Best of Europe

Bevor wir unsere Best of Europe Tour gestartet haben, haben wir noch einen kleinen Spaziergang durch München gemacht. Jay, Christine und Aleksandr haben mich bei diesem kurzen Besuch der Altstadt begleitet. Wir sind mit dem Zug von Erding in die Stadt gefahren und haben unsere Besichtigungstour am Isartor begonnen, wo wir das beeindruckende Bauwerk dieses mittelalterlichen Stadttors bewundert haben. Von dort aus ging es weiter zu einer ganz typischen Tradition der Region: einem Weißwurstfrühstück. Also Wurst und Bier zum Frühstück... Außerdem haben wir mehrere Kirchen besucht und uns die Zeit genommen, die 299 Stufen auf den Turm einer der Kirchen hinaufzusteigen, um den Ausblick über die ganze Stadt zu genießen. Das war, nachdem wir die sich drehenden Figuren am Marienplatz bestaunt hatten. Deshalb war ich ziemlich stolz auf uns alle, dass wir nach all der Aufregung, die Figuren in Bewegung zu sehen und dem Glockenspiel zuzuhören, trotzdem noch all diese Stufen geschafft haben. Und das bei 36 Grad. Natürlich durften wir uns auch einen Besuch im berühmten Hofbräuhaus nicht entgehen lassen. Dort haben wir etwas getrunken und zu Mittag gegessen, sodass wir die Atmosphäre dieses historischen Gebäudes und sein ganz besonderes Ambiente auf uns wirken lassen konnten. Aleksandr war besonders begeistert von der Stelze, die er gegessen hat. Alles in allem war es ein wirklich gelungener Start unserer Reise. Als wir zurückkamen, hatten wir noch ein wenig Zeit zum Entspannen, bevor es Zeit für unser Begrüßungsbriefing war. Dort haben wir alle anderen Teilnehmer kennengelernt und die Highlights unserer bevorstehenden Tour durchgesprochen. Meine persönlichen Highlights werden Rothenburg ob der Tauber und unser Hotel in Warth sein. Aleksandr freut sich jetzt schon auf die Schwarzwälder Kirschtorte, und ich versuche, Christine weiterhin für Schloss Linderhof zu begeistern. Und wenn ihr neugierig seid, was das alles bedeutet, dann bleibt dran und verfolgt weiter unseren Blog – ihr werdet es schon bald erfahren!
Unser erster Fahrtag liegt hinter uns und es war ein großartiger Start in unsere Tour. Wir starteten unsere Fahrt durch die Felder rund um Erding, bevor wir in die Gegend kamen, in der der Hopfen für Münchens berühmtes Bier angebaut wird. Das war auch der perfekte Ort für einen kurzen Fotostopp und um sicherzugehen, dass sich alle auf ihren Motorrädern wohlfühlten und alles einwandfrei funktionierte. Zum Glück war das auch so. Das war außerdem so ziemlich der letzte Moment des Tages, an dem es noch einigermaßen kühl war, denn im Laufe des Tages wurde es langsam, aber sicher immer wärmer. Bei unserer Kaffeepause am Vormittag wurden wir von einem unglaublich freundlichen Team begrüßt. Sie hatten sich sogar die Mühe gemacht, ihre hausgemachte Limonade wie einen kleinen Blumenstrauß zu dekorieren – eine wirklich schöne Idee. Danach ging es zum Mittagessen auf ein Schloss, denn wo sonst sollte man auf einer Best of Europe Tour zu Mittag essen? Mit unserer Gruppe haben wir sie vielleicht ein kleines bisschen überrascht, aber trotzdem haben sie uns mit tollen Hauptgerichten und leckerem Apfelstrudel versorgt. Inzwischen sind wir in Rothenburg ob der Tauber angekommen – einer wunderschönen mittelalterlichen Stadt. Später am Abend werden wir noch an einer Stadtführung teilnehmen und dabei einige spannende Geschichten über die Geschichte dieses besonderen Ortes hören. Alles in allem war es ein wirklich gelungener Start in unsere Reise und ein guter Vorgeschmack auf all das, was uns in den nächsten Tagen noch erwartet!
