Abenteuer Balkan ABA2602

Heute beginnt unsere Tour mit dem gemeinsamen „Welcome Briefing“, hierzu treffen wir uns alle auf der Terrasse unseres Starthotels mit einem Begrüßungsgetränk. Nach dem Briefing und Klärung offener Fragen empfangen unsere Gäste die Schlüssel und Papiere der Motorräder worauf sich alle zu diesen in die Garage begeben. Nach Einweisung auf die Bedienung der Motorräder ist es auch schon Zeit zum Abendessen. Danach gehen wir bald zu Bett um morgen ausgeruht zu starten.
Jetzt sind alle schon gespannt auf den ersten Fahrtag. Leider beginnt es nach dem Frühstück mit den ersten Regenschauern und wir verschieben unsere Abfahrt um etwa eine halbe Stunde. In Regenkleidung geht es dann los zum ersten Kaffeestop in Karlovac. Ab hier verbessert sich auch die Wetterlage und unser weiteres Programm kann wie geplant durchgeführt werden. Erst das Mittagessen am Fluss und danach der Besuch der Plitvicer Seen. Sehr beeindruckend diese Landschaft mit ihren Seen und Wasserfällen. Morgen soll es heiß und trocken werden.
Heute steht uns ein langer Fahrtag bevor, deshalb verlassen wir unsere Unterkunft schon früher und begeben uns direkt zum Grenzübergang von Kroatien nach Bosnien und Herzegowina. Nachdem wir die Grenze schnell und unkompliziert passieren konnten folgen wir dem Fluss Una und genießen die herrliche Landschaft. Nach dem Mittagessen am malerischen Fluss Plivsko machen wir noch einen Abstecher zu den Wasserfällen von Jajce, bevor wir dann weiter in Richtung Sarajevo, der Hauptstadt von Bosnien und Herzegowina fahren. In Sarajevo gibt es bestimmt viel zu entdecken, weshalb wir hier am morgigen Tag auch verbleiben.
Heute Morgen startete unser kurzer, aber dennoch sehr ereignisreicher Tag mit einem reichhaltigen und üppigen Frühstück. Nachdem wir uns gestärkt für die Fahrt bereitgemacht haben, sind wir eine steile und enge, balkantypische Route Richtung sarajevos Bobbahn gefahren. Nach einer sehr fordernden, aber dennoch recht kurzen Fahrt sind wir an der Bahn, welche in Sarajevos Bergen liegt angekommen. Neben einer großartigen Aussicht wurden wir selbstverständlich auch mit dem historischen Bau der olympischen Bahn belohnt. Nach einer kurzen Wanderung zur Startbahn auf dem höchsten Stück des Berges und einigen tollen Erinnerungen für Zuhause haben wir uns langsam aber sicher wieder Richtung Heimweg gemacht. Angekommen am Hotel hieß es "raus aus den Klamotten und rein in etwas entspanntes", damit waren wir startklar für die Erkundung der historischen und leider auch sehr tragischen Stadt Sarajevo. Vorbei an der lateinischen Brücke (an der Franz Ferdinand ermordet wurde) bis hin in die idyllische Altstadt, haben wir den kompletten Flair des Balkans aufsaugen können. Enge, schön gepflasterte Gassen. Restaurants duftend nach Ajva und Cevapcici, Cafés mit Baklava und Mokka, Kupfer und Schmuckläden - und dazwischen Moscheen... einfach einzigartig. Natürlich durfte hier ein ausgiebiges Mittagessen in einem der vielen Restaurants nicht fehlen. Nach einer traditionellen balkantypischen Mahlzeit und anschließendem Eisessen, sind wir gemeinsam gestärkt zum bosnischen Genozidmuseum aufgebrochen. Nach einer sehr interessanten und aufschlussreichen Tour durch die Geschichte der Bosniaken haben wir uns aufgeteilt und jeder konnte auf seine Art die Stadt erkunden. Zum Abschluss des Tages gab es dann ein gemeinsames Beisammensein mit einem kühlen Bier und anschließend ein wohlverdientes, sehr leckeres Essen im Restaurant.
