bis ans Ende der Welt, Abenteuer Patagonien APA2502

Willkommen in Chile. Hier in Osorno beginnt unser Abenteuer. Der kleine Ort ist für viele Patagonien Abenteurer das Sprungbrett. Wir nutzen den Tag um ein wenig die Stadt zu erkunden und unsere Kräfte nach der langen Anreise wieder her zu stellen. Am Abend treffen wir uns alle für ein ausführliches Briefing, dort besprechen wir alles wichtige für die nächsten Tage. schlieslich wollen und sollten wir nicht völlig unvorbereitet in die Wildnis starten. Anschließend lernen wir uns bei unserem ersten gemeinsamen Abendessen besser kennen. Wir können es kaum erwarten endlich unsere Motoren zu Starten….Ende der Welt wir kommen.
Bevor wir unsere Reise in den Süden antreten geht es für uns jedoch erstmal Richtung Norden. Hier wartet der Nord patagonische Seendistrikt auf uns. Die Straßen entlang der Ufer sind wunderschön kurvig und die Berge im Hintergrund bieten eine Atemberaubende Kulisse. Mindestens so Atemberaubend sind auch, die zum Mittagessen servierten ,Portionen wie wir bei unserem Stop in einem Authentischen Restaurant schnell lernen. An der wunderschönen Promenade des Sees Villarrica möchten wir eigentlich einen Blick auf den Gleichnamigen Vulkan erhaschen. Leider holt uns der Regen ein und die Wolken versperren die Sicht. Glücklicherweise ist unser Hotel nicht mehr weit und so schaffen wir es trocken in unser schickes, in einer hübschen Parkanlage, gelegenes Hotel. Der erste Tag neigt sich Entspannt dem Ende.
Heute verlassen wir Pucon in Chile in Richtung Argentinien. Bei unserer Abfahrt ist es noch stark bewölkt und die Berggipfel sind verhüllt. Dies ändert sich aber noch vor der Kaffeepause und wir erleben einen herrlichen Fahrtag bei besten Bedingungen. Nach einem Kaffee am Fluss geht es weiter in Richtung Grenze. Der Grenzübertritt verlief einfacher als erwartet, obwohl wir auf beiden Seiten Migration und Zoll durchlaufen mussten. Jetzt beginnt der erste Teil des Abenteuers, da wir die asphaltierte Straße verlassen und jetzt auf einer Schotterstraße (hier „Ripio“ genannt) in die Pampas Argentiniens fahren. Nach der Mittagspause geht es auf einer landschaftlich beeindruckenden Schotterstraße durch die Pampas bis zu einem See und letztendlich zu unserem heutigen Ziel in San Martin de los Andes. Eingestaubt aber Glücklich freuen wir uns schon auf Morgen.
Guten Morgen Patagonien, Tag vier unseres Abenteuers beginnt besser als der Wetterbericht vermuten ließ. Gut gelaunt starten wir also diesen neuen Tag. Welcher unser Abenteurer Herz noch einmal höher schlagen lassen wird. Unser Highlight des Tages ist zweifelsohne der Passo de Cordoba. Eine Straße die man nicht fahren müsste, wenn man nicht wöllte, da sie so unfassbar schön ist. Der Schotterpass schlängelt sich auf einer Länge von 65 Kilometern durch eine Spektakuläre Landschaft aus Wäldern, Bergen und Felsformationen entlang der Ufer reißender Flüsse und Wunderschönen Seen. Ein Unvergessliches Erlebnis. Zurück auf dem Asphalt erreichen wir bald Bariloche wo wir nicht nur Mittagessen, sondern unsere Mechaniker auch erstmals erste Hilfe für eines unserer Bikes Organisieren müssen. Die Jungs sind Gold wert.Am Nachmittag geht es weiter richtung Süden. Die berühmte Ruta 40 ist die einzige Verbindung zwischen Bariloche und unserem Ziel, El Bolson. Die Aussicht und die Farbenvielfalt entlang dieses Streckenabschnittes ist kaum in Worte zu fassen. Doch auch die Schönste Straße, in Patagonien, hat ihre Tücken. Dieser Tag war bisher einer der Spannendsten und schönsten der Tour….wir können es kaum erwarten uns noch weiter in die Wildnis und rauhe Schönheit dieser Landschaft vorzuwagen.