Unser heutiges Ziel war Heidelberg – genauer gesagt der Berggasthof Königstuhl. Aber der Weg dorthin sollte mindestens genauso spannend werden wie das Ziel selbst. Früh am Morgen rollten wir aus Rothenburg ob der Tauber. Die Altstadt lag noch ruhig im weichen Morgenlicht, und schon wenige Kilometer später wurde die Landschaft weiter, grüner und kurviger. Über kleine Landstraßen führte mich die Strecke nach Langenburg. Schloss Langenburg thront majestätisch über dem Jagsttal und ist schon von Weitem ein beeindruckender Anblick. Vom Schlossplatz aus reicht der Blick weit über die bewaldeten Hänge und die sanften Täler. Ein perfekter Ort für ein paar Fotos! Das dortige Automobilmuseum hatte zu, schwangen wir uns bald wieder in die Sättel. Nur wenige Minuten später wartete ein eher verstecktes Kleinod: die Archenbrücke in Unterregenbach. Die alte Holzbrücke wirkt fast so, als wäre die Zeit hier stehen geblieben. Das leise Plätschern der Jagst, die historische Konstruktion und die ruhige Umgebung machten diesen kurzen Halt zu einem der überraschendsten Momente der Tour. Anschließend führte mich die Straße durch das Jagsttal weiter zum Kloster Schöntal. Schon die Zufahrt durch die Allee ist beeindruckend. Die barocke Klosteranlage strahlt eine besondere Gelassenheit aus. Während wir durch den Innenhof schlenderten, schien der Alltag plötzlich ganz weit weg. Ein Ort, an dem man unwillkürlich langsamer wird. Nach einer wohlverdienten Kaffeepause ging es wieder weiter. Hinter Schöntal änderte sich die Landschaft langsam. Die Straßen wurden kurviger, die Hügel höher und die Vorfreude auf das Neckartal wuchs mit jedem Kilometer. Über kleine Ortschaften ging es Richtung Neckarzimmern zum Schloss Hornberg. Das Schloss Hornberg ist eng mit Götz von Berlichingen verbunden und erhebt sich hoch über dem Neckar. Von hier oben öffnet sich ein fantastischer Blick über das Tal. Für Motorradfahrer sind nicht nur die Aussichten reizvoll – auch die Anfahrt mit ihren langgezogenen Kurven gehört zu den schönsten Strecken des Tages. Von dort folgte ich dem Neckar flussaufwärts. Die Straße schlängelt sich zwischen steilen Hängen, Weinbergen und kleinen Fachwerkorten dahin. Es ist eine dieser Strecken, auf denen man den Helm am liebsten gar nicht mehr abnehmen möchte. Das mittelalterliche Städtchen Hirschhorn schmiegt sich eng an den Fluss, darüber wacht das Schloss Hirschhorn. Die engen Gassen, die alten Häuser und die Burg hoch über dem Neckar verleihen dem Ort einen ganz besonderen Charme. Wir fuhren hinauf zur Burg, und genossen den wunderbaren Ausblick in das Tal darunter. Die letzten Kilometer führten nach Heidelberg. Doch statt direkt in die Stadt zu fahren, ging es hinauf auf den Königstuhl. Die Auffahrt macht noch einmal richtig Spaß: saubere Kurven, dichter Wald und immer wieder Ausblicke über das Neckartal. Oben angekommen wartete der Berggasthof Königstuhl. Von der Terrasse aus ist der Blick auf Heidelberg, den Neckar und die Rheinebene grandios! Wir warteten nicht lange, und spazierten zur Bergbahn, die an Zugseilen hängend den Königstuhl mit dem Stadtzentrum verbindet. Im Gasthaus der Vetter Brauerei genossen wir das dort gebraute Bier, und die lokale Küche. Später am Abend nahmen wir dann Taxis zurück zum Hotel.