Unser Tag startet mit gutem Wetter und einer leichten Brise - der perfekte Start in eine lange aber dennoch wunderschöne Tour! Wir machen uns auf den Weg raus aus Sarajevo, rein ins schöne Panorama von Bosniens Süden. Nach unserem ersten Kaffeestop trug uns die ländlich, idyllische Bergstraße zur Grenze Montenegros, wo uns die Piva bis zu unserem ersten Stopp an einer auf den ersten Blick "normalen Brücke" bringt. Der Ausblick auf der Brücke war für alle ein großartiges Panorama. Nach ein paar Fotos ging es für uns weiter zum Mittagstopp nach Pluẑine. Unser Restaurant war auch hier wieder opitmal gewählt, da es direkt neben der Vrbnica lag, einem Fluss der anschließend in die Piva mündet. Gestärkt und aufgeregt auf dass was noch vor uns lag haben wir den Weg in die Passstraße der Berge Richtung Durmitor Nationalpark gewagt. Nach sehr vielen Kurven der Berge änderte sich schlagartig das Landschaftsbild - von blauem Wasser mit üppig bestückten Wäldern ging es in eine steppenartige Felslandschaft. Wir sind angekommen, und konnten uns an dem neuen Bild nicht sattsehen. Ein Stopp für Fotos und etwas Freigang war ein muss in diesem wunderschönen und doch ungewohnten Bild. Die Zeit lief uns leider davon, weshalb wir uns auf den Weg zum nächsten Stopp an der Tara Schlucht machten. Ein kurzer Halt mit ein paar Fotos war ein schönes Ende dieses absolut sehenswerten Tourabschnittes. Bergstraßen trugen uns langsam aus den Bergen ins Tal von Kolaŝin. Bernhard wartete hier bereits schon auf uns mit einem wohlverdienten Bootbier!
Schon wieder haben wir strahlenden Sonnenschein mit ein paar Wolken. Heute fahren wir von Montenegro über den Kosovo nach Albanien. Erst geht es von Kolasin auf einer engen kurvigen Landstraße über den Prevoj Tresnjevik und danach weiter in Richtung Kosovo. Der Grenzübertritt ist wieder recht einfach obwohl die beiden Grenzstationen 8 km auseinander liegen. Nach Frühstück und Kaffeepause in Montenegro, Mittag im Kosovo passieren wir die Grenze zu Albanien ohne Wartezeit. Nach Ankunft im Hotel in Bajram Curri entscheidet sich der Großteil der Gruppe noch für einen Loop ins wunderbare Tal von Valbona. Auf dem Rückweg fangen wir uns noch ein paar Regentropfen ein bevor es 2 Minuten nach Ankunft im Hotel richtig zu Regnen beginnt. Regen am Abend ist gut für die Natur und verringert die Gefahr von Waldbränden.
Täglich Grüßt das Murmeltier - Sonne am Morgen. Heute warten mindestens 100 km Kurven am Stück auf uns. Nach Abfahrt haben wir etwa 25 km leicht kurvige Strecke zum Aufwärmen. Dann wird es eng, kurvig und an Aufmerksamkeit darf es nicht mangeln. Wir unterbrechen für Fotostops und eine Kaffeepause. Danach sind wir im Rhythmus, RIDERS HIGH, und wir fahren durch bis zur Mittagspause. Auf der Strecke habe ich nur zwei Kurven gezählt, die erste und die letzte, der Rest ist für Statistiker. ;-) Jetzt noch schnell über die Grenze, das historische Prizren wartet auf uns! Was für ein Tag.
