Die Pyrenäen gelten noch immer als Geheimtipp unter Motorradfahrern. Genau das macht ihren besonderen Reiz aus. Zwischen Spanien und Frankreich erwartet uns eine faszinierende Mischung aus spektakulären Landschaften, einsamen Bergstraßen und nahezu endlosen Kurvenkombinationen. Wer die Alpen liebt, sich aber nach weniger Verkehr und mehr Ursprünglichkeit sehnt, wird hier sein persönliches Paradies finden.
Unsere Reise beginnt in Badalona, unweit von Barcelona. Über die Autobahn verlassen wir die Metropole auf schnellstem Weg und lassen den dichten Stadtverkehr rasch hinter uns. Schon bald wechseln wir auf eine kurvenreiche Landstraße, die uns hinein ins katalanische Hinterland führt. Ziel der ersten Etappe ist das beeindruckende Kloster Montserrat, das hoch oben spektakulär über der Landschaft thront und einen eindrucksvollen Auftakt unserer Tour bildet. Von dort geht es weiter hinein in die abwechslungsreichen Hügel und Täler Kataloniens, wo die Straßen zunehmend ruhiger und die Kurven dafür umso verlockender werden.
Bereits am zweiten Tag legen wir einen Ruhetag ein – allerdings nur dem Namen nach. Statt die Füße hochzulegen, nutzen wir die Gelegenheit, einige der schönsten Motorradstrecken der Region ohne Gepäck zu erkunden. Kurve reiht sich an Kurve, während sich hinter jeder Bergkuppe neue Ausblicke eröffnen.
Anschließend führt uns die Route durch das Fürstentum Andorra und weiter nach Frankreich. Dort werden die Straßen noch schmaler, die Täler noch einsamer und der Fahrspaß nimmt kein Ende. Die französische Seite der Pyrenäen begeistert mit ihrem ganz eigenen Charakter: rau, ursprünglich und herrlich kurvenreich.
Ein besonderer Höhepunkt erwartet uns in Carcassonne. Zwei Nächte verbringen wir in der berühmten Festungsstadt und nehmen uns Zeit, die beeindruckende mittelalterliche Zitadelle zu erkunden. Von dort aus unternehmen wir einen Ausflug in die geheimnisvollen Montagne Noire, die „Schwarzen Berge“, deren verwinkelte Straßen wie geschaffen für Motorradfahrer sind.
Auf dem Rückweg nach Spanien folgen wir den Spuren der Katharer. Die spektakulär auf einem Felsgrat thronende Burg Peyrepertuse und die enge Schlucht von Galamus sorgen für unvergessliche Eindrücke. Hinter der Grenze verbringen wir die letzte Nacht, bevor uns die finale Etappe an die Mittelmeerküste führt.
Dort wartet mit der GI-682 ein krönender Abschluss der Reise. Die unscheinbare Straßenbezeichnung verrät nichts von dem, was dahintersteckt: eine der schönsten Küstenstraßen Europas. Kurven schmiegen sich an steile Klippen, das Meer glitzert tief unter uns, und jeder Kilometer lädt dazu ein, noch etwas länger unterwegs zu bleiben.
Die Pyrenäen vereinen alles, was eine großartige Motorradtour ausmacht: fantastische Straßen, grandiose Landschaften, kulturelle Highlights und überraschend wenig Verkehr. Wer einmal hier unterwegs war, versteht schnell, warum diese Region ein echtes Sehnsuchtsziel ist.
Von unserem schönen Hotel direkt am Strand von Badalona geht es zunächst auf Schnellstraßen aus Barcelona heraus. Unser erster Stop am heiligen Montserrat, dann geht es weiter in das Hinterland, rauf auf die Burg Cardona aus dem 11 Jahrhundert, bevor wir weiter nach Berga fahren. Nach unserem Lunch ist es plötzlich - ohne vorherige Ansage - schwarz am Himmel und später werden wir geduscht. Die Landschaft um uns herum ist toll, steile Felswände, viele Kurven, kein Verkehr und alle lachen als wir später eine zweite Dusche bekommen. Unser Hotel im Outback mit Swimming Pool ist nicht mehr weit!
Einige bleiben heute in unserem schönen Hotel, einige wollen sich die Rasttagsrunde auf dem Motorrad geben und die ist fahrerisch und landschaftlich wirklich toll. Michael interessiert sich für das Motorradmuseum, so splitten wir die Gruppe nach 2 schönen Pässen. Das Museum ist Klasse, was dort alles zusammengetragen und liebevoll restauriert wurde und auch noch wird ist beeindruckend!
Morgens ist die Luft noch kühl und wir starten Richtung Andorra, das Shopping Paradies in den Pyrenäen, um den Ordino Pass unter die Räder zu nehmen. Über den höchsten Pass der Pyrenäen, den Col d’Envalira mit 2.400m (~8.000 feet) verlassen wir Andorra und fahren runter nach Frankreich. Dort dann über den berühmeten Tour de France Pass Col de Pailhères in toller Landschaft um dann Single lane auf der anderen Seite die kurvige Strecke runter zu fahren. Der nachfolgende Canyon ist ein richtiger Spass mit eher Sweepern, aber mit 100% Konzentration. Jetzt wird es richtig heiß, 40°Celsius, noch einen Cafestop, dann kürzen wir ein wenig ein um schneller in das schöne Carcassone mit seiner mittelalterlichen Festung anzukommen. Für das Abendessen steigen wir hoch zu den Burgmauern und haben eine schöne Zeit in der Festung.
