Hochalpine Tour 2505

Die Stadt München empfängt John & Darcy mit strahlendem Sonnenschein. Wir besuchen die Altstadt. Es ist Sonntag, also sind die meisten Geschäfte und Märkte leider geschlossen, aber andererseits ist die Stadt nicht überfüllt und leicht zu besichtigen. Nachdem wir mit gespannt dem Glockenspiel am Neuen Rathaus zugeschaut hatten, genossen wir die Schönheit der Innenstadt mit ihrer jahrhundertealten Geschichte und den eleganten Gebäuden und Geschäften. Ein kühles und erfrischendes bayerisches Bier mit Weißwurst gehört hier einfach dazu. Glücklich, mehr über diese wunderschöne Stadt erfahren zu haben, kehren wir nach Erding zurück, wo der Rest der Gruppe auf uns wartet. Nach der Begrüßung trafen wir uns alle zum Abendessen, was eine tolle Gelegenheit war, die andere Tourteilnehmer näher kennenzulernen.
Der erste Tag ist kein gewöhnlicher Tag, sondern bereits der Tag, an dem wir eines der Highlights dieser Tour erleben, den König der österreichischen Berge, den Großglockner mit seinem Pass auf über 2500 m Höhe. Nach einer Kaffeepause am Ufer des Chiemsees ist es Zeit, die österreichische Grenze zu überqueren und den Gipfel zu erklimmen, von wo aus man einen 360°-Panoramablick auf den Nationalpark Hohe Tauern genießen kann. Nach dieser Herausforderung fahren wir hinunter nach Lienz und genießen die angenehme Abendbrise.
Wir verlassen Lienz und steigen sofort in die Panoramastraße Pustertaler Höhenstraße – die Sonnenterrasse – bietet einen herrlichen Panoramablick auf die Berge der Lienzer und Sextner Dolomiten. In Italien angekommen, sollten wir einen Espresso trinken. Und wo könnte man das besser tun als am Misurina-See oberhalb des Tals von Cortina d'Ampezzo, dem exklusiven Skigebiet, in dem 2026 die Olympischen Winterspiele stattfinden werden. Heute essen wir in der Kühle, weit über 2700 m, in der Berghütte auf dem Lagazuoi, die nur mit der Seilbahn erreichbar ist. Gegen Abend, als wir uns auf den Weg zum Hotel in Klobenstein (in der Nähe von Bozen) machen, geraten wir mitten in ein Gewitter. Glücklicherweise hört der Regen am Abend auf und hinterlässt am Himmel einen Regenbogen, der für den Erfolg dieser Tour ein gutes Omen ist.
Am Ruhetag kann jeder tun und lassen, was er möchte, aber im Grunde sind wir alle Biker und so fahren wir auch! Ein wunderschöner Tag und eine herrliche Fahrt durch Obstgärten und Weinberge, über den Mendelpass und den Gampenpass. Wir kehren zum traumhaft gelegenem Klobenstein zurück, um uns ein wenig auszuruhen, einen Abendspaziergang zu machen und auswärts zu essen, ohne einen spektakulären Sonnenuntergang zu verpassen.
Wir fahren über zwei der spektakulärsten italienischen Alpenpässe: Der Stilfserjoch-Pass ist mit 2.758 Metern der zweithöchste Pass Europas, und der Gaviapass mit 2.618 Metern ist nicht weniger beeindruckend, mit einigen einspurigen Abschnitten teils ohne Leitplanken, die nichts für schwache Nerven sind. Um die Reise gebührend abzuschließen, überqueren wir die Schweizer Grenze und erklimmen den Berninapass, um Pontresina auf gut asphaltierten Strassen, vor malerischer Bergkulisse, zu erreichen.
Heute geht es zurück nach Österreich. Unser Ziel ist der berühmte Skiort Warth in Vorarlberg. Starker Regen begleitet uns die ganze Fahrt über, während der wir auch die Gelegenheit haben, ein anderes Land zu besuchen, das kleine Königreich Liechtenstein. Am Ende der Reise kommt endlich die Sonne heraus und wir genießen den Furkajochpass auf dem Weg zum Hotel, wo uns eine Überraschung erwartet: „Bootbier“.
Es ist der letzte Tag dieser außergewöhnlichen Reise. Und obwohl es der letzte Tag ist, wird es nicht langweilig, ganz im Gegenteil ... Nach einem schnellen Foto mit einem der legendären Schlösser, Neuschwanstein, dem Schloss, das Walt Disney inspirierte, meistern wir den dichten Wochenendverkehr, um zum Plansee zu gelangen, wo Christoph ein köstliches Picknick mit spektakulärer Aussicht für uns vorbereitet hat. Auf dem Rückweg nach Deutschland fahren wir auf Straßen, die sich durch das Bayrische Voralpenland schlängeln. Um weitere Verkehrsverzögerungen zu vermeiden, entscheiden wir uns für die schnellere Variante- die Autobahnund kommen rechtzeitig in Erding an, um unser Abschiedsessen zu genießen.