CJA 2602 DIE GEHEIMNISSE JAPANS

Tokio, eine Stadt mit 40 Millionen Einwohnern. Ein bisschen einschüchternd, aber auch entspannt. Der Ausblick von unserem Hotel ist atemberaubend! Und dann endlich beginnt die Tour! Wir haben uns alle schon sehr darauf gefreut, die anderen Gruppenmitglieder kennenzulernen. Und die Ankündigungen der Highlights machen uns richtig aufgeregt! Unser erstes Abendessen ist typisch japanisch: viel Fisch, Reis und Gemüse – und es schmeckt köstlich! Eine gute Nachtruhe hilft uns gegen den Jetlag, und dann … geht’s endlich los!
Der Tag beginnt im futuristischen Waterfront-Distrikt Odaiba, während die Skyline von Tokyo langsam im Licht des frühen Morgens erwacht. Und dann ist der Moment endlich gekommen – unser allererstes Morning Briefing steht an. Der Masterplan des Tages wird vorgestellt, dazu Geschichten und Hintergrundinformationen über die Highlights, die vor uns liegen. Die Vorfreude steigt, die Motoren starten – und los geht’s. Wir lassen unser Hotel hinter uns und fahren hinaus aus der Stadt auf den Expressway in Richtung Pazifikküste. Mit jedem Kilometer verschwindet der Großstadttrubel mehr im Rückspiegel. Die Straßen werden freier, die Luft frischer und plötzlich liegt dieser salzige Duft des Meeres in der Luft – ein sicheres Zeichen dafür, dass wir uns in die richtige Richtung bewegen. Die Spannung auf den Tag wächst spürbar. Und dann taucht es vor uns auf: unser erster Stopp, die wunderschöne Insel Enoshima. Umgeben von der entspannten Surfer-Atmosphäre der Shonan-Küste gönnen wir uns eine wohlverdiente Kaffeepause direkt am Meer und genießen den Blick über die Sagami-Bucht. An klaren Tagen erhebt sich hier majestätisch der Mount Fuji am Horizont – und ratet mal: Bereits auf der Autobahn hatten wir tatsächlich unseren allerersten Blick auf den Fuji-san. Zugegeben, nur für etwa fünfzehn Minuten, aber wir haben ihn komplett gesehen – und allein das war schon etwas ganz Besonderes. Von Enoshima aus folgen wir weiter der Küste Richtung Süden. Die Straße schmiegt sich an den Pazifik, vorbei an Stränden, kleinen Fischerhäfen und charmanten Küstenorten. Die Mischung aus Meeresluft, endlosen Ausblicken und entspanntem Küstenfahren ist der perfekte Einstieg auf die Izu Peninsula. Nach einigen Kilometern führt uns die Route schließlich ins Landesinnere und beginnt sich hinauf in die Berge zur winden, das Ziel der Hakone Turnpike. Berühmt in ganz Japan für seine Kurven, und somit ein Highlight und auf unserer to do Liste – auch wenn das Tempolimit 50 km/h war. Aber gerade für unseren ersten Fahrtag im Linksverkehr ist das eigentlich perfekt. Denn auf der anderen Seite eröffnete sich Hinter jeder Kurve eine neue Kulisse aus Bergen, Wäldern und spektakulären Küstenblicken. Nun ja… der schneebedeckte Fuji hätte das Bild perfekt gemacht, doch inzwischen hatte er sich hinter dichten Wolken versteckt. Nach all den Eindrücken wird es Zeit für unsere erste Mittagspause. Die Motorräder werden geparkt und das nächste kleine Abenteuer wartet auf uns: zum ersten Mal Essen in Japan bestellen. Und ich muss sagen – alle meisterten diese Herausforderung souverän! Well done everyone! Nach diesem kleinen kulturellen Abenteuer geht es weiter zur ikonischen Izu Skyline, einer der schönsten Panoramastraßen Japans. Hoch oben entlang vulkanischer Bergrücken genießen wir endlose, fließende Kurven und atemberaubende Ausblicke über die Suruga-Bucht, den Pazifik und die dramatische Berglandschaft der Izu-Region. Gegen Ende des Tages erreichen wir unser letztes Highlight Mount Omuro – den perfekt geformten Vulkankegel, der