Irland und die wilde Atlantikküste CIR2602

Eine kleine Gruppe nutzte heute die Gelegenheit, Dublin zu erkunden, bevor das offizielle Welcome-Briefing im Hotel auf dem Programm stand! Wir trafen uns gleich nach dem Frühstück und nahmen die DART-Bahn, die uns blitzschnell direkt ins schlagende Herz der irischen Hauptstadt brachte. Unser erster Stopp war das historische General Post Office (GPO), wo der berühmte 1916 Osteraufstand seinen Anfang nahm, bevor wir die ikonische Ha'penny Bridge überquerten und das malerische Viertel Temple Bar erreichten. Nach einer gemütlichen Kaffeepause spazierten wir weiter zur Christ Church Cathedral und zur St. Patrick's Cathedral. Da Sonntag war, fanden gerade Gottesdienste statt, sodass eine Besichtigung von innen nicht möglich war – aber wir ließen uns nicht entmutigen! Nach einem schönen Spaziergang und einer leckeren Mittagspause erreichten wir das Trinity College, wo wir alles über das berühmte antike Book of Kells erfuhren. Bevor es zurück zum Hotel ging, durfte ein echtes Ritual natürlich nicht fehlen: ein frisches Pint im originalen The Temple Bar!
Heute stand unsere erste gemeinsame Etappe auf dem Programm – von Dublin nach Belfast. Der erste Fahrtag ist immer etwas Besonderes: Alle lernen ihre Motorräder kennen, finden ihren Rhythmus und wachsen als Gruppe zusammen. Deshalb haben wir es bewusst entspannt angehen lassen. Ohne Zeitdruck, mit ausreichend Pausen und viel Gelegenheit, die ersten Kilometer auf der linken Straßenseite zu genießen. Unter dem Motto „Irische Geschichte“ führte uns die Route zunächst zum beeindruckenden Trim Castle. Die größte normannische Burg Irlands ist ein faszinierendes Zeugnis der bewegten Vergangenheit des Landes und ein idealer Ort, um in die Geschichte der Grünen Insel einzutauchen. Zwischen den mächtigen Mauern wurde schnell klar, wie eng Landschaft und Geschichte in Irland miteinander verbunden sind. Nach dem Besuch der Burg haben wir noch einen Kaffe bei Monto‘s in Trim genossen. Danach ging es weiter bis zum Mittagsstop in Fitzpatricks Restaurant. Das urgemütliche Restaurant könnte auch als Museum durchgehen. Unglaublich was sich hier im Laufe der Zeit alles angesammelt hat. Im weiteren Verlauf des Tages überquerten wir die Grenze nach Nordirland und erreichten schließlich Belfast. Kaum eine andere Stadt erzählt die Geschichte der Insel so eindrucksvoll wie die nordirische Hauptstadt. Hier treffen historische Ereignisse, kultureller Wandel und modernes Stadtleben aufeinander – ein spannender Kontrast, der den Abschluss unseres ersten Tourtags bildete. Die erste Etappe war genau so, wie ich sie mir für eine neue Gruppe wünsche: entspannt, harmonisch und voller neuer Eindrücke. Alle sind gut angekommen, haben Vertrauen in ihre Motorräder gewonnen und konnten die Reise von Beginn an genießen. Eine perfekte Grundlage für die kommenden Tage auf den faszinierenden Straßen Irlands.
Wir verließen Belfast unter einem tiefdunklen Himmel nach einer regnerischen Nacht. Trotz der bedrohlichen Wolken blieb unsere Fahrt den ganzen Tag über trocken, und zwischendurch zeigte sich sogar immer wieder die Sonne. Den Großteil des Tages folgten wir der spektakulären Nordküste Nordirlands. Unser erster Halt war der malerische Hafen von Carnlough, der auch als Drehort für Game of Thrones bekannt ist. Nach einer kurzen Kaffeepause ging es weiter zum Torr Head, wo wir die atemberaubenden Steilklippen und den Blick über den Atlantik genießen konnten. Der unbestrittene Höhepunkt des Tages war der weltberühmte Giant's Causeway, den wir kurz darauf erreichten. Nachdem wir die Motorräder geparkt und eine kleine Mittagspause eingelegt hatten, spazierten wir hinunter zu diesem beeindruckenden Naturwunder. Tausende perfekt ineinandergreifende, sechseckige Basaltsäulen wirken so präzise, dass sie beinahe von Menschenhand geschaffen erscheinen. Zurück auf den Motorrädern führte unsere Route durch Portrush und Portstewart entlang eines Teils der berühmten Rennstrecke des North West 200 – eines der renommiertesten Straßenrennen der Welt, neben der Isle of Man TT. Für Motorradbegeisterte wie uns ein absolutes Highlight! Kurz hinter Londonderry überquerten wir schließlich wieder die Grenze zur Republik Irland. Es gibt weder einen Grenzposten noch ein Denkmal, das den Grenzverlauf markiert – der einzige Hinweis darauf, dass man die Grenze passiert hat, ist der Wechsel der Verkehrsschilder von Meilen pro Stunde (mph) zurück auf Kilometer pro Stunde (km/h).
