Süditalien - Genuss & Kurvenspaß pur CUI260A

Einge sind schon eine Tag früher angereist um sich Florenz anzuschauen und natürlich um Cornelias Geburtstag zu feiern! Während die Gruppe die Stadt unsicher machte, haben Sebastian und Franzi die Vorbereitungen abgeschlossen und wir startet unsere Tour entspannt im Garten mit einem Getränk und kurzem Welcome Briefing um auf die Tour einzustimmen. Danach gab es die Motorräder und jeder durfte schon mal etwas mit dem neuen Spielzeug herumspielen. Der Abend fand einen schönen Abschluss beim gemeinsamen 3-Gänge Dinner, oder sollten wir lieber 4 Gänge sagen, denn eine Geburtstagstore gab es schließlich auch!
Jetzt geht es endlich los! Nach einem ausgiebigen Frühstück im Starthotel, machten wir uns auf etwas von der Toskana zu sehen. Florenz ließen wir hinter uns und fuhren auf ruhigen Landstraßen südöstlich Richtung Arezzo. Und tatsächlich zeigte sich die Landschaft so wie man sich die Toskana vorstellt. Kleine Dörfer in den Hügeln, Olivenhaine, Weizenfelder, Zypressen und Weinberge. Das alles durchzogen von kurvenreichen Strecken. Unser erster Kaffeestop machten wir in Regello in einem kleinen gemütlichen Kaffee. Es gab uns Gelegenheit etwas aufzuwärmen und zusätzliche Schichten anzulegen. Zwar hielt sich der Regen in grenzen aber die Temperaturen waren doch etwas niedriger als erwartet. Von hier machten wir uns auf zum ersten Highlight des Tages Arezzo. Die ehemals etruskische Stadt mit ihrer reichen Geschichte brillierte mit einem wunderschönen Marktplatz und wir folgten ein paar engen Gassen um in einer tollen lokalen Osteria zu Mittag zu essen. Die kleine Lokalität an der Gasse, entpuppte sich als weitläufiges Restaurant über mehrere Häuser mit uriger Athmosphäre und gutbürgerlicher toskanischen Küche. Super lecker! Während wir drinnen aßen, regnete es ordentlich draußen. Was uns aber zu gute kam, da das meiste durch war als es für uns weiterging. Unser nächster war Cortona, leider verließ uns da unser Glück etwas und ein weiterer Regenschauer verkürzte die Stadtbesichtigung. Trotzdem bekamen wir einen kurzen Einblick. Cortona hat einen wunderschönen Altstadt, die gesäumt ist von kleinen Läden, Boutiquen und Galerien. Von hier hat man auch eine fantastische Aussicht auf das Umland und den Lago Trasimeno, der gleichzeitig den Beginn Umbriens anzeigt. Ein windiger und nassen Fotostop am See ließen wir uns nicht nehmen bevor wir dann auf direktem Weg nach Perugia fuhren und dort in den kleinen Gassen unseren 'geheimen Garten' fanden. Abgesehen vom durchwachsenen Wetter ein gelungener Start in unser süditalienisches Abenteuer.
Leider müssen wir Perugia schon wieder verlassen. Immerhin scheint die Sonne und so genießen wir die Fahrt nach Assisi und anschließend in die Berge Sibilini. Es ist kalt aber trocken bis zum Mittag oben in Castelluccio. Dann zieht ein Schneeschauer durch, doch bei warmer Linsensuppe lässt es sich aushalten. In einem kurzen trockenen Fenster ziehen wir schnell weiter und wieder hinunter ins Tal wo es etwas wärmer ist. Der Abend in Santo Stefano ist höchst außergewöhnlich in diesem historischen Bergdorf. Alle sind begeistert!
