MCT2504 Marokko Tour

Vor dem eigentlichen Beginn der Marokko Tour nahmen sich einige der Tourteilnehmer extra Zeit, um eine der schönsten Städte Andalusiens zu besichtigen. Sue, Miro and Leon genossen mit Tourguide Angela einen fantastischen Tag in Malaga!
Heute geht es endlich auf die Bikes. Das erste Stück bis zur Fähre legen wir dabei auf der Autobahn zurück wodurch wir die Möglichkeit haben uns erst mal mit den Bikes vertraut zu machen. Nachdem wir auf den afrikanischen Kontinent übergesetzt haben sind wir aber immer noch in Spanien und es erwartet uns ein spannender Grenzübertritt mit leicht verwirrendem Papierkram und Prozeduren. Aber wir genießen das wilde Treiben und schließlich können wir die ersten Meter in Marokko zurücklegen und staunen über die wünderschöne blaue Altstadt in Chefchauen in der wir das erste mal in einem Riad abendessen und nächtigen.
Heute begeben wir uns auf die Spuren der römischen Geschichte in Marokko. Im Norden des Landes befinden sich die größte und besterhaltene römische Siedlung Nordafrikas - Volubilis. Aber zunächst verlassen wir Chefchaouen auf einer seiner beiden schön geschwungenen Straßen, die uns zur nächstgelegenen Tankstelle führt. Dies hatten wir gestern nämlich nicht mehr geschafft. Voll getankt geht es weiter. Marokko hatte schon immer Olivenbäume angebaut. In den letzten Jahren ist die Agrikultur in Marokko allerdings stark angestiegen, so dass auch die Produktion an Oliven gestiegen ist. Entlang unserer Strecke fahren wir an einigen Produktionsstätten für Olivenöl vorbei. In Volubilis angekommen, nahm sich die Gruppe ausgiebig Zeit, diesen geschichtsträchtigen Ort zu besichtigen. Und gestärkt mit Tajine Köfta legten wir die verbleibende Strecke nach Azrou zurück. Im Hotel erwartete uns Holger mit köstlichem Hopfensaft.
Heute stand das Motorradfahren im Vordergrund und nach einem kurzen Besuch bei den Berberaffen im Zedernwald machen wir uns auf in Richtung Atlasgebirge. Den ganzen Tag haben wir die Ausläufer dieses wunderbaren Gebirgszugs zur Linken und atemberaubende Blicke in die Ebene zur Rechten. Nebem der Landschaft war ein weiteres Highlight das Mittagessen in einem typischen Tagine und Grillrestaurant auf halbem Weg und nicht zuletzt die zügige Fahrt über den Tizi Adoumez Pass kurz vor unserer Unterkunft. Mit einem spektakulären Ausblick auf den Stausee Bin el Ouidane beschließen wir müde aber zufrieden diesen warmen Sommertag.
Wie kann man diesen wunderschönen Teil Marokkos am Besten beschreiben, um mit Worten seiner Schönheit gerecht zu werden? Wir halten uns einfach an das Sprichwort „Ein Bild sagt mehr als tausend Worte“. Wenn man mehrere Tage lang durch ein trockenes Land fährt, ist man mehr als überrascht, wenn sich mitten in dieser staubigen Gegend auf einmal ein großer Stausee auftut. Am Morgen unseres heutigen Fahrtages fuhren wir zunächst eine für uns neue Route. Unsere Abenteuerlust trug uns über eine der schönsten Schluchten und Straßen des Landes. Sie führte uns zu den Ouzoud-Wasserfällen, den größten Wasserfällen Marokkos. Nach dem Mittagessen fuhren wir auf kleinsten Straßen weiter durch die malerische Landschaft Marokkos. Es war eine tolle Fahrt, die mit ihren erdigen Farben eine Wohltat für die Augen war. Je näher wir Marrakesch kamen, desto wärmer wurde es. Außerdem war der Wind heute unser ständiger Reisebegleiter und somit die Luft stauberfüllt. Marrakesch hingegen empfing uns mit seiner üblichen geschäftigen Atmosphäre. Wir freuen uns darauf, morgen diese mystische Stadt zu erkunden.
Marrakesch ist vermutlich die am meisten beschriebenste orientalische Stadt überhaupt. Viele Geschichten, Bücher und Filme wurden über sie geschrieben oder gedreht. Auch wenn sich diese Geschichten und Filme für uns fantastisch anhören mögen, so enthalten sie sicher ein oder zwei Körnchen Wahrheit. Für uns heißt es heute, die Motorradstiefel auslüften zu lassen und die Wanderschuhe heraus zu holen. Nach einem gemütlichen Frühstück machen wir uns per Taxi auf, um Marrakeschs Medina zu erkunden. Jalil, unser Guide führte uns zunächst in das jüdische Viertel der Altstadt, in dem wir die Synagoge besichtigten. Anschließend schlenderten wir durch den Souk, den riesigen Markt in der Medina. Zur Erklärung: Medina bedeutet Altstadt, und Souk ist der Markt innerhalb der Medina. Hier in Marrakesch ist der Souk in unterschiedliche Handwerke aufgeteilt. Nach einem sehr interessanten Besuch in einem der Kräuterläden, in welchem wir alles über Wirkung der hiesigen Kräuter erfuhren, beendeten wir unsere Citytour mit einem Spaziergang über den Djemma al Fnaa, dem Hauptplatz in Marrakesch, mit anschließendem Mittagessen über den Dächern der Altstadt.
