Die Geheimnisse von Japan

Es war zwar keine kurze Reise nach Japan, aber es hat sich definitiv gelohnt! Der erste Eindruck von Tokio, einer der bevölkerungsreichsten Metropolen der Welt, ist überwältigend! Die Menschen sind sehr freundlich und hilfsbereit, das öffentliche Verkehrssystem ist nahezu perfekt und die Stadt fühlt sich sehr sicher und gut organisiert an. Einige von uns hatten vor der Begrüßung Zeit, Tokio ein wenig zu erkunden. Danach und nach der Motorradübergabe gingen wir in einem wunderbaren Restaurant essen – und jetzt können wir es kaum erwarten, dieses faszinierende Land auf zwei Rädern zu erkunden!
Unser erster Radtag, der Abschied von Tokio, war überwältigend. Eine Stadt mit 40 Millionen Einwohnern, mit Spaghetti abseits der Straßen und hoch aufragenden Gebäuden. Aber wir ließen es ganz entspannt angehen und tranken unseren Kaffee am Meer. Danach fuhren wir in die Berge und sahen zum ersten Mal den Fuji. Wolken und etwas Regen versperrten uns die Sicht, aber nicht genug, um zu erkennen, dass wir durch ein außergewöhnlich schönes Land fuhren. Im Hotel angekommen, wurden wir vom Personal begrüßt, bekamen Freibier und zogen unsere Kimonos an. Ein toller Start unserer Tour. Und! Wir spüren schon jetzt, dass wir eine gute Gruppe sind. Mehr dazu später...
Heute haben wir den ganzen Tag dem Fuji hinterhergejagt, in der Hoffnung, ihn von den vielen Aussichtspunkten entlang der wunderschönen Straßen der Izu-Halbinsel in seiner ganzen Pracht bewundern zu können. Japans imposantester Vulkan war heute jedoch etwas schüchtern und hinter einer Wolkendecke verborgen. Trotzdem war die Motorradfahrt wunderbar: Die Bergstraßen der Halbinsel sind einfach spektakulär, und wir können uns nur vorstellen, wie viel außergewöhnlicher die Aussicht mit dem Fuji im Hintergrund gewesen wäre. Doch als wir im Hotel ankamen, lächelte uns das Glück zu: Die Wolken verzogen sich endlich, und der perfekte Kegel dieses heiligen Berges erschien vor uns!
Heute haben wir uns vom Fuji verabschiedet, der sich heute Morgen in all seiner Pracht unter einem kristallklaren Himmel zeigte – ein atemberaubender Anblick, der uns die ganze Fahrt über in Erinnerung blieb. Unser erster großer Stopp war an den wunderschönen Shiraito-Wasserfällen, einem friedlichen und erfrischenden Ort nach der morgendlichen Fahrt … und wo man auch großartigen Kaffee finden kann! Danach fuhren wir ein kurzes Stück auf der Autobahn, um eine Strecke zurückzulegen, und bogen dann von Shizuoka zurück in die Berge im Landesinneren ab, wo sich die schmale Straße durch endlose Hügel schlängelte, die mit grünen Teeplantagen bedeckt waren – eine der berühmtesten Landschaften Japans! Am späten Nachmittag erreichten wir Hamamatsu, und bevor wir zum Hotel fuhren, machten wir einen kurzen Fotostopp am Suzuki-Hauptsitz … wir sind schließlich Motorradfahrer!
Heute wird ein ganz besonderer Tag. Wir müssen alle früh aufstehen, weil wir eine Fähre erreichen müssen. Diese führt uns auf die Perlenstraße, benannt nach den berühmten Perlentaucherinnen, die als eine der malerischsten Küstenstraßen Japans gilt. Das Mittagessen gibt es in einem urigen kleinen Restaurant. Mit Händen, Füßen und Google Translate bestellen wir ein leckeres und gesundes Essen. Geht's noch besser? Na klar! Tolle Kurven entlang der Küste und wir sehen sogar wilde Affen!
