3FI2602 (31.07.26 - 11.08.26) - Iceland - Fire and Ice

Heute ist es endlich soweit! Unsere Islandreise beginnt! Einige von uns haben bereits die Hauptstadt Reykjavík erkundet. Der Großteil der Isländer… Heute ist es endlich soweit! Unsere Islandreise beginnt! Einige von uns haben die Hauptstadt Reykjavík bereits erkundet. Der Großteil der Isländer lebt hier, und wie ihre Häuser sind auch sie ein farbenfrohes Volk. Beim Begrüßungstreffen lernen wir unsere Mitreisenden kennen, und es sieht so aus, als ob uns jede Menge Spaß bevorsteht!
Tag 2 – Das Abenteuer beginnt | Willkommen in Island! Heute startete endlich unsere zweite Fire & Ice Tour des Jahres – und damit ein neues Abenteuer durch das Land aus Feuer und Eis. Nach dem morgendlichen Welcome Briefing lauschte unsere neue Gruppe gespannt den letzten Informationen, bevor endlich die Motoren gestartet wurden und es losging. Unsere erste Etappe führte uns auf die Halbinsel Reykjanes, wo wir zunächst Viking World besuchten. Direkt neben dem originalgetreu nachgebauten Wikingerschiff zu stehen, lässt einen unweigerlich darüber nachdenken, welche unglaubliche Leistung es gewesen sein muss, mit einem solchen Boot den rauen Nordatlantik bis nach Island zu überqueren. Ein beeindruckendes Stück Geschichte – und ein Moment, der großen Respekt vor den ersten Entdeckern weckt. Anschließend ging es zu einem der geologisch faszinierendsten Orte Islands: der Grenze zwischen der Nordamerikanischen und der Eurasischen Kontinentalplatte. Vor rund 15 Millionen Jahren begann hier die Entstehung Islands – und die Erdplatten bewegen sich bis heute jedes Jahr ein kleines Stück weiter auseinander. Über die kleine Brücke zwischen den Kontinenten sprangen wir symbolisch von Amerika nach Europa – ganz ohne Reisepass. Nur wenige Kilometer weiter wartete bereits das nächste Naturwunder auf uns: das Geothermalgebiet Gunnuhver. Schon von Weitem sind die gewaltigen Dampfwolken sichtbar, doch erst aus nächster Nähe wird einem bewusst, welche Kräfte hier unter der Erdoberfläche wirken. Blubbernde Schlammtöpfe, zischender Dampf und der typische Schwefelgeruch machen diesen Ort zu einem unvergesslichen Erlebnis. Mittlerweile war es Zeit für eine Mittagspause, die wir an einem der bekanntesten Orte Islands verbrachten – der Blauen Lagune. Mitten in einem schwarzen Lavafeld bei Grindavík liegt dieses weltberühmte Geothermalbad, dessen milchig-blaues, mineralreiches Wasser für seine wohltuende Wirkung bekannt ist. Kein Wunder, dass die Blue Lagoon zu den meistbesuchten Sehenswürdigkeiten Islands zählt. Nach einer Stärkung für uns und einer kleinen Pause für die Motorräder ging es am Nachmittag weiter. Die ersten Schotterstraßen standen auf dem Programm und gaben der Gruppe einen kleinen Vorgeschmack auf das, was uns in den kommenden Tagen im isländischen Hochland erwartet. Die anfängliche Zurückhaltung war schnell verflogen – stattdessen gab es jede Menge breite Grinsen unter den Helmen. Für einen ersten Fahrtag hätte der Auftakt kaum besser sein können: spektakuläre Landschaften, faszinierende Geschichte, aktive Geologie und die ersten Offroad-Kilometer machten sofort Lust auf mehr. Doch das war erst der Anfang. Morgen verlassen wir endgültig den Asphalt und tauchen tief in das isländische Hochland ein. Gletscher, endlose Schotterpisten und atemberaubende Landschaften warten bereits auf uns. Bleibt dran und begleitet uns hier im Blog – das nächste Abenteuer wartet schon! Bis morgen! Jan & Axel
