Von Sizilien nach Rom … lass Dir das mal auf der Zunge zergehen. Jahrtausendealte Geschichte, kulinarische Köstlichkeiten, die Deinen Gaumen verwöhnen, und die sanften Hügel der Mittelmeerküste.
In den nächsten Wochen wird unsere Gruppe all das in vollen Zügen genießen. Wir starten in Catania, Siziliens zweitgrößter Stadt, die für ihre atemberaubenden Barockbauten bekannt ist.
Anschließend unternehmen wir eine Rundfahrt quer über die Insel und besuchen das Tal der Tempel, eine weitere UNESCO-Welterbestätte aus der Zeit des griechischen und römischen Reiches. Wir genießen die abwechslungsreiche Landschaft, die vom nie wirklich ruhenden Vulkan Ätna geprägt wurde, und haben vielleicht die Gelegenheit, unterwegs sizilianische Weine und Gerichte zu probieren.
Danach überqueren wir die Straße von Messina und erreichen das italienische Festland. Kalabrien ist berühmt für seine spektakuläre Küste mit malerischen Dörfern, die sich an Klippen und Buchten schmiegen. Tropea wird unser erster Übernachtungsort sein und erfüllt alle unsere Erwartungen – malerisch, entspannt und unvergesslich.
Wir fahren dann weiter nach Norden nach Acquafredda, dem Inbegriff mediterranen Küstenlebens: azurblaues Wasser, ruhige Buchten, imposante Klippen und üppige Vegetation. Hier könnte man problemlos einen ganzen Sommer verbringen und das Leben in vollen Zügen genießen.
Doch wir müssen weiterfahren, und das tun wir auch gerne, denn unser nächstes Ziel ist das einzigartige und berühmte Pompeji. Einst ein blühender Handelsposten im 1. Jahrhundert n. Chr., wurde die Stadt nach dem Ausbruch des nahegelegenen Vulkans Versuvio tragischerweise unter fünf Metern Asche begraben. Heute kann man die Ruinen besichtigen, die jährlich Millionen von Besuchern anziehen und einen unvergleichlichen Einblick in den antiken römischen Lebensstil bieten.
Aber das ist nur einer der beiden Höhepunkte in dieser Gegend. Wir besuchen auch die berühmte Amalfiküste. Ein 50 Kilometer langer Küstenabschnitt, der aufgrund seiner dramatischen Klippen, der malerischen Dörfer und des Blicks auf das Tyrrhenische Meer ebenfalls zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört.
Von hier ist es nicht mehr weit bis zu unserem Ziel Rom – dem mächtigen Juwel, das den Kontinent über Jahrhunderte prägte und die Entstehung und den Untergang von Imperien miterlebte. All dies spiegelt sich in der prachtvollen Architektur und den hervorragend ausgestatteten Museen und Kirchen wider. Ein gelungener Abschluss unseres Mittelmeerabenteuers!
Wir freuen uns nun sehr auf den Start und begrüßen unsere Mitreisenden Martin, Maxine & Mark, Matthew, Robert, John & Lynn, Tracey & Leticia, Troy, Federico und Marcelo!
Eure Tourguides,
Franziska & Sebastian
Catania empfing unsere Fahrer mit angenehmen Frühlingstemperaturen und strahlendem Sonnenschein. Einige hatten sich entschieden, etwas früher anzureisen, um vor Tourbeginn ein paar Tage das Dolce Vita zu genießen und den Jetlag zu bekämpfen.
Offiziell begann unsere Tour mit dem Welcome Briefing und einem entspannten Umtrunk. Die Gruppe bekam einen guten Überblick über die kommenden Tage und unsere Abläufe. Dann kam der spannende Teil: die Motorradübergabe. Normalerweise steigt die Vorfreude jetzt so richtig. Man macht sich mit dem Motorrad vertraut, und einige beginnen bereits mit ihren persönlichen Einstellungen.
Anschließend trafen wir uns zum ersten gemeinsamen Abendessen, bei dem sich alle besser kennenlernen konnten. Einige aus der Gruppe hatten bereits an anderen Edelweiss-Touren teilgenommen und freuten sich, ihre Erfahrungen zu teilen.
Alles in allem verbrachten wir einen schönen Abend, und alle freuten sich darauf, am nächsten Morgen die Motoren zu starten!
