CAS2602 Perlen der Adria

Wir starteten unsere Tour in Split, an der kroatischen Küste der wunderschönen Adria. Nachdem wir die Stadt hinter uns gelassen hatten, gerieten wir zunächst in etwas Verkehr, doch schon bald wurde es ruhiger, während wir der Straße in Richtung Omiš folgten. Wir überquerten die Mündung des Flusses Cetina, bogen unmittelbar danach scharf nach links ab und begannen, in das spektakuläre Cetina-Tal hinaufzufahren. Die Straße führte immer tiefer ins Tal hinein, während die Felswände zu beiden Seiten emporragten. Schon bald machten wir an einer ehemaligen Wassermühle Halt für einen wohlverdienten Kaffee – ein perfekter Ort, um eine kleine Pause einzulegen und die besondere Atmosphäre auf uns wirken zu lassen. Aufgrund von Straßenbauarbeiten mussten wir ein Stück zurückfahren, was sich letztlich als Glücksfall erwies. Wir nahmen eine kleine, kurvenreiche Straße, die aus der Schlucht hinausführte und dabei immer höher stieg. Vorbei an winzigen Dörfern, die scheinbar an den steilen Berghängen kleben, erreichten wir schließlich einen Aussichtspunkt hoch über dem Fluss. Der grandiose Blick über das Tal belohnte uns für den bisherigen Weg. Nachdem wir die Aussicht ausgiebig genossen hatten, kehrten wir um und machten uns wieder auf den Weg zur Küste. Einige Meilen später erreichten wir den Hafen von Drvenik und gingen an Bord der Fähre nach Hvar. Nach der kurzen Überfahrt machten wir im Hafen von Sućuraj eine Mittagspause, bevor wir uns auf den Weg quer über die Insel von Ost nach West machten. Die Straße schlängelte und wand sich durch die raue Landschaft der Insel und führte uns schließlich zu einer Festung aus der Zeit Napoleons Bonaparte. Von hoch oben wurden wir mit einem atemberaubenden Blick über Hvar und die umliegende Landschaft belohnt – darunter auch die Stadt Hvar, die denselben Namen wie die Insel trägt. Von dort aus rollten die letzten Kilometer angenehm unter unseren Rädern dahin, während wir uns dem beeindruckenden Amfora Hotel näherten. Nach einem langen und heißen Fahrtag waren sowohl der herzliche Empfang durch das freundliche Personal als auch – vielleicht noch mehr – die angenehm kühle Luft in der Lobby eine wahre Wohltat. Zum Abschluss des Tages genossen wir das Abendessen in einem ausgezeichneten Restaurant ganz in der Nähe – der perfekte Ausklang für einen erlebnisreichen Tag auf der Straße.
Wir starteten auf der Insel Hvar, durchquerten sie von West nach Ost und setzten mit der Fähre zurück zum kroatischen Festland über. Wir genossen eine tolle Fahrt direkt am Meer entlang, überquerten die Pelješac-Brücke zur Halbinsel Korčula und machten in Ston eine schöne Mittagspause. Anschließend fuhren wir über eine weitere schöne Bergstraße Richtung Dubrovnik und beendeten den Tag in unserem nächsten wunderbaren Hotel direkt am Meer. Ein fantastisches Abendessen rundete diesen perfekten Tag ab.
Nach einem fantastischen Frühstück machten wir uns auf den Weg in die Altstadt von Dubrovnik. Nachdem wir die majestätische Stadtmauer zunächst von oben bewundert hatten, stiegen wir eine mit Stein gepflasterte Treppe hinunter und überquerten die alte Zugbrücke, um durch das Pile-Tor in die Stadt zu gelangen. Nach zwei Stunden Erkundung der Stadt machten wir uns wieder auf den Weg zur Garage, stiegen auf unsere Motorräder und verließen Dubrovnik in Richtung Süden. Wir genossen die malerische Küstenstraße, bevor wir nach Nordosten abbogen und uns der kroatisch-bosnischen Grenze näherten. Das Motorradfahren in Bosnien war großartig, auch wenn sich der Zustand der Straßen manchmal abrupt ändern kann. Nach einigen Kilometern wurden wir an der Grenze zwischen Bosnien und Montenegro erneut nach unseren Reisepässen gefragt. Von dort ging es bald hinunter zur äußeren Bucht von Kotor, wo wir unser Mittagessen genossen. Die Überquerung der Bucht an ihrer schmalsten Stelle mit der Fähre hat viel Spaß gemacht. Anschließend fuhren wir fast eine Stunde lang am Wasser entlang bis zu unserem Hotel. Das Koma Hotel empfing uns nach einem langen und wunderschönen Fahrtag mit seinen Pools, dem privaten Strand und dem Spa.
