CDU2601 AUSTRALIENS SCHÖNSTE STRASSEN

Die Motorräder sind bereit und die Gruppe hat sich endlich in Sydney versammelt, der größten Stadt Australiens. Jeder hatte Zeit, diese lebendige Metropole zu erkunden, am Hafen spazieren zu gehen und das ikonische Sydney Opera House zu bewundern, das zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Es ist Hochsommer hier, und die Hitze erinnert uns deutlich daran, dass wir uns auf der anderen Seite der Welt befinden! Am Nachmittag hatten wir unser Welcome-Briefing und anschließend, nach der Motorradübergabe, unser erstes gemeinsames Abendessen. Jetzt können wir es kaum erwarten, endlich loszufahren – das Abenteuer beginnt! Bleibt dran!
Am Morgen verließen wir Sydney zu unserem ersten Fahrtag und machten uns auf den Weg in die Blue Mountains. Leider spielte das Wetter nicht mit: Dichter Nebel und Regen lagen über der Region, sodass die berühmten Three Sisters kaum zu sehen waren. Trotzdem war es ein großartiges Gefühl, endlich auf den Motorrädern unterwegs zu sein und die Reise zu beginnen. Anschließend fuhren wir weiter Richtung Süden nach Picton, wo wir eine Mittagspause einlegten. Am Nachmittag ging es weiter in das historische Dorf Berrima, mit einem Stopp im Surveyor General Inn – Australiens ältestem durchgehend lizenzierten Pub, perfekt fuer eine kleine Pause. Bevor wir unser Tagesziel erreichten, machten wir noch einen letzten Halt an den Fitzroy Falls, wo das Wasser spektakulär in eine tiefe Schlucht stürzt, umgeben von üppigem Wald – durch den vielen Regen besonders beeindruckend. Danach folgte eine wunderschöne letzte Etappe durch das grüne Kangaroo Valley, bevor wir schließlich in Nowra ankamen. Ein großartiger erster Fahrtag!
Ein neuer Tag, ein neues Abenteuer – Willkommen an Tag 3 unserer Reise durch Australien Heute ging es für uns von der Küste ins Landesinnere – genauer gesagt von Nowra nach Jindabyne. Nach einer erholsamen Nacht und den ersten Eindrücken vom gestrigen Fahrtag starteten wir fast schon wie gewohnt um 8:30 Uhr mit dem Briefing. Dort gab es einen kurzen Überblick über die Tagesroute, die geplanten Stopps und natürlich einen kleinen Ausblick auf die Highlights. Über Highlights zu reden ist zwar spannend – aber sie live zu erleben ist eben doch etwas ganz anderes. Also: rauf aufs Motorrad und los geht’s! Schon nach wenigen Kilometern tauchten wir in die grüne, von Eukalyptusbäumen geprägte Landschaft des Morton National Parks ein. Ein beeindruckendes Gebiet, durch das eine Straße führt, die den Namen „Baumwollstraße“ trägt. Warum? Das ist nicht schwer zu erraten: Genau – wegen der Schafe. Am anderen Ende des Parks wurden sie gehalten, und vor rund 80 Jahren war diese kurvenreiche Strecke die wichtigste Verbindung zur Küste, von wo aus die Wolle ihren Weg bis nach Europa fand. Doch der Park hat noch viel mehr zu bieten. Zum Beispiel: die Einheimischen(Kängurus)! Gut versteckt und perfekt getarnt hüpfen sie frei umher, und oft muss man zweimal hinschauen, ob es wirklich eines ist. Leider muss ich gestehen, dass sie heute zu weit weg waren, um für ein Foto anzuhalten. Aber das holen wir morgen nach – wo genau, erfahrt ihr natürlich erst morgen. Weiter ging es zum ersten Fotostopp entlang der Route, mitten im Sandsteingebirge: dem Tianjara Wasserfall. Er ist zwar nicht der höchste oder spektakulärste, aber die Aussicht von dort ist einfach grandios: ein scheinbar endloser Eukalyptuswald, tiefe Täler und dieses Gefühl von Weite, das man so nur hier bekommt. Danach war es Zeit für Kaffee – und da heute Super Bowl ist, haben wir nicht allzu weit entfernt einen Stopp für ein frühes Mittagessen eingelegt. Der Grund: eine Sportsbar mit gutem Essen, und ich wusste, dass wir dort einen Blick aufs Spiel werfen können. Ein weiteres Highlight, bevor wir zurück auf die Route kehrten und unsere Reise Richtung Canberra fortsetzten. Gesagt, getan – und zack standen wir oben auf dem Mount Ainslie und