zu den Wahrzeichen der Halbinsel gehört. Vor über 4.000 Jahren entstanden, bietet dieser beeindruckende Vulkan vom Kraterrand aus unvergessliche Panoramablicke. Meer, Berge und die gesamte Schönheit der Izu-Halbinsel breiten sich unter uns aus. Und da die Sonne langsam über dem Pazifik tiefer sinkt, fahren wir weiter Richtung Süden durch kurvige Bergstraßen und entlang traumhafter Küstenabschnitte, bis wir schließlich unser Tagesziel erreichen: das wunderschöne Izu Imaihama Tokyu Hotel. Direkt am Strand gelegen, umgeben von Palmen und dem Rauschen des Ozeans, bietet das Hotel den perfekten Abschluss für unseren ersten Fahrtag/ zweiten Tag der Tour. Das war unser Auftakt dieser Japan-Tour – und ich würde sagen: gar nicht mal so schlecht, oder? Und nun genießt die Bilder Jan & Axel
Aufzuwachen und die Sonne zu sehen, ist immer schön. Besonders, wenn man auf Japans kurvenreichen Straßen unterwegs ist! Und wie fantastisch ist es, auf einer Straße zu fahren, die aussieht wie ein Korkenzieher! Drei 360°-Drehungen – so etwas gibt es nur in Japan! Von diesem Moment an geht es Kurve um Kurve, bergauf und bergab, mit atemberaubenden Ausblicken auf Seen, das Meer und Wälder. Nach dem Mittagessen sehen wir den Fuji-san, dessen Gipfel in Wolken gehüllt ist. Auf dem Weg nach oben zieht Nebel durch die Bäume und erzeugt eine geheimnisvolle und magische Atmosphäre. Auf dem höchsten Punkt von 2400 m können wir das Grollen des Vulkans hören! Ein Erlebnis, das man wohl nur einmal im Leben hat! Nachdem wir uns wieder hinuntergearbeitet haben, steigt die Temperatur innerhalb einer halben Stunde von 5 °C auf 25 °C. Herrlich! Bei unserer Ankunft im Hotel, wie geplant, lösen sich die Wolken auf und wir sehen den Fuji in seiner vollen Pracht. Was für ein perfekter Abschluss eines gelungenen Fahrtages!
Mit Sonne im Gesicht ging es heute früh an unserem Tag 4 von Yamanakako nach Hamamatsu. Das Wetter passt, die Stimmung ist gut – also los geht’s. Wir umrunden den Mt. Fuji vom Osten aus über die Nordroute Richtung Westen, wo auch schon unser erstes Highlight auf uns wartet! Die Rede ist von den berühmten Shiraito-Wasserfällen am Fuße des Mount Fuji in Fujinomiya, Präfektur Shizuoka, die zu den schönsten Wasserfällen Japans gehören. Einige Fotos später und nach einem Kaffee ging es zurück auf die Route Richtung Shizuoka, wo wir uns erst einmal zum Mittag stärkten, bevor es auf die mit Abstand kurvenreichste Strecke der Tour bis jetzt ging. Denn Shizuoka ist eines der wichtigsten landwirtschaftlichen Anbaugebiete Japans. Das milde Klima, reichlich Wasser und fruchtbare Vulkanböden schaffen ideale Bedingungen für Erdbeeren, Tomaten, Melonen, Blumen – eigentlich alles, was einem in den Sinn kommt. Doch das eigentliche Highlight ist, dass Shizuoka das größte Tee-Anbaugebiet Japans ist. Und genau das durften wir heute auf super kurvigen und schmalen Straßen mit fast keinem Verkehr genießen. Zwischendurch ging es durch fast undurchdringlich erscheinende Zedernwälder und warum auch immer haben die freundlichen Japaner dort einen Traum von Motorradstraße hineingebaut. Darum: Danke Japan für diese Achterbahnfahrt durch diese unbeschreiblich schöne Natur. Zum Ende des Tages führte uns unsere Route hinunter nach Hamamatsu wo wir heute nacht schlafen werden. Ich würde behaupten, die Straßen heute wird keiner von uns so schnell vergessen. Ja das war unser Tag 4 der Tour und der war Top!!! Und morgen geht es weiter Richtung Kumano. Und was wir da erleben!? Tja… dafür müsst ihr morgen wieder hier vorbeischauen Bis Morgen Jan und Axel