Und los geht es! Willkommen auf unserer Tour nach Rom. Wir starten heute bei angenehmen Temperaturen in Catania und fahren westlich bis nach Agrigento ins Tal der Tempel. Sizilien hat kulturell und historisch sehr viel zu bieten und so machen wir uns früh auf den Weg, um Catania zu verlassen. Etwas Stau auf der Autobahn lässt uns direkt aufheizen, doch die sanften Hügel und leere Straßen im Hinterland lassen das alles sofort vergessen. Den ersten von noch sehr vielen leckeren Kaffees trinken wir in Raddusa. Danach geht es weiter zur Villa Romana die sich die meißten auch ansehen. Hungrig fahren wir nur wenige Meter weiter, wo wir eine großartige Antipasti Platte serviert bekommen. Die Terasse läd zum Entspannen ein.
Anschließend geht es fix in Richtung Agrigento, um bei wunderbarem Abendlicht die alten griechischen Tempel zu bestaunen. Für einige ist es das erste mal, dass sie solch jahrtausende alter Geschichte stehen. Bei einem Kaltgetränk im Patio unseres alten Sizilianischen Landhauses denken wir noch an Römer und Griechen und lassen den Tag Revue passieren.
Wir begannen unseren Tag unter strahlend blauem Himmel und ließen die Südküste Siziliens mit ihrer reichen römischen Geschichte hinter uns. Unsere Fahrt führte uns nordwestlich nach Raffadali und hinein in die Berge des Inselinneren. Der Morgen war ein absolutes Highlight: Serpentinenweise schlängelte sich die Straße durch die Hügel. In Alessandria della Rocca angekommen, genossen wir unsere erste Kaffeepause. Auf dem kleinen Platz vor einem Café ließen wir uns nieder und ließen die Erlebnisse des Vormittags Revue passieren.
Erfrischt fuhren wir weiter nach Norden auf leeren Straßen durch eine üppig grüne Landschaft mit blühenden Wildblumen. Unser nächster Halt war das Städtchen Prizzi, das durch Hollywood-Filme wie „Der Pate“ und „Prizzies Ehre“ berühmt wurde.
Zentralsizilien ist bekannt für die Mafia und ihre brutale Geschichte. Daher ist es nicht verwunderlich, dass die meisten Menschen auch die nächste Stadt – Corleone – schon mal gehört haben. Es war nicht nur Namensgeber für den Paten selbst, eine fiktive Figur, sondern ist auch das Kernland der Corleonesi, eines ländlichen Mafia-Clans, der Sizilien im 20. Jahrhundert beherrschte.
Im Bosco della Ficuzza trafen wir Sebastian und Mark, die uns ein köstliches Picknick im wohltuenden Schatten der hohen Pinien vorbereitet hatten. Wir wurden mit lokalen Spezialitäten, frischem Obst und süßen Leckereien verwöhnt.
Mit vollen Bäuchen fuhren wir weiter, ließen den Wald hinter uns und steuerten Caccamo an. Während die Südküste von den Überresten der frühen griechischen und römischen Besatzung Siziliens geprägt ist, findet man im Norden Burgen und Ruinen aus der Zeit der Normannen. Caccamo ist ein beeindruckendes Beispiel normannischer Architektur. Der Großteil der Gruppe beschloss, die Burg von unten zu bewundern und die Pause lieber für einen Besuch in der örtlichen Eisdiele zu nutzen.
Von hier war die Nordküste nicht mehr weit, und wir fuhren ein kurzes Stück auf die Autobahn, um die letzte Etappe unserer Tour schnell hinter uns zu bringen. Unser heutiges Ziel war Cefalù, und unser Hotel lag direkt auf den Felsen über dem Meer. Eine kurze Treppe führte hinunter in eine kleine Bucht. Was gibt es Schöneres, als nach einer langen Motorradtour ins Meer zu springen?
Wir waren überrascht, im selben Hotel eine andere Edelweiss-Gruppe anzutreffen, und so kamen wir schnell ins Gespräch und tauschten Geschichten aus. Den Abend ließen wir im Restaurant mit Blick auf das Mittelmeer ausklingen. Was für ein toller Tag!
Der verführerische Duft von Jasmin empfängt uns auf der Terrasse am Morgen mit Blick aufs Meer. So kann der Tag starten. Einige genießen bereits ihren Kaffee in der Morgensonne. Wir haben heute einen Tag vor uns, vollgepackt mit kulturellen und fahrerischen Highlights. Es geht zunächst eine knappe halbe Stunde nach Castelbuono, wo wir tatsächlich die "Müll Esel" sehen. Anschließend haben wir eine außergewöhnlich schöne Straße vor uns, welche uns dutzende km durch üppiges Grün und blumige Hügel hinaufzieht ins innere Siziliens.
Bei der in den Fels gebauten Sperlingaburg machen wir Halt. Ein paar wenige erklimmen die Burg und genießen die Aussicht. Der Rest verweilt bei einem Espresso unten.
