3FI2601 (18.07.26 - 29.07.26) - Iceland - Fire and Ice

Willkommen in Reykjavík!!! Es ist endlich soweit – unsere unvergessliche Reise durch das Land aus Feuer und Eis beginnt! Den Auftakt macht unser Welcome Briefing, bei dem sich unsere Gruppe zum ersten Mal trifft. Auch wenn es uns allen schon in den Fingern kribbelt und wir am liebsten sofort losfahren würden, starten wir unsere Tour mit dem Briefing unsere Gäste die Schlüssel zu ihren Motorrädern erhalten und einen ausführlichen Einblick in das Abenteuer, das vor uns liegt. Wir sprechen über die Route, die spektakulären Landschaften, die wir erleben werden, und geben wichtige Tipps, worauf man beim Motorradfahren in Island besonders achten sollte. Das Wetter, die Straßen und die Natur können hier schnell wechseln – eine gute Vorbereitung gehört deshalb einfach dazu. Anschließend lassen wir den Abend bei unserem ersten gemeinsamen Essen ausklingen. Schnell entstehen die ersten Gespräche, und der eine oder andere erinnert sich an vergangene Touren mit Jan und mir. Alte Geschichten werden erzählt, neue Freundschaften geknüpft und die Vorfreude auf die kommenden Tage wächst mit jeder Minute. Vielleicht klingt dieser erste Tag noch nicht nach großem Abenteuer – aber er ist der perfekte Start in eine außergewöhnliche Reise. Denn morgen ist es endlich soweit: Wir schwingen uns auf unsere Motorräder und unser Island-Abenteuer beginnt. Wenn ihr euch fragt, wie es ist, Island auf zwei Rädern zu erleben, dann begleitet uns hier auf unserem Blog. Mit Bildern, Geschichten und vielen Eindrücken möchten wir euch die Faszination dieser einzigartigen Insel näherbringen – und vielleicht sogar eure Reiselust wecken. In diesem Sinne: Viel Spaß beim Mitreisen! Das war unser erster Tag. Jan & Axel
Endlich ist es soweit: Wir schwingen uns auf unsere Maschinen und erkunden Island. Voller Tank, leere Blase – und los geht’s! Erster Halt ist das Wikingermuseum. Dort gibt es ein riesiges, noch immer fahrtüchtiges Wikingerschiff, beeindruckenden Schmuck und witzige Wikingerkleidung. Und guten Kaffee! Dann reisen wir in fünf Minuten zehnmal von Nordamerika nach Europa. Das liegt an den beiden Kontinentalplatten, die hier aufeinandertreffen. Dieser Hotspot ist auch der Grund für die Existenz Islands. Am Geiser Gunnuhver sehen und riechen wir die rohe Kraft der Natur. Dieselbe Kraft, die thermische Hitze, wird in der Blauen Lagune auf wunderschöne Weise demonstriert. Hier genießen die Besucher das gesunde, warme Wasser, das gut für die Haut sein soll. Nach einem leckeren Mittagessen bei Max's geht es weiter zum Kleifarvatn-See. Um uns etwas aufzuwärmen, machten wir Halt in einem Café, wo es die größte Languste Islands gab und man einen tollen Blick aufs Meer hatte. Alles in allem ein entspannter Start in unseren ersten Fahrtag. Vielen Dank an alle, die für einen sicheren Tag gesorgt haben.