Die heutige Fahrt von Kumano nach Kyoto war unvergesslich – wahrscheinlich die schönste bisher! Wir fuhren die Berge hinauf auf der Ryujin-Koya-Skyline, einer spektakulären Straße mit endlosen Kurven, atemberaubenden Ausblicken und purem Fahrvergnügen. Die Luft war kühl und klar, und hinter jeder Kurve eröffnete sich ein neues, atemberaubendes Panorama. Unsere Reise führte uns zum Koyasan, einem heiligen Berg mit jahrhundertealten Tempeln und hoch aufragenden Zedern – ein Ort, an dem die Zeit langsamer zu vergehen scheint und Frieden in der Luft liegt. Am Nachmittag legten wir die letzten 100 Kilometer auf der Schnellstraße zurück, ließen die Berge hinter uns und glitten sanft in Richtung Kyoto, Japans ehemaliger Hauptstadt, wobei wir geschickt den dichten Verkehr der riesigen Metropolregion Osaka umfuhren. Wir werden zwei Nächte hier verbringen und morgen diese faszinierende Stadt erkunden!
Ein ganzer Tag in Kyoto zu Fuß! Von unserem Hotel aus fuhren wir mit der U-Bahn ins Stadtzentrum und begannen unseren Spaziergang durch das historische Gion-Viertel mit seinen traditionellen Holzhäusern und charmanten Gassen. Anschließend besuchten wir einige der berühmtesten Tempel Kyotos, darunter den Kōdai-ji und den Kiyomizu-dera, und genossen die friedliche Atmosphäre und den atemberaubenden Blick über die Stadt. Nach einem wohlverdienten Mittagessen schlenderten wir weiter zum lebhaften Nishiki-Markt, wo die Eindrücke, Geräusche und Düfte der Kyotoer Streetfood-Szene die Luft erfüllten. Am späten Nachmittag kehrten wir ins Hotel zurück, um uns etwas auszuruhen – denn heute Abend standen Karaoke und ein besonderes traditionelles Abendessen auf dem Programm!
Nachdem wir Kyoto ausgiebig genossen hatten, wie man gestern auf den Fotos sehen kann, starteten wir heute Morgen eine halbe Stunde später. Die eine Gruppe, die Kulturbegeisterten, fuhr direkt nach Himeji, um die beeindruckende Burg zu besichtigen. Die andere Gruppe, die Fahrgeschäfte-Fans, nahm die malerische Route durch Berge und Wälder. Alle hatten einen fantastischen Tag!
Die Abreise aus Himeji dauerte länger als erwartet, aber sobald wir in den Bergen waren, war die Landschaft wunderschön. Wir entdeckten ein neues Café, wo man an verschiedenen Kaffeesorten riechen und sie probieren konnte. Und plötzlich lag es vor uns: das Japanische Meer, das Japan vom asiatischen Festland trennt! Und Seen! Und Flüsse! Und die Regenbogen-Skyline. Wir sahen dort sogar einen echten Regenbogen! Mit einem Sessellift fuhren wir auf den Berg, von wo aus die Aussicht noch schöner war. Zurück an den Motorrädern waren wir von vielen anderen Bikern umgeben und knüpften schnell neue Freundschaften. Unser Hotel für heute Abend liegt am Eingang zum Eiheiji-Tempel. Morgen früh kann jeder Interessierte an einer Einführung in den Buddhismus teilnehmen – die beiden Reiseleiter sind bereits ausgebucht!
Eiheiji ist berühmt für seinen buddhistischen Tempel, der 1244 vom Zen-Meister Dōgen gegründet wurde. Wir wurden eingeladen, um 4:40 Uhr am Morgengebet teilzunehmen. Gemeinsam mit 120 Mönchen durften wir dieses einzigartige und zutiefst spirituelle Ereignis erleben. Es war wirklich beeindruckend, 120 Mönche im Einklang singen zu hören. Unsere Fahrt begann mit etwas Regen, doch bald zeigte sich die Sonne wieder. Das Mittagessen genossen wir in Shirakawa, einem UNESCO-Weltkulturerbe, das für seine Gassho-zukuri bekannt ist – traditionelle Bauernhäuser, deren steile Strohdächer an betende Hände erinnern. Und zum Abendessen gingen wir heute Abend aus, in ein traditionelles japanisches Restaurant in der Innenstadt von Takayama!