Eine weitere Stunde über traumhafte Straßen und wir befinden uns in Troina zum Mittag mit Aussicht auf den sich nun immer weiter nähernden Vulkan mit seiner magnetischen Energie!
Wir halten bei Lavafeldern und zischen nördlich am Etna vorbei, um bei nun wieder strahlendem Sonnenschein ein hervorragendes Eis zu essen. Mehr Sizilien geht nicht. Am Ende kommen wir erschöpft und glücklich in Taormina an und genießen die Aussicht auf die Bucht und das Treiben auf der Straße.
Wir hatten wieder einen wunderschönen, sonnigen Tag. Viele entschieden sich, heute aufs Radfahren zu verzichten. Leticia, Tracey und Troy hatten einen Kochkurs in der Stadt gebucht, und die Gerichte, die sie zubereiteten, sahen einfach himmlisch aus. Andere wollten es ruhiger angehen lassen, den Tag entspannt beginnen und die Altstadt auf eigene Faust erkunden.
Das Hotel hatte außerdem einen Pool auf dem Dach zum Entspannen, und der Strand lag direkt gegenüber. Es gab also viele Möglichkeiten, sich abseits des Fahrrads zu vergnügen.
Natürlich gab es auch eine kleine Gruppe von Fahrern, die einem weiteren vergnüglichen Tag auf zwei Rädern nicht widerstehen konnten.
Heute entschieden sich ein paar wenige für die Runde hoch zum Etna. Der Rest verblieb in der Stadt und genoss den Rasttag anders. Zum Beispiel mit einem italienischen Kochkurs. Tolle Wahl!
Wir machten uns hingegen an der Küste entlang und kurvenreich hinauf. Eine Stunde später gab es eine kleine Pause in einer der Berghütten.
Der letzte Anstieg auf 2000m war dann noch einmal sehr spaßig. Leider stürmte es ordentlich und wir konnten nur einen kleinen Krater umrunden.
Ein kleiner Snack und dann sind wir wieder herunter gesaust. Wir wollten auch noch Zeit für Taormina haben.
Mit Matt sind wir dann noch zu einem der Drehorte des Films Der Pate gefahren. Die Kirche in Forza d‘Agro.
Der Tag begrüßte uns am Morgen mit etwas Nebel und Wolken über der Insel. Wir starteten entlang der Bucht und fuhren dann nordwärts auf eine spektakuläre, kurvenreiche Straße in den Bergen. Und schließlich bahnte sich auch die Sonne langsam ihren Weg durch die Wolken. Wir hatten einen Riesenspaß.
Kurz vor unserem ersten Kaffeestopp in Novara war die Straße plötzlich gesperrt, und wir wurden auf eine fantastische Panoramaroute umgeleitet – ein Umweg, der einiges zu bieten hatte. Dennoch waren alle froh über eine Pause, als wir schließlich am Ziel ankamen.
Von dort aus ging es weiter gen Norden, für ein kurzes Stück sogar auf die Autobahn, um die dicht besiedelte Küste rasch hinter uns zu lassen.
Und dann stürzten wir uns wieder in die Kurven und zurück in die Berge, um unsere morgendliche Runde zu beenden und die Fähre zu erreichen.
Allerdings nicht, ohne vorher noch bei Don Minicos berühmtem Sandwich-Laden zum Mittagessen einzukehren.
Anschließend war es nur noch ein Katzensprung bis zum Fährhafen. Mit etwas Pech verpassten wir die Fähre denkbar knapp und mussten auf die nächste warten. Dies gab einigen Fahrern die Gelegenheit, sich mit den Hafenarbeitern zu unterhalten und Witze zu machen.
Die Überfahrt dauerte knapp eine Stunde, und wir hatten eine ruhige See.
Eine kurze Nachmittagsfahrt führte uns nach Tropea, wo wir ein unterhaltsames Abendessen genossen, das einige mit einem lokalen Limoncello abrundeten.
Leider verlassen wir heute schon wieder unsere wundervolle Villa am Meer. Wir müssen weiterziehen auf unserer Reise nach Rom. Es geht zunächst entlang der Küste in der Morgensonne mit ruhiger See. Kurz darauf ziehen wir ins Hinterland und kurven uns hoch bis zu einem kleinen Dorf namens Laurito. Hier machen wir einen kleinen Stop.
Es geht weiter entlang kurviger technischer Strecke zu einem Spezialitätenladen wo wir essbare Souvenirs einsacken.
