Südafrika Tour (SAT2502)

nser erster Tag stand ganz im Zeichen des Ankommens und der Vorbereitung auf das große Abenteuer. Für unsere amerikanischen Gäste war es außerdem eine gute Gelegenheit, sich a die Zeitverschiebung zu gewöhnen, damit wir morgen alle mehr oder weniger im richtigen Rhythmus starten können. Durch ein paar kleine Schwierigkeiten mit den Flugverbindungen waren wir zur eigentlichen Begrüßungsrunde noch nicht vollständig – aber da wir uns im Land des Hakuna Matata befinden, lassen wir uns davon natürlich nicht stressen! Schon bevor die Tour richtig begonnen hat, durften wir unsere ersten Begegnungen mit der afrikanischen Tierwelt erleben – einige neugierige Tiere haben uns direkt am Hotel willkommen geheißen! Ein kleiner Vorgeschmack auf das, was uns in den nächsten Tagen erwartet. Beim gemeinsamen Willkommensdinner konnten wir unsere Erwartungen teilen, uns besser kennenlernen und die Vorfreude auf den morgigen ersten Fahrtag so richtig genießen. Das Abenteuer kann beginnen!
Heute war der erste Fahrtag unserer Reise. Wir starteten unter strahlend blauem Himmel und einer angenehm milden Temperatur. Nach unserem täglichen Briefing lag Aufregung in der Luft – alle waren gespannt darauf, loszufahren. Wir stiegen auf unsere Bikes und fuhren auf der Autobahn aus Johannesburg hinaus. Das war die perfekte Gelegenheit, um sich an unsere Motorräder und den Linksverkehr zu gewöhnen. Als wir in der Stadt ankamen, in der wir zum Mittag zu essen Halt machten, wurde es etwas lebendiger – a den Kreuzungen musste man besonders aufmerksam sein. Doch zu diesem Zeitpunkt hatten wir uns alle schon daran gewöhnt, also war das überhaupt kein Problem. Nach dem Mittagessen fuhren wir noch eine Weile, und die Wolken wurden etwas dunkler. Ich beschloss, anzuhalten und unsere Regenkleidung anzuziehen – sicher ist sicher. Ich war ganz zufrieden mit mir, denn kaum hatten wir wieder angefangen zu fahren, fing es an zu regnen. Zugegeben, es waren nur ungefähr 30 Sekunden, und es war so wenig, dass wir auch ohne Regenkleidung gut durchgekommen wären – aber zumindest war das Timing perfekt! Ein wenig später kam die Sonne wieder heraus, es wurde heißer, also machten wir einen weiteren Stopp, um die Regenkleidung wieder auszuziehen. Von hier waren es ungefähr 30 Kilometer bis zu unserem nächsten Kaffeestopp. Etwa 10 Kilometer vorher fing es leicht an zu nieseln. Sollen wir so kurz vor dem Kaffeestopp anhalten? Nein, wir schaffen das! Ungefähr 8 Kilometer vor dem Ziel begann es dann richtig heftig zu schütten. Meine Gedanken waren: Wenn wir jetzt anhalten, werden wir beim Anziehen der Regenkleidung genauso nass wie wenn wir einfach bis zum Kaffeestopp weiterfahren. Also machten wir genau das. Wir genossen einen heißen Kaffee, warteten den schlimmsten Regen ab und fuhren dann bei leichtem Nieselregen weiter in Richtung Long Tom Pass. Dort klarte das Wetter wieder auf, sodass wir die Aussicht auf den Pass und die kurvigen Straßen ohne Regen genießen konnten. Jetzt sind wir im Hotel angekommen, voller Vorfreude auf den ersten Tag und alles, was noch kommen wird. Ein großartiger erster Tag, und ein großes Auf geht’s auf alles, was noch vor uns liegt!
