffee vor Ort war eingerichtet wie ein Museum und Erinnerungsort fuer die Mitglieder der 6. Airborne Division (UK). Stimmungsvoll und beruehrend. Rechtzeitig zur Mittagszeit erreichten wir Honfleur. Die wahrscheinlich schoenste Kuestenstadt in der Normandie. Wir hatten genug Zeit um die Stadt zu erkunden und direkt am kleinen Stadthafen zu Mittag zu essen. Keine 40km spaeter erreichten wir unser heutiges Ziel Etretat. Die Stadt ist beruehmt fuer ihre weissen Kalkfelsen, die zum Teil 130 Meter hoch sind.
Kaum zu glauben, dass wir heute Abend schon wieder in Paris/Versailles zurück sein werden! Wie eigentlich immer verfliegt die Zeit auf Tour viel zu schnell. Vermutlich deshalb, weil wir alle unsere gemeinsame Zeit genossen haben! Wir rollen aus Étretat hinaus und fahren auf Landstraßen vorbei an kleinen, typisch französischen Dörfern bis zur Abtei Jumiège. Trotzdem dass die Abtei eine Ruine ist, ist sie immer noch ein imposantes Gebäude. An den Überresten lässt sich sehr gut der Wohlstand der vergangenen Zeit ablesen. Weiter gehts kurz darauf entlang der berühmten und viel besungenen Seine. Tags zuvor konnten wir bereits ihre riesige Mündung ins Meer bestaunen. Auch in ihren vielen Windungen ist der Fluss vehältnismäßig breit. Aufgrund der streikenden Fährmänner müssen wir unsere Route allerdings entlang des östlichen Ufers verlegen. Das macht aber nichts, denn die Landstraßen bis nach Giverny sind auch hier schön zu fahren. In Giverny besichtigen wir die Gärten und das Haus von Claude Monet. Speziell der in voller Blüte stehende Garten bietet atemberaubende Anblicke. Eine kurze Fahrt bringt uns auf der Hauptader Frankreichs Hauptstadt und Verseilles näher. Herzlichen Dank für die vielen tollen Erlebnisse und Begegnungen mit Euch! Bis zum nächsten Mal und allzeit gute Fahrt wünschen euch, Eure Tourguides Angela und Ron