Heute haben wir einen wunderschönen Ruhetag mit einer Ausfahrt in den Nationalpark Lovćen in Montenegro verbracht. Von der Bucht von Kotor führte uns eine schmale Bergstraße über 25 Serpentinen hinauf auf den Gipfel, etwa 1200 Meter über dem Meeresspiegel. Die Aussicht war atemberaubend und die Fahrt ein Genuss. Am frühen Nachmittag kehrten wir ins Hotel zurück, um die weiteren Aktivitäten zu genießen – den hoteleigenen Strand, Mittagessen und einfach eine fantastische Zeit…
Wir verließen unser Hotel, gelegen an dem zugehörigen Privatstrand in der wunderschönen inneren Bucht von Kotor, und nach einem flotten Tankstopp, ging es weiter entlang der Bucht bis zu deren westlichen Spitze wo wir der Route hinauf in die Berge folgten. Wir ließen die Fjord-artige Bucht hinter uns, jedoch nicht ohne einen Foto-Stop zu machen. Immerhin würde das für eineige Zeit die letzte Gelegenheit sein, das Meer zu sehen. Weiter ging es durch die Berge, rauhe Täler, vorbei an verschlafenen Dörfern, und wir paßten unser Tempo an den kaum vorhandenen Verkehr an. Einfach tolles fahren! Der Grenzübertritt nach Bosnien war rasch und einfach, die Straßen weiterhin großartig. Auf der M20 kamen wir an den Bileca jezero, einen Stausee, an seinem Westufer, und machten kurz danach Mittagspause. Weiter ging es in Richtung Gacko, Gewitterwolken am Horizont. Bald war es ratsam, Regengewand anzuziehen und für das erste mal auf dieser Tour hatten wir Regen. Frei weidenende Kühe, die gerne auf die Straße kamen, Erde, Steine in diversen Größen und scharfe Kurfen machten die Fahrt recht interessant. Der Steinkohletagbau und das zugehörige Heizkraftwerk lagen bald hinter uns, in Nevesinje bogen wir links ab auf die M6.1, wo wir nasse Kurven und Kehren bergan fuhren. Bald danach höhrte der Regen endgültig auf, und als wir über den Kamm kamen, konnten wir erste Blicke in die Ebene von Mostar werfen, getaucht ins Licht der bereits tiefer stehenden Sonne. Der Weg zu unserem Hotel war kurz leicht abenteuerlich, doch erreichten wir sicher die Altstadt Mostars, und unseren Parkplatz für die Nacht, wo kaltes, wohlverdientes Boot-Bier auf uns wartete. Prost!
Heute verlassen wir Mostar in den Bergen und besuchen das riesige Kreuz auf einem Gipfel über der Stadt. Der letzte Blick auf die Stadt bei diesem herrlichen Wetter versüßt uns den Abschied. Nach einer Fahrt über sehr schmale Landstraßen erreichten wir die Grenze, und der Grenzübertritt verlief reibungslos. Mit der gesamten Gruppe brauchten wir nur 20 Minuten, um beide Kontrollpunkte zu passieren. Zurück in Kroatien fanden wir einen sehr schönen Picknickplatz, wo Georg uns ein köstliches Picknick zubereitete. Wir fuhren weiter zur Küste und erreichten trotz gestohlenen Asphalts Zadar.
Der zweite Rasttag dieser Tour fiel auf Zadar, eine weitere Perle an der Adria. Einige von uns gingen es gemütlich an, schliefen etwas länger und spazierten durch Zadars Altstadt, währen der Rest der Truppe sich auch an diesem Tag in die Sättel schwang. Wir rollten aus der noch ruhigen Stadt, und bald auf die Autobahn, die uns ein gutes Stück nach Süd-Osten führte. Der erste Halt war der Aussichtspunkt Kamenjak, bereits Teil des Krka Nationalparks, wo wir den fabelhaften Blick über den Vransko-See, den schmaler Küstenstreifen, welcher den See von der Adria trennt, und die vielen kleinen, vorgelagerten Inseln genossen. Dalmatien ist einfach wunderschön! Der weg führte uns ein kurzes Stück zurück wie wir gekommen waren. Weiter südöstlich warteten noch mehr Sehenswürdigkeiten. Nach einem guten Mittagessen, wo wir uns über Motorräder und Motorsport im allgemeinen unterhielten, fuhren wir durch Küstenorte wie Drage, Turnaj, Turkljaca und Sukusan, bevor wir am frühen Nachmittag wieder Zadar erreichten.
Unser letzter Tourtag beginnt in Zadar. Wir verlassen die Stadt Richtung Süden und folgen zunächst der Küstenstraße. Dann biegen wir in die Berge ab und starten die eigentliche Fahrt des Tages. Die Nebenstraßen sind ruhig, kaum befahren und in hervorragendem Zustand. Wir haben wieder einmal Glück mit dem Wetter und besuchen den Krka-Nationalpark, genießen einen Kaffee am Fluss und die kurvenreichen Straßen. Nach dem Mittagessen in Knin besichtigen wir die Quelle des Krka und fahren am Nachmittag zurück ans Meer zu unserem letzten Ziel dieser Tour: Split. Wir kommen am späten Nachmittag an und haben genügend Zeit, die Stadt zu genießen, uns für das Abendessen fertig zu machen und die Erlebnisse der letzten Tage Revue passieren zu lassen. Eine weitere großartige Reise geht zu Ende mit tollen Fahrern, die Kroatien auf zwei Rädern genossen haben. Vielen Dank fürs Mitfahren und bis zum nächsten Mal! Bleibt gesund und munter!