blickten auf die Hauptstadt Australiens hinunter. Dazu gab es noch einen kleinen Ausflug in die Geschichte der Stadt, warum der Name etwas Besonderes ist – und natürlich ein paar lustige Anekdoten. Tja… und dann? Dann ging es weiter – denn wir hatten erst die Hälfte unserer heutigen 400 Kilometer geschafft. Der Nachmittag führte uns durch weite Farmlandschaften und ließ uns zum ersten Mal so richtig spüren, wie groß Australien tatsächlich ist. Egal wohin man schaute: Unendlichkeit. Und mittendrin riesige Rinderfarmen, soweit das Auge reicht. Leider müssen wir gestehen: Das Wetter war zwar größtenteils trocken, aber zum Schluss hat es uns dann doch noch einmal ordentlich erwischt – inklusive kräftiger Dusche. Nichtsdestotrotz war es ein gelungener Tag. Jetzt schlafen wir am Eingang zu den Snowy Mountains, die wir morgen überqueren werden. Also bleibt gespannt und freut euch schon auf Morgen – wir haben definitiv einiges zu berichten! Eure Tour Guides aus Down Under Domenico & Axel
Am Morgen verließen wir Jindabyne und fuhren durch den wunderschönen Kosciuszko-Nationalpark, wo wir beim Überqueren der Berge noch angenehme Temperaturen genießen konnten. Trotz aufmerksamer Blicke entlang der Strecke haben wir leider keine Kängurus gesehen – vielleicht in den nächsten Tagen! Die Straße war jedoch einfach fantastisch: sanfte Kurven durch endlose Eukalyptuswälder, ein unvergessliches Erlebnis. Nachdem wir die alpine Region hinter uns gelassen hatten, legten wir eine Mittagspause ein, und die Hitze machte schnell deutlich, dass der Sommer in vollem Gange war. Die Route führte uns anschließend entlang des Lake Hume, wo die Spuren eines großen Waldbrandes aus jüngster Zeit deutlich sichtbar waren, die Landschaft aber dennoch beeindruckend und wunderschön blieb. Nach einer weiteren Pause mit einem kühlen Getränk erreichten wir am Nachmittag Wangaratta. Nach dem Check-in im Hotel sorgte ein erfrischendes Bad im Pool für die perfekte Abkühlung und Entspannung nach einem heißen Tag auf dem Motorrad. Viel Spaß mit den Bildern dieses wunderschönen Tages!
Die Sonne scheint – die Stimmung ist gut und ein kurvenreicher Tag liegt vor uns Guten Morgen aus Wangaratta – Tag 5 Gestern hat Domenico schon gut vorgelegt: 65 Kilometer Kurvenfestival zum Auftakt des Tages – ein echtes Highlight der Tour. Und heute? Heute gibt es von meiner Seite noch einmal 65 Kilometer traumhaft schöne Straße obendrauf. Auch wenn die ersten Tage der Tour schon wunderschön waren und man sie nicht missen möchte – so richtig angekommen in Australien ist man eigentlich erst seit gestern. Denn seitdem sind wir weit weg von jeder Großstadt und vor uns liegt diese pure, unendlich wirkende Landschaft, wie man sie nur hier findet. Genau so startete auch unser heutiger Tag. Nach dem morgendlichen Briefing führte uns die Route aus der Stadt hinaus und entlang zahlreicher Rinderfarmen. Wir durchquerten zunächst die Ebene des King Valley, bevor wir den Blinker setzten und Richtung Fotostopp - Powers Lookout – fuhren. Und dort gab es direkt den ersten Vorgeschmack auf das, was uns heute noch erwarten sollte – zumindest aus fahrerischer Sicht. Gemeint sind diese wunderschönen, lang gezogenen Kurven, die sich abwechseln mit scharfen Haarnadeln, die sich wie ein kleines Kunstwerk durch die Eukalyptuswälder schlängelt. Dazu blauer Himmel – und ein breites Lächeln im Gesicht. Oben angekommen gab es noch eine kleine Herausforderung: Die letzten Kilometer zum Lookout führen über einen Waldweg. Aber für unsere Mannschaft natürlich kein Problem. Also parkten wir die Motorräder und genossen den Blick über die Cheshunt Mountains. Danach ging es zurück auf die Teerstraße – und von da an mussten wir bis zum Kaffee hellwach bleiben. Denn auf diesen Strecken hüpfen gerne die sehnlich erwünschten (und in den letzten Tagen eher abwesenden) Einheimischen über die Straße. Und dann war es soweit: Nach einer Kurve sitzt der erste Kandidat