Mongolien, das Abenteuer deines Lebens AMO2601

bereits beim Blick aus dem Fenster des Flugzeugs stellen wir fest das dieses Land welches wir da unter uns sehen anders ist als alles was wir bisher so gewohnt sind. Große Städte und komplizierte Straßenknoten suchen wir vergebens. Stattdessen freies Land, Wüsten, Steppe und Berge soweit das Auge reicht. Es dauert eine Weile bis wir schließlich Ulaanbaatar erblicken. Und diese Stadt ist nicht nur der Startpunkt unserer Reise sondern auch die pulsierende Hauptstadt des Landes. Auf dem Weg vom Flughafen in die Stadt bekommen wir allerdings noch keinen guten Eindruck vom Ländlichen Mongolien sondern finden uns sehr schnell in einer unglaublich geschäftigen und Chaotischen Metropole wieder, in der Tradition und Moderne sehr…sehr nahe bei einander liegen. Ein Faszinierender Ort auf jeden Fall. Und während wir uns von unserer Anreise Anreise erholen, oder unserem Gepäck nach laufen, werden andernorts Motorräder vorbereitet und Trucks für unser Abenteuer beladen. Am Nachmittag dann treffen wir uns für ein kurzes Briefing, besorgen noch etwas Motorradkleidung und haben unser erstes gemeinsames Abendessen. Wir konnen es kaum erwarten morgen endlich Hand an unsere Bikes zu legen. Wildnis wir kommen.
Unser erster fahrtag beginnt früh. Und das ist auch gut so denn jeden Kilometer den wir in Ulaanbaatar nicht mit dem Bike zurück legen müssen ist willkommen. Der Verkehr in dieser Stadt ist unglaublich. Die langen Warteschlangen an den Tankstellen, wegen der Benzinknappheit tun ihr übriges. Keine Angst da ist noch genug Stadtverkehr übrig für uns, das wir das durchschummeln ausgiebig üben können. Nachdem wir die Stadt endlich hinter uns gelassen haben geht es hinaus in die ländliche Mongolei. Auf geraden und einigermaßen gut Asphaltierten Straßen machen wir zunächst Kilometer. Den ein oder anderen Kaffeestop später Tanken wir unsere Bikes an einer Tankstelle die auf uns zu warten scheint😉 gut wenn man jemanden kennt der jemanden kennt. Und dann ist es endlich soweit, wir verlassen die befestigte Straße und fahren querfeldein unserem Mittagessen entgegen. Das erste mal treffen wir auf unser Küchenteam…und was sollen wir sagen. Es war fantastisch. Wir haben ausserdem genug Zeit um die Umgebung zu erkunden, frei nach dem Moto…Oh dieser Hügel sieht cool aus, können wir da hoch fahren…Ja klar kein Problem. Zurück auf der Straße fahren wir weiter unserem heutigen Ziel entgegen. Ein GER Camp in den ausläufern der Wüste Gobi. Die enge Sandpiste am Ende des Tages fordert noch einmal all unsere Aufmerksamkeit. Die Belohnung ist ein Ort der Stille wo wir den Abend in gemütlicher runde ausklingen lassen.
Nach dem unser erster Tag gestern doch recht Anstrengend starten wir heute entspannt etwas später in den Tag. Und um Warm zu werden drehen wir nach ein wenig morgen Gymnastik ein paar Runden in den Sanddünen direkt hinter unserem Camp. Besser kann man einen Tag in der Mongolei nicht beginnen. Als wir wieder Asphalt unter den Rädern haben widmen wir uns ein wenig der Mongolischen Kultur. Ein kleiner Tempel am Wegesrand ist erst der Auftakt. Nach vielen Straßenkilometern erreichen wir Karakorum. Von der früheren Hauptstadt des Mongolenreiches ist zwar nicht viel übrig, Nomadenkultur eben, aber die einige Jahrhunderte später errichteten Budhistischen Tempel können wir besichtigen. Entlang der Straße gibt es ebenfalls viel zu sehen. Kleinere Tierherden, Pferde, Rinder, Ziegen und immer wieder diese für die Region so typischen Jurten sorgen für die passende Kulisse. Größere Dörfer gibt es hier fast keine mehr. Nach einem weiteren fantastischen Mittagessen in der Wildnis und einem letzten Eiscreme stop, verlassen wir die Straße wieder und fahren durch eine der Abwechslungsreichsten Landschaften die wir seit unserer Ankunft zu Gesicht bekommen haben. Die Jaks und Pferde staunen nicht schlecht über unsere Offroad Fahrkünste😉. Mitten im nirgendwo liegt dann unser Ziel des heutigen Tages, ein Überraschend großes GER Resort, das sich aufgrund seiner heißen Quellen großer Beliebtheit erfreut. Was für ein Tag.
