Best of Down Under 2025

Unser erster Fahrtag in Australien beginnt, wer hätts gedacht, am Starthotel in Sydney – voller Vorfreude, frisch ausgeschlafen und bereit für unser Abenteuer treffen wir uns morgens zum Briefing. Joy erzählt uns anschaulich den Tagesplan. Nachdem wir den Verkehr in Sydney gekonnt gemeistert haben eignen sich die ersten Kilometer perfekt zum Einfahren. Nicht nur gewöhnen wir uns an unsere neuen Bikes, der kleine Sticker am Windschild erinnert auch fleißig daran links zu bleiben! Nach ein paar Minuten fühlt es sich aber erstaunlich vertraut an – als hätten wir nie etwas anderes gemacht. Unser Weg führt uns hinaus aus Sydney in die berühmten Blue Mountains. Die Landschaft wird schnell grüner, die Straßen kurviger und die Luft frischer. Oben angekommen warten sie auf uns: die Three Sisters – jene ikonischen Felsformationen, um die sich zahlreiche Legenden der Aborigines ranken. Angeblich wurden einst drei Schwestern von einem Zauberer in Stein verwandelt, um sie vor drei Brüdern aus dem Nachbardorf zu schützen. Leider fiel der Zauberer in dem Krieg um die drei Schwerstern und niemand sonst wusste, wie man die Damen wieder zum Leben erweckt. Und so kann man die drei noch heute bewundern. Weiter geht es Richtung Picton, wo wir ein gemütliches Mittagessen genießen. Der Ort wirkt wie aus einem Bilderbuch – entspannt, freundlich, ein bisschen verschlafen, aber genau richtig, um unsere Energiereserven wieder aufzufüllen. Nach dem Essen legen wir einen Kaffee-Stopp im ältesten durchgehend betriebenen Restaurant Australiens ein. Hier fühlt man sich ein bisschen wie in einer Zeitkapsel. Die Einrichtung erzählt Geschichten aus über 200 Jahren – wenn die Wände sprechen könnten, würden sie vermutlich nicht mehr aufhören. Anstatt mit dem Küchenschrank zu plaudern, halten wir uns lieber an einem Kaltgetränk fest, es ist heiß! Gestärkt fahren wir weiter zu den Fitzroy Falls. Normalerweise stürzen hier beeindruckende Wassermassen über die Felskante, aber heute präsentiert sich uns eher ein kleines, schüchternes Rinnsal. Es ist sehr trocken in der Region, und die Wasserfälle scheinen gerade im Urlaub zu sein. Voll verständlich, sind wir ja auch! Am späten Nachmittag erreichen wir schließlich Nowra, unser Tagesziel. Nach rundum gelungenen Kilometern, herrlichen Ausblicken und jeder Menge Fahrspaß checken wir ein – glücklich, leicht müde und voller Vorfreude auf das, was die kommenden Tage noch bereithalten.
Heute geht es in die Hauptstadt Australiens, Canberra. Zuvor fahren wir jedoch durch den Morton-Nationalpark, eine Hochebene aus Sandstein, die eigentlich spektakuläre Wasserfälle hat. Leider ist es zurzeit sehr trocken, sodass wir „nur” die fantastische Aussicht genießen können. Vom Mt. Ainslie aus haben wir einen fantastischen Blick auf Canberra. Lange halten wir uns in der Hauptstadt nicht auf, weil es heute viel zu heiß ist. Wusstet ihr eigentlich, warum Canberra die Hauptstadt ist? Melbourne und Sydney sind doch viel größer. Nun, die neue Föderation ging einen Kompromiss ein und einigte sich auf den Ort genau zwischen den beiden größten Städten. So entstand 1908 Canberra auf dem Reißbrett. Am Nachmittag nehmen wir die Straße Richtung Westen nach Jindabyne. Der gleichnamige See lockt unzählige Outdoor-Sportler an. Und es ist das Tor zu den Australischen Alpen, die wir uns morgen unter die Räder nehmen.