An unserem dritten Fahrtag machten wir uns auf den Weg nach Frankreich, unserem zweiten von insgesamt fünf Ländern auf dieser Tour. Dies war definitiv nicht das einzige Highlight des Tages, denn der Hauptteil unserer Fahrt führte uns durch den Schwarzwald im Süden Deutschlands. Die Fahrt begann mit etwas Aufregung, denn bereits wenige Minuten nach dem Start bekam jemand eine kleine Verwarnung von seinen deutschen Kollegen. Am Ende stellte sich heraus, dass sie eigentlich nur die Patches tauschen wollten. Von dort aus machten wir uns auf den Weg zur deutschen Autobahn. Technisch gesehen gibt es hier keine Geschwindigkeitsbegrenzung, aber da sehr viel Verkehr war, haben wir davon nicht wirklich viel gemerkt. Nachdem wir die Autobahn verlassen hatten, fuhren wir zu unserem morgendlichen Kaffeestopp. Wir mussten eine kleine Schleife über den Parkplatz eines Supermarktes drehen, um das Timing genau richtig hinzubekommen. Das hat auch funktioniert, sodass wir, als wir in den Ort für unseren Kaffee fuhren, einen Kampfjet hatten, der einen Tiefflug über uns machte. Er legte direkt über uns eine Kurve ein und zog dann seitlich davon. Es war nicht einfach, den Piloten davon zu überzeugen, dies zu machen, oder das Timing genau richtig hinzubekommen. Aber hey, wir machen alles für unsere Gäste. Der Kaffeestopp selbst war bei einer Bäckerei, die einen meiner Lieblingskuchen verkauft: einen Bienenstich. Ein weicher, fluffiger Kuchen mit Creme, Honig und Mandeln. Nach dem Kaffee war es Zeit, uns buchstäblich durch den Schwarzwald zu schlängeln. Der erste Teil führte über etwas rauere Straßen, die stellenweise noch feucht waren, aber schon bald ging dies in perfekt glatten Asphalt über. Fast kein Verkehr und viele großartige Kurven. Eine absolute Traumfahrt. Der Mittagstopp war an einem kleinen See, sodass Jay seine Chance bekam, eine kleine Runde schwimmen zu gehen und sich abzukühlen. Der letzte Teil unserer Fahrt, als wir uns wieder aus dem Wald herausarbeiteten, bedeutete auch das Ende des schönen kühlen Schattens der Bäume. Wir hatten 40 Grad auf den Motorradanzeigen (wahrscheinlich eine Million Grad in Fahrenheit...). Selbst auf der Autobahn kühlte uns der Fahrtwind nicht wirklich ab. Das hielt uns aber nicht davon ab, am Schild zu posieren, das anzeigte, dass wir Frankreich erreicht hatten, und natürlich die ganzen Späße zu machen, die dazugehören. Die Ankunft an unserem Hotel in der Stadt war dann wieder etwas Besonderes, denn wir durften erneut mit unseren Motorrädern direkt durch die Fußgängerzone einer mittelalterlichen Stadt fahren und bekamen viele lustige Reaktionen von den Menschen, die um uns herum unterwegs waren. Wir hatten ein wunderschönes gemeinsames Abendessen und sehr viel zu lachen. Christina konnte die Flasche Wein einfach nicht stehen lassen, selbst als Danny und Colleen versucht haben, ihr zu erklären, dass er überhaupt nicht gut sei. Zumindest glaube ich, dass es so herum war. Jetzt ist es Zeit fürs Bett und dafür, sich auf unsere morgige Tour am Ruhetag vorzubereiten. Colleen wird uns eine Meisterklasse im Flipchart-Zeichnen geben, da sie das Flipchart für morgen gestalten wollte. Wir sind also alle sehr gespannt, welches Kunstwerk sie zustande bringen wird.
Unsere Ruhetagsrunde begann mit einem tollen Briefing von Colleen, unterstützt durch die wunderschöne Zeichnung, die sie für den heutigen Fahrtag angefertigt hatte. Wir machten uns zunächst auf den Weg zu einer Burg. Als wir dort ankamen und sahen, dass wir wohl etwa eine Stunde hätten anstehen müssen, beschlossen wir stattdessen, unsere Fahrt fortzusetzen. Der ganze Tag war geprägt von herrlich kurvigen Straßen durch die Wälder des Elsass. Die meiste Zeit fuhren wir unter dem Blätterdach der Bäume, sodass es während der Fahrt deutlich kühler war als draußen in der Sonne. Zum Mittagessen machten wir Halt in der kleinen Stadt Munster, wo wir einige verschiedene französische Gerichte probieren konnten. Auch hier war es wieder sehr heiß, sodass es umso angenehmer war, als wir wieder in den kühleren Wald zurückkamen. Jay entschied sogar, dass die beste Fortsetzung des Tages darin bestand, ein Stück der Strecke zurückzufahren, um noch einmal zu dem See zu kommen, an dem wir vorbeigefahren waren, und dort noch eine Runde schwimmen zu gehen. Die letzte Stunde fuhren wir über kleine Waldstraßen, auf denen es kurz zuvor etwas geregnet hatte. Dadurch war es dort herrlich kühl. Ein paar große Felsen hatten allerdings beschlossen, in die Mitte der Straße zu wandern und uns mehr als nur ein bisschen im Weg zu liegen. Dadurch konnte Danny seine beeindruckenden Reflexe und sein fahrerisches Können unter Beweis stellen – also Hut ab! Jetzt sind wir wieder zurück im Hotel und bereiten uns auf die Weinverkostung vor, die wir für heute Abend organisiert haben, bevor wir anschließend noch gemeinsam ein schönes Abendessen genießen. Nicht besonders viel Ruhe an einem Ruhetag – aber hey, wenn man schon einmal in Frankreich ist … oder, Christina?
