Pyrenees extreme 4PE2502

Unser Pyrenees Extreme Abenteuer hätte nicht besser beginnen können – den ganzen Tag begleiteten uns strahlender Sonnenschein und perfekte Temperaturen zum Motorradfahren. Gestartet sind wir von unserer Basis, dem Gran Hotel Rey Don Jaime, voller Vorfreude und mit bestens vorbereiteten Maschinen. Unser erstes kulturelles Highlight erwartete uns in der heiligen Umgebung von Montserrat, wo wir die Ermita de Santa Cecília und das historische Monestir de Santa Cecília de Montserrat besuchten. Ein wahrhaft inspirierender Beginn der Reise. Weiter führte uns die Route nach Norden über herrlich geschwungene Straßen bis zum beeindruckenden Castell de Cardona, einer Festung voller katalanischer Geschichte. Mit ihren majestätischen Ausblicken erinnerte sie uns daran, wie strategisch Burgen einst platziert wurden, um das Land zu überblicken. Zum Mittagessen kehrten wir im Restaurant La Cabana in Berga ein, wo uns regionale Spezialitäten und eine herzliche Atmosphäre neue Energie für den Nachmittag gaben. Von dort aus erwartete uns eine Reihe spektakulärer Bergpässe – pures Fahrvergnügen, für das diese Tour so bekannt ist. Unser heutiges Ziel war das friedvolle Monestir de Santa Maria de Bellpuig de les Avellanes, wo Ruhe, Geschichte und eine wunderschöne Umgebung den perfekten Abschluss des ersten Tages bildeten. Und natürlich durfte die Tradition nicht fehlen: das berühmte „Boot Beer“, ein erfrischender Toast auf einen großartigen Start und die vielen Abenteuer, die noch vor uns liegen!
Der zweite Tag unseres Pyrenees Extreme Abenteuers brachte die längste Fahretappe der gesamten Tour: ganze 435 Kilometer voller Kurven, Pässe und purer Fahrfreude. Früh am Morgen verließen wir Os de Balaguer, im Wissen, dass ein langer und anspruchsvoller Tag vor uns lag. Das Wetter war auf unserer Seite – fast die gesamte Strecke begleitete uns strahlender Sonnenschein, der jedes Bergpanorama noch eindrucksvoller erscheinen ließ. Die Route führte uns über kurvige Straßen, endlose Hügel und hohe Bergpässe. Bei jedem Halt wurdengab es lachende Gesichter unter dem Helm – genau für dieses Fahrgefühl waren wir hier. Erst wenige Kilometer vor unserem Ziel färbte sich der Himmel grau, und die Wolken erinnerten uns daran, wie schnell sich das Wetter in den Pyrenäen ändern kann. Doch das Timing war perfekt: Wir rollten sicher in Pamplona ein, gerade als die ersten Regentropfen fielen. Ein langer Tag im Sattel, der uns unvergessliche Erinnerungen bescherte – und die Vorfreude auf die nächsten Abenteuer noch größer machte.
Für einige war es heute ein wohlverdienter Ruhetag in Pamplona – tatsächlich entschieden sich nur zwei Fahrer, in der Stadt zu bleiben und das gemütlichere Tempo zu genießen. Der Rest der Gruppe machte sich voller Enthusiasmus auf den Weg in Richtung Atlantikküste. Leider zwangen uns starker Regen und anhaltende Schauer dazu, vor Erreichen dieses symbolischen Ziels umzukehren. Doch das stellte sich keineswegs als Nachteil heraus. Pamplona hatte nämlich eine großartige Überraschung parat: Während unseres Aufenthaltes feierte die Stadt ein besonderes Jubiläum. Anstatt den Ozean zu erreichen, fanden wir uns mitten in einem farbenfrohen Straßenumzug wieder – mit Musik, Tradition und fröhlicher Stimmung. Was als verregneter Umweg begann, verwandelte sich in ein unvergessliches Highlight der Tour – ein Beweis dafür, dass die schönsten Erinnerungen oft entstehen, wenn sich Pläne ändern.