direkt auf der Straße – und zeigt uns eindrucksvoll, wie schnell er sein kann. Also: Heute gibt’s einen Haken auf der Checkliste! Känguru gesehen – Check! Weiter ging es – und in diesem Fall sogar zu einer Auszeichnung. Domenico ist Italiener… und wenn jemand weiß, wie ein richtiger Cappuccino schmecken muss, dann Er! Und genau so einen gab es heute. Laut Domenico: der beste Cappuccino bis jetzt auf Tour! Nach der Kaffeepause ging es weiter Richtung Lake Eildon – ein See, der, wenn er voll ist, eine wirklich beeindruckende Größe hat. Wer einmal komplett am Ufer entlanglaufen möchte, sollte Zeit mitbringen: 515 Kilometerwären das mal eben zu Fuß. Ein Foto später ging es nun endlich zu den angekündigten 65 Kilometern purer Fahrfreude. Willkommen auf der Eildon–Jamieson Road – einem echten Paradies für Motorradfahrer hier in Australien. Versteckt im Eukalyptuswald schlängeln sich diese 65 Kilometer durch die Landschaft, während einen gleichzeitig dieser Duft begleitet, der natürlicher nicht sein könnte. Nicht so wie der Duft eines Erkältungsbades, das man in Europa kennt – das hier ist wirklich etwas ganz anderes! Aber am besten ist einfach diese Kombination: Wir auf dem Motorrad – und praktisch allein auf der Straße. Uns kamen ganze drei Autos und drei Motorräder entgegen. Okay, fairerweise: Es ist unter der Woche und mittags um 11 Uhr. Aber trotzdem… einfach traumhaft. All das Fahren macht natürlich auch wieder Appetit – oder zumindest schaut man sich gedanklich schon mal um, was man naschen könnte. Denn die Abendessen hier unten sind recht umfangreich und wirklich gut. Sagen wir so: Abnehmen auf Tour!? Da wünsche ich Euch viel Glück dabei! Gestärkt ging es dann weiter Richtung Melbourne – und zum Abschluss gab es noch ein echtes Highlight obendrauf. Das Zauberwort lautet: Yarra Range. Aber bevor ich euch davon erzähle, habe ich eine Idee: Für jetzt gibt’s Fotos – und den Teil mit der Geschichte hört ihr live, wenn ihr mit Domenico und mir hier unten in Australien unterwegs seid und selbst entdeckt. Nach diesem Highlight war es dann Zeit, das Hotel zu erreichen. Denn morgen geht es für uns auf die Fähre nach Tasmanien – und damit beginnt ein neues Kapitel unserer Entdeckungsreise. Also dann: Zeit für ein paar Bilder – und dann gehen bei uns die Lichter aus. Und wir werden garantiert von den letzten zwei Tagen voller traumhaft schöner Straßen träumen. Bis morgen Domenico & Axel
Tag 6 – Abschied vom ersten Kapitel Australien Heute schließen wir das erste Kapitel unserer Australienreise ab. Nach einer erholsamen Nacht im Osten von Melbourne geht es für uns zur Fähre, die uns über Nacht nach Devonport in Tasmanien bringen wird. Doch bevor wir an Bord gehen, stehen zumindest noch ein paar Kilometer Motorradfahren auf dem Programm. Genießen? Naja… der Morgen begann mit Regen – und zwar in jede Richtung, in die man schaute. Das Wetter war eher so, dass man sich am liebsten wieder im Bett verkriecht und wartet, bis sich die Wolken endlich verziehen. Daher haben wir die Option, noch nach Melbourne hineinzufahren, kurzerhand auf einen anderen Tag verschoben. Und dann kam endlich der Moment, auf den wir gewartet hatten: Die Sonne ließ sich blicken! Also Sachen gepackt, rauf aufs Motorrad und ab Richtung Süden. Unser Ziel: ein spätes Mittagessen in einem italienischen Restaurant an der Küste von Sorrento. Und nein – nicht Sorrento in Italien! Nach dem Essen gab es noch ein paar Erinnerungsfotos, bevor wir die kleine Fähre von Sorrento nach Queenscliff nahmen. Von dort aus ging es über die letzten Kilometer weiter nach Geelong, wo wir noch ein frühes Abendessen genießen konnten, bevor es schließlich für uns auf die große Fähre ging. Der Tag war insgesamt entspannt – genau das, was wir gebraucht haben. Denn ab morgen wartet das traumhaft schöne Tasmanien auf uns. Und dafür brauchen wir volle Akkus. Wir freuen uns schon riesig auf morgen – und ihr könnt euch ebenfalls freuen, denn die ersten Bilder aus Tasmanien folgen direkt! Ich sag’s mal so: Es wird teuflisch gut. Bis morgen! Euer Tour Guide Team Domenico & Axel