Wir haben so ein Glück mit dem Wetter! Es ist nicht nur trocken, sondern die Temperatur ist auch perfekt zum Motorradfahren. Und auch für eine Fährfahrt! Wir überqueren die Mikawa-Bucht nach Toba. Auf der anderen Seite der Bucht angekommen, ist viel weniger Verkehr, und die Straßen schlängeln sich an der Küste entlang. Ein absolutes Highlight ist unsere Mittagspause. In einem winzigen Restaurant wird unser Essen von einem älteren Ehepaar zubereitet, und wir sind mitten unter den Einheimischen. Sehr authentisch! Und so geht es weiter auf kurvenreichen Straßen durch dichten Regenwald. Dieses Hotel hält außerdem eine tolle Überraschung für uns bereit: Ein privater Whirlpool in jedem Zimmer und dazu noch kostenloses Bier! Wohlverdient!
Unsere Reise geht weiter!!! Heute geht es nach Kyoto – eine Stadt, in der über 1000 Jahre Kaisergeschichte im perfekten Einklang mit der modernen Welt von heute leben. Doch erstmal zu unserem Tag! Nach einer erholsamen Nacht ging es bei strahlendem Sonnenschein wieder auf die Motorräder. Schon nach kurzer Zeit führte uns die Route auf die Straße 311 und anschließend auf die Straße 371 – eines der absoluten fahrerischen Highlights des heutigen Tages! Denn diese Strecke führt von der Küste tief hinein durch die Wakayama Prefecture über die berühmte Ryujin-Koya Skyline. Atemberaubende Gebirgslandschaft mit tiefe Tälern und eine unglaublich prägen diese Straße, bevor sie weiter hinein in die Mie Prefecture führt. Allein diese Strecke wäre schon ein absolutes Highlight gewesen – doch was wäre Japan ohne seine Tempel und die spirituelle Welt des Buddhismus? Deshalb machten wir heute unseren Mittagsstopp in Koyasan. Es ist einfach beeindruckend, was dort seit dem Jahr 816 nach Christus entstanden ist. Koyasan wirkt wie eine eigene Welt und ist es auch! Obwohl es ein bekanntes touristisches Ziel ist, braucht man keinerlei Sorge zu haben, dass es überfüllt ist. Die Anlage ist so groß und weitläufig, dass man immer wieder Momente findet, in denen man ganz allein ist und vollständig in die buddhistische Atmosphäre eintauchen kann. Ein echtes Highlight, das man in Japan definitiv nicht verpassen sollte. Auch wenn wir locker noch eine Stunde länger hätten bleiben können, lockte der Ruf der Straße – und wir folgten ihm natürlich. Weiter ging es hinunter ins Tal, immer näher Richtung Kyoto, über traumhaft schöne kurvige Straßen. Heute war wirklich perfektes Motorradwetter: Sonne, trockene Straßen, grandiose Landschaften und dazu noch die Tempelwelt von Koyasan –heute hat absolut nichts gefehlt. Und jetzt sind wir für zwei Nächte in Kyoto. Das bedeutet morgen bekommen die Motorräder eine kleine Pause, denn wir erkunden die alte Kaiserstadt zu Fuß. Bleibt gespannt, was wir morgen erleben – und schaut wieder vorbei! Jan & Axel – bis morgen
Nach fast einer Woche Japanreise ist es Zeit für eine Motorradpause und etwas Bewegung. Einige fahren nach Hiroshima, andere erkunden Kyoto. Erster Halt ist der Kennin-ji-Tempelkomplex. Er wurde zu einer Zeit erbaut, als der japanische Kaiser noch hier residierte und die Stadt somit die Hauptstadt war. Unser nächster Halt ist der Kōdaiji-Tempel, einer der größten Tempelkomplexe der Stadt. Die Gärten sind im typisch japanischen Stil angelegt und die Ruhe dort ist wohltuend. Da es ziemlich warm wird, gönnen wir uns ein Mascha-Eis. Wir setzen unseren Spaziergang durch das Geisha-Viertel fort. Hier gibt es viele Theater, in denen die Geishas ihre Kunst aufführen. Wir beenden den Spaziergang auf dem Nishiki-Lebensmittelmarkt. Wer gegrillten Fisch, Obst, Fleisch oder frittiertes Geflügel mag, wird hier fündig.