An diesem Morgen, beim Blick in den Himmel, fühlt man sich wie auf einer tropischen Insel. Strahlend blauer Himmel, helle Sonne und angenehme Temperaturen. Nach einem stärkenden Frühstück geht es weiter zum Gullfoss-Wasserfall. Jede Sekunde stürzen Tausende Kubikmeter Wasser 35 Meter in die Tiefe. Gespeist vom Hvítá-Gletscher, verdankt der Wasserfall seinen Namen den Regenbögen, die er erzeugt. Es ist wirklich beeindruckend, die gewaltige Kraft der Natur zu sehen. Kein Wunder, dass die Isländer daraus Strom erzeugen. Und da ist sie, unsere erste richtige Offroad-Etappe! Sie führt uns zwischen zwei Gletschern hindurch, dem Hofsjökull und dem Langjökull. Wir durchqueren sogar einen kleinen Fluss! Zum Mittagessen gibt es eine gesunde Fischsuppe und ein entspannendes Bad in der Thermalquelle. Die Sonne strahlt derweil wie auf Fidschi! Und schon geht es wieder los, mehr Schotter, mehr Staub, mehr atemberaubende Landschaft. Nach ein paar Fotostopps lassen wir den Offroad-Abschnitt hinter uns und fahren weiter auf befestigter Straße. In Viðimýrarkirkja besichtigen wir eine alte Kirche und einen Friedhof. Das Gebäude ist aus Torf gebaut, wie schon vor Jahrhunderten. Müde, aber voller Adrenalin, erreichen wir unser schönes Hotel. Eine wohlverdiente heiße Dusche, Bier und ein leckeres Essen erwarten uns.
Entlang der Fjorde bis in den Norden/Akureyri Heute erwartet uns zwar eine kürzere Etappe, doch sie zählt zu den landschaftlich schönsten der gesamten Tour. Die Straße schlängelt sich entlang der Küste und führt uns vorbei an zwei beeindruckenden Fjorden, spektakulären Berglandschaften und kleinen Fischerdörfern – Island von seiner entspanntesten Seite. Unser erster Begleiter ist der Skagafjörður, der sich zwischen den Halbinseln Skagi und Tröllaskagi erstreckt. Einer der Höhepunkte des Tages ist das malerische Fischerdorf Siglufjörður. Während des Heringsbooms in den 1940er- und 50er-Jahren war der Ort das Zentrum der isländischen Heringsfischerei. Heute leben hier nur noch rund 1.000 Einwohner, doch der Charme vergangener Zeiten ist überall spürbar. Im Herring Era Museum wird die bewegte Geschichte des Ortes lebendig, und dank der modernen Tunnelverbindungen ist Siglufjörður heute bequem mit dem Rest Islands verbunden. Anschließend folgen wir einer der schönsten Küstenstraßen des Landes bis zum Eyjafjörður, dem mit rund 60 Kilometern längsten Fjord Islands. An seinem Ende liegt unser Tagesziel Akureyri, die zweitgrößte Stadt des Landes und das kulturelle Herz Nordislands. Mit ihren rund 17.000 Einwohnern verbindet Akureyri das Beste aus zwei Welten: die entspannte Atmosphäre einer Kleinstadt und das vielfältige Angebot einer lebendigen Universitätsstadt. Gemütliche Cafés, ausgezeichnete Restaurants und ein Motorradmuseum verleihen dem Ort einen besonderen Charm. Ein Wahrzeichen der Stadt ist die markante Akureyrarkirkja, die hoch über dem Zentrum thront. Wer die vielen Treppenstufen hinaufsteigt, wird mit einem herrlichen Blick über den Hafen, den Fjord und die umliegenden meist schneebedeckten Berge belohnt. Besonders in den hellen Sommernächten entfaltet Akureyri seinen ganz besonderen Zauber/ einer Kulisse, die diesen Ort zu Recht als eine der schönsten Städte Islands gelten lässt. Nach einem entspannten Fahrtag bleibt genügend Zeit, Akureyri auf eigene Faust zu entdecken und den Tag in einer der charmantesten Städte Islands ausklingen zu lassen. Tja das war unser Tag 4 und morgen geht es nach Husavik und wir werden die Motorräder gegen ein Boot tauschen! Bleibt gespannt Jan und Axel
