Kurvenparadies Eifelgebirge CGX2601

Alles beginnt mit unserem Welcomebriefing. Mark und Heiko begrüßen unsere Gäste im Hotel Fürstenhof in Bad Kreuznach, unserem Startpunkt für unsere 10 tägige Fahrt durch Deutschland, Niederlande, Belgien, Luxemburg und Frankreich. Die Besonderheiten der Tour und wichtige Sicherheitsregeln während der Fahrt und in Gruppe werden unseren Gästen vorgestellt. Die Vorfreude steigt auf dem morgigen Tag, wenn es endlich losgeht. Es ist soweit - am nächsten Morgen - aufsitzen, losfahren und Spaß haben. Zügig geht es raus aus Bad Kreunach Richtung Rhein. Unsere Fahrt schlängelt sich zunächst am Ufer des Rhein entlang mit einer malerischen Aussicht. Viele Schlosser und spektakuläre Ausblicke begleiten uns. Der Lorely Felsen darf natürlich nicht fehlen. In Koblenz statten wir Kaiser Wilhelm auf seiner Reiterstatue einen Besuch ab. Am deutschen Eck fliessen Mosel und Rhein zusammen. Der Rhein fliesst dann weiter Richtung Nordsee. Nun begleitet und das Moselufer für die nächsten 40 Kilometer. Eingebetet von Weinbergen folgen wir Richtung Cochem. Noch ein kurzer Kaffeestop um durch die Stadt zu schlendern und ab geht‘s Richtung Nürburgring. Unser Hotel liegt direkt an der Rennstrecke und wir können das Benzin in der Luft riechen. Ein schöner und auch heißer Fahrtag geht zu Ende mit einem leckeren Abendessen und Gesprächen an der Bar
Unser Tag startet mit einem reichhaltigen und üppigen Frühstück direkt neben der Rennstrecke. Das Wetter ist mit 28 Grad und leichter Brise sehr angenehm. Dann heißt es "aufsitzen" und ab ins Ahrtal. Leichte Kurven zum warmfahren und schattige Wälder wechselten sich regelmäßig ab - bis wir von Weinreben begrüßt werden, wir sind da! Angekommen in Ahrweiler entledigen wir uns erstmal der aufgewärmten Kleidung und schlendern langsam durch das idyllische alte Städchen hin zum Cafe. Auf der schattigen Terrasse des Marktplatzes lässt es sich gut aushalten - Der Kaffee schmeckt und John gab eine Runde Teilchen für die Gruppe aus. Nach einer kurzen Stärkung ging es dann für uns weiter Richtung Bad Münstereifel. Auf dem Weg aus dem Ahrtal haben wir uns mit einer wundervollen Aussicht ins Tal verabschiedet und richtung Wälder aufgemacht. Die sehr kurvigen, teils engen und unebenen Straßen hat die Gruppe mit freude gemeistert und wurde anschließend mit einer kühlen Waldfahrt an Effelsberg vorbei belohnt. Angekommen in Bad Münstereifel legten wir einen kurzen Trinkstopp ein und machten uns weiter Richtung Nationalpark auf. Die breiten und gut ausgebauten Straßen trugen uns langsam aus dem Münstereifeler Tal heraus. Zwischen Zingsheim und Kall konnte die Gruppe dann Gas geben und die weiten Kurven genießen. Eine großartige Aussicht über die hektargroßen Felder, vorbei an einigen Aussiedlerhöfen versprachen tollen Fahrspaß! Durch das wunderschöne gemünder Tal wurden wir dann nach Einruhr für ein wohlverdientes Mittagessen geleitet. Der letzte Streckenabschnitt nach unserem Mittagessen versprach eine kühle Abwechslung. Aus der kurvigen Bergfahrt wurde eine smoothe Waldtour mit frischer Brise. Einige schöne Kurven später kamen wir in Aachen an. Nach einer aufgeheizten Stadtdurchfahrt erwartete uns Heiko schon mit einem kühlem Bootbeer am Hotel! Prost!