Willkommen am Tag 8, wo es heute heiß: zurück auf die Motorräder und los geht es mit der Reise von Kyoto nach Himeji. Es ist Samstag und Kyoto wacht nur langsam auf was gut für uns ist denn so ist weniger Verkehr raus aus der Stadt. Gefühlte 30 Ampeln später tauchen wir ein in die verträumte grüne Welt der Hyogo Präfektur. Wo uns unsere Route auf schmalen kurvenreichen Straßen durch dichte Zedern Wälder führt. Kleine Dörfer reihen sich aneinander Bund der Reis Anbau ist in vollen gange. Nach einem Kaffee stop/ Eis stop geht es auf die Straße 372 die uns bis nach Himeji bringt. Es war kein all zu langer fahrtag denn am Ende unserer Route wartet das eigentliche Highlight des Tages. Die Rede ist vom Himeji Samurai Schloss was schon weiten gut zu sehen ist und deswegen heißt es zum Ende des Tages Motorräder parken und ab unter die Dusche und auf Richtung Schloss was seit 1333 die Landschaft prägt. Ein weiterer Tag neigt sich seinem Ende und morgen geht es an die Westküste von Japan. Also dann bis morgen. Jan und Axel
Gestern Abend haben wir eines der vielen großartigen Gerichte genossen! Japan ist zwar für sein Sushi bekannt, aber das Essen ist wirklich überall sehr gut. Es ist frisch, gesund und mit viel Liebe zubereitet. Schon bald fahren wir durch Wälder, entlang von Seen und Flüssen: einfach traumhaft! Es ist unglaublich, wie schön dieses Land ist! Kaffeepause in einem Café, wo es Erdbeeren aus der Region gibt. Wir sind umgeben von Reisfeldern, die auch von Vögeln und Fröschen genutzt werden. Mittagessen in einem gemütlichen Restaurant in Obama (nicht zu verwechseln mit dem ehemaligen Präsidenten). Weiter geht es entlang der Küste zur Rainbow Line Road. Benannt nach fünf Seen mit fünf verschiedenen Farben. Die Rosen, die hier wachsen, sind auch sehr farbenprächtig. Und dann diese Aussicht! An einem klaren Tag wie heute ist sie einfach atemberaubend! Und wir Biker wissen ein kühles Bier nach einem langen Fahrtag wirklich zu schätzen. Genau das hatte Kon-san vorbereitet! Dazu Weiß- und Rotwein und einen kleinen Imbiss. Prost auf einen weiteren großartigen Tag im farbenfrohen Japan!