Wir starteten die heutige Etappe im märchenhaften Städtchen Riquewihr in Frankreich. Über die schmalen Kopfsteinpflastergassen ging es vorbei an den malerischen Fachwerkhäusern und den ersten Besuchern des Tages, die genauso früh unterwegs waren wie wir. Zu beiden Seiten der kurvenreichen Straße erstreckten sich Weinberge, die später anderen landwirtschaftlichen Kulturen der Region wichen. Nach einem Besuch der Rheinschleusen und der Rückkehr nach Deutschland fuhren wir ein kurzes Stück auf der Autobahn Richtung Basel, bevor wir auf eine Bundesstraße abbogen, die sich durch das Oberglottertal schlängelte. Anschließend folgten wir der L128 und bogen schließlich links auf eine kleine, landschaftlich reizvolle Straße ab, die uns zur Hexenlochmühle führte. Nachdem wir das idyllische Ausflugsziel erkundet und uns bei Kaffee, Schwarzwälder Kirschtorte und Apfelstrudel gestärkt hatten, versammelten wir uns wieder an den Motorrädern und setzten unsere Fahrt in Richtung Schweizer Grenze fort. Bevor wir diese erreichten, machten wir jedoch noch einen kleinen Abstecher. Mitten zwischen den Feldern wartete Lars bereits mit einem köstlichen Picknick auf uns. Direkt daneben befand sich ein Kinderspielplatz, den wir selbstverständlich ebenfalls ausgiebig testeten. Anschließend überquerten wir die unbesetzte Grenze in die Schweiz – ein Land, das für seine Banken, seinen Käse und seine notorisch hohen Verkehrsbußen bekannt ist. Entsprechend behielten wir unsere Geschwindigkeit stets im Blick, während wir uns erneut dem Rhein näherten – diesmal bei Schaffhausen, einer Stadt, die sowohl für ihre Uhren als auch für den Rheinfall berühmt ist, den wasserreichsten Wasserfall Europas. Die meisten von uns unternahmen dort eine Bootsfahrt, die uns beeindruckend nah an die tosenden Wassermassen heranführte. Besonders eindrucksvoll war die gewaltige Kraft des aufgewühlten Wassers am Fuß des Wasserfalls. Nur wenig flussabwärts beruhigt sich der Rhein jedoch wieder und lädt zu einem erfrischenden Bad ein – genau das Richtige nach einem heißen Tag voller Kurven und Kilometer. Am Abend trafen wir uns wieder in unserem Hotel in Schaffhausen. Dort genossen wir ein ausgezeichnetes Abendessen und ließen den Tag bei Dopff-Wein, Schweizer Schokolade und angeregten Gesprächen mit einem einheimischen Paar ausklingen, das neugierig auf unser Abenteuer geworden war.