Nachdem wir gestern schon einen tollen ersten Eindruck von Südafrika gewinnen konnten, haben wir heute nochmal einen drauf gesetzt. Ein Tag voller Fahrspaß und tollen Sehenswürdigkeiten liegt hinter uns. In der Früh ging es gleich nochmals über den Long Tom Pass, einer super schönen Strecken die mit tollem Asphalt und schönen Kurven wie für Motorräder gemacht ist. Anschließend ging es über den Robbers Pass nach Pilgrim´s Rest, einer Stadt die 1870 im Goldrausch entstanden ist. Die Zeiten in den hier Gold gefunden wurde sind lange vorbei, aber dafür lädt die Stadt mit ihrer tollen Geschichte zu einem ausgiebigen Spaziergang ein. Anschließen fuhren wir weiter zu Gods Window, einem spektakulären Aussichtspunkt, an dem man die Aussicht auf das 700 Meter tiefer gelegene Lowfeld genießen könnte. Könnte deshalb, weil es heute leider gerade dort so neblig war, dass wir genau nichts sehen konnten. Zum Glück hatten wir heute so viele Highlights auf dem Programm, dass wir dies verschmerzen konnten. Nach unserem Mittagsstop an den Wasserfällen bei "Bourkes Luck Potholes" fuhren wir weiter zum Blyde River Canyon, dem drittgrößten Canyon der Welt. Nach einen kurzen Kaffeestop ging es dann weiter Richtung Hazyview, unserem Ziel für heute. Von dort aus werden wir morgen den Kruger Nationalpark besichtigen.
Heute stand unser erster Rasttag auf dieser Tour auf dem Programm und wir haben zur Abwechslung unsere Motorräder am Hotel stehen gelassen. Wir hatten einen guten Grund heute mal nicht zu fahren, denn wir haben den ganzen Tag auf Safari im Krüger Nationalpark verbracht. Früh morgens wurden wir mit zwei offenen Jeeps abgeholt und es ging direkt in den größten Nationalpark Afrikas. Der Park ist fast 20.000 km² groß, daher weiß man nie so genau, ob und welche Tiere man zu sehen bekommen wird. Wir hatten heute großes Glück und bekamen mit Elefanten, Kaffernbüffeln und Löwen drei der sogenannten Big Five zu sehen. Daneben sahen wir unzählige Giraffen und Zebras die teilweise direkt neben der Straße auf uns zu warten schienen. Nach einem tollen Picknick im Park ging es dann wieder zurück zu unserem Hotel, wo wir den tollen Tag mit einem Bier am Pool ausklingen ließen.
Gestern Abend, noch vor dem Abendessen, wurden wir mit einer wunderbaren Show aus Trommeln und Tanz verwöhnt, die uns eine sehr energiegeladene Darstellung der lokalen Kultur bot. Nach unserem Safaritag ging es heute wieder auf die Motorräder. Wie immer starteten wir mit dem Frühstück und einer Besprechung, um uns auf den Tag vorzubereiten. Nach nur wenigen Minuten machten wir eine kurze Pause, um einige Fotos von den weitläufigen Bananenplantagen zu schießen. Kurz darauf hielten wir an einem kleinen Zentrum, das einen Kaffeestopp, einige kleine Läden und Boutiquen sowie sogar ein Auto- und Motorradmuseum beherbergte. Die Autosammlung zeigte einige klassische Fahrzeuge, die mit einer Kurbel gestartet werden, sowie einige beeindruckende Landesversammlung Fahrzeuge, die zum Filmen von Wildtieren genutzt wurden. Die Motorradsammlung war ebenfalls sehr sehenswert und präsentierte einige wunderschöne Bikes. Ein wirklich schöner Ort zum Schlendern und Entdecken. Nach dieser interessanten Pause machten wir uns wieder auf den Weg zur Grenze nach Eswatini. Die Grenzabfertigung war angenehm unkompliziert, aber bei 35 Grad im Schatten war das Warten trotzdem ganz schön heiß. Da uns allen die Hitze zu schaffen machte, beschlossen wir einstimmig, das Mittagessen ausfallen zu lassen und direkt zum Hotel zu fahren. Wir legten nur einen kurzen Stopp ein, um die atemberaubende Landschaft von Eswatini für ein paar Fotos festzuhalten, und dann ging es weiter zum Hotel. Gegen 16 Uhr kamen wir an und wurden mit einem kühlen Boot Beer begrüßt – ideal erfrischend nach so einer heißen Fahrt! Jetzt sitzen wir alle am Pool, genießen ein Getränk und blicken auf einen weiteren großartigen Tag auf dem Motorrad zurück!