Der Tag des Teufels – von Devonport nach Strahan Nach einer – sagen wir mal – nicht allzu rauen Überfahrt mit der Fähre über Nacht von Geelong nach Devonport (Tasmanien) starteten wir heute teuflisch gut in den Tag. Willkommen zurück in unserem Blog! Es ist 8:30 Uhr, wir sitzen gespannt auf dem Motorrad und warten darauf, dass sich endlich die Luke des Schiffs öffnet. Die Neugier ist riesig – wie schön ist Tasmanien wirklich? Obendrauf gibt’s sogar eine Portion Sonnenschein. Perfekter Start… oder? Ein Blick auf das Thermometer verrät allerdings schnell: Tasmanien ist frisch! 15°C sind nicht viel, vor allem wenn man weiß, dass wir von Devonport aus Richtung Cradle Mountain fahren. Also: Motorräder kurz abstellen, eine Schicht mehr anziehen – und das war definitiv die richtige Entscheidung. Denn mit jedem Kilometer wurde es kälter, und leider auch grauer am Himmel. Zum Glück durften wir aus der Ferne noch einen Blick auf den berühmten Cradle Mountain erhaschen, bevor wir komplett in die Wolkendecke eintauchten. Dort oben kühlte es uns auf 9°C herunter – und Regen gab’s auch noch gratis dazu. Aber selbst das konnte uns nicht stoppen: Unser erstes Ziel war das Visitor Centre am Cradle Mountain. Ein heißer Tee zum Aufwärmen musste her – und noch viel besser: Direkt um die Ecke liegt das Tasmanian Devil Wildlife Centre. Und genau das war unser eigentliches Ziel hier oben in den Bergen. Gesagt, getan: Ein Tee später, Motorräder geparkt, Kamera in die Hand – und los ging die Erkundungstour. Schon vom Parkplatz aus konnten wir hören, dass die kleinen Teufel wach waren. Und wie ihr sehen könnt: Der Besuch lohnt sich absolut! Nach gefühlt 200 Bildern ging es weiter Richtung Westküste – in der Hoffnung auf besseres und vor allem wärmeres Wetter. Doch Tasmanien hatte offenbar noch andere Pläne. Der Regen blieb uns erhalten und erst zum Schluss durften wir die Sonne genießen. Trotzdem: Die ersten 250 Kilometer auf der Insel sind ein absoluter Traum. Kurven, Landschaft, Natur – einfach beeindruckend. Klar, wir hätten diese Straßen lieber im Trockenen erlebt… aber manchmal hat man eben kein Glück. Nichtsdestotrotz war es ein wunderschöner Auftakt hier auf Tasmanien – und die Bilder sollten das ziemlich gut unterstreichen. Jetzt sind wir in Strahan, und morgen geht es über Queenstown weiter nach Hobart, wo wir dann zwei Tage bleiben werden. Ihr könnt euch jetzt schon auf morgen freuen, denn wir tauchen ein in das ursprüngliche Tasmanien: wild, unberührt – ein Traum für jeden, der Natur liebt. Also dann bis morgen! Domenico und Axel
Wir verließen das schöne Hotel in Strahan an einem sonnigen, aber kühlen Morgen und machten uns auf den Weg nach Hobart. Zunächst fuhren wir durch Queenstown, wo wir am beeindruckenden Iron Blow Lookout für ein Foto anhielten und den Blick über die dramatische Bergbaulandschaft genossen. Durch dichten Regenwald ging es weiter zum Lake St Clair – dem tiefsten See Australiens – wo wir eine entspannte Kaffeepause einlegten. Inzwischen waren die Temperaturen deutlich gestiegen und es wurde ziemlich warm, sodass wir eine Schicht unserer Motorradbekleidung ausziehen konnten. Bald saßen wir wieder im Sattel und fuhren weiter durch das wilde Landesinnere Tasmaniens. Unterwegs machten wir Halt in einem kleinen, sehr gemütlichen Restaurant am Straßenrand. Das Essen war hervorragend, auch wenn der Service etwas langsam war! Am Nachmittag, bevor wir schließlich Hobart erreichten, besichtigten wir noch die wunderschönen Russell Falls, Tasmaniens bekanntesten Wasserfall, umgeben von üppigem Wald. Es war ein langer Tag im Sattel, aber morgen können wir es etwas ruhiger angehen lassen und die Stadt erkunden. Natürlich wird es auch wieder eine Motorradtour geben – für alle, die das Bike einfach nicht stehen lassen können!
