CPS260A Portugal trifft Süd Amerika

Viele von uns sind bereits vor einigen Tagen in Lissabon angekommen, Wir haben die Zeit genutzt um die Stadt zu erkunden, den Jetlag zu überwinden oder einfach zu Entspannen. Mittlerweile sind auch unsere Bikes Eingetroffen, es wird geputzt und poliert, letzte Vorbereitungen für unsere Reise. Morgen werden wir die große Stadt hinter uns lassen und ins Portugiesische Hinterland eintauchen, wir sind schon sehr gespannt. Am Nachmittag dann treffen wir uns und besprechen den Ablauf für die nächsten Tage. Und bekommen endlich unsere Schlüssel. Noch einmal Schlafen dann geht’s richtig los
Der erste Fahrtag beginnt und wir steigen voller freudiger Erwartung auf unsere Motorräder. Bevor wir die Stadt auf der Autobahn verlassen checken wir noch einmal unsere Reifen und kommen dann zügig an unserem ersten Foto stop am Capo de Roca an. Hier am westlichsten Punkt des Kontinents genießen wir die Aussicht und einen schnellen Kaffee bevor es weiter zu dem bekannten Palacio National de Mafra geht. Bei einem Rundgang durch die historische Städte versuchen wir die Fledermäuse in der Bibliothek zu entdecken was natürlich aufgrund der Tageszeit nicht funktioniert. Trotzdem gut gelaunt geht es dann weiter zum Mittagessen am Meer. Gut gestärkt fahren wir dann noch einige der typischen Windmühlen in Portugal an bevor wir das bei Wellenreiten bekannte Nazare erreichen. Nach einer Erfrischung im Hotel geht es dann zu einem hervorragenden Abendessen in die Stadt. Während wir Erinnerungen vom heutigen Tag austauschen sinnieren wir schon über die Dinge die uns morgen erwarten. Wir sind schon gespannt.
Guten Morgen liebe Freunde und Willkommen zu unserem 2ten Fahrtag der Tour, Es ist heute leider nicht so Sonnig wie gestern aber es wird uns gelingen dem Regen vollständig auszuweichen. Heute sagen wir der Küste für die nächsten Tage ade und begeben uns ins Hügelige Hinterland Portugals. Dort warten nicht nur herrlich Kurvige Straßen sondern auch eine Menge Kultur auf uns. Allerorten fahren wir vorbei an kleineren und größeren Festungen, alten Kirchen und Klosterdörfern. Gerne würden wir überall stehen bleiben aber dann hätten wir nicht genug Zeit für das Highlight des Tages. Fatima ist der Bedeutsamste Wallfahrtsort Portugals. Jährlich Pilgern Millionen Menschen an diesen Beeindruckenden Ort und auch wir entzünden eine Kerze hier. Am Nachmittag erreichen wir, einige Umleitungen später, die Serra de Lousa. Die Winterstürme haben der Straße und den umliegenden Wäldern ordentlich zugesetzt, der Fahrspaß leidet darunter aber nur wenig. Schließlich erreichen wir Coimbra wo uns vor allem das Abendessen ein zufriedenes Lächeln ins Gesicht zaubert.
Heute haben wir eine gesunde Mischung aus Sightseeing und Motorrad fahren auf dem Plan. Zuerst müssen wir jedoch aus Coimbra hinausfahren wobei wir einen kleinen Umweg genommen haben. Schließlich erreichen wir die Burg von Montemor und staunen über die Baukunst aus dem Jahr 1000. Weiter geht es dann über kurvige Nebenstraßen bis zum Palazzo de Bussaco der uns einfach nur in Staunen versetzt. Nach einem kleinen Kaffee machen wir uns weiter auf den Weg und staunen nicht schlecht als wir auf einmal den Edelweiß Van im Wald stehen sehen. Thomas hat uns überraschend ein wunderbares Picknick gezaubert und so gestärkt gehen wir die kurvige und wunderbar zu fahrende Strecke am Nachmittag an. Auch hier legen wir wieder den obligatorischen Kaffee stop ein und vergessen dabei etwas die Zeit. Dennoch erreichen wir halbwegs rechtzeitig unser Hotel in Porto und blicken beim wunderbaren Abendessen in der Stadt auf den Tag zurück. Außerdem prüfen wir unsere Optionen für den Rasttag morgen und fallen schließlich müde aber glücklich in unsere Betten.
Heute ist der erste und einzige Rasttag unserer Tour, ein guter Moment um die Eindrücke der letzten Tage zu verarbeiten und die Seele baumeln zu lassen…Eigentlich. Jedoch sind wir in Porto eine Großstadt voller Sehenswürdigkeiten und Energie. Das Umland von Porto ist ebenfalls eine Reise Wert, Die Hänge entlang des Flusses Douro sind bekannt für ihre guten Weine. Die Tatsache das es dort kaum eine Straße gibt die länger als einen Kilometer gerade aus verläuft kommt uns natürlich gelegen. Und so Verbringen wir unseren Tag mit Stadtspaziergängen, Bootsfahrten, einer spektakulären Motorradtour und…natürlich viel Eiscreme.
