Touring Center Dolomites Extended
Spektakulärer Auftakt in den Dolomiten Heute war es endlich soweit: Die erste Etappe unserer Touring Center Dolomiten stand auf dem Programm – und zum Auftakt gleich ein echter Klassiker: die berühmte Sella Ronda. Das Wetter spielte mit und die Dolomiten präsentierten sich von ihrer schönsten Seite. Schon nach den ersten Kilometern war klar: Die kommenden Tage werden großartig! Allerdings hatten offenbar nicht nur wir die Idee, die Dolomiten heute zu erkunden. Sonntag ist Sonntag – und das merkten wir. Auf den ansonsten so kurvenreichen Passstraßen herrschte teilweise dichter Verkehr. Immer wieder hieß es: runter mit dem Tempo und geduldig hinter Campervans und Reisebussen herfahren. Aus den berühmten Motorradkurven wurde so manches Mal unfreiwillig Schritttempo. Aber was soll's? Wir waren schließlich nicht auf der Flucht. 😉 Und wenn man schon langsam unterwegs ist, hat man wenigstens genügend Zeit, die Landschaft zu genießen. Und davon gab es heute wirklich reichlich! Vier Pässe und jede Menge Dolomitenkino Unsere Runde führte uns unter anderem über das Grödner Joch, das Sella Joch und den Passo Pordoi. Jeder Pass hatte seinen eigenen Charakter und seine eigenen spektakulären Ausblicke. Dazu kamen die gewaltigen Felsformationen der Dolomiten, die sich immer wieder hinter der nächsten Kurve auftürmten. Selbst wer schon viele Motorradtouren gefahren ist, kann sich diesem Panorama nur schwer entziehen. Jetzt stehen die Motorräder wieder vor dem Hotel, die Helme sind abgelegt und die ersten Eindrücke des Tages werden langsam verarbeitet. Und morgen wartet schon das nächste Abenteuer auf uns. 🏍️🇮🇹
Heute stand mit dem Timmelsjoch – Passo Rombo der nächste Klassiker auf unserem Programm. Von Klobenstein ging es zunächst über das Penser Joch und anschließend über den Jaufenpass. Dort haben wir uns bei einem Kaffee kurz gestärkt, bevor es hinunter ins Passeiertal und weiter Richtung St. Leonhard ging. Dann begann der eigentliche Aufstieg zum Timmelsjoch. Mit jedem Höhenmeter wurde die Landschaft beeindruckender. Oben angekommen, durfte natürlich ein Besuch im Timmelsjoch Experience Museum nicht fehlen. Zurück ging es durchs Passeiertal und über Meran – leider mit etwas mehr Verkehr als uns lieb war. Aber schon bald konnten wir wieder auf kleine Nebenstraßen ausweichen und über Völs und Jenesien zurück nach Klobenstein fahren. Für mich war das wieder ein richtig schöner Fahrtag: tolle Pässe, großartige Landschaften und vor allem eine Gruppe, mit der das Fahren einfach Spaß macht. Die Motorräder stehen wieder vor dem Hotel – und ich glaube, heute Abend gibt es einiges zu erzählen.
Gestern ging es noch Richtung Norden bis kurz hinter die österreichische Grenze – heute waren wir wieder mitten im Herzen der Dolomiten unterwegs. Unser Ziel: der wunderschöne Lago Misurina. Bis dorthin warteten wieder einige echte Klassiker auf uns. Über das bereits bekannte Sellajoch und den Passo Pordoi ging es weiter über Passo Falzarego und Tre Croci bis zum See. Auch Cortina d’Ampezzo, Austragungsort der Olympischen Winterspiele, lag heute auf unserer Strecke. Für einen Stopp war dort allerdings einfach zu viel los – also weiter! Der Rückweg hatte es dann noch einmal richtig in sich: Passo Giau, Passo Fedaia und der Karerpass standen auf dem Programm. Kurz vor dem Karerpass gab es noch einen beeindruckenden Blick auf den Rosengarten. Wieder ein Tag mit allem, was eine Dolomiten-Tour ausmacht: fantastische Pässe, spektakuläre Landschaften und jede Menge Kurven. Und langsam stellt sich die Frage: Kann man sich an diesen Ausblicken eigentlich sattsehen? Ich glaube nicht.