Heute führte uns unser Tourabschnitt vom Kosovo nach Ohrid in Nordmazedonien. Nach einem guten Frühstück machten wir uns Richtung Grenze Nordmazedoniens auf. Auf dem Weg zum ersten Stopp am Cafe vor der Grenze gab es einige schöne kurvige Strecken den Berg hinauf. Wir genossen den noch recht kühlen morgen in den Bergen, bevor wir uns zum Grenzübergang aufmachten. Nach dem Grenzübergang machten wir uns auf in die erste große Stadt Tetovo. Nachdem wir die Bikes geparkt hatten going es direkt zur Šarena Džamija was soviel heißt wie "bunte Moschee", im herzen der Stadt. Nach einem schuhlosen Besuch in der Moschee und artistischer Bewunderung ging es zum Mittagessen ins Restaurant. Nach einem wirklich leckeren Essen ging es dann bei fast 40°C weiter in den Süden Mazedoniens. Die Hitze machte uns allen etwas zu schaffen - weshalb wir uns kurzerhand entschieden den heuten Tag etwas kürzer zu halten und den Bogen um den Mavrovo und Debar See auszulassen - und die schön kurvige Strecke Richtung Ohrid zu nehmen. Angekommen am Hotel wurden wir direkt mit einem tollen Ausblick auf den See und einem kühlen Pool belohnt.
Heute morgen starteten wir direkt nach dem Frühstück zur orthodoxen Kirche St. Johannes nach Ohrid. Bei noch recht angenehmen Temperaturen besichtigen wir die wirklich gemalte Szenerie und wanderten einmal um das Bauwerk. Nach der Tour ging es für uns weiter in die Berge - durch den Nationalpark bis auf den höchsten Punkt, machten wir noch ein Foto von noch nebligen Ohridsee um dann auf die andere Seite zum Prespasee wieder herunterzufahren. Die Passstraße trug uns hinunten in ein schön gelegenes Café - wo wir eine kurze Pause einlegten und uns etwas abkühlten. Nach dem Stopp ging es für uns auf einen längeren Tourabschnitt Richtung Mittagessen. Zwischen Ohrid und Skopje machten wir in einem recht ländlischen Abschnitt halt und genossen traditionelle Gastfreundschaft mit lokalen Gerichten in einem etwas abgelegeneren Restaurant. Nach gutem Essen ging es gestärkt zum letzten Abschnitt direkt Richtung Skopje. Von bergigen, bewaldeten Lanschaften wurde es langsam immer steppiger und flacher. Die balkanüblichen Straßen und Dörfer kamen immer öfter, und nach einem Stück Autonahn sind wir schließlich in Skopje angekommen. Trotz der extremen Hitze in der Stadt hat es sich keiner nehmen lassen nach einer kurzen Verschnaufpause die imposante und belebte Stadt Skopje zu erkunden.
Heute werden wir unser letztes der sieben zu bereisenden Länder das erste mal betreten. Vom wunderbaren Skopje geht es heute nach Nis in Serbien. Über winzige Straßen geht es durch das bergige Hinterland bis zur Grenze. Kurz nach Einreise nach Serbien machen wir halt am Kloster Venerable Prohor Pchinjski. Danach weiter zum Vlasina See, leider hat der Wind die schwimmenden Inseln aus unserem Sichtfeld geweht und somit weitere geniale Fotos verwehrt. Am Nachtmittag machen wir noch eine kurze Pause in einem zum Glück klimatisierten Kaffee-Restaurant, bevor wir in der Hitze des Nachmittags Nis erreichen.
Ein langer Fahrtag mit sehr hohen Temperaturen erwartet uns heute. Als wir durch die Hügel im Norden von Nis gleiten sind die Temperaturen in Ordnung. Aber je mehr wir in das Flache Land in Richtung Donau kommen, umso heißer wird es. Entlang der gewaltigen Donau cruisen wir teilweise im Schatten zu unserem Restaurant an der Donau mit Aussicht auf die Festung Golubac. Glücklicherweise ist die neue Straße durch das Flachland in Richtung Belgrad fertiggestellt und eröffnet und wir erreichen unser Ziel somit etwas einfacher und schneller. Durchgeschwitzt am Ziel - sag da noch jemand Wetterextreme existieren nicht.
