NSX2601 NORDINSEL-VERLÄNGERUNG

Heute ist Rest Day hier in Auckland – und gleichzeitig der Start unserer Verlängerung. Klingt verwirrend? Ist es auch ein bisschen Die Südinsel-Tour endet heute offiziell, und die Nordinsel-Tour beginnt. Das bedeutet: Wir haben uns von einem großen Teil der Gruppe verabschiedet, während der restliche Teil von uns in Auckland bleibt, die Stadt genießt, ihre kleinen Geheimnisse entdeckt und ein Teil von uns mit dem Motorrad unterwegs ist. Während einige zu einer Ausfahrt gestartet sind, haben wir Tourguides den Tag genutzt, um alles für die nächste Etappe vorzubereiten. Morgen geht es für uns weiter Richtung Norden – und eines können wir jetzt schon versprechen: Es wird nicht weniger intensiv als die ersten 14 Tage in Neuseeland. Also, bis morgen hier im Blog. Domenico & Axel
Eine tolle Fahrt nach Norden – der Start in einen neuen Abschnitt der Reise! Wir verließen Auckland ganz ohne Verkehr (Sonntagmorgen!) und fuhren zunächst Richtung Westen zu unserem ersten Stopp am Piha Beach. Nachdem wir diesen beeindruckenden schwarzen Sandstrand an der Westküste bewundert hatten, legten wir eine Kaffeepause ein, um neue Energie zu tanken. Anschließend ging es weiter nach Norden, durch sanft hügelige Landschaften. In Wellsford machten wir Mittagspause, bevor wir das faszinierende Kauri Museum besuchten. Dort erfuhren wir mehr über diese beeindruckenden, uralten Bäume und ihre Bedeutung für die Geschichte Neuseelands – und bereiteten uns gleichzeitig auf die morgige Etappe vor. Am späten Nachmittag erreichten wir Whangārei, hatten noch etwas Zeit zum Ausruhen und werden heute Abend zum Essen ausgehen – inklusive eines schönen Spaziergangs durch die Stadt!
Guten Morgen im Norden Neuseelands. Tief und fest geschlafen geht es heute für uns weiter Richtung Norden. Unser Ziel ist die Karikari Peninsula, und auf dem Weg dorthin haben Domenico und ich einige Highlights vorbereitet. Das Einzige, was wir leider nicht beeinflussen konnten, war das Wetter – und das wusste heute nicht so recht, was es will. Warm war es auf alle Fälle schon zum Start unserer Reise, und obendrauf beschloss Petrus, uns mit Regen zu verzaubern. Egal, denn unsere Highlights waren nicht vom Wetter abhängig. Der erste Stopp nach einer wunderschönen Fahrt von der Ost- zur Westküste führte uns zu Rick. Und ja – Rick ist hier oben recht bekannt, denn er ist der letzte Kauri Tree Woods Master. Eine echte Legende, die bereits auf der ganzen Welt Vorträge über die Besonderheiten der Kauri-Bäume und deren Verarbeitung gehalten hat. Wenn man nun fragt: Was ist so besonders an den Kauri-Bäumen? Dann wäre wohl die kürzeste und zugleich beeindruckendste Antwort diese: Es ist eine der wenigen Baumarten, die uns über Tausende von Jahren in die Vergangenheit blicken lässt. Die Bäume, die wir heute noch bestaunen können, sind etwa 2.000 bis 3.500 Jahre alt. Und wenn das schon beeindruckend klingt, dann ist diese Zahl wohl die eindrucksvollste von allen: Rick verarbeitet in seiner Werkstatt Holz, das über 45.000 Jahre alt ist!!! Das Kauri-Holz, das Rick über viele Jahre gesammelt hat – bevor es verboten wurde –, wurde vor sehr langer Zeit durch Tsunamis im Sumpfland Neuseelands konserviert. In Ricks Händen nimmt es nun eine neue Form an. Auch wenn wir gestern bereits im Kauri-Museum waren, war diese Begegnung heute etwas ganz Besonderes. Und dazu sei gesagt: Das ist nur ein Bruchteil der Geschichte Neuseelands und seiner Kauri-Bäume. Den Rest erzählen Domenico und ich euch, wenn ihr mit uns hier seid. Highlight Nummer eins – und Nummer zwei ist gar nicht weit weg! Denn auch wenn Sue (seine Frau) und Rick uns das Holz und seine Geschichte nähergebracht haben, wollten wir noch mehr davon sehen. „Mehr“ trifft unser zweites Highlight des Tages genau auf den Punkt. Wir fuhren also weiter Richtung Norden und – fast unbemerkt – über eine wunderschöne, kurvige Straße hinab ins Herz des Waipoua Forest. Schaut selbst auf die Bilder: erst eine scheinbar endlose Hügellandschaft, dann plötzlich mitten hinein in den Urwald. Als Zugabe ist die Straße ein Paradies für Motorradfahrer – auch wenn es heute recht feucht war. Umzingelt von Kauri-Bäumen tauchten wir immer tiefer in den Urwald ein. Und dann? Dann setzte ich den Blinker, und wir bogen auf einen kleinen Schotterweg ab, der uns zu einem Parkplatz führte. Motorräder abstellen, Helm runter – und dann liefen wir etwa 15 Minuten durch den Urwald, um den berühmten Te Matua Ngahere (Father of the Forest) zu bestaunen. Ich könnte an dieser Stelle noch viel mehr über die Kauri-Bäume erzählen, aber das würde hier den Rahmen sprengen. Wie gesagt: Viel besser ist es, wenn wir euch das alles live zeigen und erzählen. Nach