Es verspricht wieder ein heisser Tag zu werden. Also ein früher Start für unsere 6 Motorradfahrer, die den Pic Noir auf schmalen bewaldeten Straßen entdecken wollen. Von oben neben der Pershing II :-) ein spektakulärer Rundblick!
Dann wieder ab in den Wald und auf kurvigen Straßen geht es rüber oberhalb eines Konglomerat Canyons in das geschichtsträchtige Dorf Minerva, in dem ca. 140 Katharer im 13. Jahrhundert den Freitod gewählt haben, anstatt zur katholischen Kirche zu wechseln. Auf schnelleren Straßen und über den Kanal du Midi geht's wieder zurück zu unserem schnuckeligen Hotel in der Altstadt von Carcassonne. Unsere anderen Gruppenmitglieder genießen den Tag in Carcassonne und später sitzen wir alle zusammen im Schatten in unserer Altstadtgasse, genießen die Atmosphäre und tauschen Geschichten aus, sehr nett!!
Wow, was für ein Tag! Gleich hinter Carcassonne sind wir im Outback und 0 Verkehr auf unseren Single lane Straßen durch die hügeligen Vorpyrenäen. Einen kurzen Stich noch hoch zum Fort Peyrepertuse, dann fahren wir durch den spektakulären Gorge de Galamus in den die schmale und ausgesetzte Straße hinein gefräst wurde; neben uns geht es 300m hinunter.
Tilmann hat unser Picknick vorbereitet, was für eine erfrischende Überraschung für unsere Kunden.
Auf schnelleren Straßen fahren wir jetzt Richtung Arles sur Tech wo noch eine besonderes Highlight auf uns wartet, der Col d'Arles mit 1.500m. Oben angekommen, genießen wir die kühle Luft und die Sicht hinein nach Spanien. Nochmal 20km Kurven und wir gelangen zu unserem tollen Hotel in den Bergen. Ein super Abendessen und ein paar Drinks runden diesen tollen Fahrtag ab! What a beautiful day!
Unsere heutige Etappe beginnt genau so, wie man sich einen perfekten Motorradmorgen wünscht: Auf einer schmalen, kurvenreichen Straße machen wir uns auf den Weg nach Beget, einem malerischen, uralten Bergdorf. Die kühle Morgenluft, die schattigen Wälder und die ersten geschwungenen Kurven sorgen sofort für beste Stimmung.
Von dort führt uns die Route weiter nach Olot, das von sanften Hügeln umgeben ist – tatsächlich handelt es sich dabei um erloschene Vulkane. Die Stadt wurde 1474 durch ein verheerendes Erdbeben vollständig zerstört, präsentiert sich heute jedoch wieder als lebendiger und charmanter Ort. Hier gönnen wir uns die erste Kaffeepause des Tages und tanken Energie für die nächsten Kilometer.
Anschließend wartet wieder feinster Kurvenspaß auf uns. Über herrliche Landstraßen geht es in Richtung Banyoles, bevor uns die C-66 für ein kurzes Stück begleitet. Doch schon wenig später beginnt der nächste kurvige Abschnitt – eine wahre Achterbahnfahrt für Motorradfahrer. Kurz darauf erreichen wir die Küste.
Sant Feliu de Guíxols empfängt uns mit einem traumhaften Sandstrand, mediterranem Flair und zahlreichen einladenden Restaurants. Natürlich stehen hier fangfrischer Fisch und Meeresfrüchte ganz oben auf den Speisekarten.
Das absolute Highlight des Tages folgt jedoch im Anschluss: die legendäre GI-682. Die rund 21 Kilometer lange Küstenstraße zwischen Sant Feliu de Guíxols und Tossa de Mar zählt zu den schönsten Motorradstrecken Spaniens – und für viele sogar zu den spektakulärsten Europas. Kurve reiht sich an Kurve, dazu atemberaubende Ausblicke auf das tiefblaue Mittelmeer – Fahrspaß und Landschaft verschmelzen hier zu einem unvergesslichen Erlebnis.
Doch irgendwann hat auch die schönste Kurvenstrecke ein Ende. Für die letzten Kilometer nehmen wir die Autobahn, die uns auf direktem Weg zurück nach Badalona bringt. Dort wartet Holger bereits in der Garage – natürlich mit einem gut gekühlten Bier zur Begrüßung.
Nach einem großartigen letzten Fahrtag neigt sich eine rundum gelungene Tour langsam ihrem Ende entgegen. Am Abend kommen wir noch einmal gemeinsam bei einem leckeren Essen zusammen, lassen die schönsten Momente Revue passieren und schmieden vielleicht schon die ersten Pläne für das nächste Motorradabenteuer.