Von Rom nach Sizilien, RTS2601

Es ist eine der Städte, die man mindestens einmal im Leben gesehen haben muss: Rom. Ein Uber brachte uns vom Hotel zur Piazza Venezia, wo wir das imposante Monumento Vittorio Emanuele II bewundern konnten. Rechts die Treppen hinauf, und schon befanden wir uns mitten im Forum Romanum und kurz darauf am Kolosseum. Auch wenn wir eine halbe Stunde auf den Einlass warten mussten, war es die Zeit absolut wert. Mit der U-Bahn ging es anschließend zum Trevi-Brunnen, weiter zum Pantheon und dann über den Tiber. Das Hadriansmausoleum wurde später zur Engelsburg umgebaut und diente den Päpsten über Jahrhunderte hinweg als Gefängnis und Fluchtburg. Von dort war es nur noch ein Steinwurf bis zum Vatikan, unserem heutigen Ziel. Die Zeit reichte nur für einen kleinen Überblick über diese imposante Stadt, doch die Eindrücke werden sicherlich noch lange in Erinnerung bleiben.
Endlich geht es los. Motorräder sind startklar und wir können es kaum erwarten. Unser längster Fahrtag steht uns bevor. Unser Hotel liegt etwas ausserhalb vom Zentrum von Rom und wir kommen somit gut durch den Verkehr. Die ersten Kilometer geht es schnell über die Autobahn bis wir dann unser erstes Highlight, das Castell Gandolfo - die ehemalige Sommerresidenz des Papstes aus der Ferne bertrachten, sieht spektakulär aus. Es geht weiter und die nächsten Stunden fahren wir durch das „Monti Lepine“ eine Gebirgskette die sich bis nach Neapel zieht. Flowige Kurven und ein frischer Wind machen Lust auf mehr. Ein gute Mittagessen mit viel Pasta und weiter geht es zu unserem nächsten Highlight der Santuario della Madonna Civita eine geheiligte Kirche aus dem 12 Jahrhundert hoch oben gelegen auf dem Berg. Runter an die Küste, noch ein leckeres Eis und dann schnell ins Hotel nach Pompeji, direkt gegenüber der Ausgrabungsstätte. Wir beenden diesen langen Fahrtag mit einem guten Abendessen. Der erste Fahrtag ist immer etwas besonderes und ein ehrliches dickes Lob an unsere Gäste. Wir das gemeinsam klasse gemacht und als Gruppe gefunden. Hat Spaß gemacht!
Die Morgensonne tauchte Pompeji in warmes Licht, als wir zu unserer Rundtour durch die Amalfi Küste aufbrachen. Schnell ließen wir Pompeji hinter uns und genossen die ersten Kilometer mit Blick auf den Vesuv. Unsere Fahrt führte uns vorbei an Zitronenhainen und kleinen Dörfern. Immer wieder öffneten sich Ausblicke auf das tiefblaue Meer, wunderschöne Landschaften und die atemberaubende Städte Architekturen. Fantastisch anzuschauen wie Häuser in die Hänge der Küste gebaut wurden. Photostops durften nicht fehlen. In Sorrent machten wir unseren ersten Halt. Bei einem guten Kaffee inmitten der Stadt verfolgten wir das „tägliche Chaos“ italienischer Kleinstädte. Weiter ging es entlang der Küste und nach Amalfi hinauf in die Berge. Dort kehrten wir in ein kleines Restaurant ein, ruhig gelegen und umgeben von Natur - richtig leckeres italienisches Essen. Am späten Nachmittag erreichten wir wieder Pompeji – zufrieden, entspannt und mit einem einem Lächeln im Gesicht. Als Abschluss haben sich noch einige Gäste die Ausgrabungen von Pompeji angesehen. Ein toller Tag.
