The Edelweiss Way - Training der "Class of 26" Tourguides auf der Modul Tour

Nach einem herzlichen „Welcome Briefing“ durch Mark und Philipp am Vorabend – und einer ordentlichen Portion Vorbereitungsarbeit bis spät in die Nacht und früh in den Morgen – fiel heute der Startschuss für den ersten offiziellen Fahrtag. Die Morgensonne begrüßte uns auf der herrlichen Terrasse des Gasthofs Neuwirth, wo Philipp das tägliche Briefing vor einer Gruppe motivierter Fahrer abhielt. Wir fühlten uns besonders geehrt, zwei „Special Guests“ in unseren Reihen zu haben: Tobias, den CEO von Edelweiss, und Gerhard aus dem Operations-Team. Wenn „Expect the Unexpected“ zur Realität wird... Unsere Route stand fest: von Mieming zum Hotel Kronburg, wobei die erste Etappe über Telfs und den Haimingberg (über das Sattele) hinauf zum Kühtai führte. Es sollte ein entspannter Start werden, doch die Straße hatte andere Pläne. Schon nach 5 km geriet der Zeitplan gehörig durcheinander. Kurz vor Telfs bemerkte Tour Guide Philipp, dass fast die Hälfte der Gruppe aus seinen Spiegeln verschwunden war. Nachdem er den Rest der Truppe sicher an einer Tankstelle geparkt hatte, brachte ein kurzer Anruf bei "Sweeper" Markus Klarheit: Gabors Triumph Tiger hatte einen "Patschen" am Hinterrad. Eine Schraube hatte sich in den brandneuen Metzeler Reifen verirrt. Der Schaden konnte schnell durch den Tour Guide behoben werden, trotzem wäre auch das Backup in Form unserer Van-Fahrer des Tages, Ariel und Fabian, sofort zur Stelle gewesen, falls gebraucht. Diese „Backup-Lifeline“ ist bei Edelweiss sowohl für Guides wie auch für Kunden immer enorm beruhigend. Höhenluft Nach einer schnellen Reparatur und einem kurzen Stopp am historischen Stift Stams begannen wir den Aufstieg zum 2017 m hohen Kühtai. Nach ein paar weiteren (un)erwarteten Herausforderungen (offensichtlich kann man sich auch am Haimingberg verfahren...) erreichten wir schließlich den Gipfel, alle mit der Sehnsucht nach einer ordentlichen Tasse Kaffee. Leider trafen wir dort auf die wohl langsamste Espressomaschine Europas – gefühlt produzierte sie nur eine Tasse alle 15 Minuten! Da unser Zeitplan damit endgültig „torpediert“ war, strichen wir die zweite Runde Koffein und machten uns direkt auf den Weg nach Niederthai. Dort retteten Ariel und Fabian den Tag mit einem perfekt vorbereiteten Picknick. Der herzliche Empfang und das großartige Essen ließen die verpassten Fotostopps schnell vergessen. Versteckte Schätze und professioneller Service Nach dem Mittagessen übergab Philipp die Weste des „Tour Guide in Charge“ an Mark, während Fabian den Schlüssel für den IVECO-Begleitwagen übernahm. Mark führte die Gruppe sicher hinauf nach Hoch Imst. Da die Zeit für den „Alpine Coaster“ – mit 3,5 km die längste Alpen-Achterbahn Europas – nicht ganz reichte, genoss ein Teil der Gruppe einen wohlverdienten Eiskaffee, während eine kleine Abordnung zu einem versteckten Juwel wanderte: der Blauen Grotte am Ende der Rosengartenschlucht. Aufgrund der Verzögerungen am Vormittag und der ausführlichen Feedback-Runden (die für unsere Rookies unverzichtbar sind!), entschied sich die Gruppe für eine Abkürzung zum Hotel und sparte sich den Piller Sattel für ein anderes Abenteuer auf. Gegen 17:00 Uhr kamen wir wohlbehalten beim Hotel Kronburg an. Der Begleitvan wartete bereits mit einem Empfang, den man nur als „hochprofessionell“ bezeichnen kann: Das Parken war bereits organisiert, das Abendmenü vorbereitet und sämtliches Gepäck stand schon auf den Zimmern. Das ist echter Edelweiss-Service! Der Ausklang Der Abend endete mit dem nächsten „Welcome Briefing“ durch unsere kommenden Guides Gabor und Mario, gefolgt von einem fantastischen Essen in einer der „Stuben“ – einem traditionellen Raum mit historischer Holzvertäfelung und jede Menge Charakter.