Der Nächtliche Regen hat sich pünklich zum Start des Tages Verzogen. Unser Start in den Tag ist Trocken und es wird von Kilometer zu Kilometer besser. Unser erster Stop des Tages ist ein, auf den ersten Blick, unscheinbares Gebäude mitten im Nirgendwo. Das kleine Kaffee ist mehr als nur sehr charmant. Der berühmte Gesetzlose Budge Cassedy hatte ganz in der Nähe einen Unterschlupf, diesen spannenden Ort lassen wir uns nach einem Kaffee natürlich nicht entgehen. Das Highlight heute ist Zweifelsohne der Los Alceres Nationalpark. Der nach den Gleichnamigen Bäumen benannte Park bietet neben spannenden Schotterstraßen auch Wunderschöne, unberührte Natur welche wir bei einem Mittagessen am See in vollen zügen genießen. Das Farbenspiel und die Schönheit dieser Landschaft begleitet uns für den Rest des Tages. Am Nachmittag Überqueren wir erneut die Grenze nach Chile und erreichen schließlich unser Tagesziel, Futaleufu. Der kleine Ort inmitten der Berge trifft direkt in unser Herz. Ein weiterer Spektakulärer Tag neigt sich dem Ende. So kann es weiter gehen.
Wieder in Chile, machen wir uns auf den Weg zum nächsten Straßenhighlight Südamerikas. Erst auf Asphalt, dann auf Schotter entlang des Flusses Futaleufu, mit grandiosen Aussichten, bis wir dann die Carretera Austral erreichen. Da der Heutige Teil der Carretera schon komplett asphlatiert ist, machen wir vor dem Mittagessen noch einen kleinen Umweg auf Schotter um die umliegende Landschaft zu erkunden. Dies erweist sich als absolut beste Idee des Tages, da wir hier das wirkliche Chile erleben. Enge Schotterstraßen und noch engere Brücken erlauben hier keinen Schwerlastverkehr und die unberührte Natur begeistert uns alle. Nach dem Mittagessen schlängeln wir uns durch Hügel und Wälder und vor Puyuhuapi am Fiord entlang bis wir dann unser Nachtlager errreichen. Eigenlich wollen wir noch weiter, aber dann hätten wir ja nichts für morgen, oder zumindest weniger.
Ein neuer Tag im Abenteuerland bricht an. Der Regen der Nacht hat sich gelegt und der Blick Richtung Süden verheißt einen weiteren Wunderschönen Tag. Unsere Route führt uns zunächst entlang des Fjords von Puyuhuapi. Die berühmte Carratera Austral schlängelt sich abwechselnd befestigt und Unbefestigt entlang der Steilen Felswände. Imposante, Schneebedeckte Berge entlang des Fjords bestimmen die Landschaft. Was für ein Start in den Tag. Unser Highlight des Tages ist der Paso Queulet. Auf etwa 5Kilometern länge windet sich diese ungeteerte Straße den Berg hinauf. Eine echte Herrausforderung und ein unvergessliches Erlebnis zugleich. Der Weg nach unten ist Asphaltiert und kann in Sachen Fahrspaß durchaus mit bekannten Bergpässen in Europa mithalten. Für den Rest des Tages könnten wir an dieser Stelle weiterhin mit Superlativen um uns Werfen ohne zu Übertreiben. Diese Landschaft ,diese Farben Es ist kaum möglich sich auf das Fahren zu konzentrieren „Zitat“ Am frühen Nachmittag erreichen schießlich Coyhaique, Wo wir in einem eigens für uns geöffneten Motorrad Bekleidungsgeschäft noch einmal unsere Ausrüstung überarbeiten können. Ein weiterer durch und durch gelungener Tag.