Im Hinterland von Italien weiß man nie was einen erwartet. Eine Ortsdurchfahrt wurde vor unserer Nase gesperrt für ein ohrenbetäubendes Feuerwerk und anschließender Prozession.
Nun aber auf direktem Wege zur Büffelmozarella Käserei und mit einem frischen Käse geht es weiter passend zu unserem Picknick.
Praktisch daneben gelegen ist die Ausgrabungsstätte Paestrum, welche wir natürlich besichtigen und die großartig erhaltenen Tempel bestaunen.
Die Autobahn bringt uns vorbei an Salerno und direkt ins Herz Pompeis wo wir morgen alles über dieses kleine Weltwunder erfahren werden.
Heute erwartete uns eine entspannte Fahrt entlang der Küste. Am Morgen regnete es leicht, bevor die Sonne wieder voll herauskam.
Der erste Teil der Fahrt führte durch ruhiges Stadtgebiet, und wir mussten auch einige Tunnel durchfahren. Dann machten wir unseren ersten Kaffeestopp im Falerna Scalo direkt am Meer. Einige konnten nicht widerstehen und wagten sich ans Wasser, um die Temperatur zu testen.
Von hier aus folgten wir der Küste nach Diamante, bekannt für seine vielen Wandmalereien und sein maritimes Flair. Im Sommer ein beliebter Urlaubsort, jetzt in der Nebensaison ein ruhiges Juwel. Wir fanden einen Parkplatz direkt am Wasser, gleich neben einem Fischrestaurant. Bei Sonnenschein und Meerblick genossen wir Pasta und Meeresfrüchteplatten.
Es fällt schwer, weiterzufahren, wenn man es sich so gemütlich gemacht hat, aber wir hatten noch einige Kilometer vor uns. Nachdem wir die Hauptstraße Richtung Norden verlassen hatten, fuhren wir auf kleineren Straßen, die sich an die Klippen schmiegten. So nah am Hotel angekommen, steuerte ein Teil der Gruppe direkt den Pool an und holte sich ein kühles Bier. Währenddessen beschlossen Mat, Tracey und Troy, die Christusstatue zu besuchen und den Blick aufs Meer zu genießen.
Alles in allem war es eine sehr entspannte Fahrt, die mit einem erholsamen Abend in unserer Villa abgerundet wurde.
Heute hatten wir ein volles Programm. Um 9 Uhr trafen wir unsere lokale Reiseleiterin Antonella, die uns einen Pompeji-Schnellkurs gab. Zwei Stunden schienen nicht auszureichen, um diese antike Stadt wirklich zu erfassen. Kein Wunder also, dass viele von uns beschlossen, noch etwas länger durch die Straßen dieses einst blühenden Handelspostens zu schlendern.
Doch wie immer gibt es einige, die der Gelegenheit für eine Ausfahrt nicht widerstehen können. So begleiteten mich Mat, Marcello und Frederico auf einer Erkundungstour über die Sorrento-Halbinsel, inklusive der berühmten Amalfiküste. Die Straße führte uns am geschäftigen Sorrento, dem malerischen Portesino und Amalfi selbst vorbei. Wir genossen ein herrliches Mittagessen mit Blick auf die Bucht. Anschließend fuhren wir ins Landesinnere und über die Hügel im Zentrum zurück nach Pompeji. Auf dem Rückweg hielten wir an, um den Blick über die Tiefebene mit dem mächtigen Versuv zu genießen, der sich majestätisch über die Umgebung erhob.
Angesichts der heutigen Geschichtsstunde und der dicht besiedelten Gegend fragt man sich, was wohl passieren wird, wenn dieser schlafende Riese wieder ausbricht …
Ein langer Tag steht uns bevor. Wir verlassen Pompei bereits früh und nehmen die Autobahn an Neapel vorbei. Es ist der letzte Tag und wir brauchen viele kleine Pausen. Ein Käffchen hier, ein Fotostop da, dehnen, strecken. Der Verkehr ist dichter hier oben als noch auf Sizilien.
Das Mittagessen ist italienisch gutbürgerlich und wir werden auf jeden Fall alle satt.
Wir fahren erfreut durch die Monte Lepini und genießen reichlich Kurven auf dem Weg hinunter aus den Bergen in Richtung Rom.
Der Verkehr nimmt zu und wir halten einige Male zum durchatmen und um einen Blick auf das Castel Gondolfo zu werfen.
Von hier ist es jetzt nicht mehr weit nach Rom und ins Hotel, wo wir uns dann bei der ersehnten Ankunft am Ende auch erschöpft in die Arme fallen.
Die Tour wird heiter beim Essen und anschließend an der Bar erinnert.