Nach einem ausgiebigen Frühstück in unserem Hotel in Schaffhausen machten wir uns auf den Weg zur Alten Zollbrücke in Diessenhofen – einer überdachten Holzbrücke über den Rhein, die bis heute von Fahrzeugen mit einem Gewicht von bis zu neun Tonnen befahren werden darf. Nachdem wir sie zunächst vom Ufer aus bewundert hatten, überquerten wir die Brücke, schlenderten durch das charmante Städtchen und folgten anschließend dem Südufer des Untersees, dem westlichen Teil des Bodensees, einem der größten Süßwasserseen Europas. Nach einem Fotostopp mit herrlichem Blick auf den See bogen wir scharf nach Süden ab – die Alpen riefen. Schon bald erreichten wir das malerische Appenzellerland mit seinen sanften grünen Hügeln, beeindruckenden Ausblicken und den über die Landschaft verstreuten traditionellen Bauernhöfen. Die kurvenreiche Straße führte uns hinauf zur Schwägalp, die am Fuße des majestätischen Säntis auf 1.250 Metern über dem Meeresspiegel liegt. Nach dem Mittagessen auf der Schwägalp legten wir die letzten Meter der Passstraße zurück, bevor wir in Richtung der Grenze zu Liechtenstein hinunterfuhren. Den größten Teil des Nachmittagsverkehrs konnten wir geschickt umfahren, sodass wir die Nordspitze des kleinen, aber wunderschönen Fürstentums durchquerten und schließlich Österreich erreichten – das fünfte Land auf unserer Reise. Nachdem wir uns durch den dichten Verkehr in Feldkirch und Rankweil gekämpft hatten, erreichten wir den Fuß des Furkapasses. Dort konnten einige von uns der Versuchung nicht widerstehen und stürmten in zügigem Tempo dem Pass entgegen, während der Rest die Auffahrt etwas entspannter anging. Unser Gruppenfoto auf dem Gipfel zeigt deutlich, wie viel Freude uns diese Strecke bereitet hat. Vom Furkapass aus ging es hinunter nach Damüls und Au, bevor wir über den Schröckenpass weiterfuhren. Wenige Kilometer später erreichten wir unser Tagesziel: das Hotel Jägeralpe, eingebettet in eine beeindruckende Alpenlandschaft mit steilen Bergwiesen und markanten Gipfeln. Dort erwartete uns ein köstliches Fünf-Gänge-Menü, und bei guten Getränken, viel Gelächter und angeregten Gesprächen ließen wir den Abend gemütlich ausklingen. Was für ein herrlicher Tag auf dem Motorrad!
Heute Morgen wachten wir alle mit frischer österreichischer Bergluft und Kuhglocken im Hintergrund auf. Wir hatten unseren Zeitplan ein wenig angepasst, sodass wir etwas später frühstücken und entspannt in den Tag starten konnten. Als wir für das Briefing bereit waren, hatten wir allerdings noch nicht das geplante *Sound of Music*-mäßige Drehen auf der Alm gemacht. Also mussten wir das natürlich noch nachholen, bevor wir unsere Fahrt starten konnten. Das sollte eigentlich Pflicht sein, wenn man Österreich besucht. Leider war heute schon unser letzter Fahrtag. Nach so vielen großartigen Tagen gemeinsam auf der Straße war es ein bisschen traurig, vorerst unsere letzte gemeinsame Fahrt als Gruppe anzutreten. Das bedeutet aber natürlich nicht, dass wir daraus nicht noch einen fantastischen Tag machen würden. Es ging los mit einigen schönen, kurvigen Straßen durch die österreichischen Berge. Umgeben von Gipfeln und einigen Wolken, die zwischen den Bergen hingen, sah alles ein wenig mystisch aus. Unser erster Stopp war am Plansee. Und wer war wohl der Erste im Wasser? Der See hat ein unglaublich blaues Wasser und liegt eingebettet zwischen den Bergen. Damit war er natürlich der perfekte Ort, um ein paar Fotos und Videos von den Leuten zu machen, die vom Steg ins Wasser sprangen. Von hier aus machten wir uns auf den Weg zum Schloss Linderhof. Eine gute Gelegenheit, ein wenig Inspiration dafür zu sammeln, wie wir unsere eigenen Häuser neu dekorieren könnten. Als wir aus dem Schloss kamen, wartete Georg bereits auf uns. Er hatte ein wunderbares Picknick für uns vorbereitet. Brezen, Salat, Dessert und – am allerwichtigsten – Erdnussbutter standen bereit und warteten nur darauf, dass wir ankamen. Zurück im Hotel hatten wir ein wunderbares gemeinsames Abendessen und gleichzeitig eine gute Gelegenheit, noch einmal die Highlights unserer gemeinsamen Reise Revue passieren zu lassen. Es war wirklich großartig, diese Zeit mit dieser Gruppe zu verbringen, und ich bin immer noch beeindruckt davon, wie schnell die Gruppe so eng zusammengewachsen ist. Es war wirklich schön zu sehen, wie aus Fremden so schnell Freunde wurden und wie viel Spaß alle miteinander hatten. Es wäre natürlich schön, wenn Colleen und Christian sich ab und zu auch einmal an unserem Lachen beteiligen würden, aber hey – man kann schließlich nicht alles haben.