Erst fahren wir durch Hügelige Landschaften die in gewissem Maße auch an Europa erinnern. Als wir dann noch vor unserer ersten Pause die „Cuesta del Diablo“ erreichen eröffnet sich uns bei Sonnenschein ein Ausblick, von dem viele nur träumen. Etwas später machen wir eine kleine Pause bevor der Belag der „Carretera Austal“ wieder zu Schotter wechselt. Staubig folgen wir dem Ufer des zweitgrößten Sees Südamerikas (Lago General Carrera – CHI / Lago Buenos Aires -ARG, hier machen wir auch Mittagspause. Danach teilt sich unsere Gruppe, da einige noch eine Bootsfahrt zu den nahegelegenen Marmorhöhlen unternehmen und der Rest fährt direkt zu unserer Unterkunft am See. Obwohl das Wasser sehr kalt ist wagt sich doch einer eine kleine Runde zu schwimmen. Morgen geht es dann wieder auf die andere Seite der Grenze um dann wieder zurück zu kommen.
Der Blick hinunter auf den See, von den Balkonen, unserer auf Stelzen erbauten Cabanas ist ein perfekter Start in den Tag. Ausser uns ist hier weit und breit niemand. Und so startet der Tag in aller Ruhe mit dem üblichen Gewusel😉 Unsere Strecke führt uns heute einmal mehr nach Argentinien. Nicht das wir viele Möglichkeiten hätten dort hin zu gelangen aber immerhin zwei, wir entscheiden uns natürlich für die schönere. Der Paso Raballos ist neben der deutlich bekannteren Chile Chika route eher unbekannt. Landschaftlich und mit blick auf das Streckenprofil, jedoch, deutlich Spektakulärer. Und so machen wir uns auf den Weg. Am Pass angekommen kommt jedoch Spannung auf. Es machen Gerüchte die Runde das die Straße während der Regenfälle in der Nacht nicht passierbar sei. Nach einiger Zeit und vielen Gesprächen mit Park Rangern und anderen Motorradfahrern, die ebenfalls etwas „gehört“ haben, Entscheiden wir uns es doch zu versuchen. Und es gelingt uns die Passage mit ihrer spektakulären Landschaft zu meistern. Leider haben die generelle Verwirrung, bezüglich der Lage und die Überschwemmte Straße, auf der sonst so einsamen Strecke für einen Stau an Bikern gesorgt. Der sich leider bis zur Grenze nicht mehr Auflöst. Und so dauert der Grenzübertritt eine gefühlte Ewigkeit. Nach vielen Stunden des wartens sind wir endlich in Argentinien. Die Strecke hier verlangt uns nocheinmal einiges ab. Aber die Landschaft ist Grandios. Glücklich aber erschöpft nach diesem sehr langen, kurzen Tag kommen wir an unserem heutigen Ziel an Lago Posades. Ein Ungewöhnlicher Ort am Ende eines Ungewöhnlichen Tages.
Schon wieder ein fast wolkenloser Himmel, kein Wunder am Rand der Wüste. Der heutige Tag steht unter dem Motto „Die große Leere“. Als wir Lago Posadas verlassen, tauchen wir ein in die Wüste Patagoniens. Hier wachsen keine Bäume, auch Landwirtschaft ist fast unmöglich. Hier gibt es nur einige Guanacos, ähnlich wie Lamas, die sich von den spärlichen kleinen Sträuchern und dürrefesten Gräsern ernähren. Als wir die Ruta 40 erreichen legen wir einen Tankstop ein, da dies die einzige Tankstelle und Einkaufsmöglichkeit auf einem über 350 km langen Teilstück der Hauptstraße ist. Auch ein paar Sandwiches zu unserer Mittagsverpflegung kaufen wir hier ein. Die Strecke durch die Wüste mit ihren langen Geraden ist durch die vielen Schlaglöcher durchaus fordernd. Das letzte Teilstück bringt uns wieder auf Schotterstraßen zur Hacienda Estancia de Angostura, einer Farm wo wir heute Abend gegrilltes Lamm, Chorizos und Hühnchen serviert bekommen.