Island ist ein Land mit vielen Gesichtern. Grau, nass, windig und kalt. Wie gestern. Und blau, trocken und warm. Wie heute. Es fällt uns wirklich schwer, den Blick auf die Straße zu richten, denn wir sind ständig von der wunderschönen Küste und dem Blick auf den Atlantik fasziniert. Wahrscheinlich haben wir in der Ferne sogar Robben gesehen! Am 66. Breitengrad feiern wir die Überquerung des Polarkreises. Das Heringsmuseum ist authentisch und daher sehr unterhaltsam. Es ist beeindruckend zu sehen, wie Milliarden Tonnen Hering hier verarbeitet wurden. Hauptsächlich wegen des sehr reichhaltigen Öls. Unser Mittagessen in Hauganus wird uns in Erinnerung bleiben, dank des fermentierten Hais Hákarl, den wir essen. Gar nicht so schlimm wie die anderen. In Akureyri besuchen wir das Motorradmuseum. Die interessante Sammlung beherbergt einige Motorräder, die wir früher selbst besessen haben. Das sagt wohl einiges über unser Alter aus … Und da haben wir es, eines der vielen Gesichter dieser beeindruckenden Insel.
Tag 5 – Wasserfälle, Vulkane & Wale | Von Akureyri nach Húsavík Die heutige Etappe gehört zwar zu den kürzeren unserer Reise, steckt aber voller Highlights und zeigt einmal mehr, wie abwechslungsreich Island sein kann. Wir verlassen Akureyri auf einer herrlichen Schotterstrecke über die Berge. Kurvenreiche Serpentinen führen uns hinauf und belohnen uns mit spektakulären Ausblicken über den Eyjafjörður, bevor wir wieder auf die Ringstraße treffen. Unser erster Stopp ist der beeindruckende Goðafoss, der berühmte „Wasserfall der Götter“. Seinen Namen erhielt er um das Jahr 1000, als Island das Christentum annahm und der Überlieferung nach die alten Götterstatuen hier in die Fluten geworfen wurden. Ein Ort, an dem Natur und Geschichte auf einzigartige Weise miteinander verschmelzen. Anschließend führt uns die Route in die faszinierende Vulkanlandschaft rund um den Mývatn-See, die vor rund 3.800 Jahren durch gewaltige Vulkanausbrüche entstand. Einer der Höhepunkte ist Dimmuborgir – ein Labyrinth aus bizarren Lavaformationen, Höhlen und Felstürmen, das wirkt, als wäre es direkt einer Fantasy-Welt entsprungen. Kein Wunder, dass sich um diesen Ort zahlreiche Sagen und Legenden ranken. Von dort geht es auf landschaftlich wunderschönen Straßen weiter nach Húsavík, dem charmanten Fischerort an der Nordküste, der als Europas Hauptstadt der Walbeobachtung gilt. Natürlich durfte eine Walbeobachtungstour in der Skjálfandi-Bucht nicht fehlen – und sie war jeden einzelnen Moment wert. Nur wenige Meter von unserem Boot entfernt tauchten mehrere Buckelwale auf, ein unvergessliches Erlebnis, das uns einmal mehr zeigte, wie einzigartig die Natur Islands ist. Jeder Tag dieser Reise offenbart eine neue Seite des Landes aus Feuer und Eis. Tosende Wasserfälle, uralte Vulkanlandschaften, einsame Schotterpisten und beeindruckende Tierwelt – Island überrascht uns immer wieder aufs Neue. Nach einem weiteren fantastischen Tourentag freuen wir uns bereits auf morgen. Dann wartet wieder ein echtes Offroad-Abenteuer auf uns – durch einige der spektakulärsten und abgelegensten Landschaften Islands. Bleibt gespannt auf weitere Eindrücke aus Island – und genießt bis dahin die Bilder! Bis bald, Jan & Axel