Leider war unser Aufenthalt in Eswatini nur sehr kurz, da es heute schon wieder zurück nach Südafrika geht. Das kleine Land hat uns mit seiner tollen Landschaft sehr beeindruckt und hätte sicher noch viel mehr zu bieten. Am Morgen verlassen wir unser Hotel in Mbabane und machen uns auf den Weg in Richtung Süden. Nach ein paar Kilometern auf der Autobahn, die uns zügig aus der Stadt führt, biegen wir ab und machen Halt bei der Swasi Candle Factory. Dort werden in Handarbeit kunstvolle Kerzen hergestellt und es ist faszinierend zuzusehen mit welcher Geschwindigkeit hier kleine Kunstwerke entstehen. Anschließend geht es weiter durch die Hügellandschaft Eswatinis zur Grenze. Anders als man es bei einem Grenzübergang erwarten würde sehen wir dort überall nur strahlende Gesichter und jeder der Grenzbeamten möchte einmal auf unseren Motorrädern für ein Foto posieren. Zurück in Südafrika machen wir in Piet Retief Mittagspause bevor es durch das Gebiet der Zulu in Richtung unseres Hotels in Mkuze weitergeht.
Heute sollte ein Tag mit ziemlich vielen Kilometern werden, aber das bedeutete auch, dass wir viele verschiedene Landschaften genießen konnten. Die Fahrt begann auf der Autobahn, wo wir einen kleinen Umweg zu einem traditionellen Dorf machten. Das Dorf war so traditionell, dass wir einen kurzen Schotterweg entlang mussten, der schließlich in sehr losen Sand überging. Wir entschieden uns, die Motorräder vor dem Sand abzustellen und den letzten kleinen Abschnitt zu Fuß zu gehen. Auf dem Weg zum Restaurant konnten wir einen Teil des Reptila Parks sehen, der dort war, mit zwei sehr großen Alligatoren. Glücklicherweise hinter einem Zaun. Im Dorf gab es während unserer Kaffeepause eine besondere Überraschung. Robert hatte heute Geburtstag, daher hatten wir eine kleine Überraschung vorbereitet: Das Personal kam raus und sang ihm ein Geburtstagslied auf Zulu, und wir überreichten ihm ein kleines Geschenk – eine der Kerzen von dem Kerzenmacher, den wir gestern besucht hatten. Nach dieser Pause ging es für eine Weile zurück auf die Autobahn, damit wir effizient Richtung Küste fahren konnten. Dort angekommen, aßen wir in einem deutschen Restaurant zu Mittag. Wir hatten eine vorab vereinbarte gemeinsame Platte mit Sauerkraut, Eisbein und anderen typischen deutschen Gerichten. Nach dem Mittagessen ging es an den Strand, um die Brise (oder besser gesagt den starken Wind) zu spüren und die Wellen anzuschauen, die hereinkrachten. Unser erster Blick auf den Indischen Ozean. Hier verabschiedeten wir uns von den geraden Straßen und machten uns auf in das Land der tausend Hügel. Hier sahen wir viele Zuckerrohrplantagen sowie einige Lastwagen mit Mitarbeitern, die zurück in die Stadt gebracht wurden. Sie freuten sich sehr, uns zu sehen, und grüßten uns herzlich mit großen Lächeln und Winken. Unsere letzte Station des Tages war Pietermaritzburg, unsere erste Erfahrung mit dem Fahren durch eine der belebteren südafrikanischen Städte. Überall liefen Menschen umher, und es herrschte eine angenehm kontrollierte chaotische Atmosphäre. Ein kurzer Spaziergang die Straße hinunter, um die Gandhi-Statue zu sehen, und dann zurück auf die Motorräder zum Hotel. Lenro wartete dort auf uns mit einem schönen kalten Bier. Ein großartiger Abschluss eines langen und ereignisreichen Tages.