Von Pompeii aus haben wir zuerst die Autobahn genommen, um schnell zu unserem ersten Highlight nach Paestum, einer griechischen Tempelanlage aus dem 6. Jahrhundert vor Christus, zu gelangen. Nach einer gemeinsamen Erkundungstour und dem Genuss eines echten Büffelmozzarella aus Kampanien ging es in die Berge. Viele Kurven führten uns schließlich nach Aquafredda. in wunderbares Hotel und ein paar Stunden gemeinsames zusammen sein haben diesen tollen Abend abgerundet.
Kurz hinter Acquafredda wartet direkt das nächste Highlight auf uns: eine über 20 Meter hohe Christusstatue, die wir natürlich nicht auslassen konnten. Anders als das berühmte Pendant in Rio, das aufs Meer hinausblickt, steht diese hier mit dem Rücken zur Küste und empfängt die Pilger, die aus dem Landesinneren kommen – ein spannender Perspektivwechsel. Wir parken die Bikes, lassen kurz die Helme ruhen und genießen den Ausblick: 620 Meter über dem Meer, und die Küste liegt uns zu Füßen. Genau solche Momente sind es, die eine Tour unvergesslich machen. Danach geht’s wieder runter Richtung Küste. Kurven, Meerblick, warmer Fahrtwind – genau das, wofür man unterwegs ist. Lange bleiben wir allerdings nicht unten, denn schon bald zieht es uns wieder in die Berge. Dort beginnt das, was man wohl als den perfekten Motorradspielplatz bezeichnen kann: einsame, schmale Straßen, endlose Kurven und kaum Verkehr. Die Ausläufer des Apennin liefern genau das, was das Bikerherz sucht – flüssige Linien, Rhythmus und dieses Gefühl von Freiheit. Irgendwann spuckt uns die Strecke wieder zurück an die Küste. Unser Ziel: Parghelia, nur einen Steinwurf von Tropea entfernt. Ein entspannter Ausklang für einen Tag, der alles hatte – Kurven, Ausblicke und genau die richtige Portion Abenteuer.
Die Strecke kombiniert genau das, was Süditalien so stark macht: dramatische Küsten, charmante Orte und dann dieser Übergang nach Sizilien. Ein paar Gedanken und Ergänzungen dazu, damit du noch mehr rausholen kannst: Die Stopps lohnen sich wirklich. Tropea ist nicht nur „einen zweiten Blick wert“ – es gehört zu den spektakulärsten Küstenorten Italiens. Die Altstadt sitzt auf einer Klippe, und der Blick auf die kleine Insel mit der Kirche (Santa Maria dell’Isola) ist fast schon Postkarten-Klischee, aber eben zu Recht. Auch Scilla ist mehr als nur ein kurzer Halt. Besonders das Viertel Chianalea, direkt am Wasser gebaut, hat fast etwas Märchenhaftes. Wenn du Zeit hast, lohnt sich dort eher ein längerer Stopp statt nur „kurz Eis essen“. Die Überfahrt von Villa San Giovanni nach Messina ist unkompliziert und tatsächlich schnell – oft sogar ohne lange Wartezeiten. Die Geschichte mit der nie gebauten Brücke über die Straße von Messina stimmt übrigens: ein ewiges politisches Projekt, das immer wieder auftaucht und wieder verschwindet. Der eigentliche Geheimtipp in deinem Text ist aber die SS185. Die Strecke von der Küste hinauf ins Gebirge (Richtung Nebrodi-Gebirge) ist fahrerisch ein Highlight – viele Kurven, wenig Verkehr, und landschaftlich ein kompletter Kontrast zur Küste. Und dann eröffnet sich der Blick auf den Ätna, einfach nur spektakulär. Aber ein Highlight wartet noch, Taormina, einer der schönsten Orte, die das Mittelmeer zu bieten hat. Aber dazu morgen mehr.
Wer Lust hatte nutze den Rasttag in Taormina um den Vulkan Ätna zu entdecken. Innerhalb weniger Kilometer durchfuhren wir verschiedene Vegetationszone bis wir schliesslich auf 1800m Höhe ankamen. Beeindruckende Lavafelder eine fantastische Aussicht auf Sizilien belohnen uns. Die Fahrt lohnt sich und wer höher hinaus möchte kann mit einer Seilbahn oder einem 4x4 Fahrzeug bis auf knapp 3000m kommen. Ein kurzer Stop zum Mittagessen und es geht wieder zurück nach Taormina. Die zweite Gruppe spazierte in der Innenstadt von Taormina herum und besichtigten das griechische Theater.