Heute erwartet uns eine der kürzeren Etappen, die aber dennoch viele Höhepunkte bietet. Wir starten mit einer schönen Schotterpiste in die Berge. Sogar eine kleine Flussdurchfahrt steht auf dem Programm! Sobald wir den Nebel hinter uns gelassen haben, eröffnet sich uns ein wunderschöner Ausblick: ein riesiges Tal mit sanften, grünen Hügeln, durchzogen von weißen Wolken. Ein perfekter Start in den Tag! Kurz vor dem Kaffee halten wir am Goðafoss-Wasserfall. Der Legende nach verbannten Heiden im Jahr 1000 v. Chr. ihre Götter, indem sie sie in den Wasserfall warfen. Dadurch schlugen sie eine Invasion der Normannen zurück. In den Lavafeldern von Dimmuborgir bestaunen wir die gewaltige Kraft der Vulkane. Vor 3000 Jahren schuf ein Ausbruch eine raue Landschaft mit zahlreichen Seen. Nach unserer Ankunft in Húsavík genießen wir ein leckeres Fischgericht, bevor unsere Walbeobachtungstour beginnt. In warme Sicherheitsoveralls gehüllt, sehen wir schon bald die ersten dieser Säugetiere. Einer nach dem anderen tauchten sie auf, um tief Luft zu holen, bevor sie wieder abtauchten, um sich eine ordentliche Portion Krill zu schnappen. Es war ein wirklich beeindruckendes Erlebnis, und es ist gut zu wissen, dass die Wale hier in Island einen sicheren Zufluchtsort haben.
Tag 6 – Ins Herz der isländischen Wildnis | Húsavík nach Egilsstaðir Heute zeigte Island seinen wahren Charakter. Wir ließen Húsavík hinter uns und tauchten tief in den abgelegenen Nordosten der Insel ein, wo mit jedem Kilometer die Landschaft wilder und das Fahrerlebnis noch eindrucksvoller wurde. Unser erster Halt war die atemberaubende Ásbyrgi-Schlucht. Umgeben von bis zu 100 Meter hohen Felswänden beherbergt diese hufeisenförmige Schlucht einen der wenigen dichten Birken- und Weidenwälder Islands. Mit einer Länge von rund 3,5 Kilometern wirkt sie wie eine versteckte Oase mitten in der rauen Natur des Nordens und zählt zu den beeindruckendsten Naturwundern des Vatnajökull-Nationalparks. Von dort aus folgten wir der rauen Schotterpiste der Straße 864, die entlang des mächtigen Gletscherflusses Jökulsá á Fjöllum zu einem der gewaltigsten Wasserfälle Europas führt. Vorbei am dramatischen Hafragilsfoss wurde die Landschaft immer surrealer, bis schließlich der donnernde Dettifoss vor uns auftauchte. Gespeist vom Schmelzwasser des Vatnajökull-Gletschers stürzen hier durchschnittlich 193 Kubikmeter Wasser pro Sekunde über eine 45 Meter hoheund rund 100 Meter breite Felskante. Das gewaltige Donnern ist schon lange vor dem Wasserfall zu hören – und wer schließlich direkt daneben steht, spürt die unbändige Kraft dieses Naturwunders mit allen Sinnen. Das Abenteuer ging weiter über die abgelegene Straße 901, die mit fantastischen Schotterpassagen durch Islands unberührte Wildnis begeistert. Anschließend führte uns die Straße 907 zum spektakulären Stuðlagil Canyon. Seine markanten Basaltsäulen und das leuchtend blaugrüne Wasser des Flusses bildeten den perfekten Abschluss eines außergewöhnlichen Fahrtages. Dieser Tag hatte einfach alles: anspruchsvolle Schotterstrecken, endlose Weite, unberührte Natur und einige der beeindruckendsten Landschaften Islands. Nach einem solchen Tag konnten wir mit voller Überzeugung sagen: Jetzt sind wir wirklich in Island angekommen.