Tag 4 – Stelvio: Der Pass der Pässe Heute war es endlich soweit! Das legendäre Stilfser Joch – Stelvio stand auf dem Programm. Ein Pass, der auf so ziemlich jeder Motorrad-Bucket-List zu finden ist. Die Anfahrt von Bozen aus war allerdings zunächst eher zäh: dichter Verkehr begleitete uns bis ins Vinschgau. In Glurns gab es deshalb erst einmal einen Kaffee und eine kurze Pause, bevor kurz vor der Auffahrt das letzte Briefing anstand. Denn eines war klar: Wir waren heute nicht allein! Radfahrer, Camper, Motorräder und eigentlich alles, was Räder hat, wollte ebenfalls hinauf zum Stelvio. Oben angekommen, musste natürlich zuerst der obligatorische Beweis gekauft werden, dass wir tatsächlich oben waren – Souvenirs inklusive. Und anschließend durfte der legendäre Hotdog bei Bruno natürlich nicht fehlen. Für die Abfahrt wählten wir eine etwas besondere Variante: über den Umbrailpass ging es hinüber in die Schweiz und anschließend wieder hinunter ins Tal. Der letzte Abschnitt zurück Richtung Bozen war dann leider wieder von reichlich Verkehr geprägt. Aber spätestens zurück in Klobenstein war das vergessen. Das Stilfser Joch haben wir geschafft. Und ich bin mir ziemlich sicher: Über diesen Tag werden wir noch lange sprechen!
Heute ging es Richtung Süden – zum Gardasee. Um bei der Anfahrt etwas Zeit zu sparen, nahmen wir zunächst die Autobahn. Nicht unbedingt der schönste Teil einer Motorradtour, aber heute sollte es sich noch auszahlen. Denn sobald wir die Autobahn verlassen hatten, war wieder Kurvenzeit angesagt. Es ging hinein in die Berge, über kleine Straßen und durch unzählige Kurven – genau das, wofür wir hier sind. Am Gardasee angekommen, gab es erst einmal ein entspanntes Mittagessen. Danach hieß es schnell wieder weg vom Trubel rund um den See und zurück in die Berge. Für die letzte Etappe mussten wir noch einmal ein Stück Autobahn rund um Bozen nehmen. Und dann kam die Auffahrt zurück nach Ritten und Klobenstein – inzwischen fast schon im Blindflug. Am Anfang hatten wir durchaus Zweifel, ob sich die Autobahn heute wirklich lohnt. Nach diesem Tag lautet die Antwort eindeutig: ja! Eine herrliche Strecke, unzählige Kurven und wieder ein Tag, an den wir uns gerne erinnern werden. Morgen wartet die letzte Etappe auf uns – kaum zu glauben, dass die Woche schon fast vorbei ist.
Und schon ist eine Woche vorbei. Sechs Fahrtage sind wie im Flug vergangen. Zum Abschluss sind wir noch einmal tief in die Dolomiten eingetaucht. Unsere Route führte über Kronplatz, Bruneck, Brixen und das Würzjoch – noch einmal von allem etwas: tolle Straßen, beeindruckende Landschaften, Pässe und natürlich jede Menge Kurven. Das Wichtigste: Alle sind sicher zurückgekommen. Was für eine tolle Gruppe! Neun Freunde, sehr gute Fahrer und vor allem eine Gruppe, die offensichtlich weiß, wie man gemeinsam Motorrad fährt und dabei Spaß hat. Ich habe es wirklich genossen, mit euch durch die Dolomiten zu fahren. Für mich ist das Schönste am Tourguiden nicht nur die Straße und die Landschaft – es sind vor allem die Menschen, die man unterwegs kennenlernt. Und ich bin sehr froh, dass sich unsere Wege gekreuzt haben. Ich hoffe, dass wir uns irgendwann wieder auf einer Straße irgendwo auf der Welt treffen. Ich wünsche euch eine sichere Heimreise, viele weitere tolle Abenteuer und natürlich weiterhin viel Spaß beim Motorradfahren! Und euch allen: Viel Spaß bei euren nächsten Touren in Mexiko! 🇲🇽🏍️🇮🇹 Es war mir eine große Freude, mit euch zu fahren.