Der Tag beginnt so schön wie der letzte Endete. Bei all der Ruhe hier draußen haben wir den Lärm unserer Städte schon beinahe vergessen. Wir kehren zurück auf die Piste vom Vortag und setzen unsere Fahrt in richtung Süden fort. Die ersten 116kilometer haben es tatsächlich in sich. Der berüchtigte Patagonische Wind ist heute all gegenwärtig und die Strecke hält uns mit ihrem Teilweise tiefen Schotter in Atem. Die Landschaft um uns herum ist Karg und Unglaublich Weit. Unvergessen ist der Moment als wir über diesen Hügel fahren und vor uns, mitten in der Pampa der Tiefblaue Lago Cardiel auftauscht. Ein spektakuläres Farbenspiel. Zurück auf dem Asphalt erhebt sich am Horizont bereits das Fitzroy Massiv. Von nun an kommen wir den Ikonischen Berggipfeln immer näher und somit unserem heutigen Ziel El Chalten. Hier haben wir die Wahl entweder den Tag entspannt im Hotel ausklingen lassen oder Tiefer in den Gletscher Nationalpark vordringen und noch ein kleines Abenteuer im Schotter Erleben.
Wir verlassen El Chalten und machen uns auf den Weg nach El Calafate. Kurz danach haben wir den See Videma mit seinen treibenden Eisbergen im Blick. Die Luft ist kühl unf klar, die Sonne scheint und es ist keine Wolke am Himmel. Wir schauen in unsere Spiegel und sehen den Monte Fitz Roy sowie die Bergkette des südlichen Eisschilds. Nach einigen Kilometern erreichen wir das Ende des Sees und folgen dem Fluss La Leona auf der Ruta 40 bis zu unserer Pause. Da wir heute eine kurze Tagesetappe zu bewältigen haben, essen wir erst kurz vor Ankunft in unserem Hotel in El Calafate zu Mittag. Der Nachmittag steht dann zur freien Verügung und einige entscheiden sich für einen Stadtbummel andere wiederum entspannen sich einfach auf der Terrasse. Morgen wäre Rasttag, aber die Gruppe wird wohl zum Gletscher Perito Moreno fahren. Dazu aber morgen mehr.
Nach vielen Tausend Kilometern und unzähligen Großen und kleinen Abenteuern ist heute der erste Rasttag unserer Tour. El Calafate ist für seine Isolierte Lage erstaunlich geschäftig. Und das aus gutem Grund. Nur wenige Kilometer hinter der Stadtgrenze liegt eine der Hauptsehenswürdigkeiten Patagoniens, der Perito Moreno Gletscher. Einer der wenigen Gletscher Weltweit dem der Klimawandel lange nichts Anhaben konnte, wie gesagt konnte. Und so haben wir die Wahl, Wir können im Hotel Entspannen, auf eigene Faust die Stadt erkunden oder mit unserem Guide die unzähligen Kurven entlang des Lago Argentino genießen und eine Bootsfahrt zum Gletscher unternehmen. Wofür wir uns auch Entscheiden, wir genießen einen Entspannten Tag bei bestem Wetter und lassen den Tag einfach passieren.