Having a rest day for some of us means sleeping in, going for a hike, doing some shopping and enjoying a hottub. For others it means exploring the east coast of Iceland on our motorcycles. Mjölfjörður fjord is a remote area, only accessible via gravel road. It's a good thing we have our trusty machines, they will bring us to the end of civilisation. Our objective is the lighthouse of Dalatangi, but before we get there we are in awe of what we see: A beautiful view on the fjord! Clouds hover on the tops of the mountains, a glistering sea where young ducklings are being guarded by there mother. The impressive Klifbrekku waterfall is a photo stop worthy. Fascinating to see how it cascades down the mountain. Sheep look at us as if we're invading there territory, wich we are. And just before we think that there is no end to the road, we arrive at the lighthouse. Not evry impressive, but the view in the ocean is! The ferry to Denmark is just passing by and so are some local horses. On our way back we get to enjoy everything again. A sandwich stop to fuel our bodies and even some waterfalls we didn't see on the way up. Another good thing about this rest day rise is that we still have plenty of time to relax and soak our bodies in the hottub.
Leider müssen wir uns von dem wunderschönen Hotel verabschieden, in dem wir die letzten zwei Nächte verbracht haben, aber ein neues Abenteuer erwartet uns! Das Wetter hat sich etwas verändert. Ein leichter Nieselregen führt uns zu unserem ersten Highlight, dem Besucherzentrum Snæfellsstofa. Hier erfahren wir mehr über den größten Gletscher Europas, den Vatnajökull. An manchen Stellen ist dieser Gletscher bis zu einem Kilometer dick und bedeckt 8 % der isländischen Oberfläche. Oben am Öxi-Pass reißen die Wolken etwas auf und geben den Blick auf den wunderschönen Wasserfall Folaldafoss frei. Wir gleiten den Berg hinunter und verdrücken hungrig wie die Pferde unser Mittagessen in Djúpivogur, einem kleinen Fischerdorf. Wir haben die Südküste Islands erreicht und die Landschaft ist wieder völlig anders. Müde und zufrieden erreichen wir unser nächstes Hotel, wo es Zeit für eine heiße Dusche ist. Und ein wohlverdientes Getränk!
Eis, Regen & die wilde Küste auf dem Weg von Höfn nach Kirkjubæjarklaustur Heute zeigte uns Island wieder einmal seine wilde und beeindruckende Seite – und das bei typisch isländischem Wetter: Regen, Wind und tief hängenden Wolken. Unser erstes Highlight war die Jökulsárlón-Gletscherlagune, eine faszinierende Welt aus Wasser und Eis. Gewaltige Eisberge, teilweise aus jahrtausendealtem Gletschereis, trieben in unzähligen Formen und intensiven Blautönen durch die Lagune. Bei einer Fahrt mit dem Amphibienfahrzeug konnten wir diese einzigartige Landschaft aus nächster Nähe erleben. Trotz des Regens – oder vielleicht gerade deshalb – war es ein absolut beeindruckender Anblick. Anschließend ging es weiter zum Diamond Beach. Hier werden die Eisstücke von der Brandung auf den schwarzen Vulkansand gespült und glitzern dort wie Diamanten. Und genau hier wartete noch eine besondere Überraschung auf uns: Seehunde! Zwischen den Eisschollen konnten wir sie beobachten, wie sie sich im rauen Atlantik erstaunlich wohlfühlten. Vom Diamond Beach führte uns die Route weiter Richtung Westen, entlang einer steilen, schroffen und fast mystischen Küste. Schon bald erreichten wir den nächsten Höhepunkt des Tages: den Svínafellsjökull-Gletscher. Wir