Heute startete unser Tag anders als sonst. Zuerst hieß es - Durchfahren der Rushhour in Belgrad City. Nach unserem recht ampelintensiven Start ging es für uns schließlich auf die Landstraße Novi Sad. Die Straße und das Wetter haben es heute gut mit uns gemeint, denn es kühlte auf gute 30°C ab und die Fahrt durch ein paar schöne Höhenlagen - diese ließen uns die Stadtfahrt schnell vergessen. Nach unserem Eintreffen am Petrovaradiner Schloss gab es erstmal eine Kaffeepause mit einer tollen Aussicht auf die Stadt Novi Sad. Nach unserem Stopp machten wir uns weiter zum Fruska Gora Nationalpark auf, welcher schöne Kurven und kaum Verkehr versprach. Die Fahrt war für alle eine willkommene Abwechslung, da Nationalparks zu durchfahren auf unserer Tour mit eines der Highlights sind. Langsam aber sicher kamen wir aus den Wäldern hinaus und fuhren in ein ländliches Gebiet mit vielen Feldern, es wurde flacher und erinnerte leicht an die fanzösische Provence. Ein paar Kilometer weiter kamen wir auch schon an der Serbisch-Kroatischen Grenze an, welche wir ohne Probleme passieren konnten. Nach unserem Eintreffen in Kroatien kamen wir wieder in leichte Gebirge rein, dass Weingebiet um Ilok begrüßte uns. Unser Mittagsstopp führte uns zu einem Winzer-Restaurant auf der höchsten Ebene des Ortes. Nach einem guten Essen und ein paar Flaschen Wein (im Gepäck) ging es für uns weiter zum letzten Halt nach Dakovo, hier hat uns der kleine Ort mit einer sehr impressiven Kathedrale und gutem Kaffee überrrascht. Nach einer sehr langen Fahrt nahmen wir ein kurzes Stück Autobahn um zu unserem Bestimmungsort Slavonski Brod zu gelangen, dort wartete Bernie auch schon auf uns.
Heute starteten wir im etwas weniger urbanen Slavonski Brod - einer Kleinstadt im Osten Kroatiens. Für uns ging es nach dem Frühstück direkt los in unseren letzten Fahrtag, welcher wirklich entspannt war. Wir befanden uns im ländlichen Gebiet von Kroatien, welcher sehr grün war, aber halt eben auch sehr ländlich. Zum Start kamen wir durch viele kleine Dörfer, abwelchselnd mit Wäldern, einfachen kleinen Häusern und wenig Verkehr. Unser erster Stopp führte uns nach Lipik, wo wir vor unserem ersten Highlight erst einen Kaffeestopp einlegten. Anschließende brachen wir zu den Lipizzaner Pferden auf. Der Anblick der Pferde war ein wirklich unübliches aber dennoch sehr sehenswertes Highlight. Anschließend trugen uns ebenfalls ländliche Abschnitte weiter Richtung Zagreb, durch viele kleine Gegenden sind wir schließlich an einem großen Betonmonument vorbeigekommen. Wir hielten und machten uns in der KZ-Gedekstätte und dem Museum über das Geschehene schlau. Unser Mittagsstopp trug uns nur einige Kilometer von dem Museum weiter. Wo wir einen gutes Essen bekamen und etwas interessante Konversation mit der hiesigen Betreiberin hatten. Nach diesem Halt ging es für uns langsam aber sicher Richtung Zagreb weiter. Nach unserem Eintreffen am Hotel gab es erstmal eine kurze Auszeit für alle, um die letzten Tage, welche sehr schön aber dennoch auch recht anstrengend waren revue passieren zu lassen. Am Abend gab es für uns alle nochmals ein gemeinsames Beisamensein - der gleiche Tisch wie am ersten Tag: nur eben viel vertrauter, voller unvergesslicher Erlebnisse und gemeinsamen Erinnerungen. Es war wirklich schön mit euch! Es danken Bernhard und Mark :)