Ruhetag in Hobart! Ein Teil der Gruppe blieb in der Stadt, um sie noch etwas weiter zu erkunden (es gibt dort einen Hop-on-Hop-off-Bus), während die „Unermüdlichen“ mit dem Motorrad nach Port Arthur fuhren – einer der bedeutendsten und stimmungsvollsten historischen Stätten Australiens. Port Arthur liegt auf der Tasman-Halbinsel und war im 19. Jahrhundert eine ehemalige Strafkolonie. Heute erzählen die gut erhaltenen Ruinen die Geschichte der kolonialen Vergangenheit Australiens. Beim Spaziergang durch das alte Gefängnis, vorbei am Wachturm und der historischen Kirche, umgeben von einer wunderschönen Küstenlandschaft, wird der Besuch zugleich faszinierend und bewegend. Auf dem Rückweg von Port Arthur machten wir Halt für ein Foto am wunderschönen Naturdenkmal Tasman Arch. Diese spektakuläre Felsformation, die vom mächtigen Südpolarmeer geformt wurde, gehört zu den Highlights der Tasman-Halbinsel. Von den Klippen aus die Wellen unter dem Felsbogen brechen zu sehen, war wirklich beeindruckend. Am Abend trafen wir uns alle wieder zu einem gemeinsamen Abendessen in einem Irish Pub und machten anschließend noch einen kleinen Spaziergang an der Uferpromenade – und warum nicht, zum Abschluss noch ein leckeres Eis! Bis morgen!
Danke für die schöne Zeit, Hobart!!! Nach zwei Tagen in Hobart geht unsere Reise heute weiter Richtung Norden – und Stück für Stück immer näher an die Great Ocean Road. Bis dahin liegen allerdings noch zwei Fahrtage vor uns. Also dann: Wie war unser Tag heute? Bei strahlendem Sonnenschein ging es am Morgen auf die Motorräder und durch den typischen Montagmorgen-Verkehr hinaus aus Hobart. Schon nach kurzer Zeit tauchten wir ein in die weitläufige Farmlandschaft im Osten der Stadt. Eine kleine, kurvige Straße brachte uns über eine Hügelkette – und mit jedem Kilometer kamen wir unserem heutigen Ziel näher: der Ostküste Tasmaniens. Denn Tasmanien hat im wahrsten Sinne des Wortes zwei Gesichter – und das wollten wir natürlich mit eigenen Augen sehen. Die Westküste hatte uns zuvor mit hohen Bergen, dichtem Dschungel und einer fast mystischen Atmosphäre entlang der Route verzaubert. Und die Ostküste? Die ist komplett anders. Hier prägen weite Felder, Viehzucht und offene Landschaften das Bild. Und je weiter man Richtung Norden fährt, desto mehr gesellen sich Weingüter dazu. Obendrauf begleitet uns die Tasmanische See die ganze Zeit zu unserer Rechten. Landschaftlich wunderschön – aber gleichzeitig irgendwie verrückt, wie unterschiedlich die Küsten auf dieser kleinen Insel sein können. Unser Mittagstopp führte uns heute mitten in den Freycinet National Park, inklusive Blick auf die roten Granitfelsen – ein echtes Postkartenmotiv. Und als fahrerisches Highlight gab es den Elephant Pass, der nochmal ordentlich Abwechslung in die Route brachte. Insgesamt waren das heute rund 420 Kilometer. Jetzt sind wir in Launceston angekommen – und nur noch eine Nacht entfernt von der Fähre, die uns weiter Richtung Great Ocean Road bringen wird. Wir sagen Gute Nacht für heute und bis morgen! Domenico und Axel