Ein Träumchen dieser Tag! Morgens läd der See vor dem schönen Hotel zu einem Spaziergang ein. Die Vögel singen ihr schönstes Lied. Es klingt irgendwie vertraut und doch anders als zuhause. Wir frühstücken gemütlich bevor wir uns an den Motorrädern zum morgendlichen Briefing treffen. Heute geht es in die Australischen Alpen. Der Fahrspaß beginnt schon kurz hinter dem Hotel. Auf wunderschönen, kurvenreichen Straßen geht es hinauf. Am Dead Horse Gap legen wir einen kleinen Foto Stop ein. Wo der dramatische Name her kommt? Hier wurde das ein oder andere wilde Pferd vom Schnee überrascht und nunja, den Rest kann man sich ja denken. Wir rollen weiter, vorbei an mystischen Naturgewalten. In der Region hat es in junger Vergangenheit einige Brände gegeben. Es ist faszinierend zu sehen, wie die Natur sich zurück ins Leben kämpft! Neben den Augen werden auch Nase und Ohren heute amüsiert. Der Duft des Waldes ist wunderschön. Irgendwie herb und würzig, doch nicht schwer. Es duftet nach exotischen Hölzern und Rinde, ein wenig nach Regen, doch außer ein paar kleinen Tropfen bleibt es trocken. Und dann ist da dieses Geräusch der Zikade. Ach Quatsch, tausende Zikaden müssen es gewesen sein. Das Summen war so laut und allgegenwärtig, aus jeder Ecke schien es zu kommen, das sonst laute Brummen unserer Motorräder erschien wie ein sanftes Flüstern im Vergleich. Wahnsinn! Auch am Nachmittag werden wir von der Natur Australiens umgehauen. Der Lake Hume steht voller alter Stämme. Ein magischer Anblick bei dem man sich immer wieder daran erinnern muss, dass der Fokus auf der schönen Straße vor uns liegen möge. Dennoch zieht der See den Blick keck an sich. Wir genießen einen letzten Kaffee, bevor wir uns durch hübsche Weinfelder, auf den Weg nach Wangaratta machen. Michaela erwartet uns schon mit einem kühlen Bier.
Heute ist ein besonderer Tag. Wir verlassen das „Festland”. Mit der Fähre geht es nach Tasmanien, das auch Tassie genannt wird. Zuvor haben wir jedoch noch ein paar Kilometer vor uns. Wir starten früh, um genügend Zeit zu haben und nicht auf den letzten Drücker an der Fähre zu sein. Am Vormittag haben wir ein Warm-up im fruchtbaren Queenstown-Tal, wo viel Wein angebaut wird. Die Eildon-Jamieson-Road zaubert uns ein Grinsen ins Gesicht, denn das ist eine „Must-Ride“-Straße. Straßen für uns allein und eine Kurve nach der anderen. Am Lake Eildon gibt es einen netten Platz für uns, wo wir ein kleines Mittagessen zu uns nehmen. Das Yarra Valley überrascht uns mit einer fantastischen Straße durch einen noch fantastischeren Wald. Das könnten wir den ganzen Tag lang machen. Aber wir müssen nach Geelong, denn die Fähre wartet nicht auf uns. Also hüpfen wir auf die Autobahn und fahren um Melbourne herum. Auf geht's mit der Spirit of Tasmania über Nacht auf die Insel!
Guten Morgen, Tasmanien! Wir haben die Überfahrt gut überstanden, da die Götter der See uns gnädig waren. Es erwartet uns typisches Tassmanien-Wetter. Kalt und Regen. Aber hey, es gibt kein schlechtes Wetter, nur die falsche Kleidung. Also erst mal raus aus dem Hafen und ein leckeres Frühstück. Danach geht es auch schon in die Berge, zu den Cradle Mountains. Mit 1545 Metern im St. Clair-Nationalpark gelten sie als die wichtigste Sehenswürdigkeit auf Tasmanien. Obwohl Tasmanien auf dem gleichen Breitengrad wie Rom und Barcelona liegt, ist es hier kühler und feuchter. Deshalb gibt es hier die verschiedensten Formen von Regenwäldern. Das bekannteste Tier ist neben Kängurus, Wallabys und Wombis natürlich der Tasmanische Teufel. Den dürfen wir heute besuchen. Es ist schon toll, ein Tier zu sehen, das vom Aussterben bedroht ist. Wir trotzen dem Regen, dem Wind und der Kälte und fahren unserem heutigen Ziel entgegen. In einem unscheinbaren kleinen Café haben wir laut Aussage Einheimischer die besten Pies in ganz Tasmanien. Eine kleine Herausforderung hatten wir noch: die Henty Dunes. Sie sehen nicht nur hoch aus, um sie zu erklimmen, braucht es einen starken Willen. Eric folgte mir, als ich mich aufmachte, dort hochzulaufen. Respekt, Eric, wir haben es geschafft. tosendem Applaus unserer Zuschauer. Als wir im Hotel ankamen, kam tatsächlich noch die Sonne heraus und wir hatten eine tolle Aussicht auf Strahans Hafen.
