ALPEN PUR (CUA2603)

Wunderschönes Wetter empfängt uns am ersten Tag der atemberaubenden Ultimate Alps Tour in Seefeld. Während die meisten unserer Fahrer im Hotel Eden ankommen oder die Stadt und die Umgebung dieses berühmten Skigebiets erkunden, begleiten Michael und Leann aus Australien Tourguide Gottfried zur Edelweiss Riding School (ERS) für ein Training und schon die ersten Kurven hinauf zum Kühtai-Pass, wo es Apfelstrudel gibt. Am Abend begrüßen wir (fast) alle zum Welcome Briefing und zu unserem ersten gemeinsamen Abendessen. Welch ein perfekter Tag, um unser Abenteuer zu beginnen!
Und es kann losgehen gehen. Tage, Wochen, gar Monate des Wartens haben endlich ein Ende. Jeder ist aufgeregt bis in die Ohrenspitzen und freut sich das Bike endlich starten zu können, den Asphalt unterm Allerwertesten zu spüren, den Wind sanft im Gesicht wahrzunehmen und den herrlichen Duft von auf den Wiesen angebrachter Gülle zu riechen. Naja, zum Glück nur die ersten paar Kilometer.
Nach einem gemütlichen Abendessen am Vorabend und einem Bummel durch die festlich geschmückte Hauptstraße von Pontresina setzten wir unsere Fahrt über St. Moritz und den Maloja-Pass nach Italien fort, unserem dritten Land auf dieser Reise. Kurz darauf fuhren wir über den Splügenpass zurück in die Schweiz und genossen ein leckeres Mittagessen in einer Pizzeria neben einem Wasserfall. Danach ging es weiter in Richtung Airolo und zum berühmten Gotthardpass sowie entlang des Vierwaldstättersees zu unserem Ziel Brunnen, wo wir in einem Hotel direkt am See untergebracht waren und wo gerade ein weiteres Festival stattfand.
So langsam lernt man sich kennen, Teilnehmer wie Tourguides, und es fängt an alles lockerer und lustiger zu werden. Heute geht's nach Zermatt. Ein Wunderschönes Bergdorf am Fuße des Matterhorn. Es geht schon früh los denn es steht die erste überfahrt mit einer Fähre an. Direkt übern Vierwaldstättersee (traumhaft) geht's nach Meiringen um dann über einen der schönsten Pässe überhaupt zu fahren. Den Susten Pass...einfach herrlich. Die Strasse, das Panorama auf der Passhöhe. Auf den Spuren von James Bond erklimmen wir den Furka Pass nicht ohne Probleme. Im Tal noch stärker wir uns mit einer zünftigen Mahlzeit um dann von Sonnenschein in Starkregen in Hagel zu kommen. Was für ein Erlebnis, waren wir schon mit den Gedanken beim umdrehen. Doch am Gipfel erhaschten wir einige Sonnenstrahlen und sind denen entgegen gefahren. Das unglaubliche...Sie haben uns erwartet, gewärmt, gestärkt und wieder weiter geschickt. Und es kann nicht schöner sein nach Regen und gar Hagel, jetzt von Sonnenstrahlen runter ins Tal getragen. Es geht weiter nach Visp wo wir dann scharf links richtung Zermatt düsen. Was für ein herrliches Abenteuer!!!
Zermatt empfängt uns am Morgen mit perfektem Wetter, und von unseren Hotelfenstern aus können wir das majestätische Matterhorn sehen. John, Ray und Chuck machen sich auf den Weg nach Sunnegg, um die „5-Seen-Wanderung“ hoch über Zermatt zu bewältigen, während der Rest der Gruppe die schöne Umgebung und die herrliche Landschaft genießt.
Nach einem äußerst entspannten Tag in Zermatt mit doch viel aktivitäten wie Wandern, Einkaufen Zugfahren oder dem Treiben auf den Straßen zu beobachten, ging's am heutigen Tag nach Lugano. Über den Simplon Pass, durch Domodossola geht's direkt zum Mittagessen nach Canobbio. Schon hier fällt uns der italienische Flair auf. Man weiß es nicht, es wird einem auch nichts gesagt, doch spürt man die lockere Einstellung der Einheimischen, la Dolce Vita. Wir bestellen zwischen Pizza und Pasta und lassen uns verzaubern. Besser kann man den Urlaub nicht genießen. Ein kurzer Spaziergang am Ufer entlang und schon geht's weiter zur Fähre nach Intera. Laveno wird ausgestiegen und dann geht's auch schon Hoch zum Passo Sant Antonio. Es ist wie surfen über die Pässe. Die Straßen sind schmal doch swingen wir uns hoch mit einem breiten Grinsen unterm Helm. In Lugano angekommen gibts eine kalte Dusch und schon sind wir bereit für die Strandbar gegenüber von unserem Hotel. So kann es weiter gehen!!! 🤘🏍️🌴
Die Sonne scheint und die Luft ist frisch, als wir uns früh morgens von Lugano aus auf den Weg machen, um die Fähre von Menaggio über den Comer See zu erreichen. Vom Ostufer aus fahren wir in die Bergamascher Berge, durch das Taleggio-Tal und über vier Pässe, wobei der Passo Vivione mit seinen anspruchsvollen, schmalen Straßen die technisch schwierigste Strecke darstellt. Unser siebter Tag auf dem Motorrad endet auf dem Passo Tonale, dem Tor zum Val di Sole.