Heute ist ein ganz besonderer Tag. Wir sind eingeladen, an der Morgenzeremonie im Tempel der buddhistischen Mönche teilzunehmen. Normalerweise findet diese Zeremonie unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Sehr früh am Morgen sehen wir 120 Mönche, die singen und ihre Rituale vollziehen. Glocken, Trommeln und lange Verse werden gesungen. Einige der Gebäude sind 800 Jahre alt. Die imposanten Bäume und die gesamte Anlage strahlen eine tiefe Ruhe aus. Kaum zu glauben, aber der Tag wird immer schöner! Die Straßen und die Natur gehören heute zu den schönsten in ganz Japan! Und auf den Bergen liegt sogar noch Schnee. In Shirikawa, dem Bärengebiet, bewundern wir die Holzhäuser, die dort seit Jahrhunderten stehen. Und alle sind ganz ohne Nägel gebaut. Am künstlichen See von Sho machen wir einen weiteren Fotostopp und trinken etwas, denn es ist ein warmer Tag. Auch im Hotel angekommen, trinken wir ausreichend! Während wir unsere heutigen Erlebnisse teilen, fühlen wir uns als eingeschworene Gruppe und genießen die gemeinsame Zeit.
Heute sehen wir das alte und das neue Japan. Das alte Japan ist die Burg Gujō-Hachiman. Sie steht seit Jahrhunderten auf einem Berggipfel und überblickt das Tal, das einst einem lokalen Kriegsherrn gehörte. Das neue Japan ist Plastik. Genauer gesagt: Lebensmittel. Lebensechte Nachbildungen von Lebensmitteln, die zu Ausstellungszwecken verwendet werden. Und mit lebensecht meinen wir wirklich lebensecht. Sie sehen so gut aus, dass man am liebsten hineinbeißen möchte. Wir besuchen den Laden, in dem sie hergestellt und verkauft werden. Auf dieser Tour sind wir jeden Tag aufs Neue von der Vielfalt begeistert. Eine gelungene Mischung aus Kultur und perfekten Fahrbedingungen. Auch heute wieder: Zuerst entlang wilder Flüsse, durch Täler und Schluchten, dann hinauf in schneebedeckte Berge. Das Mittagessen ist wieder ein Festmahl: Suchi, Tempura und grüner Tee. Und kurz vor dem Hotel sehen wir den phänomenalen Hirayu-Wasserfall. Die kühlen Getränke auf der Terrasse unseres Hotels sind ein wahrer Genuss! Das gilt auch fürs Abendessen! Wir grillen unser eigenes Fleisch und Gemüse. Nach einem langen Tag im Sattel schmeckt es umso besser. Zum Abschluss dieses perfekten Tages trinken wir noch einen Schlummertrunk am Lagerfeuer und betrachten die Sterne.
Guten Morgen aus Hirayu Heute ist eigentlich Rasttag. Und die Option, einfach entspannt im Onsen zu versinken, klingt mehr als verlockend. Doch es gibt noch eine andere Versuchung — eine kleine Motorradrunde mitten durch das Herz der japanischen Alpen. Und bei perfekten Bedingungen war die Entscheidung letztendlich schnell getroffen. Also ging es auf eine rund 180 Kilometer lange Genusstour über einige der schönsten und kurvigsten Straßen der Region. Unser erstes Ziel war das historische Dorf Narai-juku — eine ehemalige Poststation der alten Nakasendō-Handelsroute zwischen Kyoto und Edo. Klingt erstmal unspektakulär… bis man dort ankommt. Denn Narai-juku gilt als eines der am besten erhaltenen historischen Dörfer Japans. Zwischen dunklen Holzhäusern, kleinen Gassen und den traditionellen Fassaden fühlt man sich sofort mehrere hundert Jahre zurückversetzt. Der perfekte Ort also für ein Frühstückseis, einen gemütlichen Spaziergang und natürlich ein paar Fotos Nachdem damit auch der heutige Punkt „Geschichte & Kultur“ erfolgreich abgehakt war, widmeten wir uns anschließend voll und ganz dem eigentlichen Highlight des Tages: dem Motorradfahren. Abseits der großen Hauptstraßen warteten unzählige enge Kurven, perfekt asphaltierte Bergstraßen und immer wieder spektakuläre Ausblicke auf die gewaltige Landschaft der japanischen Alpen. Genau diese Mischung aus absoluter Ruhe, kaum Verkehr und endlosen Kurven macht das Motorradfahren hier so besonders. Mal führte die Straße tief durch dichte Wälder, dann wieder entlang glasklarer Flüsse oder hoch hinaus mit Blick auf die schneebedeckten Gipfel von Mount Norikura und Mount Ontake. Und genau in solchen Momenten merkt man wieder, warum Japan für Motorradfahrer einfach ein absolutes Traumland ist. Tja… und jetzt neigt sich der Tag langsam dem Ende entgegen. Das Onsenbad verwöhnt unsere Gruppe und Jan und ich werfen bereits einen Blick auf den morgigen Tag — denn das Wetter scheint sich entschlossen zu haben, uns eine ordentliche Dusche zu verpassen. Aber wie sage ich immer so schön: Egal wie viele Apps du studierst — das Wetter ist am Ende das, was du siehst, wenn du morgens den Vorhang öffnest. Ändern kann man es sowieso nicht. Also machen wir einfach das Beste daraus. Ob es wirklich so kommt wie befürchtet? Das werden wir morgen sehen. Also dann Bis Morgen Jan & Axel
Was für ein Tag! Heute hatten wir alles, ein großartiges Abenteuer. Morgens regnete es leicht. Daraus wurde dann ein richtiger Regenguss. Aber weil wir hartgesottene Biker sind, fuhren wir einfach weiter und gönnten uns ein wohlverdientes Wasabi-Eis auf der Wasabi-Farm. Es war interessant zu sehen, wie die Wasabi-Pflanzen wachsen. Sie brauchen viel Wasser, und heute bekamen sie genau das. Nach dem Mittagessen klarte der Himmel etwas auf, und wir konnten die wunderschöne Landschaft genießen. Dann kam der Höhepunkt des Tages und für einige sogar der ganzen Tour: die berühmten japanischen Schneeaffen! Süß, knuddelig und ganz entspannt im warmen Wasserbecken. Was für ein tolles Leben diese Tiere haben! Aber wir auch, denn wir konnten noch weiterfahren! Es ging hinauf in die Berge. Die meisten schafften es wie von Zauberhand. Und ehe wir uns versahen, waren wir in unserem Hotel, wo schon Getränke auf uns warteten. Vielen Dank euch allen für diesen wunderschönen Tag!
Das Geräusch beim Aufwachen verrät eigentlich schon alles: Regen. Genau wie gestern. Nicht unbedingt die Art von Soundtrack, die man sich für einen Motorradmorgen in Japan wünscht. Aber nur weil es nass aussieht, heißt das noch lange nicht, dass der Tag verloren ist. Unsere Route startet in Kusatsu und führt uns über die Japan Romantic Road Richtung Mt. Haruna – eine Strecke, die heute eher mystisch als romantisch wirkt. Die Landschaft verändert sich hier ständig: kleine Orte verschwinden hinter Nebelschwaden, Wälder wirken dunkler, dichter und die Berge tauchen nur kurz zwischen den Wolken auf, bevor sie wieder verschwinden. Mit gerade einmal 10 °C auf dem Display wird der erste Stopp schnell beschlossen: Kaffee und Tee. Warm werden, durchatmen und darauf hoffen, dass die Wolkendecke irgendwann doch noch aufreißt. Weiter geht es auf schmalen Straßen Richtung Mt. Akagi – Vulkan Nummer zwei des Tages. Die Strecke windet sich immer weiter nach oben und mit jedem Höhenmeter verändert sich die Stimmung. Unten noch grüne Täler und einzelne Felder – oben