Wir frühstücken gemütlich, mit wundervollem Blick auf den Hafen von Strahan. Aber wo sind die Donuts? Egal. Auch ohne Donuts gehts voller Vorfreude aufs Bike, denn es wartet ein fantastischer Fahrtag auf uns! Wir rollen gemütlich in Richtung Christchurch, einer süßen kleinen Stadt, die an Western Filme erinnert. Von dort ist es ein Katzensprung zum Iron Blow Lookout, eine ehemalige Miene, die nun mit Wasser gefüllt türkis-blau das Auge erfreut. Ein wahnsinnig toller Anblick! Kalt ist es geworden! Nach den heißen Tagen in NSW haben wir glatt vergessen, wie sich kalte Finger anfühlen. Und man hätte es kaum geglaubt, aber heute kommen die Winterhandschuhe zum Einsatz! Wild. Wir kommen pünktlich mit dem Regen am Lake St Clair an und verstecken uns vor diesem im Cafe. Mit heißer Schokolade werden die Fingerchen gewärmt und die bereits gute Laune noch gesteigert. Über wunderschöne Straßen geht es weiter zu den Russel Falls, einem atemberaubend schönen Wasserfall im Naturreservat. Wir spazieren durch den moosbewachsenen Urwald. Die frische Luft, das zwitschern der Vögel und je näher wir kommen das plätschern des Wasserfalls. Es ist schon fast kitschig schön. Bevor wir uns auf den Weg nach Hobart machen, Tasmaniens Hauptstadt und unser Tagesziel, halten wir spontan an einer Beeren Farm. Es gibt phenomenal leckeres Eis. Himbeer, Erdbeer, Johannisbeer, Blaubeer und was es nicht sonst noch alles an Beeren gibt. In jedem Fall ein gelungen süßer Abschluss für einen schönen Tag! Inzwischen hat sich auch wieder die Sonne zu uns gesellt und unsere warmen Jacken haben den Weg zurück in die Motorrad Koffer gefunden. In Hobart angekommen gibts das letzte Highlight des Tages: Die Spiralfahrt im Parkhaus. Mit Bravour drehen wir uns hinauf in den 8. Stock.
Heute ist in Hobart Ruhetag. Das heißt aber nicht, dass wir nichts tun. Es gibt da ein paar Ideen. Man kann ausschlafen und ausgiebig frühstücken. Oder man schlendert durch Hobart mit all den schönen Geschäften, den Botanischen Garten oder den Japanischen Garten. Oder wir machen etwas ganz Verrücktes: Wir fahren Motorrad. Und hier sind sie, die drei Musketiere, die sich nicht scheuen, zum historischen Gefängnisstandort Port Arthur zu fahren. Es geht durch den Tasman-Nationalpark. Das ehemalige Gefängnis wurde 2010 zum UNESCO-Weltkulturerbe. Es ist eine der wichtigsten historischen Stätten Australiens. Aber wir haben noch mehr zu besichtigen. Das „Blowhole” war heute sehr ruhig. Ebenso die „Teufelsküche”. Sehr sehenswert war auch der „Tasmanische Bogen”. Und besonders lecker waren die Fisch & Chips. Zurück ging es an azurblauen Küsten, die es uns schwer machten, die Augen auf der Straße zu behalten. Die „Garten-Gang“ war heute zu Fuß unterwegs und hat den wunderschönen Botanischen Garten erkundet. Viele Blumen und auch seltene Tiere kamen vor die Linse. Am Abend saßen dann alle wieder gemütlich bei einem Guinness zusammen. Auch das Abendessen war lecker. Morgen geht es Richtung Norden an der Ostküste entlang und das Wetter spielt seit heute auch wieder mit.