parkten unsere Motorräder und machten uns zu Fuß auf den Weg. Nach einer kurzen Wanderung öffnete sich vor uns der Blick auf die Gletscherlagune. Was für ein Anblick! Wieder einmal standen wir sprachlos vor der gewaltigen Kraft und Schönheit des Eises. Danach hieß es weiter Richtung Kirkjubæjarklaustur, unserem heutigen Ziel. Hier lassen wir den Tag ausklingen – denn morgen werden wir uns die letzten Elemente die uns noch fehlen/ die Island ausmachen genauer anschauen, . Ich würde es mal so beschreiben: Wind/Luft? Was passt dazu besser als ein Kliff voller Puffins? Feuer? Auch das wartet morgen auf uns aber da verrate ich mal noch nicht so viel außer: Morgen geht es visuell tief hinein in das Herz Islands. Das war unser heutiger Tag – und nun viel Spaß mit den Bildern! Jan und Axel
Ein weiterer Tag im Paradies. Die Vorhersagen haben sich bewahrheitet, Sonnenschein und blauer Himmel! Am schwarzen Strand bewundern wir die Felsformationen und den Kontrast zwischen den Wellen und dem schwarzen Sand. Gleich um die Ecke haben wir endlich die Gelegenheit, die berühmten Papageientaucher aus nächster Nähe zu beobachten. Sie sind so niedlich und neugierig! Der 60 Meter hohe Skógafoss-Wasserfall ist ebenfalls sehr beeindruckend. Noch seltener ist jedoch der Seljalandsfoss-Wasserfall! Hier können wir hinter ihm entlanggehen, was weltweit einzigartig ist. Zum Mittagessen gibt es frisch gebackenes Brot, und noch beeindruckender ist die kleine Ausstellung über den Ausbruch des Vulkans Eyjafhallajökull im Jahr 2010. Damals beeinträchtigte die Asche des Ausbruchs sogar den Flugverkehr in Europa. Im Lavamuseum erfahren wir viel mehr über die vulkanischen Aktivitäten auf der Insel. Sehr lehrreich, es ordnet all das, was wir während unserer Reise gesehen haben, in den richtigen Kontext ein. Da unser Hotel direkt neben dem Geysir in Geysir liegt, können wir die häufigen Ausbrüche dieses Naturwunders beobachten. Nachmittags genießen wir Drinks in der Sonne. Als Überraschung gibt es Whisky mit 10.000 Jahre altem Eis, das wir am Vortag vom Gletscher geholt haben. Ein einzigartiges Erlebnis!
DER LETZTE RITT NACH REYKJAVÍK Krater, Kontinentalplatten, Küstenstraßen & ein Abschiedsessen mit Überraschungspotenzial Und plötzlich ist er da: unser letzter Fahrtag. Heute geht’s nach Reykjavík – aber natürlich nicht, ohne Island noch einmal alles auffahren zu lassen, was es zu bieten hat. Und als hätte Island gewusst, dass wir uns nur ungern verabschieden, schenkt uns der Tag erst einmal traumhaftes Wetter. Sonne, blauer Himmel und perfekte Bedingungen für die letzten Kilometer auf zwei Rädern. Besser könnte der Abschied kaum starten! ERSTER STOPP: KERID – DER BLAUE KESSEL Unser erster Halt ist der Kerið-Krater. Vor rund 3.000 Jahren entstand dieser beeindruckende Vulkankrater. Nach dem Ausbruch füllte er sich mit Grund- und Regenwasser und präsentiert sich heute als spektakulärer Kratersee, der – je nach Licht – in unglaublichen Blau- und Grüntönen schimmert. Der Name Kerið bedeutet sinngemäß „Kessel“ – und mal ehrlich: Einen passenderen Namen hätte man diesem Naturwunder kaum geben können. Ein letzter großer Natur-Check auf unserer Island-Tour. ZWEITER STOPP - ÞINGVELLIR – WO ISLAND GESCHICHTE SCHRIEB Weiter geht es zu einem der geschichtsträchtigsten Orte Islands: Þingvellir (Thingvellir). Hier wurde um 930 n. Chr. das Alþingi gegründet – eine der ältesten parlamentarischen