Heute verlassen wir El Calafate und machen uns auf nach Puerto Natales. Nach etwa einer halben Stunde erreichen wir wieder die Ruta 40, kurz zuvor blicken wir nochmal zurück auf die Berg- und Gletscherkette des südlichen Eisschilds. Dann führt uns unsere Rute wieder in das trockene Patagonien. Etwas vom Straßenrand entfernt sehen wir immer wieder kleine Darwinnandus, auch Guanacos befinden sich immer wiede nahe am Straßenrand. Hier ist dann höchste Vorsicht geboten, da diese ohne Vorankündigung einfach von einer auf die andere Seite wechseln und eine Kollision ist tunlichst zu vermeiden. Nach einer Tank und Kaffeepause geht es weiter in Richtung Grenze zu Chile wo die Abfertigung hier und heute sehr gut und schnell funktioniert. Nach dem Mittagessen, direkt hinter der Grenze, sind wir wider in einer anderen Welt. Die farbigen Gewächse und grünen Wiesen mit Rindern und Schafen erinnern uns an Europa. Auf einer geschwungenen Landstraße erreichen wir zeitig unser Ziel. Nach den ersten Eindrücken erwarten wir bereits spektakuläres am morgigen Tag.
Heute ist unser zweiter Rasttag der Tour, so viel zeit zum Rasten nehmen sich die meisten von uns ehrlicher weise aber nicht. Den vor den Toren der Stadt wartetet eines der Highlights jedes Patagonien Ausflugs auf uns. Der Torres del Paine National Park. Viele der Bilder, aus Patagonien, die wir aus dem Internet kennen sind hier entstanden. Bereits die Fahrt in den Park ist ein Erlebnis. Nach den Kargen Pampas der letzten Tag sind die Majestätischen Gipfel und Seen dieser Landschaft eine willkommene Abwechslung. Im Nationalpark selbst sind wir Überwältigt, ein Postkarten Motiv reiht sich an das nächste. Türkisfarbene Seen, Spektakuläre Felsformationen und Tosende Wasserfälle. Alles was wir von Patagonien erwarten finden wir hier. Es ist nicht einfach diese Landschaft in Worte zu fassen. Aber Bilder sagen ohnehin mehr als Tausend Worte
Heute starten wir in das letzte viertel unserer Tour. Und dieser Teil der Tour steht ganz im Zeichen langer Tage und großer persönlicher Errungenschaften. Und dieser Tag ist laaaaaang, der bisher längste unserer Tour, fast 400kilometer haben wir heute vor uns. Das klingt erstmal viel aber die Einsamen und fast Schnurgeraden Straßen sorgen dafür das wir gut voran kommen. Leider ist die Fahrt Richtung Magellanstraße nicht sonderlich Ereignisreich. Für etwas Auflockerung sorgt ein kleiner Umweg über eine Schotterpassage und eine verlassene Estanzia inklusive Schiffswrack. Und ehe wir uns versehen sind wir auch schon an der berühmten Magellanstraße angekommen. Wir merken schnell das wohl nicht viele Touristen diese Route nehmen. Keine fancy Restaurants oder Überlaufenen Aussichtspunkte, stattdessen nur wir, unsere Bikes und ganz viel Pampa. Nach einer kurzen Fährfahrt und einem sehr einfach Nachmittags Snack erreichen wir schließlich Feuerland. Ein Ort dessen Name vielen Menschen bekannt ist aber kaum jemand weis sich darunter etwas vorzustellen. Wir sind hier, Wir haben es geschafft. Das Ende der Welt ist zum greifen Nah.
Nachdem wir gestern ein wenig Regen abbekommen haben, zum ersten Mal wohlgemerkt, begrüßt uns heute auf Feuerland die Sonne. Ein Teil der Gruppe verlässt die Hosteria Tunkelen (bedeutet Hosteria Ruhe und Rast) auf einer Schotterstraße, der andre Teil schwingt über die Ruta 3 in Richtung argentinischer Grenze. Die Lanschaft wird wieder grüner und wir sehen jetzt Schafherden, Rinder und immer wieder Guanacos, diese auch oft auch sehr nahe an der Straße. Danach geht es an der Küste weiter nach Rio Grande. Ein kurzer Halt und dann weiter zur Bäckerei spanischer Auswanderer nach Tolhuin, wo uns äußerst leckere Backwaren und Pralinen erwarten. Entlang des Lago Fagnano, zwischen Wäldern mit Ausblick auf die Berge Patagoniens erheitert sich unser Gemüt. Vor allem auch in Erwartung der Ankunft in Ushuaia, die südlichste Stadt der Welt, welche wir nach Überquerung des Paso Garibaldi erreichen. Wir feiern die Ankunft mit einem Bootbeer und danach mit typisch argentinischem Abendessen. Bleiben Sie dran, morgen wird auch spannend.