Heute steht ein langer Tag bevor. Wir fahren von der wilden Westküste zur schroffen Ostküste. Es erwarten uns Granitfelsen an weißen Sandstränden mit einem blau und smaragdgrün schimmernden Meer. Der Tasman Highway ist heute unsere Straße. Es ist nicht der Highway, den man sich üblicherweise vorstellt, sondern eine schön geschwungene Straße, die einmal um Tasmanien herumführt. Bevor es in den Freycinet-Nationalpark geht, legen wir irgendwo im Nirgendwo einen Kaffee-Stopp ein. Was für ein netter Platz! Es geht entlang der Küste mit so wunderschön blauem Wasser, dass es schwer ist, die Augen auf der Straße zu behalten. Unser Lunch-Stop heute ist ein fantastischer Platz an der Küste: Lobster Shack. Und was gibt es da? Meeresfrüchte vom Feinsten. Unser Highlight ist nun der kommende Elephant Pass mit engen und weiten Kurven in einer Kombination, die einfach nur Spaß macht. Ok, nach 45 Minuten nach dem Mittagessen scheint ein Kaffee zu früh, aber im Purple Possum Café muss man anhalten. Hier scheint die Zeit zurückgedreht zu werden. Ein Ort voller Wunder, dessen Eigentümer seit 27 Jahren diesen authentischen Laden führt. Bevor wir heute in unserer Unterkunft ankommen, gebe ich den Kunden noch die Möglichkeit, im ortsansässigen Harley-Shop mit einem kleinen Museum zu stöbern und einzukaufen. Ein langer Tag mit viel Sonne und tollen Eindrücken geht zu Ende. Gute Nacht und bis morgen mit einem neuen Abenteuer!
Der Tag beginnt ganz entspannt am Frühstücksbuffet des Country Club Launceston – genau die richtige Grundlage für einen weiteren herrlichen Fahrtag durch Tasmanien. Kurz darauf schwingen wir uns auf die Motorräder und genießen traumhaft kurvige Straßen, die uns hinauf zum Sideling Lookout führen. Die Aussicht ist spektakulär und erinnert einmal mehr daran, wie unglaublich vielfältig diese Insel im Süden Australiens ist. Tasmanien gilt nicht umsonst als grüne Seele des Kontinents: wild, ursprünglich und voller Überraschungen. Die Strecke führt weiter durch dichte Wälder mit außergewöhnlichen, teils uralten Bäumen, deren Formen und Farben wirken, als wären wir in einer anderen Welt gelandet. Zur Mittagszeit wartet dann eine wunderbare Überraschung: Michaela zaubert ganz spontan ein Picknick für uns – und das direkt am Meer. Mit Blick auf die Weite des Ozeans, frischer Meeresluft und einer großartigen Atmosphäre schmeckt alles doppelt so gut. Die Möwen sehen das offenbar genauso und zeigen großes Interesse an unserem Lunch. Am Nachmittag tauchen wir im Schnabeltier-Museum in die Welt eines der skurrilsten Tiere Australiens ein. Super spannend – und auch ziemlich lustig, wenn man erfährt, dass Schnabeltiere im Dunkeln die Augen schließen und ihre Beute ausschließlich über elektrische Signale orten. Und als wäre das nicht schon verrückt genug, sind sie eines der ganz wenigen giftigen Säugetiere der Welt – die Männchen tragen tatsächlich einen Giftsporn am Hinterbein! Von dort aus sind es noch etwa eine Stunde Fahrt bis nach Devonport. Am Abend lassen wir den Tag bei einem fabelhaften Dinner im „Fifteen Table“ Restaurant ausklingen. Besonders die Zitronentarte bleibt uns in sehr guter Erinnerung – ein kleines kulinarisches Highlight zum Abschluss. Die Fähre lässt zwar noch auf sich warten, doch bei guten Gesprächen und entspannter Stimmung vergeht die Zeit wie im Flug. Kaum zu glauben, dass unsere Zeit auf Tasmanien nun schon vorüber ist – eine Insel, die definitiv Lust auf ein Wiederkommen macht.
Wir frühstücken gemütlich schaukelnd auf der Fähre. Nachdem wir gestern erst so spät losgetuckert sind, kommen wir heute entsprechend ein wenig später in Geelong an und es bleibt genug Zeit für einen Spaziergang an Deck und einen zweiten Cafe. Dann werden endlich die Motoren gestartet (zumindest unsere, beim Harley Fahrer neben an wuppts nicht so gut, Batterie alle). Unser erster Stop heute: Bells Beach. Ein Name der das Herz eines Surfers direkt höher schlagen lässt. Von Bells Beach geht es weiter entlang der Great Ocean Road. Selbstverständlich halten wir am Tor für ein Gruppenfoto! Die Great Ocean Road ist wie zu erwarten atemberaubend schön... und ein wenig überlaufen. Wir flüchten landeinwärts durch den Wald in Richtung Colac und werden von wunderschönen Kurvenkombinationen überrascht. Es beginnt ein Tänzchen mit der Maschine. In Colac finden wir eine tolle libanesische Bäckerei und genießen ein leckeres Gebäck, dessen Namen wir alle wieder vergessen haben :) Aber jetzt wissen wir, wo wir es finden. Von Colac geht es mit ähnlich schönen Kurven zurück an die Great Ocean Road. Nachmittags kommen wir in Apollo Bay an, ein belebtes kleines Städchen am Strand. Nach einem Boot Beer und einem Dusch Beer machen die die Straßen unsicher. Es gibt so viel zu entdecken! Wir lassen unseren Tag im Graze Restaurant mit ausklingen. Ein wundervolles Restaurant! Hast du schonmal Känguru gegessen? Ein paar unserer Nasen können das jetzt von sich behaupten. Und würden es wohl wieder tun.
