Alpen Pur CUA2602

Während Thomas die Motorräder für den Beginn unserer Ultimate Alps Tour vorbereitet, genießen die meisten unserer Gäste einen entspannten Tag in Seefeld, um sich an die europäische Zeitzone zu gewöhnen. Andere wiederum haben heute die Gelegenheit genutzt, sich an das Motorrad zu gewöhnen, das sie in den nächsten neun Tagen fahren werden. Janet und Patrick waren mit Angela für einen extra Trainingstag unterwegs. Die beiden sind dazu extra einen Tag früher angereist. Selbst wenn die BMW 1300 RT nicht so aussieht, ist sie doch ein unerwartet wendiges Motorrad. Nach dem praktischen Übungsteil sind wir gemeinsam eine Runde über die nahegelegenen Kühtai-Berge gefahren, wo wir den ersten Apfelstrudel dieser Tour probiert haben. Unsere Rückfahrt nach Seefeld führte uns zunächst durch ein paar typisch österreichische Bergdörfer auf der anderen Seite des Kühtais wieder hinunter ins Tal. Zurück in Seefeld empfingen uns Tourguide Thomas und der Rest der Gruppe fürs Welcome Briefing und die anschließende Motorradübergabe.
Heute ist es endlich soweit, der erste Fahrtag unserer Ultimativen Alpentour steht an, unsere must see Liste der Alpen liegt bereit, mal sehen wie viele Häkchen wir heute bereits setzen können. Wir beginnen die Tour auf Tiroler Landstraßen, perfekte Bedingungen um uns an die Bikes zu gewöhnen, Breite gut Ausgebaute Hauptstraßen und schmale kurvige Nebenstraßen wechseln sich ab. Die Landschaft um uns herum wirkt wie aus einem Bilderbuch…wir sind tatsächlich hier…und es ist Echt. Der Reschenpass, eine der wichtigsten transitrouten Richtung Süden bringt uns schließlich nach Italien. Ein Stop am berühmten Versunkenen Kirchturm im Reschensee darf natürlich nicht fehlen. Hier sammeln wir unsere Kräfte, denn vor uns liegt der wohl berühmteste Pass der Alpen. Ein Name den wohl die meisten Biker mit Reiseambitionen kennen werden. Spektakulär schön, mit seinen vielen Engen Spitzkehren und dem Verkehr jedoch auch sehr herausfordernd, der Stelvio. Es ist ein ganz besonderes Gefühl diese Straße gemeistert zu haben. Eine verdammt leckeres Bruno Sandwich und viele Bilder später fahren wir weiter, unzählige Kurven, Baustellen und etwas Verwirrung später erreichen wir Livigno, wo wir dank Steuerlichem Sonderstaus sehr günstig unsere Tanks auffüllen. Von hier aus fahren wir weiter in die Schweiz. Der Berninapass rundet den Tag mit seinen spektakulären Aussichten auf den Cambrengletscher ab. Unser Ziel heute Pontresina, wo wir unsere Bikes doch tatsächlich bis zum Hotel schieben müssen…Das ist jedoch eine andere Geschichte😉
Der zweite Fahrtag unserer Edelweiss „Ultimate Alps Tour“ entpuppte sich als landschaftlich überaus reizvoll – oder, um es mit den Worten unserer amerikanischen Gäste zu sagen: Es war ein absolut grandioser Fahrtag! Was für eine atemberaubende Kulisse uns die Schweizer Alpen heute boten! Entgegen der eher durchwachsenen Wettervorhersage genossen wir den ganzen Tag über warme Temperaturen und Sonnenschein. Von Pontresina aus fuhren wir zunächst am berühmten St. Moritz vorbei und folgten der kurvenreichen Straße hinunter über den Malojapass. Das Besondere an diesem Alpenpass ist, dass er auf seiner Nordseite sehr flach ist, nach Süden hingegen aber steil und abrupt abfällt. Von Maloja nach Chiavenna fällt der Passweg auf 32 km um 1482 m ab. Auf den knapp 50 km Richtung Nordosten hingegen beträgt der Höhenunterschied dagegen nur 343 m. Die Entstehung des Passes ist auf die Erosion der gefällestärkeren Mera auf der Südseite des Alpenhauptkammes zurückzuführen. So konnte sich ein immer tiefer werdendes Tal bilden, das sogar bis zum Comer See und zur Adria reicht. Pass Nummer zwei des heutigen Tages war der Splügenpass. Der Splügenpass liegt halb in Italien und halb in der Schweiz. Es geht doch nichts über einen italienischen Espresso. Deshalb haben wir für unsere Kaffeepause noch auf italienischen Seite des Passes Halt gemacht. Die langgezogenen Haarnadelkurven auf der schweizer Seite machen sich natürlich gut für ein schnelles Foto am Straßenrand. Gleich im Anschluss fetzten wir mit unseren Motorrädern über den San Bernardino Pass. Schon die Auffahrt auf den Pass machte unglaublich viel Spass! Aber die über 50 Kehren auf der Südseite des Passes wieder hinunter zu sausen hinterließ auf allen Gesichtern freudiges Grinsen! Nach der leckeren Pizza zum Mittagessen setzten wir unsere Fahrt über den Lukmanier Pass und den Oberalppass nach Brunnen am Vierwaldstätter See fort. Dort im Hotel empfing uns Thomas uns wir ließen uns ein gepflegtes Abendessen auf der Seeterrasse schmecken.