Heute ist Rasttag, einige ruhen sich aus und genießen den freien Tag in Ushuaia, die andere Hälfte begibt sich auf einen Katamaran um den Beagle Kanal zu erkunden. Hier besuchen wir kleine Inseln die von Kormoranen, Seelöwen und Pinguinen bevölkert werden. Auch der eine oder andere Kondor ist zu beobachten während wir in der Nähe des südlichsten Leuchtturms einen Halt einlegen. Rechtzeitig zu einem kurzen Mittagssnack erreichen wir nach fünfstündiger Fahrt wieder Ushuaia. Danach geht es zum Shopping, einmal am Ende der Welt angekommen müssen noch Andenken besorgt werden oder eine Postkarte mit dem Stempel von Ushuaia verschickt werden. Für alle wieder ein erlebnisreicher Tag, mal sehen ob wir morgen noch weiter nach Süden fahren können.
Nachdem wir Ushuaia und damit den sicherlich größten Meilenstein unserer Tour erreicht haben sind aber noch nicht am Ziel. Unsere Entdeckungsreise geht weiter. Also rein in die Staubigen Stiefel und los geht’s. Das nächste Highlight wartet bereits auf uns. Zunächst verlassen wir Ushuaia richtung Westen. Denn das Ende der Welt haben wir vielleicht erreicht, aber noch nicht das Ende der Straße. Dazu müssen wir in den Tierra del Fuego Nationalpark fahren. Hier könnten wir die sympathische Schmalspurbahn nehmen um den Park erkunden aber was wären wir denn für Biker. Die Staubigen Pisten durch die Wälder sind auf dem Motorrad viel spannender. Und so erreichen wir auf eigener Achse Fin del Mundo. Hier geht es nun wirklich nicht mehr weiter. Und so treten wir, mit vielen Erinnerungen im Gepäck, den Rückweg Richtung Festland an. Noch einmal genießen wir die Fahrt über den Paso Garibaldi bevor wir uns, den Regen im Nacken wieder in die Karge Pampas begeben. Unser Ziel heute ist Rio Grande wo wir in einem fünf Sterne Hotel noch einmal Kraft für unsere letzte Große Etappe Tanken.
Heute ist unser letzter Fahrtag. Wir verlassen Rio Grande und haben sofort eine wahnsinnig lange gerade Linkskurve vor uns, dies ist dem starken Seitenwind geschuldet der uns auch auf der Geraden zur Schräglage zwingt. Nach einer knappen Stunde erreichen wir den Grenzübergang von Argentinien zurück nach Chile. Nach recht schneller Abwicklung der Formalitäten haben wir freie Fahrt bis zur Magellan Straße. Nach erreichen des Ufers legen wir noch einen Verpflegungshalt ein, um dann zügig weiter nach Punta Arenas zu fahren. Hier angekommen übergeben wir unsere Motorräder und fahren mit einem Shuttle weiter zu unserem Hotel. Unsere Reise ist aber noch nicht ganz zu Ende, heute wartet noch ein Farewell Dinner auf uns und wir verbringen einen letzten gemeinsamen zusammen. Nun ist es vollbracht. Eine 20-tägige Reise geht zu Ende. Wir hatten hervorragendes Wetter, nicht allzu viel Wind, abgesehen von ein paar Tropfen keine Niederschläge und allgemein angenehme Temperaturen. Wir wünschen Euch allen eine gute und angenehme Heimreise, sowie gute Erinnerungen an unsere gemeinsamen Tage. Hoffentlich sehen wir uns bald wieder. Eure Tourguides