Tag 3 – F35 Hochlandabenteuer - Zwischen Gletschern und endlosen Schotterpisten Heute stand einer der absoluten Höhepunkte unserer Reise auf dem Programm – unser erster großer Offroad-Tag. Von den grünen Landschaften im Süden führte uns die legendäre F35, auch Kjölur-Route genannt, mitten hinein in das wilde Herz des isländischen Hochlands. Die berühmte Hochlandpiste verläuft zwischen den mächtigen Gletschern Langjökull und Hofsjökull und zählt zu den spektakulärsten Schotterstraßen Islands. Bevor wir jedoch die Highlands erreichten, wartete zunächst ein weiterer Klassiker auf uns: der Golden Circle. Diese berühmteste Reiseroute Islands verbindet einige der beeindruckendsten Naturwunder der Insel – allen voran den mächtigen Gullfoss. Der „Goldene Wasserfall“ gehört zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten des Landes. Die Schmelzwasser des Gletscherflusses Hvítá stürzen hier über zwei gewaltige Kaskaden rund 32 Meter tief in eine enge Schlucht. An sonnigen Tagen donnern bis zu 1.400 Kubikmeter Wasser pro Sekunde in die Tiefe und zaubern leuchtende Regenbögen in den aufsteigenden Sprühnebel. Heute zeigte sich Gullfoss jedoch von seiner typisch isländischen Seite: dichter Nebel, Regen und tief hängende Wolken verliehen dem Wasserfall eine beinahe mystische Stimmung. Der Morgen begann genau so, wie man sich Island oft vorstellt – Regen, Nebel und schlechte Sicht machten die ersten Kilometer zu einer kleinen Herausforderung. Doch je weiter wir in Richtung Hochland fuhren, desto mehr änderte sich das Bild. Pünktlich zur Mittagspause trocknete die Strecke langsam ab, die Wolken rissen auf und die Sicht wurde von Minute zu Minute besser. Mit den trockeneren Schotterpisten stieg auch der Fahrspaß sprichwörtlich um 150 Prozent. Mit jedem Kilometer auf der F35 wurde deutlicher, warum diese Route zu den schönsten Motorradstrecken Islands zählt. Endlose Schotterpisten, schwarze Lavafelder, weite Hochlandebenen und eine Landschaft, die sich hinter jeder Kurve verändert, machten diesen Tag zu einem echten Abenteuer. Eigentlich hätten uns links und rechts die gewaltigen Gletscher Langjökull und Hofsjökull begleitet – doch das isländische Wetter hatte andere Pläne. Dichte Wolken verhüllten die Eisriesen den ganzen Tag und ließen nur erahnen, welche gewaltige Kulisse sich dahinter verbarg. Aber genau das macht Island aus: Die Natur zeigt sich nicht immer von ihrer perfekten Postkartenseite. Stattdessen schenkt sie Momente, die rau, ursprünglich und authentisch sind – und gerade deshalb lange in Erinnerung bleiben. Unsere bunt gemischte Gruppe meisterte den ersten Offroad-Tag mit beeindruckendem Teamgeist, jeder Menge Fahrspaß und einem breiten Grinsen hinter dem Visier. Für viele war es die erste längere Etappe auf losem Untergrund, doch spätestens nach den ersten Kilometern war das Vertrauen in Motorrad und Fahrtechnik da. Aus anfänglichem Respekt wurde pure Begeisterung. Vorbei am gewaltigen Blöndulón-Stausee führte uns die Route schließlich hinunter nach Sauðárkrókur. Dort wurden wir am Abend noch einmal belohnt: Der Blick über die weite Bucht, das ruhige Wasser und die besondere Stimmung des Nordens bildeten den perfekten Abschluss eines unvergesslichen Tages. Ein perfekter Auftakt in das isländische Hochland: nass gestartet, trocken angekommen und mit jeder Menge neuer Erfahrungen, unvergesslicher Eindrücke und echtem Abenteuer im Gepäck. Genau für solche Tage kommt man nach Island.