Heute morgen ließen wir das kleine Bergdorf Santo Stefano hinter uns und machten uns auf geschwungenen faden durch die wunderschöne Landschaften der Abruzzen. Der Wechsel von Sonne und Wolken hatte seinen ganz eigenen Zauber, der über dem Panorama lag. Unser erster Stop war in San Valentino hier gab es wie üblich Kaffee und kleine Leckereien. Gestärkt machten wir uns auf den Weg zum Passo San Leonardo, eine beliebte Motorradstrecke, die heute am Sonntag gut frequentiert war. Aber auch viele Wanderer zog es in die wundervolle Bergregion. Die Sonne strahlte nun über uns und das die umliegenden Gipfel waren frisch beschneit, traumhaft. Von hier ging es hinunter nach Salmona, aber wir verweilten nur kurz da es unmöglich war einen Mittagstisch zu bekommen. Was wir nicht wussten heute war Kommunion und entweder blieben die Lokale geschlossen wegen eigenen Feierlichkeiten oder waren reserviert für geschlossene Gesellschaften. So machten wir uns kurzer Hand wieder auf und genossen weitere Bergstrassen. Da die Gruppe sehr zügig unterwegs ist, war es auch noch früh am Tag. Wir wurden letztendlich fündig hinter dem Lago di Scanno und wie Monika es so schön formulierte eine authentische Gaststätte. Das Lokal war voll und der Service schnell, wir wurden alle satt und Peter schloss neue Tischbekanntschaften auf der Suche nach Parmesankäse. Mit vollen Bäuchen ging es dann weiter und direkt auf zu unserem zweiten Pass, den Passo Godi. Die Strecke hoch ist geschwungen und abwechslungsreich. Es geht mal durch den Wald bevor man auf das Bergplateau kommt. Auf dem Weg nach unten wird man erneut mit einer tollen Panoramaaussicht belohnt. Jetzt hieß es noch schnell tanken und dann auf zum Hotel, das versteck in der Mitte vom nirgendwo liegt. Die Ruhe und Aussicht auf die umliegenden Berge sind unschlagbar und die Natur strahlt im saftig grünen Gewand. Da bleibt einem eigentlich nur übrig das ganze mit einem Aperol Spritz zu genießen!
Ein wunderschöner friedlicher Morgen begrüßt uns in den Bergen. Den genießen wir noch bei bester Aussicht beim Frühstück, denn heute geht es an die volle und touristische Amalifküste. Wir können viel Verkehr erwarten. Der Tag beginnt jedoch erstmal mit ruhigen Sträßchen durch den Parque Nazionale del Matese. Wir halten nach gut 1 1/2h Stunden wie immer in einem kleinen Dorf mit einer kleinen Cafebar und genießen das italienische Leben. Der Lago di Matese lädt zu einem Panoramofoto ein, dann geht es nach Caiazzo zum Mittag in einer kleinen feinen Osteria. Der Nachmittag bringt uns flott über die A1 an Neapel vorbei bis in die Berge vor Amalfi. Ab hier wird es zäh und wir schieben uns mit vielen anderen den Berg hinunter. Die Aussicht ist aber schön.
Den Rasttag ließen wir gemütlich angehen. Erstmal ausgiebig Frühstück auf der Dachterrasse bevor wir mit 4 Motorrädern zur Runde über die Sorento Halbinsel aufbrachen. Der Morgen führte gen Norden durch das grüne Innere, über eine geschwungene Landstraße ging es erst aufwärts und dann hinunter auf die Tiefebene um den Versuvio. Es ist schon beeindruckend wie sich der Vulkan über der Landschaft erhebt und man mag sich gar nicht vorstellen, was passiert sollte es erneut zu einem starken Ausbruch kommen. Inzwischen ist die Gegend immens besiedelt und ein starker Wirtschaftsfaktor in der Region. Im Tiefland kamen wir dann auch ein wenig in den Genuss des berüchtigten neapolitanischen Verkehrs, aber in der kleinen Gruppe konnten wir das gut meistern. Es gab zur Belohnung eine kurze Kaffeepause mit Blick über die Bucht von Neapel und dann stürzten wir uns in das Getümmel um Sorento. Von hier ging es weiter Richtung Westen bis wir das andere Ende der Halbinsel erreicht hatten, dann machten wir einen Bogen der uns an der südlichen Küste, der eigentlichen Amalfiküste entlang führte. In einem gemütlichen Lokal in den Klippen stoppten wir für eine entspannte Mittagspause mit Blick über das Meer. Mit neuen Kräften ging es dann auf das letzte Stück der Strecke vorbei an Positano und Amalfi selber und zurück zum Hotel in Maiori. So schön der Abschnitt ist, es war viel los und man musste sich mit Touristen zu Fuß und auf der Straße herumschlagen. Trotzdem alles in allem ein sehr schöner Tag. Der Rest der Gruppe hatte unterschiedliche Pläne. Peter und Cornelia ließen es sich nicht nehmen Pompeij zu besichtigen. Während der Rest eher gemütlich unterwegs war und sich etwas umgeschaut hat und natürlich Gelato genießen mussten.
Ein sonniger Morgen begrüßt uns zum Frühstück mit Blick aufs Meer. Es ist traumhaft hier auf der Terrasse. Die Temperaturen und auch der Verkehr sind noch angenehm am Morgen. Wir genießen die Fahrt entlang der Küste in Richtung Salerno und nehmen dann die Autobahn. Ein wiedermal großartiger Cafestop in Serre lässt unser Kaffeeherz höher schlagen im doppelten Sinne. Soo lecker. Die Strecke danach fährt sich rund. Inmitten der Natur empfängt uns Franzi mit einem Überraschungspicknick. Das ist gelungen! Die Käse und Samali Spezialitäten munden. Danach besuchen wir das Kloster bei Padula. Ein echter Geheimtipp. Der Nachmittag ist fahrerisch reizvoll entlang kurvenreicher Strecke am Lago di Sirino vorbei und perfekter Abfahrt hinunter nach Morano Calabro bei nachmittaglichem Licht. Ein weiterer perfekter Tag!