Eine wunderschöne Fahrt am frühen Morgen durch den Regenwald wurde von einer Kaffeepause im charmanten Dorf Derby unterbrochen. Dieser Ort muss ein Paradies für Mountainbiker sein – es waren wirklich viele unterwegs! Nachdem wir die Nordküste erreicht hatten, wartete Axel bereits in Bridport auf uns für ein schnelles Picknick mit Aussicht. Gut gestärkt fuhren wir weiter nach Beauty Point, um in einem Wildlife Center die Schnabeltiere zu sehen. Dieses faszinierende Tier lebt ausschließlich in Australien! Anschließend ging es ohne weitere Stopps direkt nach Devonport, denn wir mussten die Fähre zurück zum Festland erreichen. Heute Abend essen wir an Bord und schlafen auf dem Schiff, sanft vom Meer in den Schlaf "gewiegt", und morgen erwartet uns eines der Highlights der Tour!
Nach einer Nacht auf der Fähre kamen wir pünktlich in Geelong an – trotz einer etwas kuriosen Verzögerung vor der Abfahrt: Ein Passagier war plötzlich fest entschlossen auszusteigen, obwohl das Schiff bereits abgelegt hatte! Da wir sehr früh ankamen, frühstückten wir in einem gemütlichen Café in Geelong. Kurzes Briefing bei Kaffee, und dann machten wir uns auf den Weg zur spektakulären Great Ocean Road! Die Great Ocean Road zählt zu den berühmtesten Küstenstraßen Australiens. Sie führt entlang dramatischer Klippen, wilder Strände und atemberaubender Ausblicke auf den Ozean. Erbaut von heimgekehrten Soldaten nach dem Ersten Weltkrieg, ist sie nicht nur landschaftlich beeindruckend, sondern auch ein bedeutendes historisches Denkmal. Auf dieser kurvenreichen Straße zu fahren, mit dem Meer zur Linken und grünen Hügeln zur Rechten, war einfach unvergesslich. Natürlich machten wir auch Halt am berühmten Bell’s Beach, um die Surfer zu beobachten, mit der Hoffnung, dass kein Haifisch kommt! Unterwegs legten wir zahlreiche Fotostopps ein, bevor wir Lorne erreichten, wo wir eine weitere Kaffeepause einlegten. Anschließend führte uns eine wunderschöne Straße, die sich durch Eukalyptuswälder schlängelte, zunächst ins Hinterland und dann wieder zurück an die Küste. Dort machten wir eine Mittagspause, bevor wir die letzten Kilometer bis nach Apollo Bay in Angriff nahmen.
Guten Morgen aus Apollo Bay Der Himmel ist zwar bewölkt, aber die Stimmung ist großartig – denn heute liegt ein absolut fantastischer Tag vor uns!!! Los geht unsere Reise an unserem vorletzten Tag in Apollo Bay. Und das erste Highlight wartet direkt um die Ecke – im wahrsten Sinne des Wortes: der Great Otway National Park. Warum das so besonders ist, seht ihr schon auf den ersten Bildern… denn: Es ist der Tag des Koalas!! Hier unten in den Eukalyptuswäldern fühlen sich die bis zu 12 kg schweren und herrlich entspannten Zeitgenossen mehr als wohl. Aber: Man muss sie erstmal finden! Also starten wir die Fahrt und tauchen in den Nationalpark ein. Schon nach kurzer Zeit entdecken wir die ersten Koalas – direkt über der Straße! Doch zum Anhalten gibt es leider noch keinen Platz. Also geht es weiter… mit einem Auge auf der Straße und dem anderen auf den Bäumen. Und dann ist es so weit: Die ersten Koalas sind erblickt – tiefenentspannt im Baum hängend, als hätten sie heute wirklich gar nichts vor. Also: Motor aus, Motorräder geparkt – und dann kommt dieser magische Moment: Wir. Und die Koalas. Da wir Captain Domenico (Drohnenpilot) dabeihaben und mich als Paparazzi, gibt es natürlich nichts, was uns davon abhalten kann, diesen Moment für die Ewigkeit festzuhalten. Gefühlte 200 Bilder später setzen wir unsere Reise Richtung Leuchtturm fort. Doch unsere Entdeckungstour ist noch lange nicht vorbei. Denn bisher hatten wir leider etwas Pech beim Thema