Mit dem Geruch der örtlichen Fischfabrik noch in der Nase brechen wir von Húsavík auf und fahren die erste Stunde entlang der herrlichen Küste. Die Wolken, die Wellen, das grüne Gras und der blaue Himmel ergeben ein perfektes Bild! Im Asbyrgi-Canyon sind wir ganz allein. So können wir die magische Atmosphäre dieser hufeisenförmigen Schlucht in vollen Zügen genießen. Nicht weit davon entfernt liegt der Hafragilsfoss, besonders die Fahrt dorthin ist wunderschön. Der Anblick dieses Wasserfalls ist atemberaubend! Und gerade als man denkt, es geht nicht besser, wird es das. Denn da ist der Dettifoss! Der größte Wasserfall Europas. Man fühlt sich winzig klein und ist überwältigt von der Kraft der Natur. Weiter geht es auf guten, festen Schotterwegen durch eine Landschaft, die an die Mondoberfläche erinnert. An unserem Mittagsplatz sehen wir auch einige Tiere: Hunde, Schafe, eine Ziege und sogar ein Rentier! Und ja! Vor uns liegt noch ein wunderschönes Stück Offroad-Strecke! Diesmal führt sie zum Stuðlagil-Canyon. Bekannt für seine hoch aufragenden, sechseckigen Basaltformationen und den leuchtend türkisfarbenen Fluss, erlangte der Canyon internationale Bekanntheit, nachdem der Wasserstand der Jökulsá á Dal (Jökla) aufgrund des Wasserkraftwerks Kárahnjúkar reduziert wurde. Da wir zwei Nächte in unserem nächsten Hotel verbringen, haben wir das Glück, dass es wunderschön am Lagarfljót-See liegt. Ein Bad im Whirlpool, ein kühles Bier und ein gutes Essen sind der perfekte Abschluss für diesen schönen Tag!
Was erwartet einen bei einer Ruhetagfahrt an der Ostküste Islands? Schneebedeckte Berge, Wasserfälle, ein Schiffswrack, ein atemberaubend schöner Fjord, ein Leuchtturm und fantastische Ausblicke bis zum Horizont. Es ist immer schwer zu sagen, welcher Fahrtag der schönste ist, aber dieser kommt dem schon sehr nahe. Die Straße, die sich am Fjord entlangschlängelt, ist im Winter mit 6 Metern Schnee bedeckt. Aber nicht heute. Heute haben wir 18 °C und strahlend blauen Himmel. Zurück im Hotel bleibt noch genügend Zeit, um im Whirlpool zu entspannen, ein kleines Nickerchen zu machen und eines der vielen lokalen Biere zu probieren.
Von den Ostfjorden zum Gletscher | Egilsstaðir nach Höfn Heute führte uns unsere Tour von Egilsstaðir entlang der wilden Ostküste bis nach Höfn – eine Etappe voller Kontraste, spektakulärer Landschaften und einer ordentlichen Portion Abenteuer. Unser erster Stopp war das Snæfellsstofa Besucherzentrum, das Tor zum Vatnajökull-Nationalpark. Hier erfährst du, warum dieses Gebiet zu den beeindruckendsten Naturlandschaften Europas gehört. Der gewaltige Vatnajökull bedeckt rund 8.100 Quadratkilometer – etwa acht Prozent der gesamten Landfläche Islands – und ist damit der größte Gletscher Europas. An manchen Stellen ist das Eis über einen Kilometer dick, während sich darunter einige der aktivsten Vulkane des Landes verbergen. Zahlen, die kaum vorstellbar sind... bis du schließlich selbst davorstehst. Doch bevor wir den Gletscher aus nächster Nähe erleben, wartete erst einmal ein atembraubende Fahrt auf uns. Über Schotterpisten ging es zum beeindruckenden Folaldafoss und anschließend über den