Für uns geht es heute weiter in Richtung Südosten, immer dem Ziel unserer Tour Kapstadt entgegen. Da der Wetterbericht für heute Nachmittag Regen angesagt hat, brechen wir eine halbe Stunde früher auf, um noch möglichst lange im Trockenen fahren zu können. Nach verlassen des Hotels machen wir erst einen Abstecher zur Nelson Mandela Capture Site. Mandela, der sich damals im Untergrund aufhielt, wurde hier 1962 bei einer Straßenkontrolle gefangen genommen und verbrachte die nächsten 27 Jahre im Gefängnis, bevor er nach seiner Freilassung und dem Ende der Apartheit zum ersten schwarzen Präsidenten Südafrikas gewählt wurde. Anschließend fuhren wir weiter nach Underberg für unsere erste Kaffeepause. Leider setzte kurz nachher tatsächlich der angekündigte Regen ein, weshalb die Ausbeute an Photos heute leider sehr gering ausfiel. Dies ist schade, weil unsere heutige Strecke entlang der Drachenberge uns viele tolle Ausblicke geboten hätte.
Heute war ein kürzerer Tag von der Distanz her, aber das heißt nicht, dass es nicht viel für uns zu sehen gab. Wir starteten in Mthatha und verabschiedeten uns schnell von der Stadt. Dann setzten wir unsere Fahrt durch Transkei fort. Unser erster Stopp war an einem Denkmal, das den Geburtsort von Nelson Mandela markiert, wo wir einige Fotos machten. Danach hatten wir einen kurzen Regenschauer, aber nichts, was wir nach der gestrigen Regenpraxis nicht hätten bewältigen können. Von dort aus fuhren wir zur ehemaligen Grenze von Transkei, wo wir eine kurze Kaffeepause machten. Ab hier wurde die Straße etwas kurvenreicher, sodass wir die Fahrt genießen konnten, bis wir die Küste erreichten. Hier aßen wir in einem sehr schönen Beachclub zu Mittag, wo wir Sonne tankten und den Blick auf die Wellen genießen konnten, die gegen den Strand schlugen. Der letzte Teil der Fahrt verlief parallel zur Küste, in Richtung unseres Hotels. Je näher wir kamen, desto mehr brach der Himmel auf und die Sonne begann durchzuschauen. Als wir am Hotel ankamen, war die Sonne wirklich herausgekommen – die perfekte Gelegenheit für uns, ein Boot Beer am Strand zu genießen, den Ozean zu überblicken und darüber zu plaudern, wie die Reise bisher verlaufen ist. Ich bin sicher, einige werden jetzt ihre Badeanzüge anziehen und die Chance nutzen, ins Meer zu springen. Nach unserem Badespaß werden wir ins Restaurant zum Abendessen gehen. Und ich denke, wir werden danach ein bisschen Christmas Caroling machen, denn das Hotel hat den Christmas Tree schon aufgestellt.
Unser gestriges Hotel direkt am Strand war ein absoluter Traum und so fällt uns heute morgen der Abschied etwas schwer. Aber ein weiterer toller Tag auf den Motorrädern liegt vor uns und so machen wir uns der Küste entlang auf in Richtung Westen. Nach einem kurzen Tankstop in Port Alfred biegen wir nach Norden ab und besuchen die größte Ananas der Welt und ein sehr interessantes landwirtschaftliches Museum in Bathurst. Unsere nächste Station ist Grahamstown, einer netten kleinen Stadt mit vielen alten Häusern aus der viktorianischen Zeit. Anschließend geht es dann wieder Richtung Süden nach Kenton-on-Sea, wo wir uns in einem tollen Lokal für den Nachmittag stärken. Unser heutiges Hotel liegt in Port Elisabeth, einer der größten Städte in Südafrika und wir nutzten die frühe Ankunft heut um noch ein wenig in der Stadt zu bummeln.