Appolo Bay ist ein guter Ausgangspunkt, um mehr von der GOR zu sehen. Zunächst machen wir uns aber auf den Weg zum Cape Otway, dem ältesten Leuchtturm Australiens. Auf dem Weg dorthin hoffen wir, Koalas zu sehen. Die Straße ist schön geschwungen, doch leider überquert nur ein Känguru unseren Weg. Vielleicht haben wir morgen mehr Glück. Die Eukalyptuswälder sind spektakulär, deshalb gehen wir auch auf den Baumwipfelpfad. 30 Meter hoch in den gigantischen Bäumen ist atemberaubend. Nach dieser kleinen Wanderung bergauf und bergab sind wir hungrig. Und siehe da, mitten im Wald steht Julia und hat uns ein tolles Picknick gezaubert. Danke! Weiter geht es mit viel Seitenwind auf der Great Ocean Road. Die weltberühmten 12 Apostel sind ein Muss. Leider sind es nur noch sieben, denn die Erosion nagt an den Felsen. Auch wenn das viele andere genauso sehen. Das tosende Meer macht unsere Bilder noch viel spektakulärer. Auch die „London Bridge“ ist nur noch ein Felsen. Aber dennoch wunderschön. Unser heutiges Endziel ist Warrnambool. Dort kann man schon mal Leute treffen, die in Europa mit einem auf Tour waren. ;-)
Kaum zu glauben, aber wahr: Unsere Tour durch Australien neigt sich dem Ende zu. Ein wunderschöner letzter Fahrtag liegt noch vor uns. Von Warrnambool geht es zurück nach Melbourne – aber natürlich nicht auf direktem Weg. Wunderschöne, geschwungene Bergstraßen warten auf uns, und selbstverständlich genießen wir ein letztes Mal die atemberaubende Great Ocean Road. Bevor wir uns auf die Socken machen, gibt es ein großartiges Frühstück im Pavilion Café. Und natürlich darf an unserem letzten Fahrtag ein typisch australischer Flat White nicht fehlen. Für alle, die sich immer noch fragen, was das eigentlich ist: Ein Flat White ist ein espressobasiertes Kaffeegetränk – stärker als ein Cappuccino, mit einer dünneren Schaumschicht, die bündig mit dem Tassenrand abschließt. Daher auch der Name: „flacher Weißer“. Genug Kaffeetheorie – wir schlendern an badenden Pferden vorbei zu unseren Motorrädern und starten in unseren letzten Fahrtag. Der Vormittag führt uns über traumhaft kurvige Straßen durch dichten Dschungel. Den zweiten Kaffee des Tages gibt’s in der Fat Cow. Von dort geht es weiter über kleine, wendige Straßen zu unserem Mittagsstopp. Heute steht ganz klar der Fahrspaß im Fokus. Nach einem leckeren Pie verlassen wir den Wald und rollen zurück auf die wunderschöne Great Ocean Road. Von dieser Straße kann man einfach nicht genug bekommen – und im Vergleich zum Wochenende ist heute, an diesem Montag, deutlich weniger Verkehr unterwegs. Ein Träumchen. Schon aus der Ferne lächelt uns die Skyline von Melbourne entgegen. Nachdem wir unsere Motorräder schweren Herzens abgegeben haben, lassen wir bei unserem letzten gemeinsamen Dinner die schönsten Momente Revue passieren. Wahnsinn, was wir in den letzten zwei Wochen alles erleben durften. Der Abschied fällt schwer – aber das Gepäck ist voller Souvenirs, die Cloud voller Bilder und der Kopf voller unvergesslicher Erinnerungen.