legendären Öxi Pass. Perfektes Timing: Während wir im Besucherzentrum waren, verzogen sich die Regenwolken und machten Platz für fantastische Ausblicke. Nach zahlreichen Fotostopps erreichten wir schließlich Djúpivogur, eine kleine traditionsreiche Fischerstadt direkt an der Ostküste. Genau der richtige Ort für eine entspannte Mittagspause, bevor wir unsere Reise entlang der Küstenstraße fortsetzten. Und was für eine Straße das ist! Hinter nahezu jeder Kurve wartet ein neues Panorama: steile Berge, tiefblaue Fjorde und unendlich weite Landschaften. Die Sonne zeigte sich von ihrer besten Seite – nur der kräftige isländische Wind erinnerte uns daran, dass wir hier immer noch mitten im Nordatlantik unterwegs sind. Das machte die Fahrt manchmal anspruchsvoll, aber genau das gehört zum Motorradfahren in Island dazu. Als wir unser Tagesziel Höfn erreichten, gab es noch eine kleine Überraschung. Natürlich konnten wir uns einen zusätzlichen Offroad-Abstecher nicht entgehen lassen. Die Schotterpiste führte uns bis zur Gletscherzunge der Hoffellsjökull, wo wir bereits einen ersten Vorgeschmack auf das bekamen, was uns morgen erwartet. Ein weiterer unvergesslicher Tag liegt hinter uns – voller Kurven, Schotter, Wasserfälle, Gletscher und unglaublicher Ausblicke. Aber das eigentliche Gletscher-Highlight wartet noch... Was genau wir morgen erleben? Das verraten wir dir im nächsten Blog. Also schau morgen wieder vorbei! Bis morgen! Jan & Axel
Heute gibt es viele unaussprechliche Namen. Unser erster Fotostopp ist am Gletscher Skálafellssjökull. Wunderschön im glitzernden Sonnenlicht, unter blauem Himmel und auf weißem Eis! An der Lagune Jökulsárlón fahren wir mit einem Amphibienfahrzeug. Wir treiben an uralten Eisbergen entlang und fühlen uns winzig klein. Die Eisbrocken stammen vom Gletscher Breiðakerkurjökull. Der Gedanke, dass dieses Eis Tausende von Jahren alt ist, regt zum Nachdenken an. Ein einmaliges Erlebnis! Weiter hinauf fahren wir entlang des höchsten Berges Islands, des Hvannadalshnúkur (2110 m). Kurz vor dem Mittagessen erwartet uns ein weiteres Highlight. Wirklich! Wir wandern ein Stück und sind überwältigt vom Anblick des Gletschers Skálafellssjökull! So viel Eis, Hunderte von Metern, das langsam ins Tal geschoben wird. Wahnsinn! Noch ein Wasserfall? Na klar! Der Stopp am ðveráfoss hat sich definitiv gelohnt. Und das ist noch nicht alles! Im Gegenteil, das Beste kommt erst noch! Wir fahren abseits der Straße zum Fagrisfoss, dem schönsten Wasserfall, den wir bisher gesehen haben. Und erst die Straße dorthin! Mehrere Wasserdurchfahrten und dazwischen schöne Schotterabschnitte. Es ist ein tolles Gefühl, die körperlichen und mentalen Herausforderungen gemeistert zu haben. Ein wohlverdientes Bier zum Abschluss ist der perfekte Ausklang des Tages. Aber Moment mal, es ist noch nicht vorbei! In Laufnähe zu unserem Hotel befindet sich eine Brauerei. Und da wir gerne mit Einheimischen in Kontakt kommen, statten wir ihnen dort einen Besuch ab. Zurück im Hotel erwartet uns eine Überraschung von Axel: Whisky mit Gletschereis! Ein Stück tausend Jahre altes Eis im Whisky – ein wirklich einzigartiges Erlebnis!