Hoppla, was ist denn da passiert? Das Wetter ist Kaputt. So oder so ähnlich sind unsere Gedanken als wir heute morgen aus dem Fenster sehen. Die Traumhafte Aussicht über den Vierwaldstätter See hat sich in eine graue Nebelsuppe verwandelt und es Regnet in Strömen…das kann ja spannend werden…..Aber…. pünktlich zu unserem Briefing lässt sich die Sonne Blicken und wir starten Optimistisch in den Tag. Zwar werden uns die Wolken den ganzen Tag begleiten, bis auf ein paar tropfen hier und da bekommen wir jedoch kaum Regen ab. Ja es gibt sicher schönere Tage um Motorrad zu fahren aber das Wetter erzeugt auch eine ganz spezielle Atmosphäre die durchaus ihre reize hat. Und wie von Zauberhand haben wir, wenn das Wetter doch mal wirklich schlecht wird immer ein gemütliches Dach über dem Kopf. Und so halten wir uns an den Plan und erleben, nach einer entspannten Bootsfahrt am morgen die wohl spektakulärsten Straßen der Schweiz. Unzählige Kurven und viele Spektakuläre Aussichten später erreichen wir den kleinen Ort Täsch von wo aus wir, die Fahrzeuge wechselnd, den Weg zu unserem heutigen Ziel antreten… Das Weltberühmte Zermatt wartet auf uns.
Heute morgen gefällt uns der Blick aus dem Fenster deutlich besser als gestern. Die Spitze des Matterhorns ragt tief in die weichen Wolken. Rund herum strahlend blauer Himmel. Der perfekte Auftakt für einen Entspannten Tag in Zermatt. Zu tun und zu erleben gibt es viel. Die fahrt mit der Zahnradbahn auf den Gaunergrat gehört zweifelsohne zu den Highlights…Diese Aussicht ist einmalig. Für heute vergessen wir beinahe das wir eigentlich zum Motorrad fahren her gekommen sind. Nach Zermatt kommen wir sicher zurück.