Heute Morgen verabschiedeten wir uns vom wunderschönen Castle Grove Country House in Letterkenny und starteten zu unserer Etappe entlang des berühmten Wild Atlantic Way bis nach Ballina. Mit knapp 350 km lag eine lange Tagesetappe vor uns. Leider meinte es der Wettergott nicht gut mit uns. Regen begleitete uns über weite Strecken des Tages. Unser erster Fotostopp führte uns zum beeindruckenden Horn Head, wo sich die raue Schönheit der irischen Küste trotz des schlechten Wetters eindrucksvoll zeigte. Nach der Mittagspause wartete dann das große Highlight des Tages auf uns: die spektakulären Slieve League Cliffs. Mit ihren bis zu 600 Meter steil ins Meer abfallenden Klippen gehören sie zu den beeindruckendsten Aussichtspunkten Irlands und belohnten uns mit unvergesslichen Ausblicken. Anschließend folgten wir weiter den kurvenreichen Straßen des Wild Atlantic Way, bis wir am Abend schließlich Ballina erreichten. Nach einem langen, nassen, aber landschaftlich großartigen Fahrtag freuten wir uns auf unser Hotel und einen gemütlichen Ausklang des Tages.
Ein weiterer fantastischer Tag auf zwei Rädern entlang der atemberaubenden Westküste Irlands! Unser erster Halt war die dramatische Steilküste von Downpatrick Head, wo wir den beeindruckenden Brandungspfeiler und die Wucht des Atlantiks bewunderten. Nur ein altes Stück weiter legten wir im gemütlichen Küstendorf Ballycastle eine wohlverdiente Kaffeepause ein, bevor es wieder auf die Straße ging. Entlang der Küstenstraße fanden wir nahe des Wild Nephin Nationalparks den perfekten Ort für ein Picknick mitten in der Natur. Zurück auf den Motorrädern durfte ein kurzer Fotostopp nicht fehlen, um den imposanten Gipfel des Croagh Patrick einzufangen, der sich majestätisch am Horizont abzeichnete. Nach einem letzten Tankstopp im malerischen Ort Cong machten wir uns bereit für den Endspurt nach Galway. Dort kamen wir rechtzeitig an, um noch entspannt durch das Herz der Stadt zu schlendern und die farbenfrohe Atmosphäre sowie die Straßenmusik des pittoresken Latin Quarters zu genießen.
Heute stand unser erster Ruhetag auf dem Programm, und in Galway gibt es einiges zu entdecken. Das lebhafte Latin Quarter, der historische Spanish Arch und die Kathedrale von Galway sind nur einige der Highlights der Stadt. Die bunten Straßen, traditionellen Pubs und die typisch irische Atmosphäre machen Galway außerdem zu einem perfekten Ort, um einfach durch die Stadt zu schlendern und das besondere Flair auf sich wirken zu lassen. Natürlich bedeutet ein Ruhetag nicht unbedingt einen Tag ohne Motorräder. Fünf Fahrer und zwei Tourguides nutzten die Gelegenheit und machten sich auf den Weg zum Wild Atlantic Way und zur spektakulären Sky Road. Fantastische Kurven und die beeindruckende Landschaft entlang der Küste warteten auf uns. Das Wetter war top und wir hatten alle große Freude an diesem besonderen "Ruhetag" Am Nachmittag machten wir noch einen kurzen Abstecher zur beeindruckenden Kylemore Abbey, bevor es zurück nach Galway ging. So waren alle wieder im Hotel – die einen nach einem entspannten Tag in der Stadt, die anderen nach einer weiteren unvergesslichen Motorradtour entlang der irischen Westküste. Mal sehen, was der Abend noch für uns bereithält.
Wir haben Galway an einem perfekten Morgen verlassen und fanden uns schon bald wieder auf den kurvenreichen Straßen des Wild Atlantic Way wieder. Traumhafte, schmale und gewundene Wege führten uns in das charmante Küstenortchen Ballyvaughan, wo wir eine gemütliche Kaffeepause einlegten. Direkt im Anschluss folgte einer der spektakulärsten Küstenabschnitte überhaupt – auf Gälisch Bóthar na hAillte genannt. Es war das perfekte Vorspiel für die majestätischen Cliffs of Moher, die wir wenig später erreichten. Mit ihren über 200 Metern Höhe, die steil aus dem Atlantik ragen, gehören diese Klippen zu den beeindruckendsten Naturwundern Irlands – und wie die vielen Besucher vor Ort bewiesen, definitiv auch zu den beliebtesten! Zurück im Sattel ging die Fahrt weiter nach Süden in Richtung der Mündung des Shannon, dem längsten Fluss Irlands. Bevor wir mit der Fähre auf die andere Seite übersetzten, wartete noch eine tolle Überraschung auf uns: ein fantastisches Picknick direkt am Ufer. Drüben angekommen, schlängelte sich die Straße durch wunderschöne Landschaften und herrliche Kurven, bis wir schließlich das idyllische Killarney erreichten, das als das touristische Herz des Südwestens gilt. Wir bleiben hier für zwei Nächte direkt am Seeufer – was für eine traumhafte Kulisse zum Entpannen!
An einem Ruhetag hat man bekanntlich viele Möglichkeiten, aber wir haben uns natürlich für das entschieden, was wir am liebsten tun: eine Runde Motorrad fahren! Wir haben unsere Tour mit dem legendären Gap of Dunloe begonnen – einer schmalen, gewundenen und absolut spektakulären Straße –, bevor wir auf den berühmten Ring of Kerry aufgebogen sind. Diese gebirgige Halbinsel gilt als eine der schönsten Küstenstraßen Europas und zieht mehr Besucher an als fast jede andere Region Irlands. Da heute Sonntag war, hatten wir mit einigem Verkehr und großem Andrang gerechnet. Zu unserem Glück hielten sich die Touristenbusse jedoch in Grenzen, sodass wir die herrlichen Kurven und die spektakuläre Landschaft genießen konnten. Viel Spaß mit den Bildern unseres heutigen Ausflugs!