Nach einer Nacht in unserer amerikanisch inspirierten Lodge und vielleicht den besten Pizzen aller Zeiten ging es weiter. Unser Ziel war es, endlich den Mont Blanc zu sehen, den unsere Freunde bei ihrer letzten AMA-Tour verpasst hatten. Doch der Morgen begann mit nassen Straßen, Nebel und kaum Sicht. Trotzdem blieben wir optimistisch. Am Col du Petit Saint-Bernard durchbrachen wir schließlich die Wolkendecke – und das Panorama war schlicht atemberaubend. Der Mont Blanc blieb verborgen, doch der Blick auf die Gipfel und den weiten Himmel war Belohnung genug.
Zurück auf der französischen Seite warteten noch sechs weitere Pässe. Vor dem Col de la Madeleine hielten wir im kleinen Dorf Pussy, um uns mit frischem Wasser im Gesicht zu erfrischen. Der Anstieg war steil, das Mittagessen am Gipfel wohlverdient. Nach der besten Pizza aller Zeiten konnte die Tortilla Margherita zwar nicht mithalten, doch sie gab uns neue Kraft.
Einige Pässe später erreichten wir die berühmten Lacets de Montvernier. Noch bevor wir die 17 engen Kehren befuhren, überraschte uns Mark mit einem Aussichtspunkt, der die gesamte Strecke freigab – perfekt für Erinnerungsfotos. Danach bestand die Möglichkeit, direkt ins Hotel zu fahren, doch niemand wollte den Tag so früh beenden. Also nahmen wir alle die zusätzliche Schleife mit ihren atemberaubenden Straßen und steilen Anstiegen. Die Motorräder mussten auf den letzten Pässen hart arbeiten, doch als wir schließlich in Saint-Jean-de-Maurienne ankamen, waren die kühlen Getränke die perfekte Belohnung.