Nach einem Ereignisreichen Rasttag lassen wir die Großstadt hinter uns und fahren vorerst auf der Autobahn nach Norden. Wir hätten noch gerne viel länger in Porto bleiben können aber die Wildnis ruft;-) Doch bevor wir entgültig in die dünn besiedelten Regionen Nordportugals eintauchen machen wir halt in Braga um eine der wohl schönsten Pilgerstädten des Landes zu besuchen. Hoch über der Stadt thront Bom Jesus do Monte. Wir haben die Wahl entweder die über 560 Treppen hinauf zu steigen oder die Einmalige historische Seilbahn zu nehmen. Zurück auf der Straße geht’s es weiter in den Geres Nationalpark die Straßen sind unglaublich kurvig, die Sonne scheint und unser Mittagessen mit Aussicht ist ein Traum. Was für ein Tag. Am Nachmittag erreichen dann unser Hotel am Ortsrand von Melgaco. Umgeben von nichts als Stille und grünen Hügeln.
Der heutige Tag stand unter dem Motto Ghost and Devils. Es ging los durch eine verwunschene Landschaft über kurvige Nebenstraßen die uns schließlich zu den Dolmen Foxos do Lobo geführt haben. Nach einer wunderschönen Hochebene haben wir kurz vor dem Mittagessen noch einmal einen Kaffee stop eingelegt, weil es mit Kaffee einfach besser vorangeht. Nachdem wir sehr lange mit dem Mittagessen verbracht haben, ging es weiter durch ländlich geprägtes Gebiet wo uns auch der ein oder andere Stier, ein Pferd, oder diverse Ziegen über die Straße gelaufen sind. Das eigentliche Highlight des Tages waren jedoch nicht die Geister und Teufel sondern die Straßen um Vinhais die uns fast in einen fahrerischen Rausch versetzt haben. Etwas müde aber sehr zufrieden erreichen wir unser Hotel in Bragança wo wir ein hervorragendes Abendessen einnehmen und wieder einmal über das erlebte sinnieren. Wir sind schon gespannt was der morgige Tag alles bringen wird.
Der Tag der tausend Kurven ist uns noch gut in Erinnerung, doch heute liegt unser Fokus auf etwas ganz anderem. Seit Tagen freuen uns bereits auf unser Ziel des heutigen Tages. Doch bevor wir Salamanca erreichen, haben wir einige Kilometer entlang der Portugiesisch Spanische Grenze vor uns. Viele Menschen leben hier nicht ,dementsprechend ist hier recht wenig Verkehr. Kleine unglaublich Kurvige Straßen verbinden die beinahe Menschenleeren Dörfer miteinander. Ein Paradies für Biker. Immer wieder treffen wir auf den Douro Fluss der hier das Bild in der Immergrünen Landschaft bestimmt. Punktlich zur Mittagszeit erreichen wir Spanien wo wir es uns in einem Mittelalterlichen Örtchen so richtig gut gehen lassen. Die letzten Kilometer nach Salamanca sind zwar recht Unspektakulär jedoch Präsentiert sich die Goldene Stadt an diesem herrlichen Tag von seiner besten Seite.
Heute verlassen wir Spanien wieder. Nach einem kurzen Stück durch die flache Ebene kommen wir an die ersten Bergbrücken der Serras bis wir schließlich in die Hohenberge der Extremadura einfahren. Nach der üblichen Kaffeepause treffen wir die ersten Haarnadel Kurven und fahren durch wunderschöne Täler. Wir versuchen die Verwirrung wegen der Zeitverschiebung zwischen Portugal und Spanien auszugleichen indem wir auf Guatemalazeit(-8h) umsteigen. Das Mittagessen findet dann wieder in Portugal statt so dass wir auf die reguläre Portugalzeit zurückgreifen. Nach einem hervorragenden Fahrtag über angenehm geschwungene Kurven kommen wir schließlich im Hotel an wo drei von uns beschließen noch eine Extra Runde auf den Monte Velho zu fahren. Der Tag endet wieder mit einem hervorragenden Abendessen wo wir noch lange zusammensitzen und die Erlebnisse des vergangenen Tages reflektieren und einen Ausblick auf morgen geben.
: Entgegen aller Erwartungen ist das Wetter heute morgen viel besser als erwartet. Für die Highlights des Tages sind wir also schon mal safe. Unser Hotel liegt nämlich am Fuße einer der Spektakulärsten Straßen des Landes die uns direkt auf den höchsten Berg des Landes führt. Ein Vormittag der Superlative also. Die Fahrt hinauf auf den Torre ist ein Genuß, Perfekter Asphalt und spektakuläre Panoramen, was gibt es schöneres? Und damit nicht genug auf der anderen Seite der Berge durchfahren wir Enge, kurvige Täler an deren Hängen unzählige kleiner Dörfer auf neugierige Besucher warten. Nach etwas Regen, etwa eintausend Kurven und der laaaangen Suche nach einem Mittagessen erreichen wir Alto Real wo wir diesen letzten der spektakulären Fahrtage Ausklingen lassen.
Der letzte Fahrtag ist angebrochen und wir beginnen die ersten Meter bei leichtem Nieselregen. Trotzdem gut gelaunt fahren wir Richtung Evora und lassen den Regen schnell hinter uns. Dort angekommen bestaunen wir die Franziskus Kirche und die daneben gelegene Kapelle welche aus menschlichen Knochen errichtet wurde. Nach diesem schaurigen Anblick genießen wir einen typisch portugiesischen Eintopf und setzen unseren Weg nach Lissabon fort. Um nicht durch das städtische Gebiet fahren zu müssen gehen wir auf die Autobahn wo uns jedoch die Mautstationen einiges an Zeit kosten. Schließlich erreichen wir unser Hotel in dem wir vor zehn Tagen gestartet sind und sitzen beim Abendessen zusammen und sinnieren über die vergangene Tour. Wir sagen Danke und hoffen alle Teilnehmer wieder auf einer der nächsten Touren begrüßen zu dürfen.