Das Rauschen des Mattervispa Flusses und der Blick aufs Matterhorn eröffnen diesen großartigen Tag. Nach einem gemütlichen Frühstück geht es mit dem Zug wieder hinunter ins Tal, endlich haben wir unsere Geliebten Bikes wieder und starten, bei noch angenehm niedrigen Temperaturen in den Tag. Der Simplon Pass führt uns über die Grenze nach Italien, bereits unmittelbar nach dem Grenzübertritt merken wir das hier ist ein anderes Land, die Straßen die Architektur, der Geruch das Gefühl. Wir verbringen den Tag auf unfassbar kurvigen und noch unfassbarer engen Nebenstrecken sowie Traumhaft schönen Küstenstraßen entlang des Lago Maggiore. Eine kurze Fährfahrt inklusive DIY Mittagessen eingeschlossen. Noch bevor uns die Hitze wirklich zu schaffen macht erreichen wir am frühen Nachmittag unser heutiges Ziel Lugano. Wir genießen den Nachmittag am Pool und mit Spaziergängen entlang der Promenade. Was für ein Tag
Was für ein aufregender Tag das heute war! Insgesamt standen fünf Pässe auf unserer „To-Ride-Liste“. Da wir sowohl die Wettervorhersage als auch die Fahrstrecken genau im Auge behalten hatten, konnten wir den Tag zeitlich gut einteilen. Wir waren früh in Lugano gestartet und fuhren dann gemütlich vom Lago di Lugano zum Lago di Como hinüber, von wo aus uns die Fähre auf die andere Seite bringen sollte. Zu diesem Zeitpunkt war bereits klar, dass uns ein Regenschauer über den See hinweg folgen würde. Wir zogen unsere Regenbekleidung an und fuhren in Varenna wieder von der Fähre. Kurz danach fanden wir schnell Unterschlupf in einem der Cafés in Varenna, um den Regenschauer einfach auszusitzen. Und das stellte sich als die beste Entscheidung heraus, denn schon bald darauf kam die Sonne wieder zum Vorschein. Wir setzten unsere Route durch die abgelegenen italienischen Berge fort. Auf den teilweise sehr schmalen und kurvigen Straßen fuhren wir weiter und legten ca. eineinhalb Stunden später eine Mittagspause in einer Berghütte ein. Zu den typischen Gerichten in dieser Region Italiens zählen Polenta in allen Variationen. Gestärkt durch unser Mittagessen fuhren wir weiter über eine Reihe von Pässen, die durch weitere kurvenreiche Straßen miteinander verbunden waren, sodass man den Eindruck bekam, wir würden auf einer einzigen, endlosen, kurvenreichen Straße fahren. Schließlich war der Passo Vivione wohl das fahrtechnische Highlight für alle Fahrer.
Die Sonne stahlt über unserem kleinen Schloss und noch ist es angenehm kühl. Perfekte Bedingungen also um in den Tag zu starten. Unser heutiger Fahrtag ist kürzer als die anderen aber bei weitem nicht weniger spektakulär, Wir sind im Motorradparadies das merken wir sehr schnell. Die Straßen sind Abwechlungsreich und die Kurven Zahlreiche auf den kleineren und engeren Nebenstrecken wie dem Passo Daone ist niemand Unterwegs so lieben wir das. Und so machen wir unseren Weg, Kilometer um Kilometer durch die Berge des Trentino vorbei an Wunderschönen Seen und kleinen Dörfern. Aus dem geplanten Ausflug zur Pilgerstätte San Romedio wird aufgrund des Verkehrs zwar leider nichts, dafür nehmen wir uns am Nachmittag umso mehr Zeit um die Aussicht über das Etschtal vom Gipfeldes Monte Penegal zu genießen. Der Spektakuläre Passo Mendola bringt uns schleißlich nach Bolzano, das Tor zu den Dolomiten und unsere Heimat für die nächsten zwei Tage.
Heute ist Rasttag…und der Hotelpool lockt mit seinen Annehmlichkeiten. Aber wir sind in Bolzano, dem Tor zu den Dolomiten... was für Biker wären wir wenn wir uns diese Chance entgehen lassen würden? Wir schlafen aus und steigen auf unsere Bike um diese unglaubliche und besondere Bergregion zu genießen Über mehrere Pässe geht es auf und ab, immer die Beeindruckenden Sandsteinformationen vor Augen für welche diese Region so Weltberühmt ist. Und Berge bedeutet natürlich auch Bergstraßen…für Unterhaltung ist also gesorgt. Ebenso wie für echte Biker Verpflegung. Am Abend genießen einige von uns noch die Innenstadt während andere den Abend bei einem Glas Wein im Hotel Ausklingen lassen. Was für ein Tag.
Wir können es kaum glauben, aber heute ist der letzte Tag Tag unserer Tour. Kaum zu glauben wie schnell die Zeit vergeht. Lasst uns diesen Tag noch einmal so richtig genießen. Mit dem Jaufenpass und dem Timmelsjoch haben wir uns zwei der Spektakulärsten Straßen für den Schluss der Tour aufgehoben. Ein Dritter Pass war leider wegen Bauarbeiten gesperrt. Diese beiden Strecken allerdings sind wie ein best of der letzten zwei Wochen. Und ein würdiger Abschluss für diese Tour. Zudem Krönen wir den Tag mit einem Besuch des Motorradmuseums am Timmelsjoch und einem Besuch im Hauptquartier von Edelweiss. Am Abend tauschen wir bei einem letzten Abendessen unsere Vielfältigen Eindrücke aus. Danke Leute für diese Unglaublich tolle Tour.