Ein neuer Tag bricht an, und so wie es aussieht bleiben wir heute etwas von der Hitze der letzten Tage verschont. Das Küchenteam hat uns ein Fantastisches Frühstück vorbereitet. Also starten wir so früh als möglich, denn heute ist ein laaaanger Tag. Doch bevor wir so richtig in den Tag starten, kommen wir der Einladung einer Mongolischen Familie nach. Näher kann man der Einheimischen Kultur kaum kommen. Unsere Route führt uns heute auf befestigten und Unbefestigten Straßen immer weiter richtung Westen. Die Landschaft wird felsiger und Hügeliger als die letzten Tage. Yak und Ziegenherden bestimmen das Bild. Während des Tages begegnen wir dann auch endlich unserem Tank LKW, leider anders als gedacht. Der LKW steht mit einem Motorschaden am Straßenrand, Telefonleitungen glühen, Bikes werden betankt… und weiter geht’s. Ein fantastisches Mittagessen und viele, teils Staubige Kilometer später erreichen wir unser Camp. Wir sind jetzt offiziell im Touristisch kaum erschlossenen Teil der Mongolei. Ein echtes Abenteuer eben.
Guten Morgen Mongolia, Die Landschaft um unser Camp ist in einen beinahe Mystischen Nebel gehüllt. Es ist Still und friedlich, was für ein Start in den Tag. Heute setzen wir unsere Reise Richtung Westen fort und kommen so dem Altai Gebirge immer näher. Wir versuchen der holperige Schotterpiste von gestern Abend so gut es geht zu entgehen und Entscheiden uns für den Weg durch die Wiesen. Und da wir den Rest des Tages vorwiegend auf Asphaltierten Straßen zurück legen werden laden wir so unsere off Road Batterien auf. Pünktlich zur Mittageszeit erreichen wir das Ufer des Telmen Sees. Das Küchenteam treffen wir heute nicht, aber sie haben uns in den Morgenstunden ein Mittagessen to go vorbereitet. Es ist zwar nicht gerade Strandwetter aber echte Abenteurer stört das nicht. Und der Freeride entlang des Strandes ist zu verlockend…Wer braucht schon ein Restaurant. Am frühen Nachmittag erreichen wir den Airag Lake. Wo unser Supportteam das Camp für heute Nacht vorbereitet. Ja ihr lest richtig, Wir Campen. Und die Gegend um den Lake ist perfekt um die Freiheit und weite der Mongolei genau auf diese Art zu genießen. Dieser Abend wird für immer in unserem Gedächtnis bleiben.
Um den gestrigen Abend so genießen zu können wie wir es getan haben hatte uns die Mongolische Steppe einen Aufschub des schlechten Wetters gewährt. Nett von ihr, aber am frühen morgen kehrt das Mongolische Wetter umso kraftvoller zurück. Ein Sturm fegt mit viel Kraft über unser Camp hinweg. Die Zelte halten aber die Nacht ist für viele von uns vorbei. Zum Glück haben wir einen entspannten Tag vor uns. Nach einwenig Spaß und vielen Fotos in den Hügeln hinter dem Camp setzen wir unsere Reise richtung Westen auf der Asphaltierten und teils Schnurgeraden Straße, fort. Die Landschaft sorgt mit Wechselnder Vegetation, Seen und Majestätischen Bergketten für Abwechslung. Unser Ziel heute ist ein kleines Resort am Khyargas See. Das wir dort früh ankommen kommt uns sehr gelegen. Wir Verbringen einen Entspannten Nachmittag, holen etwas Schlaf nach, Baden im See oder erholen unsere aufgeregten Mägen. Gute besserung ihr beiden. Die nächsten Tage werden wieder spannender Versprochen😉