Heute war ein sehr aufregender Tag, besonders für uns vier. Wir starteten den Tag mit einer entspannten Fahrt vom Hotel aus und machten dann einen sehr schönen Stopp an einem Ort, den wir The Cameleon nannten. Das war unser Kaffeestopp, aber es gab dort auch einen Laden mit vielen schönen Kleinigkeiten und Dingen zum Anschauen. Der ganze Ort hatte eine tolle Atmosphäre, ein wahrer Geheimtipp. Von da an stieg die Aufregung, denn einige von uns hatten beschlossen, vom höchsten Bungee-Sprung der Welt zu springen. Nach dem Kaffee gingen sie voraus, damit sie bereit zum Springen waren, wenn wir ankamen, um zuzuschauen. Auf dem Weg zum Sprung machten wir einen kurzen Halt an der Paul Sauer Brücke mit herrlichem Blick auf die Garden Route. Dann ging es zur Sprungbrücke. Wir kamen gerade rechtzeitig an, um sie bei den Vorbereitungen zu sehen, ihre Sprünge zu beobachten und natürlich Fotos und Drohnenvideos zu machen. Danach hörten wir uns natürlich die Geschichten von diesem Erlebnis an. Nach dem Sprung fuhren wir nach Nature's Valley. Nachdem wir viele breite und gerade Straßen gefahren waren, war das eine angenehme Abwechslung, denn es war närrisch, kurvenreich und absolut atemberaubend! In Knysna nahmen wir uns Zeit, um zu einem Aussichtspunkt mit atemberaubendem Blick auf die Bucht zu fahren. Danach fuhren wir auf die andere Seite der Bucht und machten einen ‚Kaffeestopp‘. Genauer gesagt war es ein fantastischer Milchshake-Stopp. Anschließend fuhren wir durch George und dann über den Pass, eine weitere tolle kurvenreiche Straße mit einer wunderbaren Landschaft am Ende. Im Hotel wurden wir von den Straußen vom Nachbarhof begrüßt, genossen einen wunderschönen Sonnenuntergang und ein tolles Hotel. Heute Abend werden wir Straußenfleisch zum Abendessen probieren, das wird eine schöne Erfahrung! Ein weiterer fantastischer Tag!
Heute morgen haben wir unsere Gruppe aufgeteilt. Während einige die Gelegenheit nutzten um auszuschlafen und anschließend noch etwas im Hotel zu entspannen, machte sich der Rest der Gruppe auf um die Swartberge zu erkunden. Zuerst ging es über den Meiringspoort Pass in Richtung Norden und nach einem Kaffeestop in den kleinen Örtchen Prince Albert stand eines der Highlights dieser Tour auf dem Programm. Der Swartbergpass ist ungeteert und führt durch malerische Landschaft auf über 1500 hoch und war für uns ein absoluter Genuss zu fahren. Anschließend trafen wir uns am Hotel wieder mit dem Rest der Gruppe und Lenro wartete bereits auf uns mit einem traditionellen Südafrikanischen Barbecue. So gestärkt fuhren wir dann noch etwas über 200 Kilometer durch das sogenannte kleine Karoo, einer wüstenähnlichen Landschaft mit tollen Ausblicken, nach Montagu, wo wir heute Abend noch eine Weinverkostung genießen werden.
Heute fuhren wir von Montagu nach Franschhoek, mit einem Stopp am südlichsten Punkt Afrikas. Die Fahrt führte südlich durch Farmfelder, soweit das Auge reichte. Wunderschöne gelbe Farben, wie ein Gemälde. Zwischen den Feldern hätten ein paar Kurven sein können, aber es war dennoch eine wunderschöne Fahrt. Während der Fahrt wurden wir von der Polizei zu einer sehr freundlichen Routinekontrolle angehalten. Sie wollten nur zwei unserer Motorräder prüfen und schickten uns dann weiter. Wie es der Zufall wollte, war eine der beiden Personen, die sie überprüfen wollten, diejenige, die ihren Führerschein im Gepäck liegen gelassen hatte. (Keine Sorge Alfred, ich verrate nicht, dass du es warst.) Aber sie sagte, das sei in Ordnung, prüfte einfach die nächste Person und schickte uns weiter. Am südlichsten Punkt Afrikas, Cape Agulhas, machten wir ein paar Fotos und gingen ein wenig spazieren. Mit dem schönen blauen Himmel, mildem Wind und mittelgroßen Wellen war das ein wunderschöner Anblick. Begleitet von Milchshakes als Sahnehäubchen oben drauf. Nach dem Stopp fuhren wir eine Weile nach Norden und bogen dann nach Westen ab, in Richtung der Stadt Hermanus. Hier einigten wir uns auf eine Zeit zum Zurückkommen, damit jeder sich umsehen und das Essen genießen konnte, das er wollte. Für die meisten bedeutete das, die sehr frischen Meeresfrüchte zu probieren, ein schönes Eis zu essen oder etwas einzukaufen. Nach dem Mittagessen war es nur noch eine kurze Fahrt zum Hotel, aber es lohnt sich wirklich, etwas früher hier zu sein. Unser Hotel liegt auf demselben Gelände wie eine lokale Brauerei, die belgische Craft-Biere herstellt, und bei der Ankunft wurden wir mit einem kalten Getränk zum Probieren begrüßt. Nach dem Bier ging es dann zu unseren Zimmern, zum Pool oder einfach zum Spaziergang an der wunderschönen Location. Es läuft sogar ein Pfau herum, um uns zu begrüßen.