Institutionen der Welt. Wikinger kamen hier zusammen, diskutierten Gesetze, sprachen Recht und trafen wichtige Entscheidungen für die junge isländische Gesellschaft. Und als wäre Geschichte allein nicht spektakulär genug, liegt Þingvellir genau dort, wo sich die nordamerikanische und die eurasische Kontinentalplatte auseinanderbewegen. Der Name Þingvellir bedeutet übersetzt „Ebene der Volksversammlung“. Hier wurde im Jahr 1000 sogar die Entscheidung getroffen, dass Island offiziell das Christentum annimmt. Und 1944 wurde an diesem historischen Ort die Republik Island ausgerufen. Dazu ist landschaftlich wunderschön!!! Geschichte, Geologie und Landschaft – alles auf einem Fleck. Island eben. UND DANN!? Ab jetzt heißt es: Helm auf, Motor an und einfach genießen. Wir lassen Þingvellir hinter uns und fahren Richtung Reykjavík – und zwar über die Hvalfjarðarvegur, also die Straße 47. Ja… ich weiß. Hvalfjarðarvegur. Versucht das mal dreimal hintereinander auszusprechen. Die Straße führt entlang des wunderschönen Hvalfjörður, einem tief eingeschnittenen Fjord nördlich von Reykjavík. Eine fantastische Küstenstraße, kurvenreich, weitläufig und mit genau der richtigen Portion „Ich will hier eigentlich gar nicht mehr anhalten“. Genau solche Straßen sind es, wegen denen wir mit Motorrädern nach Island gekommen sind. Abgesehen von den atemberaubenden Off Road Strecken auf unserer Tour Tja und dann ist es soweit der LETZTE STOPP Nach all den Kilometern, Kurven und Eindrücken ist irgendwann natürlich auch der Tank… ähm… der Fahrer leer. Zeit für eine Stärkung! Danach geht es durch den Hvalfjarðargöng, den Tunnel unter dem Fjord hindurch. Und plötzlich sind wir schon fast da. Hotel - Motorräder abstellen - Schlüssel abgeben. Und dann kommt dieser Moment, den keiner wirklich haben will: Die Tour ist fast vorbei. Aber halt! So schnell lassen wir euch nicht davonkommen. DAS ABSCHIEDSESSEN – UND DIE GROSSE FRAGE Denn natürlich gehört zu einer legendären Tour auch ein legendärer letzter Abend. Beim Abschiedsessen wollen Jan und ich natürlich noch herausfinden, was für jeden von euch ganz persönlich das absolute Highlight dieser Reise war. Und glaubt uns: Das war gar nicht so einfach! Bei Gletschern, Vulkanen, schwarzen Stränden, Fjorden, Wasserfällen, Schotterpisten, wilden Küsten, endlosen Straßen fällt die Entscheidung nicht gerade leicht. Aber genau das macht diese Tour so besonders. Jeder hat seine eigenen Momente. Seine eigene Geschichte. Sein eigenes Highlight. Und wenn man am letzten Abend zusammensitzt und darüber spricht, merkt man erst einmal, was wir in diesen Tagen eigentlich alles erlebt haben. Jan und ich möchten deshalb noch einmal DANKE sagen. An unsere ganz besondere Truppe: To the Soul Man - Larry The Man on the Tanker - unstoppable - Charles! Our Videographer – Wayne! Team Down Under – Lydia & Sean! The Gravel Top Gun Team – Cindy & Jim! And last but definitely NOT least… THE WORLD FAMOUS, THE ONE AND ONLY… GRAVEL SAMY!!! Und jetzt wisst ihr auch endlich, wofür GS wirklich steht. GRAVEL SAMY! Was für eine Truppe. Was für eine Tour. Was für ein Island-Abenteuer. Der letzte Tag ist eben doch etwas ganz Besonderes. Iceland – you have been wild, beautiful, unpredictable and absolutely unforgettable. Und auch wenn heute die letzte Etappe auf dem Motorrad endet… die Geschichten werden noch lange weitergehen. Takk fyrir – see you on the next adventure! Jan und Axel