Wir haben unser Frühstück im Hotel Klösterle in Kronburg genossen, und Mario stellte uns die Tour vor, die uns an diesem Tag erwartete. Wir durften die Gastfreundschaft des Hotels Klösterle noch ein paar Tage genießen, doch die Straße rief bereits nach uns. Außerdem schlossen sich uns besondere Gäste an: Tobias, der CEO von Edelweiss, und Dennis „The Colombian“ aus dem Operations-Team. Der Tag begann mit Herausforderungen: Zunächst „verirrten“ sich einige unserer Gäste (nicht wirklich, es war nur eine Übung). Doch bevor es besser wurde, entwickelte sich die Situation noch schwieriger. Mark „The Guy“ war in einen Unfall verwickelt (ebenfalls nur Teil des Trainingsplans) und „brach“ sich das Bein, während er unter seinem Motorrad lag. Mit ein wenig Hilfe heilte sein Bein wie durch ein Wunder schnell, sodass wir unsere Reise durch das Inntal fortsetzen konnten. Nach dieser wundersamen Heilung standen wir vor der nächsten unerwarteten Herausforderung. Nach der Sperre des Hahntennjochs mussten wir auch auf die zweite spektakuläre Alpenstraße Richtung Kühtai verzichten. Unser schönes Picknick half jedoch, unsere Stimmung zu heben und die Fahrt fortzusetzen. Gábor hielt unser zweites tägliches Briefing, und wir waren noch gespannter auf die Weiterfahrt am Nachmittag! Wir tauchten tiefer in das Inntal ein. Beim Passieren der Skisprungschanze nahe Innsbruck verloren wir erneut einige unserer Gäste (ja, wieder eine Übung für die angehenden Tourguides). Glücklicherweise fanden wir schließlich wieder zusammen. Als Gruppe erreichten wir Hall in Tirol. Selbst technische Probleme konnten uns nicht aufhalten – Warnleuchten blinkten an unseren Motorrädern. Aber es sind ja Mietbikes, also egal – wir fahren weiter! In der Stadt erlebten wir eine großartige Führung mit vielen versteckten Schätzen. Vielen Dank dafür, Marcus! Schließlich erreichten wir unser Hotel für die Nacht in Volders. Kalte Biere, Getränke und Snacks warteten bereits auf uns – vielen Dank an die Van-Crew, Meli und Georg, die ebenfalls einen anspruchsvollen Tag hatten. Trotzdem schafften sie es, unser gesamtes Gepäck rechtzeitig auf die Zimmer zu bringen. Am Ende wurde die Leitung und der Guide West an Fabian und Arial übergeben, und wir konnten uns zurücklehnen und ihre Leistung beim nächsten Welcome-Briefing genießen.
Nach Ariels morgendlicher Einweisung erkundeten wir das östliche Inntal. Dem Fluss folgend führte uns unser Tourguide nach Kramsach, wo wir einen Kaffee genossen haben. Anschließend ging es über eine schöne, kurvenreiche Straße hinauf zur Weerbergkirche. Vor der traumhaften Kulisse der Alpenlandschaft diskutierten unsere texanischen Gäste über die Möglichkeiten, verschiedene Schlösser zu erwerben. Der tourguide kümmerte sich darum. Nach unserem leckeren Picknick, das Frank und Walter vorbereitet hatten, übernahm Fabian die Führung. Flo, die ihren 25. Geburtstag feierte, wurde mit einer veganen Torte überrascht. Trotz einiger navigationsschwierigkeiten fuhren wir über Hall nach Innsbruck. Das Eis in der Eisgrotte war die perfekte Erfrischung für die Biker. Nach dem „Goldenen Dach“ lüftete Fabian das Geheimnis des „Flüsterbogens“, der Träume wahr werden lässt. Am Ende des Tages fuhr die ganze Gruppe über malerische Straßen und Pässe oberhalb von Zirl und erreichte schließlich Mieming. Es war mir ein Vergnügen, mit euch unterwegs zu sein.
Am vierten Tag ihrer Module Tour machte sich „die Gang“ nach einem typischen Morgenbriefing auf, das obere Inntal zu erkunden. Das erste Highlight des Tages war der Fernsteinsee, gelegen nahe dem Fernpass, in der Nähe von Nassereith in Tirol. Weiter ging es durch Imst und Landeck, wobei die Reisenden ihre Motorräder sicher durch einige kurvenreiche Strecken bis ins Dorf Ladis brachten, um Fotos von der Burg Laudeck oberhalb des Ladersees zu machen. Einige Kilometer weiter erreichten sie einen malerischen Picknickplatz mit fantastischer Aussicht. Nachdem alle mit lokalen Spezialitäten, Wasser und Softdrinks verwöhnt worden waren, setzte die Fahrt Richtung Schweizer Grenze fort, entlang der wunderschönen alten Straße hinauf nach Samnaun, einer Gemeinde in der Region Engiadina Bassa/Val Müstair. Dort waren zu dieser Jahreszeit noch Schneereste zu finden, und die Temperatur sank um etwa 10 Grad Celsius. Die Gruppe genoss einen Kaffee im „El Rico“, das für seine Après-Ski-Partys bekannt ist. Beim anschließenden Abstieg zurück ins Inntal führte die Tour nach Pfunds, wo das Hotel Rieder Stub’n eine wohlverdiente Unterkunft bot. Eine schöne Pizzeria nur wenige Meter entfernt bildete den Rahmen für den letzten gemeinsamen Abend. Was für ein großartiger Tag voller Überraschungen, Herausforderungen und Eindrücke!