Früh am Morgen sind die Motorräder mit einer dünnen Eisschicht überzogen, aber sobald die Sonne über den Berg kommt, heizt sich alles auf; ein herrlicher Fahrtag erwartet uns. Das Schloss in Guy Hajiman ist wunderschön, ebenso die Brücke über den Fluss Gucho. Die von der Künstlerin Iwasaki Tokizō geschaffenen Plastikfiguren von Sanpuru sind unglaublich realistisch. Eine tolle Gelegenheit, Souvenirs zu kaufen. Und dann eröffnet sich uns eine traumhafte Herbstlandschaft! Der frisch gefallene Schnee auf den Bergen verleiht ihr zusätzliche Dramatik. Was fuer ein schoener Tag!
Wir verließen Hirayu am Morgen etwas später als sonst und fuhren in die charmante alte Poststadt Narai-juku, wo wir eine Pause für einen leckeren Kaffee und einen kurzen Spaziergang durch die wunderschön erhaltenen Gassen einlegten. Anschließend ging es zurück zu unserem Hotel in Hirayu. Keine lange Fahrt heute – genau die richtige kleine Runde für einen Ruhetag! Übrigens: Ohne die vielen Tunnel und Brücken in dieser Region wäre Hirayu wirklich schwer zu erreichen, da es tief in den Bergen liegt!
Unter strahlend blauem Himmel starten wir aus dem kühlen Hirayu. Der Herbst hat die Bäume in intensive Farben getaucht, und das Sonnenlicht macht das Ganze noch spektakulärer. Ein Kaffee in Matsumoto zeigt, dass diese Stadt, durch die ein Fluss fließt, eine überraschend angenehme Atmosphäre hat – einen großen Tempel und kleine Läden. Auf der Wasabi-Farm wird deutlich, dass die Pflanzen, deren Wurzeln für dieses scharfe Gewürz verwendet werden, viel Wasser benötigen. Das Wasabi-Eis schmeckt hervorragend! In Nagano gibt es zum Mittagessen entweder Sushi vom Fließband oder ein Sandwich auf dem Parkplatz. Beides schmeckt gut! Und dann geht es in die Berge, um die dampfenden Makaken zu sehen. Das ist kein japanisches Gericht, sondern Makaken, die sich in von Vulkanen erwärmtem Wasser wärmen. Sehr interessant zu sehen, wie ihre Sozialstrukturen funktionieren. Die schneebedeckten Hügel sehen schön aus, aber wenn die Straße wegen Schneefalls gesperrt ist, muss man den Plan ändern. Am Ende des Tages genießen alle das Abendessen mit roten Wangen und einem Kopf voller schöner Eindrücke.
Fast die ganze Tour über hatten wir Glück mit dem Wetter. Auch heute scheint die Sonne und geleitet uns über Bergpässe und entlang von Seen. Unsere Kaffeepause machen wir am Haruna-See. Das Highlight dort ist ein Auto im Wasser. Und lokales Origami! Kurz vor dem Mittagessen besuchen wir den Akagi-Schrein und lassen die Gedanken los. Nach dem Mittagessen geht es wieder rauf und runter in die Berge: Was für ein toller Tag! Das Beste daran?
Wir lassen diese wunderschöne Tour stilvoll ausklingen: mit kurvenreichen Straßen, atemberaubenden Ausblicken und – als krönenden Abschluss – dem Honda Motegi Twin Ring! Hier können wir die legendäre Honda Collection Hall bewundern, in der unter anderem Valentino Rossis Motorräder, Paris-Dakar-Rennwagen, Ayrton Sennas Formel-1-Wagen und Max Verstappens F1-Bolide ausgestellt sind. Schon die Einfahrt nach Tokio ist ein Erlebnis für sich: Von der Autobahn aus bietet sich ein beeindruckender Blick über die riesige Metropole und ihre endlose Skyline aus Wolkenkratzern. Wir alle blicken auf eine wirklich bemerkenswerte Reise zurück: vom Japanischen Meer bis zum Fuji und unzähligen weiteren Höhepunkten. Die kleinen Details haben sie noch besonderer gemacht – die freundlichen Einheimischen, das hervorragende Essen, die buddhistischen Tempel. Neue Freundschaften wurden geschlossen und alte vertieft. Hoffentlich sehen wir uns bald wieder! Vielen Dank an Dave, Missy, Robbie, Ralph, Antonia, Kiki, Guido, Johann, Jörg, Chris, Thom, Marti, Julie, Michael und Gudrun!