Nach einem gemütlichen Frühstück mit selbstgemachter Marmelade und Kuchen, setzten wir uns nur langsam in Bewegung. Aber die Sonne lachte bei angenehmen Temperaturen und so fanden wir trotz vollen Magen zügig ein guten Rhythmus. Der Morgen führte über angenehme und geschwungene Bergstraßen nach Marina Poseto, wo wir am Meer einen gemütlichen Kaffee mit Meerblick genossen. Peter und Max waren die ersten Opfer des Tages und erlagen schon hier der süßen Versuchung, gefüllte Cornettos mussten sein und den Puderzuckerschaunzer gab es kostenlos dazu. Von hier mussten wir Mangels Alternativen ein kurzes Stück über die Schnellstraße, die leider auch einige Baustellen aufwies, aber dies war nicht von allzu langer Dauer und wir bogen schon bald Richtung Hinterland, genauer gesagt Craco ab. Und das war eine spektakuläre Landschaft, karge Hügel aber zu gleich blühten die Wildblumen. Mich erinnerten das ganze irgendwie an überdimensionale Meeresdünen. Es ist daher auch nicht verwunderlich, dass Craco nach mehreren Hangabgängen und einem starken Erdbeben in 1980 aufgegeben werden musste. Und somit ist uns heute in sehr unverfälschter Weise die mittelalterliche Stadt als 'Lost Place' erhalten. Ein stummer Zeitzeuge. Die Gegend um die Stadt herum ist verständlicher Weise nur dünn besiedelt und so kamen wir in den Genuss, der leeren Landstraße durch frühlingshafte Landschaften zu folgen. Einfach traumhaft. Unser Mittagstopm war nun auch nicht mehr weit und so machten wir nach kurzer Fahrt Rast in Ferrandina. Direkt am Marktplatz in der Altstadt fand sich ein schönes modernes Restaurant in einem alten Gewölbe. Das Essen war hervorragend und so verweilten wir ein wenig. Unser Ziel heute war aber Matera und wir freute uns schon darauf, die Altstadt mit ihren berühmten Höhlensiedlungen zu erkunden und somit machten wir uns auf den Weg und nach kurzer Fahrt hieß uns Sebastian am Hotel willkommen.
Heute geht es an die Adria! Eine kleine feine Halbtagsrunde. Wir starten mit einem wunderbaren Frühstück und anschließend geht es in Richtung Albarobello zu den Trullihäuschen. Am Meer bei Polignano di Mare genießen wir ein paar leckere Fischspezialitäten mit Blick auf das Blau der Adria. Super schön! Von hier geht es direkt wieder zurück über kleinere Straßen nach Matera.
Leider kommen alle guten Dinge mal zu einem Ende und auch wir haben nun den letzten Fahrttag erreicht. Heute ging es auf kurzer Strecke nach Bisceglie, aber natürlich nicht ohne noch ein paar Kurven zu genießen und unser letztes Tageshighlight zu besuchen. Wir verließen Matera wie wir hineingefahren waren., aber nach kurzer Zeit verlißen wir den bekannten Pfad und bogen ins Hinterland ab. Hier konnten wir noch mal schöne geschwungene Linien fahren und Puglias ländliches Leben bestaunen. Unseren Kaffeestop machten wir nachdem wir unsere Adventure-Bikes auf abenteuerlicher Strecke testen konnten. Der kleine Ort Irsina überzeugte mit schöner Aussicht und gemütlichem Kaffeeladen. Danach ging es an Gravina vorbei zum Castle de Monte, wo wir auch zum Mittagessen einkehrten. Das Schloss liegt auf einem Hügel von dem sich das Umland schön anschauen lässt und so ließ es sich der Großteil der Gruppe nicht nehmen noch einen Verdauungsspaziergang um die Schlossanlage zu machen. Von hieraus ging es nun Richtung Meer, über kleine Straßen durch Olivenhaine und Weinberge. Und bevor wir es uns versahen, erreichten wir auch schon unser Hotel. Eine gelungene letzte Fahrt und alle erreichten das Ziel, voll mit unvergesslichen Erinnerungen, neuen Eindrücken und jeder Menge Geschichten, die man Zuhause erzählen kann. Danke für die schöne Zeit und hoffentlich bis bald!