Und los geht es heute. mit unserer Fahrt nach Bouillon. Wir verlassen Aachen auf dem schnellsten Weg und ruckzuck sind wir in den Niederlanden. Hier wandern wir am Obelisk des Dreiländerecks von Deutschland in die Niederlande und dann nach Belgien in 2 Sekunden :-). Weiter geht es zu einem geschichtsträchtigen Mahnmal - dem Henri-Chapelle Memorial. Hier starben im November/ Dezember 1944 8000 US Soldaten als sie HiltlerDeutschland zurückdrängten und entscheidend dazu beitrugen, dass der Krieg zu einem baldigen Ende kam. Wir sollten das nicht vergessen. Wir haben uns noch kurz gemeinsam zu diesen Geschehnissen ausgetauscht bevor es weiter ging zu unserem ersten Kaffeestop des Tages. Es ging hoch hinaus mit einer fantastischen Aussicht auf den Gileppe Stausee. Mit einem guten Kaffee gestärkt folgte das nächste Highlight. der Cirque des Spa, der belgischen Rennstrecke, wünderschön in den Ardenen gelegen. Hier war viel los. Am Wochenende findet eine Veranstaltung statt. In Stavelot staunten wir nicht schlecht als wir die vielen ausgestellten Rennwagen und Rennmotorräder angeschaut haben. Ein toller Platz in einem alten Kloster und …. es war wunderbar kühl in den Ausstellungsräumen. Heute war wieder ein sehr heißer Tag mit fast 40 Grad - puhhh. Mark hat uns mit einem Picknick überrascht. Mark - danke, hat klasse geschmeckt. Gestärkt und ausgeruht wartete der letzte Photostopdes heutigen Tages auf uns - DAS Photomotiv der Ardennen -das Panorama de Frahan bei Rochehaut-. Wer in den Ardennen unterwegs ist, sollte dieses schöne Panorama gesehen haben. 40 Kilometer weiter, noch einmal tanken und wir erreichten unser Ziel in Bouillon. Von unserem Hotelzimmer aus hatten wir einen schönen Blick auf die Burg von Bouillon. Es war heute ein wirklich sehr heißer Tag mit vielen Eindrücken. Noch ein kurzer Spaziergang nach dem Abendessen, bevor der Tag zu Ende ging.
Nach einer Nacht im idyllischen Boullion und einem stärkenden Frühstück am Morgen starten wir Richtung Château de Sedan. Die Eifel typische Straßenführung und der kühlende Waldschatten bringt uns schon nach einer Dreiviertelstunde ans Ziel. Angekommen am Château sind alle bereits von dem Anblick und der Größe des Schlosses beeindruckt, nach einem Rundgang und kurzer Pause im mittelalterlich eingerichteten Café machen wir uns weiter zum Fotostopp auf. Auf dem Weg zum Fotostopp Butte de Stonne änderte sich das Landschaftsbild allmählich, und wir fahren vom walderfüllten Gebirge in ein gemaltes Panorama der französischen Provinz. Angekommen am Fotostopp können wir uns auf dem Ausblick oberhalb des Tals einen guten Überblick über die Gegend und die Richtung unseres nächsten Ziels verschaffen. Weiter auf unserer Route fahren wir durch immer flacher werdende ländliche Gegenden und deren kleinen verschlafenen Dörfern. Unser Weg führt uns zu einem kurzen Stopp an der Marginot Linie. Mit einer kalten Cola und klimatisiertem Museum lässt sich die Geschichtsstunde über die Bunkeranlage sehr gut aushalten. Zurück auf der Straße Richtung Orval freuen wir uns bereits auf das Mittagessen, ganz in der Nähe der Abtei. Mit lokalen Gerichten und typisch belgischen Spezialitäten lassen wir es uns im Restaurant gut gehen. In der Abtei legten wir einen kurzen Stopp im Souvenirshop ein und machten uns anschließend gestärkt auf den Weg nach Luxemburg.
Heute ist unser Rasttag. Entweder eine Motorradtour um Luxemburg herum oder den Tag auf eigene Faust selber gestalten. Unsere amerikanischen Freunde haben den Tag selber gestaltet und mit unseren Brasilianern haben wir eine Motorradrunde durch Luxemburg gemacht. Schöne Landschaften, kleine Strassen, ein leckerer Kaffeestop mit Eclairs, ein Spaziergang zu einem Wasserfall, Burgen und Schlösser fotografiert und die Kurven genossen. Was will der Biker mehr. Rechtzeitig vor der Nachmittagshitze waren wir wieder zurück. Abendessen beim Italiener. - Perfekt
Nach einer weiteren entspannten Nacht in Luxemburg hieß es nun: Aufbruch! Mit Frühstück im Bauch schwangen wir uns auf die Bikes und machten uns auf den Weg Richtung Frankreich. Ja näher wir an unseren Stopp kamen, desto mehr änderte sich das noch recht städtische luxemburgische Bild zu einem mehr und mehr werdenden klassisch französischen Provinzstil. Die Straße führte uns direkt in ein kleines einheimisches Café nach Landres. Nach einer kurzen Verschnaufpause bei schon immerhin 34 Grad (angemerkt um 10:00 Uhr morgens) ging es weiter nach Verdun. Die Landschaft änderte sich allmählich von Weizenfeldern überzogenen Szenen zu Wäldern mit vielen Kurven. Ehe wir uns versahen waren wir auf den Straßen inmitten des historischen Schlachtfeldes von Verdun. Nach einer sehr interessanten Tour durch das Museum, machten wir uns auf den Weg zu dem Soldatenfriedhof. Trotz der sehr bedrückenden Geschichte, waren die Gräber dezent und ehrvoll hergerichtet - man spürte, dass selbst nach all der vergangenen Zeit, die gefallenen Soldaten nicht in Vergessenheit geraten sollen. Nach dieser sehr interessanten und langen historischen Exkursion hatten wir alle ziemlich Hunger. Glücklicherweise wartete Heiko bereits mit samt hergerichteten Picknick direkt um die Ecke auf uns. Nachdem die Reservetanks wieder voll waren, machten wir uns zum Cafestopp ins kleine Städtchen Saint-Mihiel auf. Aus dem schattenspendendem Wald herausgefahren, ging es allmählich wieder zurück in die Provinz. Wir durchfuhren einige kleine Dörfer, sind an duzenden erntereifen Feldern vorbeigefahren und freuten uns bereits auf eine Erfrischung! Nachdem wir den Kaffee durch eine kühle Limo getauscht haben ging es für uns weiter Richtung Nancy. Auf dem Weg nach Nancy hielten wir an einem atemberaubenden Monument - das Butte de Montsec. Von der Bauweise und dem Ausblick völlig beindruckt setzen wir langsam aber sicher unsere Reise nach Nancy fort. Wir wurden dichter besiedelten Gegenden begrüßt und kamen schließlich in unserer Zielstadt Nancy an.