Puffins, Wasserfälle & Feuer unter unseren Füßen Kirkjubæjarklaustur nach Geysir Nach den spektakulären Tagen im Südosten Islands stand heute eine etwas entspanntere Etappe auf dem Programm. Doch wer denkt, dass es dabei weniger zu entdecken gibt, wird in Island schnell eines Besseren belehrt. Die Landschaft entlang der Südküste begeistert auf jedem Kilometer. Direkt hinter Kirkjubæjarklaustur fahren wir durch die gewaltigen Lavafelder, die beim Ausbruch der Laki-Spalteim Jahr 1783 entstanden sind. Was damals eine lebensfeindliche Landschaft war, ist heute von einem dichten, leuchtend grünen Moosteppich überzogen – ein fast surrealer Anblick und typisch Island. Kurz darauf erreichen wir den berühmten Black Sand Beach bei Vík. Tiefschwarzer Lavasand, tosende Wellen des Nordatlantiks und die markanten Felsnadeln vor der Küste bilden eine Kulisse, die man nicht so schnell vergisst. Nur wenige Minuten später wartet bereits das nächste Highlight: Kap Dyrhólaey. Das gewaltige Felsentor ist eines der bekanntesten Fotomotive Islands – und in dieser Jahreszeit wird die Szenerie von unzähligen Papageientauchern übernommen. Überall fliegen, landen und starten die kleinen, bunten Vögel. Gefühlt waren es 2.526 Puffins... und mindestens 200 Fotos später konnten wir uns endlich wieder von diesem Spektakel losreißen. Zurück auf der Ringstraße führt uns die Strecke weiter Richtung Westen zum mächtigen Skógafoss. Aus 60 Metern Höhe stürzt das Wasser in die Tiefe und sorgt für eine beeindruckende Gischt. Von unten wirkt der Wasserfall gewaltig – wer die Treppen nach oben nimmt, wird zusätzlich mit einem fantastischen Blick über die Küste und oft sogar mit einem Regenbogen belohnt. Und weil man in Island einfach nie genug Wasserfälle sehen kann, geht es direkt weiter zum Seljalandsfoss. Der Wasserfall gehört zu den wenigen auf der Welt, hinter denen man entlanglaufen kann. Ein völlig anderer Blickwinkel und jedes Mal aufs Neue ein Erlebnis. Nach so viel Wasser wird es Zeit für das andere Element, das Island geprägt hat: Feuer. Im Lava Centre tauchen wir tief in die Entstehungsgeschichte der Insel ein. Interaktive Ausstellungen, beeindruckende Animationen und echte Vulkanforschung zeigen eindrucksvoll, wie aktiv die Erde unter unseren Füßen noch heute ist. Spätestens hier wird klar, warum Island den Beinamen „Land aus Feuer und Eis“ trägt. Natürlich durfte danach die wohl wichtigste Stärkung des Tages nicht fehlen: Eis, Espresso und Benzin – für Fahrer und Motorräder gleichermaßen. Perfekt vorbereitet ging es weiter nach Geysir. Doch bevor wir den Tag beenden, wartet noch ein letzter Höhepunkt auf uns. Direkt gegenüber unserem Hotel schießt der berühmte Strokkur im Geysir-Gebiet regelmäßig seine gewaltige Wasserfontäne mehrere Meter in die Höhe. Ein perfekter Abschluss für einen Tag, der vielleicht etwas ruhiger begann, uns aber wieder mit unzähligen Eindrücken, spektakulären Landschaften und jeder Menge unvergesslicher Momente beschenkte. Und morgen? Unglaublich, aber wahr – unser letzter Fahrtag steht bereits vor der Tür. Verrückt, wie schnell die Zeit vergeht, wenn jeder einzelne Tag voller Erlebnisse steckt. Viel Spaß mit den Bildern – und bis morgen! Jan & Axel
Schon mal neben einem Geysir aufgewacht? Wir schon. Und wir konnten sogar beim Frühstück einen beobachten. An unserem ersten Stopp sahen wir einen wunderschönen Krater – ein richtiges Vulkan-Morgenstimmung. Im Nationalpark ðingvellir sind Kaffee und Aussicht fantastisch. Besonders die Straße dorthin ist wunderschön! Entlang eines Sees, durch Wälder und Hügel – wir hatten eine tolle Zeit! Am Hvalfjörður (Fjord) ist die Aussicht großartig. Und unser letztes Mittagessen auch. Fisch, Fleisch und eine leckere Suppe aus der Region. Als alle sicher im Hotel angekommen waren, war die Euphorie riesig! Das Finisher-Bier schmeckte hervorragend! Vielen Dank an Gregory, Benjamin, Paul, Christian, Ralph, Gage, Freddy und Jürg für die Fahrt, die tolle Zeit und die Freundschaft! Bis zum nächsten Mal!