Abenteuer Machu Picchu

Wir begrüßen unsere Gäste aus Slowenien, Deutschland und den USA recht herzlich hier in Arequipa. Heute ist noch ein kurzes Briefing, bevor wir die Motorräder übernehmen. Alle sind in freudiger Erwartung die Tour morgen zu beginnen.
Unser erster Fahrtag führt uns von Arequipa hinunter zur Küste, dort schlängeln wir uns auf einer neu gebauten Straße bis zur Panamericana. Obwohl der Pazifik so nah ist, fällt hier kein Regen und die ganze Region ist eine Wüste mit riesigen Dünen, nur unterbrochen von engen grünen Flusstälern. Die heutige Nacht verbringen wir in Puerto Inka, einem Hafen den die Inka nutzten aber auch schon von früheren Kulturen angelegt wurde.
Heute ist ein kurzer Fahrtag. Wir erreichen Nasca, nach weiteren Kilometern an der Küste und anschließend durch die Wüste, schon gegen Mittag. Heute Nachmittag geht es für den Großteil der Gruppe zum Flug über die sagenumwobenen Linien von Nasca. Diejenigen, die nicht fliegen wollen fahren zum Aussichtsturm um hier zumindest einige Figuren und Linien zu sehen. Nach dem Turm steht noch ein Besuch an einen wasserführenden historischen Kanal, Aquädukt, an. Wir fühlen uns wie in einer Oase.
Nun verlassen wir die Wüste und begeben uns ins Hochland. Zum Start ist es bewölkt, aber nach einigen Kilometern durchbrechen wir die Wolken und schrauben uns auf den ersten 80 Kilometern auf eine Höhe von über 4000 Metern. Hier machen wir unsere Kaffeepause, wohl eine der höchsten der Welt. Unsere Mittagspause ist dann wieder tiefer in ca. 2.000 Meter Meereshöhe, doch danach geht es wieder bergauf, diesmal noch höher. Nachmittags sind wir längere Zeit auf einem Hochplateau um 4500 Metern unterwegs und wir fühlen den Mangel an Sauerstoff in diesen Höhen. Nun schnell wieder ins Tal auf 3000. ;-)
Ein weiterer unglaublicher Fahrtag. Die heutige Strecke scheint unzählige Knoten in die Landschaft zu zeichnen. Hoch und runter Kurven, Kurven, Kurven, warme Täler und erfrischende Höhen. Langsam akklimatisieren wir uns ein wenig, wir spüren die Höhe aber weniger als am Vortag. Es ist faszinierend die Pflanzenwelt in den Tälern dieser Höhen zu sehen, in europäischen Breiten wächst da schon lange nichts. Abends erreichen wir Ollantaytambo, unseren Ausgangspunkt zur morgigen Exkursion nach Machu Picchu, leider ohne Motorrad.
Heute fahren wir mit dem Zug. Nach dem Frühstück geht es per Zug durch das Urubambatal nach Machu Picchu Pueblo, vormals Aguas Calientes und von dort mit dem Bus hoch nach Machu Picchu. Die erst vor gut hundert Jahren wiederentdeckte Inkastadt ist noch zu 80% erhalten und bezaubert durch ihre Lage und Ausstrahlung. Auf einem Rundgang durch die antike Stadt erfahren wir viel über das damalige Leben und die Gebräuche der Inka. Nach dem Rundgang kehren wir auf gleichem Weg zurück nach Ollantaytambo. Auf dem Weg werden wir noch durch einheimische Musik und Tänze unterhalten.
Nachdem wir nun Machu Picchu besucht haben begeben wir uns heute nach Cusco. Auf dem Weg dorthin genießen wir wie schon die letzten Tage herrliche Landschaften bei bestem Wetter. Außerdem machen wir noch einen Halt bei den traditionellen Textilherstellern. In Cusco geht es zuerst nach Sacsayhuaman, die Felsmauern dieser historischen Stätte sind beeindruckend. Nach der Ankunft in unserem Hotel gehen wir zur Plaza de Armas hinunter, da übermorgen das Fest Inti Raymi, hier Wintersonnenwende, gefeiert wird ist die ganze Region in Feierstimmung und die Gemeinden präsentieren sich hier in ihren folkloristischen Kleidern mit Musik und Tänzen. Alle sind begeistert und fotografieren und filmen.
Die Wiege der Inka ruft uns heute. Der Legende nach sind die ersten Inka dem Titicacasee entstiegen, dann über das Altiplano in Richtung Cusco gezogen und haben von dort ihr Imperium aufgebaut. Obwohl die heutige Strecke nicht mit Kurven gesät ist genießen wir die Fahrt durch die abwechslungsreichen Landschaften. Am See angekommen bewundern wir das Farbenspiel des Sonnenuntergangs und bei Nacht den Sternenhimmel.
Wir sind schon Tagelang auf großen Höhen unterwegs, heute wollen wir aber noch höher hinaus. Zuerst besuchen wir aber noch die schwimmenden Inseln der Uros. Kaum zu glauben, dass hier Menschen aus den Schilf-artigen Gräsern Inseln mit Wohnraum bauen. Danach geht es übers Altiplano und tatsächlich über den höchsten Punkt unserer Reise auf knapp 5000 Meter und danach hinunter nach Chivay. Von oben hatten wir noch Ausblick auf die 8 umgebenden Vulkane, wovon einer sogar ständig Rauch ausstößt. Natürlich dürfen wir die anderen schneebedeckten Berge der Anden nicht vergessen.
Unser letzter Tag führt uns zur Colca Schlucht, die tiefste unserer wunderbaren Erde. Hier sehen wir das nächste Superlativ, den Condor. Dieser ist mit teils über 3 Metern Spannweite größte flugfähige Vogel der Welt. Auf dem Rückweg machen wir nochmal Pause in Chivay bevor es nochmal auf knapp 5000 Meter und dann hinunter nach Arequipa geht. Hier endet unsere höchst beeindruckende Tour. Beim Farewell Dinner haben wir noch ein besonderes Event, denn Ksenija hat mit ihrer nun 10. Tour den Status EBT Gold Member erreicht. Dies gilt es nun zu feiern. Wir wünschen allen eine gute Heimreise und hoffen auf ein baldiges Wiedersehen.