Am 8. Tag unserer Tour erwartet uns ein weiterer herrlicher Tag in den italienischen Alpen. Wir verlassen den Passo Tonale in Richtung Val di Sole und biegen dann rechts ab in Richtung Madonna di Campiglio, einem bekannten Skigebiet. Nach einem kurzen Stopp am Lago Molveno fahren wir ins Val di Non, wo Rolly ein köstliches Picknick für uns vorbereitet hat. Weiter geht es zum Monte Penegal, um zu sehen, was in Bozen los ist, wo wir nach einer atemberaubenden Abfahrt vom Passo Mendola in der Hitze ankommen.
Die Wettervorhersage sagt für heute Regen und heftige Gewitter voraus. Einige Unerschrockene beschließen dennoch, die Dolomiten in Regenbekleidung zu bezwingen, während der Rest unserer Fahrer in der schönen Stadt Bozen bleibt, um sich zu entspannen und das atemberaubende Hotel Magdalenerhof zu genießen. Die Motorradgruppe bricht auf und fährt die kurvenreiche Straße hinauf in Richtung Klobenstein, um dann auf der anderen Talseite durch dichten Verkehr ins Grödnertal zu gelangen. Schließlich erreichen wir die ersten Pässe der Sella Ronda mit ihren atemberaubenden Ausblicken und perfekten Straßen. Kurz nachdem wir den letzten Pass des Tages hinter uns gebracht haben, entkommen wir einem Hagelsturm, indem wir in ein nettes italienisches Restaurant einkehren, um frisch zubereitete Spaghetti Carbonara zu genießen. Nachdem der Sturm vorübergezogen ist, kehren wir zum Hotel zurück, um gemeinsam mit der ganzen Gruppe zu Abend zu essen.
Heute ist nicht nur das Wetter trüb, auch die Stimmung unter uns ist leicht betrübt. Das letzte Daylibriefing steht an und es ist kaum zu glauben dass das heute der letzte Fahrtag sein soll. Natürlich freuen wir uns alle wie Riesenbabys auf den Tag doch dass es schon der letzte sein soll ist nicht ganz greifbar. Jetzt wo wir zusammengewachsen sind, jetzt wo wir so toll miteinander Harmonieren, uns gegenseitig Unterstützen wo hilfe gebraucht wird und uns gegenseitig auf den Arm nehmen oder einfach nur Spass haben. Zum Tag heute: Heute geht's über Klobenstein und Wangen Richtung Penserjoch. Die Straße von Wangen bis zur Kreuzung im Sarntal ist die Perfekte Gelegenheit um uns richtig aufzuwärmen. Ein Traum für jeden Biker. Am Penserjoch regnet es etwas. Den obligatorischen Kaffe beim Gasthof Alpenrosenhof lassen wir uns dennoch nicht entgehen. Nach einer kurzen Pause geht es weiter Richtung Sterzing. Da die Berge im Nebel hängen und es nicht aufhört zu Regnen entscheiden wir uns die Landstraße übern Brenner zu nehmen. Ich weiss nicht mehr wer das einst sagte aber die Strecke zwischen Matrei am Brenner, unter der Europabrücke durch bis Mutters ist einfach ein riesen Spass. Ach ja....das war ich😄 Vor Innsbruck geht's links ab ins bekannte Kühtai wo wir auch zu Mittag essen. Nachdem wir fabelhaft gespeist heben, wedeln wir die Kurven hinunter ins Inntal und finden uns bald in der Garage von Edelweißbike travel wo wir etwas Papierkram erledigen, die Motorräder zurück geben und uns das eine und andere Boothbeer zur Brust nehmen. Man fachsimpelt über Motorräder und Touren, wer mit wem die nächste Tour bei Edelweiss Bucht und wie schön diese Tour war. Beim Farewel Dinner kommen dann wieder die ganzen Geschichten auf, die wir so erlebt haben. Herrlich...bis auf dass die Tour nun zu Ende ist. Danke für diese wundervollen Tage mit euch Brian, Ray, Chuck, Nancee, Jeff, Leanne, Michael und John, es war uns eine Freude!!!❤️🏍️