der kleinen Wanderung ging es noch zum Tāne Mahuta – dem „Lord of the Forest“, dem größten und ältesten Kauri Neuseelands, bevor wir den Urwald wieder verließen. Nach so vielen Eindrücken war es Zeit, sich zu stärken, und so parkten wir die Motorräder in Opononi. Tja und den Rest des Tages? Der war geprägt von Kurven, die jedes Motorradfahrerherz höherschlagen lassen, und einer kleinen Fähre, die uns ans andere Ufer – und zu noch mehr Kurven – brachte. Leider spielte das Wetter auf diesem Streckenabschnitt nicht mehr mit. Nichtsdestotrotz hatten wir einen wunderschönen Fahrtag. Nun sind wir in Karikari, von wo aus unsere Reise uns in den nächsten zwei Tagen wieder Richtung Auckland führen wird. Also dann – wir brauchen jetzt eine gute Portion Schlaf, denn morgen wird es wieder spannend. Bis Morgen Domenico und Axel
Ein neuer Tag voller Erinnerungen!!! Das heutige Motto des Tages: Vom Manuka-Honig zur Geschichte Neuseelands Was für eine Kombination, werdet ihr euch fragen!? Und hier kommt die Auflösung: Nach einem leicht feuchten Start in den Tag führte uns unsere Route entlang der Ostküste Richtung Süden. Die Straße ist ein absoluter Traum zum Fahren – wenn da nicht dieses kleine „wenn“ wäre. In den vergangenen Wochen hat es hier im Norden kräftig geregnet, wodurch einige Hänge ins Rutschen geraten sind. Die Aufräumarbeiten dauern teilweise noch an und sorgten auf kurzen Strecken für etwas weniger Fahrspaß. Doch der Großteil der Strecke bis zum ersten Fotostopp war wunderschön kurvig, und die Aussicht ließ keinerlei Wünsche offen. Heute war die Landschaft jedoch eher der Nebendarsteller, denn das eigentliche erste Highlight folgte direkt nach dem Kaffeestopp: der Besuch einer Imkerei, die sich ganz dem Manuka-Honig verschrieben hat. Denn was wäre eine Reise nach Neuseeland ohne einen Abstecher zu einer Imkerei? Manuka-Honig ist eine weltberühmte Spezialität, bekannt für seine heilende Wirkung und sehr beliebt in der Kosmetik. Darüber hinaus schmeckt er völlig anders als jeder andere Honig – ein echtes Unikat in der Welt der Honige. Seine Besonderheit beginnt bereits bei der Gewinnung: Die Blüte des Manuka-Busches dauert nur zwölf Tage, weshalb der Imker den perfekten Zeitpunkt abpassen muss, um seine Bienenvölker in der Nähe der Sträucher zu platzieren. Und selbst danach geht es nicht direkt ins Glas – der gesamte Prozess dauert mehrere Monate. Ihr seht also, warum dieser Honig zu Recht als das flüssige Gold Neuseelands bezeichnet wird. Und auch hier kann ich nur sagen: Kommt mit uns her und taucht gemeinsam in die Welt des Manuka-Honigs ein – vor Ort verraten wir euch dann auch die restlichen Geheimnisse! Anschließend führte uns die Reise weiter an die Küste nach Waitangi, der Geburtsstätte Neuseelands. Hier wurde im Jahr 1840 der Vertrag unterzeichnet, mit dem das heutige Neuseeland seinen Ursprung fand. Doch es war nicht nur der Ort selbst, den wir besuchten: Wir tauchten tief in die Geschichte der Māori ein und erkundeten die Waitangi Treaty Grounds. Bevor wir uns den Haka anschauen konnten, wartete jedoch noch eine Überraschung auf uns – das Mittagessen! Wir waren zu Gast in der italienischen Küche von Tourguide Domenico, der uns mit einem liebevoll vorbereiteten Picknick empfing. Wie ihr seht, reihte sich auch heute wieder ein Highlight an das nächste. Zum Abschluss des Tages ging es zurück an die Westküste, wo wir ein letztes Mal übernachteten, bevor unsere Reise uns morgen zurück nach Auckland führt. Ein großartiger Tag neigt sich dem Ende zu – jetzt wartet noch ein leckeres Abendessen, und dann geht es ab ins Bett. Bis morgen Domenico & Axel
Letzter Tag der Tour – zurück nach Auckland! Nach der Abfahrt aus Omapere überquerten wir die Insel noch einmal von West nach Ost und fuhren über eine wunderschöne Straße durch offene, weitläufige Landschaften. Eine Kaffeepause in Maungatapere gab uns die Gelegenheit, kurz zu entspannen, bevor es weiter Richtung Küste ging. Schließlich erreichten wir das Meer bei Waipu, wo wir anhielten, um den Strand zu bewundern und den Blick auf den Ozean zu genießen. Ein weiterer Fotostopp folgte in Mangawhai, wo der Blick auf die Flussmündung einfach spektakulär war, bevor wir weiter nach Omaha Beach fuhren, um dort zu Mittag zu essen. Da Auckland nun nicht mehr weit entfernt war, legten wir die letzten Kilometer auf der Autobahn zurück, bevor wir die Motorräder zurückgaben. Dort wartete bereits Axel mit dem letzten Boot-Bier auf uns – der perfekte Abschluss einer großartigen Reise! Heute Abend genießen wir unser letztes gemeinsames Abendessen und wünschen allen eine gute und sichere Heimreise. Hoffentlich sehen wir uns bald wieder auf einer weiteren Edelweiss Bike Travel Tour!