Kängurus. Aber das sollte sich ändern… Nach ein paar Kilometern – und weil wir Tour Guides in der Ecke inzwischen ziemlich gut wissen, wo man schauen muss – sind wir wachsam… und haben auch ein bisschen Glück: Und da sind sie!!! Ein Feld voller Kängurus! Genau dieses Australien wollen wir unserer Gruppe zeigen – und wir könnten nicht glücklicher sein. Danach ging es erstmal zum Kaffee, um uns zu stärken – denn Highlight Nummer 2 wartet schon: Willkommen beim Otway Treetop Walk! Ab jetzt wird es sportlich – denn jetzt geht es ohne Motorrad durch das ursprüngliche Australien. So, wie es ausgesehen haben muss, als die ersten Europäer hier hersegelten. Wir laufen durch den Dschungel – und das rund 40 Meter über dem Boden. beeindruckend und absolut einzigartig – ein Highlight, das selbst bei leichtem Regen nicht verpasst werden darf. Und weil zwei Highlights nicht genug sind, kommt direkt Nummer 3 hinterher: Der kulinarische Moment des Tages! Willkommen in der Küche von Don Domenico, der uns nach unserer kleinen Wanderung mit hausgemachten Sandwiches und frischen Früchten erwartet. Doch wir lassen heute nicht locker – es geht weiter entlang der Great Ocean Road. Nächstes Ziel: die 12 Apostel. Leider machen uns unaufmerksame Touristen einen Strich durch die Rechnung – denn auf der Straße zur Küste gibt es einen Unfall. Doch anstatt uns zu ärgern, wird daraus direkt ein neues Highlight: Eine Fahrt durch den Nationalpark auf einer Straße, die eher ein Waldweg war. Im Nachhinein wollte keiner von uns diese Strecke missen – es war stellenweise wie eine andere Welt. Und wir haben uns wirklich wie Entdecker gefühlt. Und dann ist es so weit: Wir erreichen die Küste. Wir schauen uns die 12 Apostel an – ein weiterer Haken auf unserer Checkliste. Aber ehrlich gesagt ist für mich das wahre Highlight: Die Bay of Islands. Weniger Touristen – und wenn man wirklich durchzählt, hat man hier gefühlt sogar mehr „Apostel“ als bei den Aposteln selbst. Es klingt nicht nur nach einem unvergesslichen Tag… es war ein Tag, der für immer in Erinnerung bleibt. Und jetzt habe ich so viel geschrieben – ihr wollt bestimmt sehen, ob meine Worte sich in den Bildern wiederfinden. Also gibt’s jetzt eine große Portion Bilder! Viel Spaß damit – und bis morgen zu unserem letzten Fahrtag. Domenico & Axel
Letzter Tag der Tour, von Warrnambool nach Melbourne. Wir frühstückten in der Nähe des Meeres und beobachteten dabei Pferde, die nach ihrem morgendlichen Training auf der Rennbahn gebadet wurden, bevor wir aufbrachen und ins Landesinnere fuhren. Es war faszinierend zu sehen, wie schnell sich die Landschaft veränderte, mit endlosen Weizenfeldern bis zum Horizont – heute also nicht besonders viele Kurven! Zum Mittagessen hielten wir in Ballarat, einer historischen Stadt, die während des Goldrausches im 19. Jahrhundert aufblühte. Nach dem Mittagessen setzten wir unsere Fahrt in Richtung Melbourne fort, wo wir die Motorräder zurückgaben und anschließend ins Hotel gingen, um unser letztes gemeinsames Abendessen zu genießen. Wir speisten im 40. Stock des Hotels – was für ein unglaublicher Blick über Melbourne und was für ein großartiger Abschluss dieser fantastischen Australien-Tour! Wir wünschen allen einen guten und sicheren Heimflug und hoffen, euch bald wieder auf einer weiteren Edelweiss-Tour begrüßen zu dürfen! Axel & Domenico