Heute war der zweite Rasttag auf unserer Tour, also hätten wir unsere Motorräder eigentlich auch mal am Hotel stehen lassen können. Aber das schöne Wetter und die tollen Strecken in der Umgebung wären viel zu schade um einen Tag auszusetzen und daher hat sich auch die gesamte Gruppe dafür entschieden auch heute eine kleine Runde zu fahren. Und so machten wir uns gegen 9 Uhr auf, um die Gegend im Norden von Franshoek zu erkunden. Zuerst ging es über den Du Toitskloof Pass. Dieser wurde erst vor wenigen Wochen wieder eröffnet, nachdem die gesamte Strecke neu asphaltiert wurde. Mit ein paar letzten kleinen Baustellen konnten wir gut leben, war doch der Rest des Passes traumhaft schön zu fahren. Zurück ging es dann über den Bain`s Kloof Pass, einem der absoluten fahrerischen Highlights auf dieser Tour. Die Strecke mit unzähligen Kurven und malerischen Aussicht, ist wie für Motorräder gemacht. Nach einem verdienten Kaffeestop ging es dann wieder zurück in unser Hotel. Heute Abend werden wir dann noch das wunderschöne Franshoek erkunden.
Leider sind wir am letzten Fahrtag unserer Südafrika-Tour angekommen. Aber natürlich mussten wir mit einem Höhepunkt enden! Die Fahrt begann durch weitere Weinberge und schicke Wohnviertel. Als wir Kapstadt näherten, fuhren wir an einem der großen Townships vorbei. Der Kontrast war interessant zu sehen. Kurz bevor wir fast vorbei waren, hatte die Polizei die Straße gesperrt, da der Wind eine Düne über die Straße geblasen hatte, sodass wir einen kleinen Umweg am Rand des Townships nehmen mussten. Eine gute Möglichkeit, unsere Tour in Perspektive zu setzen. Dann ein wunderschöner Platz am Wasser für einige Fotos. Der nächste Halt war, um die Pinguine an der Küste zu sehen. Sie spielten Verstecken, denn nur wenige von uns konnten sie entdecken, aber die Lage war dennoch sehr schön. Von dort ging es weiter zum berühmten Kaap de Goede Hoop / Kap der Guten Hoffnung. Zuerst schauten wir uns den Leuchtturm an und machten uns dann auf den Weg zum berühmten Schild, wo wir natürlich ein schönes Gruppenfoto machen mussten. Der Wind sorgte für eine sehr lebhafte Szenerie. Um unser Mittagessen am letzten Tag etwas Besonderes zu machen, machten wir ein kleines Picknick an einem der Strände am Kaap Point. Ein wunderschöner Ort mit türkisfarbenem Wasser und sogar zwei Straußen. Überraschenderweise war nur eine Person motiviert, an diesem tollen Ort im Ozean zu baden. Ich hatte gehofft, mit gutem Beispiel voranzugehen, aber der Rest entschied sich dagegen. Von dort ging es weiter zum Signal Hill. Ein Aussichtspunkt neben dem Stadtzentrum mit unglaublichen Blicken auf die Hochhäuser im Zentrum sowie den Tafelberg hinter der Stadt. Ein wunderbarer Ort für unsere letzten Tourfotos. Jetzt machen wir uns fertig für unser Abschlussabendessen, um auf eine erfolgreiche und unvergessliche Tour anzustoßen!