nur noch feuchte Luft, dichter Wald und diese besondere Atmosphäre, wenn die Welt plötzlich leiser wird. Die Straße bringt uns auf 1.694 Meter Höhe. Der erhoffte Blick? Leider Fehlanzeige. Statt weiter Aussicht gibt es nur Weiß. Aber manchmal ist genau das der Moment, in dem man merkt, dass es gar nicht immer um das Ziel geht. Denn die Straße selbst war ein Erlebnis. Zwischen Haruna und Akagi zeigt die Region ihre wilde Seite: endlose Kurven, steile Hänge, dichte Bergwälder und immer wieder diese kurzen Fenster, in denen die Wolken aufreißen und einen Blick auf die Landschaft freigeben. Man bekommt das Gefühl, durch mehrere Jahreszeiten an nur einem Tag zu fahren. Oben angekommen stärken wir uns beim Mittag mit einheimischer Küche Danach beginnt der anspruchsvollste Teil des Tages. Zurück ins Tal und direkt hinein in eine Straße, die gefühlt 3 mal mehr Spitzkehren hatte als der Stelvio Pass in Italien und das auf 13 km länge. Kurve um Kurve, dazu dichter Nebel – teilweise so dicht, dass die Landschaft nur noch aus wenigen Metern Straße und grauen Konturen bestand. Auch wenn es Recht anspruchsvoll war!!! Aber genau solche Momente bleiben am Ende in Erinnerung. Über den Tag verteilt kann man sagen Unterhalb von etwa 300 Metern blieb es meist trocken. Doch sobald die Straße wieder in die Höhe führte, tauchten wir direkt in die Wolken ein. Als würden die Berge heute einfach ihr eigenes Wetter machen. Natürlich hätten wir lieber Sonne gehabt. Aber wenn man ehrlich ist: Auf so einer langen Tour nur zwei Tage mit schlechtem Wetter? Damit können wir mehr als leben. Jetzt sind wir in Nikko angekommen – eine Stadt mit Geschichte seit dem Jahr 766, eingebettet zwischen Bergen, Wäldern und alten Geschichten. Genau der richtige Ort, um den Tag langsam ausklingen zu lassen und vielleicht noch ein paar ihrer Geheimnisse zu entdecken, bevor es zum Essen geht. Und morgen? Morgen geht es tatsächlich schon wieder Richtung Tokio. Verrückt, wie schnell Zeit vergeht, wenn jeder Tag nach Abenteuer aussieht. Bis morgen Jan & Axel
Der letzte Fahrtag ist immer etwas ganz Besonderes. Vor allem, weil uns heute einige wirklich schöne Highlights erwarten! Zuerst die letzte kurvenreiche Bergstraße. Wieder einmal bewundern wir die Flüsse, Wälder und Berge. Nachdem wir uns von den japanischen Bergen verabschiedet haben, erreichen wir den Motegi Twin Circuit. Und was für ein Glück! Dort findet gerade ein Ferrari-Challenge-Rennen statt! Der Geruch von verbranntem Gummi steigt uns in die Nase. In der Honda-Kollektionshalle bewundern wir die wunderschönen Maschinen, die Honda über die Jahre gebaut hat. Und dann geht es auf der Autobahn direkt in die gigantische Metropole Tokio. Es ist wirklich beeindruckend, die schiere Größe dieser Stadt zu sehen. Und ehe wir uns versahen, waren wir wieder zurück im Hotel. Alle sind gut angekommen! Es war eine Tour mit vielen, vielen Höhepunkten. Wir haben zusammen gelacht, die Hügel, die Küste, Tempel, Städte und Dörfer entdeckt. Wir haben gesungen, das leckere Essen und die Getränke genossen und neue Freunde kennengelernt. Vielen Dank an Rainer, Amelia, Julie, Terry, Vyckie, Dane, André, Jean Marc, Carole, Dave, Gion, Martin, Alison, Brian, Dave, Lesley, John und ganz besonders an Kon-san! Hoffentlich sehen wir uns bald wieder. Bleibt gesund und fahrt weiterhin Motorrad! Axel und Jan