Es geht weiter Richtung Süden und heute überqueren wir den Hohen Atlas Gebirgszug. Der spektakuläre Tizi n Tichka Pass bringt uns auf 2290 m.ü.NN bevor wir auf die Hochebene nach Telouet abbiegen und dort die teilweise verfallene aber immer noch schöne Khasba des ehemaligen Pasha von Marrakesch besuchen und in einem lokalen Berberrestaurand zu Mittag essen. Die folgende Stecke durch das Ounila Tal raubt uns mit den abwechselnden bunten Gesteinen den Atem und auch das UNESCO Weltkulturerbe Ait-Ben-Haddou fasziniert uns nicht weniger. Mit der Geburtstagsfeier von Leon nimmt dieser wunderbare Abend ein würdiges Ende für diesen wundervollen Tag.
Von unserem schönen Kashbah Hotel in Ait Benhaddou aus machen wir uns heute morgen wieder auf den Weg weiter durch die hochgelegene Wüstenlandschaft. Selbst wenn wir jetzt noch nicht in einer Sandwüste sind, so befinden wir uns mit 1300 m doch auf der Hochebene einer Steinwüste. Die wunderschöne weite Landschaft, die von den Atlasbergen in der Ferne begrenzt wird, begleitet uns auf unserem Weg zur berühmten Dadesschlucht. Aber bevor wir dorthin fahren, legen wir noch einen Sightseeingstopp bei den Filmstudios in Ouarzazate ein. Einige der bekanntesten Filme sind hier produziert worden. Am Eingang der Dadesschlucht serviert uns Holger passend zur Mittagszeit ein leckeres Picknick. Die Fahrt die berühmten Kurven hinauf und in das Tal der Dadesschlucht hinein bilden das abschließende Highlight des heutigen Fahrtages.
Nach einer kalten Nacht in der Hochebene begrüßt uns der Tag mit einem wunderbaren Sonnenaufgang und die ersten Sonnenstrahlen wärmen uns während wir uns in die Todra Schlucht aufmachen. Obwohl dieses Tal schon spejtakulär ist, ist es noch nicht das Highlight des Tages. Nach einem hervorragenden Picknick das uns Angela am Wegesrand kredenzt hat und einem landschaftlich schönen Weg durch die Ausläufer der Sandwüste, geht es aufs Kamel. Wir reiten auf diesen eleganten und majestätischen Tieren eine Weile durch die Sanddünen bis wir zur Übernachtung das Wüstencamp erreichen. Mit einem hervorragenden Abendessen und einer Einführung in die astronomische Navigation der Nomaden beenden wir diesen Tag und sind schon auf morgen gespannt.
Vom Sonnenaufgang begrüßt genießen wir ein köstliches Frühstück in unserem Wüstencamp. Anschließend fährt ein Teil der Gruppe mit dem Pickup wieder ins Hotel zurück, während die restlichen Wüstenfans wieder mit dem Kamel zurück reiten. Zu diesem Zeitpunkt in der Tour genießen alle gern ein wenig Entspannung in unserem schönen Hotel, bevor noch ein besonderes Highlight am Nachmittag unseres Rasttags hier in Merzouga bevor steht: eine Fahrt mit dem Sandbuggy oder Quad in den Dünen.
Nach dem langen Fahrtag gestern haben wir uns etwas Erholung verdient und schlafen erst mal ein wenig aus. Dann geht es auf eine Besichtigungstour durch Fes auf der wir zunächst den Platz um die Residenz des Königs anschauen und anschließend die Kunst der Keramikverarbeitung in einer Fachschule bewundern. Weiter geht es mit einem ausgiebigen Spatziergang durch die weltweit größte Medina in der wir einige Handwerksbetriebe besuchen und natürlich auch einige Andenken kaufen. Den Nachmittag erkundet dann jeder nocheinmal auf eigene Faust die Stadt bevor wir uns zum Abendessen in einem besonderen Spezialitätenrestaurant verabreden. Wieder ist ein ereignisreicher Tag vorüber und wir fallen glücklich und zufrieden in unsere Kissen. Morgen geht es wieder auf die Motorräder.
Mit dem Gedanken an Chefchaouen, wird einem bewusst, dass die Marokko-Tour langsam aber sicher wieder zu Ende geht. Heute Morgen haben wir die quirlige Stadt Fes verlassen und unsere Fahrt zurück in diese fantastische kleine blaue Stadt in den marokkanischen Bergen fortgesetzt. Das Highlight unserer heutigen Fahrt waren die Landstraßen durch eine Gegend, die ich liebevoll „Klein-Andalusien” nenne. Die kurvenreichen Straßen in diesem Teil Marokkos sind sicherlich ein weiteres Zeichen dafür, dass wir uns Spanien wieder nähern. Mit all seinen Hügeln und Olivenbäumen und natürlich seinen tollen Kurven erinnert es einen sehr stark an Andalusien. Als wir in Chefchaouen ankamen, zogen sich die meisten Fahrer der Gruppe um und machten einen Spaziergang ins Zentrum des Orts. Vermutlich wurden heute Nachmittag noch viele Last-Minute-Souvenir-Einkäufe getätigt :) Das köstliche Abendessen und das schöne Ambiente unseres Hotels versetzten uns in die richtige Stimmung, um früh ins Bett zu gehen.
Ein letztes Mal auf dieser Tour fahren wir aus dem quirligen Ort Chefchaouen hinaus, um auf direktem Weg zur Grenze nach Spanien und zum Färhafen zu gelangen. Man weiß nie, wieviel Verkehr einen an der Grenze erwartet, aber dieses Mal hatten wir Glück und wir konnten den Übergang Marokko-Spanien sehr flott überschreiten. Über die Autobahn gelangten wir wieder zurück in unser Starthotel in Malaga. Ein herzliches Dankeschön an diese fantastische Gruppe von Holger und Angela! Es war uns ein Vergnügen, euch das schöne Marokko mit all seinen Facetten zeigen zu dürfen. Bis zur nächsten Tour - wir freuen uns schon darauf.