Von Pamplona aus führte uns unser Abenteuer über die Grenze nach Frankreich, stetig hinauf in die höheren Lagen der Pyrenäen. Es war ein Tag voller Gegensätze – sowohl landschaftlich als auch wetterbedingt. Der Morgen begann trüb, mit Nebelschwaden über den Bergen und einer feuchten, regnerischen Stimmung. Doch während unserer Mittagspause in den Höhen klarte der Himmel auf, und die Sonne schenkte uns ihre Wärme – eine perfekte Erinnerung daran, wie schnell sich die Bedingungen in den Bergen ändern können. Am Nachmittag erwarteten uns mehr Kurven, dramatische Landschaften und das unvergleichliche Gefühl, tiefer in das Herz der Pyrenäen einzutauchen. Gegen Ende des Tages setzte jedoch leichter Nieselregen ein, und aus Sicherheitsgründen beschlossen wir, den letzten geplanten Bergpass auszulassen. Trotzdem fühlte sich die Ankunft im charmanten Luz Saint Sauveur wie eine wahre Belohnung an. Umgeben von Gipfeln und alpinem Flair, war es der perfekte Ort, um sich auszuruhen, neue Energie zu tanken und sich auf die kommenden Abenteuer zu freuen.
Nach mehreren langen Fahrtagen standen heute „nur“ 260 Kilometer auf dem Programm – ein vergleichsweise kurzer Abschnitt, der uns dennoch Großes versprach. Um 8:30 Uhr starteten wir in Luz Saint Sauveur, voller Vorfreude auf einen der schönsten Tage der gesamten Tour. Und tatsächlich: der heutige Tag stand ganz im Zeichen der legendären Pässe der Pyrenäen, viele von ihnen untrennbar mit der Geschichte der Tour de France verbunden: Col du Tourmalet – der höchste und berühmteste Pass der Pyrenäen, ein echtes Symbol. Col d’Aspin – eine malerische Auffahrt mit weiten Bergpanoramen. Col de Peyresourde – endlose Kurven und atemberaubende Ausblicke. Col de Menté – schmal, abgelegen und voller ursprünglicher Schönheit. Und zum Abschluss, kurz vor dem Ziel, der Col de Port – die perfekte letzte Herausforderung vor der Abfahrt nach Tarascon. Das Wetter hätte kaum besser sein können: strahlender Sonnenschein begleitete uns fast den ganzen Tag. Nur auf den letzten beiden Pässen war die Fahrbahn noch leicht feucht, doch der leichte Regen setzte erst ein, nachdem wir die Motorräder bereits am Hotel abgestellt hatten. Ein fantastischer Fahrtag liegt hinter uns – genau jene Art von Erlebnis, die die Pyrenees Extreme Tour so einzigartig macht. Morgen geht es zurück nach Spanien für die letzten beiden Tage unseres Abenteuers.
Heute verließen wir Tarascon-sur-Ariège und machten uns auf den Weg zurück nach Spanien. Der Himmel blieb den ganzen Tag über bedeckt, schwere Wolken begleiteten uns durch die Pyrenäen. Doch wie schon an den Vortagen hatten wir Glück – der Regen erreichte uns erst wenige Minuten nach unserer Ankunft im Hotel. Unser heutiges Ziel war ein ruhiges und malerisches Hotel in Maçanet de Cabrenys. Dessen Gartenterrasse, sonst ein Ort der Stille, wurde heute Abend lebendig – nicht nur durch das Ankommen unserer Motorräder, sondern vor allem dank eines besonderen Ereignisses: Wir feierten den Geburtstag von Michael, einem unserer Tourguides. Ein perfekter Tagesabschluss: eine großartige Gemeinschaft, eine friedliche Umgebung und ein Moment der Freude, der diesen Tag unvergesslich machte.
Heute stand die letzte Etappe unserer Pyrenees Extreme Tour auf dem Programm – die Rückkehr nach Barcelona. Nach Tagen voller unvergesslicher Bergpässe und großartiger Landschaften konnten wir noch einmal einige der schönsten Kurvenstraßen genießen. Unsere Route führte uns durch den wunderschönen Naturpark Montseny und den Naturpark der Vulkanzone Garrotxa, wo technische Kurven, üppige Landschaften und vulkanische Formationen den perfekten Abschied bildeten. Diesmal jedoch konnten wir dem Wetter nicht entkommen – eine Gewitterwolke holte uns auf den letzten Kilometern ein und bescherte uns eine kräftige Dusche. Trotzdem war die Stimmung großartig, denn jeder wusste, dass er etwas ganz Besonderes erlebt hatte. Die Pyrenees Extreme Tour ist zwar zu Ende, doch die Erinnerungen, Freundschaften und Eindrücke werden uns für immer begleiten.