Heute ist unser vorletzter Fahrtag und sicherlich ein fahrerisches Highlight. Von Nancy aus geht es auf schnellstem Wege die ersten 60 Kilometer über die Autobahn in Richtung Vogesen. Wir verlassen die Autobahn und machen unseren ersten Kaffeestop, bevor es so richtig losgeht. Die Vogesen sind ein französisches Mittelgebirge. Auf deutscher Seite liegt der Schwarzwald. Beide Mittelgebirge sind getrennt von der Rheinebene. Heute geht es um das schöne Fahren auf kurvigen und kleinen Strassen. Wenigen Autos werden wir begegnen. Die Lignie Maginot wird wieder mehrfach unseren Weg kreuzen. Da wir bereits an einem anderen Fahrtag die Befestigungsanlagen der Linie Maginot angeschaut haben, lassen wir dies heute aus. Beim ehemaligen Konzentrationslager Struthof halten wir an und jeder von uns macht sich seine Gedanken was hier damals passiert ist. Es geht nach 30 Minuten weiter durch die schöne Landschaft. Nach dem Mittagessen noch ein weiterer kurzer Stop zum Trinken, wieder sehr heiß heute, und nach 306 Km erreichen wir unser Hotel in Rott. Neben dem Hotel befindet sich die Winzergenossenschaft. Noch eine leckere Weinprobe bevor wir dann im Hotel ein sehr gutes französisches Abendessen geniessen dürfen. Ein anstrengender und aufregender Tag liegt hinter uns.
Der letzte Fahrtag bricht an und beginnt mit einem verregnetem aber immerhin kühlen Morgen. Pünktlich nach dem Frühstück stellte sich der Regen ein und machte Platz für unseren Aufbruch in die französischen Grenzregion. Unser erster Stopp führte uns zur Burg Fleckenstein, dazu eine Aussicht auf die tief hängenden Wolken war ein willkommener Start unserer Tour. Nach unserem ersten Stopp führte uns die gut ausgebaute und mittlerweile trockene Straße zur nächsten Burg. Traumhafte Kurven und kühle Luft machten die Fahrt zu einem unheimlich angenehmen Abenteuer. An der Burg Gräfenstein angekommen, mussten wir unsere Wanderschuhe auspacken und einen kleinen Fußmarsch hinlegen. Der Aufwand war nicht umsonst; wir wurden mit einer gut erhaltenen Burgruine und einer großartigen Aussicht auf die umliegende Region belohnt. Eine kurze Pause später ging es für uns weiter nördlich, Richtung Moseltal zurück. Langsam verabschiedeten sich die dichten Wälder und Hügel, und leiteten uns in eine völlig andere Szenerie. Weinreben so weit das Auge reicht. Auf unserer Fahrt zum Hambacher Schloss durchfuhren wir kleine Dörfer, konnten Weintrauben beim wachsen zu sehen, dann waren wir da! Das Hambacher Schloss als eines der imposantesten und geschichtsträchtigsten Orte Deutschlands ist wirklich etwas besonderes. Im Restaurant des Schlosses gab es für uns erst mal ein verdientes Mittagessen, dazu noch eine Aussicht auf die Hektar großen Weinfelder war wirklich unvergleichlich. Sobald alle satt waren machten wir uns auf den Weg nach Bad Kreuznach. Zurück an unserem Startpunkt begrüßte uns Heiko bereits. Unser Farewell Dinner am Abend war nochmal eine gute Chance die gemeinsamen Erlebnisse Revue passieren zu lassen und ausgiebig über die interessantesten und schönsten Momente zu sprechen. Wir beenden diesen Blog mit folgendem Satz: 43 Grad, eine großartige Gruppe, viel gelacht, viel erlebt - es war uns eine Ehre!