Hallo zusammen, schön mit euch diese Tour zu machen :-)
Als Motorradreisender gilt: Kommst du nach Sizilien, dann fahr in die Berge! Die meisten Sizilianer bleiben auf den Autobahnen entlang der Küste – doch genau das ist dein Vorteil. Denn oben erwarten dich: Kurven, Kurven, Kurven. Einsame Straßen schlängeln sich durch atemberaubende Gebirgslandschaften, fernab vom Verkehr und Alltag. Links und rechts thronen Bergdörfer auf schroffen Gipfeln, scheinbar uneinnehmbar und voller Geschichte. Nach einem stärkenden Mittagessen geht es schließlich wieder hinunter zur Küste, nach Cefalù. Dort krönt ein sensationelles Abendessen im Edelweiss Tourhotel einen perfekten Tag auf zwei Rädern.
Heute geht es einmal quer von oben nach unten durch Sizilien. 235 Kilomter/ 146 Meilen erwarten uns. Wir starten der Küste entlang Richtung Palermo und biegen rechtzeitig ins Landesinnere ab, um dem Verkehr von Palermo zu entgehen. Kaum sind wir weg von der Küste, beginnt der kurvige Fahrspaß durch die Berge. Unser erster Stopp ist die Burg Caccamo, erbaut von den Normanen im 12 Jahrhundert. Ein Kaffee mit Eis und/ oder Kuchen darf nicht fehlen. Jetzt gehen wir den Paten besuchen. In Corleone und Prizzi sind wir auf den Spuren der Mafia und machen tolle Photos bevor unser Essens Highlicht auf uns wartet. Michael hat ein leckeres Picknick vorbereitet in einer schönen Location, mitten im Wald. Gestärkt machen wir uns auf nach Agrigento um ein Highlight unserer Tour zu entdecken. Das Valle dei templi, eine griechische Tempelamlage 600 vor Christus und sehr gut erhalten beendet unseren heutigen Fahrtag.
Nach dem Start vom Edelweiss Tour Hotel machten wir uns wieder auf den Weg in Richtung Berge. Nach zwei spektakulären Fahrtagen wurden die Berge jedoch etwas sanfter, und auch die Kurven sowie Ausblicke waren nicht mehr ganz so extrem wie an den Tagen zuvor. Unsere Kaffeepause führte uns in eines der verschlafenen sizilianischen Bergdörfer, wo sich eine Gruppe älterer Einwohner sichtlich über die willkommene Abwechslung freute. Anschließend ging es weiter zur Villa Romana del Casale, die zu den am besten erhaltenen Bauwerken aus römischer Zeit zählt und vor allem durch ihre beeindruckenden Mosaike besticht. Rund 120 Millionen Steinchen wurden hier verlegt, um die 45 Räume kunstvoll zu verzieren. Danach stärkten wir uns bei einem leckeren Pasta-Mittagessen und nutzten die Pause, um den Regen abzuwarten. Zwei Stunden später erreichten wir unser Hotel in Catania und erledigten direkt die Fahrzeugrückgabe. Da sich alle Teilnehmer für die Vollkaskoversicherung „Cover all“ entschieden hatten, verlief die Übergabe schnell und unkompliziert. Nach unserem letzten gemeinsamen Abendessen trafen sich alle Teilnehmer an der Bar, um die Tour noch einmal Revue passieren zu lassen. Alle waren sich einig: Die Reise war spektakulär – und aus Fremden sind Freunde geworden. Heiko und Michael freuen sich darauf, jeden einzelnen Teilnehmer wieder bei einer Edelweiss Tour begrüßen zu dürfen – am besten natürlich alle zusammen.